Pooly's Kunst und Schreibforum

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Zu unseren Mitgliedern sage ich: willkommen zurück.

Und unseren Gästen möchte ich empfehlen, sich vielleicht etwas hier umzusehen. Vielleicht lohnt es sich ja für euch.
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Pooly & Co.

    Zuschussverlage

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    Zuschussverlage

    Beitrag von Gast am Do 27 Aug 2009, 18:32

    Hi! Ich weiß nicht ob's hier hinein passt, wenn nicht:
    bitte in einen passenden Bereich verschieben. :-)

    Bei Spiegel online ist dieser schöne Artikel über Zuschuss-"Verlage" erschienen:
    http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,645279,00.html

    Ich wurde vor 'ner Weile übrigens mal gerügt,
    weil ich in Anbetracht von Zuschussverlagen
    zur Bücher- und Verlagsverbrennung aufgerufen habe.
    Das sei nicht ganz politisch korrekt gewesen.
    Darum verkneife ich's mir lieber, diesen Vergleich erneut zu äußern. :-P
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    Re: Zuschussverlage

    Beitrag von Pooly am Do 27 Aug 2009, 19:50

    Ich werde dieses Topic einmal nach "rund um Literatur" verschieben. Ich denke, dort passt es besser hin Very Happy


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    Re: Zuschussverlage

    Beitrag von Dawn am Do 27 Aug 2009, 22:54

    Hey,

    oh man das ist mal was. Ich find die Idee von den Dreien einfach genial aber da sieht man echt mal wie korrupt diese Verläge sind. Darauf sollte wirklich keiner reinfallen.
    Das selbst dann noch eine Ausrede kam, wenn der SPIEGEL selbst sich meldete, ist ja wirklich kaum vorstellbar. Als wenn da kein Mensch sondern bloße Geldmaschinen im "Verlag" - man wage es kaum es so zu nennen - säßen.

    Lg, Alex
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    Re: Zuschussverlage

    Beitrag von moriazwo am Fr 28 Aug 2009, 08:52

    Das Thema "Zuschussverlage" ist sicher kein neues Thema und kaum ein Hobbyautor, der irgendwann einmal davon geträumt hat, sein Werk veröffentlicht zu sehen, wird nicht schon einmal von einem solcher "Verlage" in vollmundigen Worten angeschrieben worden sein.
    Der Artikel bei Spiegel-Online hat mich köstlich amüsiert. Er passt exakt zu meinen Erfahrungen, die ich mit solchen "Unternehmen" gemacht habe. Im Grunde ist die Masche dieser Verlage genial. Sie kennen den Büchermarkt genau und wissen, dass viele Menschen schreiben - der Markt aber bereits seit langem übersättigt ist. Damit ist vollkommen klar, dass nur die Wenigsten der Newcomer überhaupt eine Chance hätten, auf diesem Markt Fuß zu fassen. Also fassen die Zuschussverlage die Autoren dort, wo sie am empfindlichsten sind: ihrer Eitelkeit.
    Seien wir 'mal ehrlich: Als Autoren halten wir unser Werk zunächst einmal für gut, zumal wir eine Menge Zeit, Phantasie und Herzblut aufgebracht haben, unsere Geschichte in einen Computer zu hacken. Ob die Geschichte wirklich so gut ist, wie wir selbst es glauben, könnten nur eine Reihe von ehrlichen Testlesern beurteilen - und die sind manchmal gar nicht so leicht zu finden.
    Auf jeden Fall blitzt sicherlich in jedem von uns irgendwann der Wunsch auf, sein Buch könnte publiziert werden und tatsächlich in einem Buchladen in der Auslage stehen. Ein toller Gedanke, der leider meist ein Traum bleiben wird.
    Genau hier setzt der Zuschussverlag den Hebel an. Er lobt das Werk des Autors und hat auch gleich eine Lösung parat: Wir drucken es dir - du musst nur einen "kleinen" Zuschuss zur Finanzierung der Druckkosten leisten - aber keine Angst, dafür behältst du selbstverständlich die vollen Rechte am Werk.
    Was auf den allerersten Blick positiv klingt, zerfällt wie ein Kartenhaus, wenn man sich mit dem Thema beschäftigt. Man sagt nämlich im Grunde, dass man sich sämtliche Produktionskosten vom Autor zahlen lässt - zuzüglich einer Marge für den Verlag, denn der will ja auch leben. Dafür lässt man den Autor dann hinsichtlich Vermarktung und Vertrieb im Regen stehen, denn er besitzt ja immer noch die vollen Rechte am Werk.
    Das Interesse dieser Verlage am Erfolg eines von ihnen verlegten Buches tendiert gegen Null, denn es ist für sie bereits ein Erfolg gewesen, wenn sich jemand gefunden hat, es überhaupt drucken zu lassen.
    Also: Finger weg von diesen Zuschussverlagen!

    Für mich persönlich bedeutet es: Ich werde weiterhin als Hobbyautor tätig sein, denn es macht mir Spaß, die von mir erdachten Geschichten zu formulieren und niederzuschreiben. Sollte "Kommissar Zufall" mir irgendwann zu Hilfe kommen und mir die Möglichkeit eröffnen, einen meiner Romane bei einem echten Publikumsverlag unterzubringen, würde mich das sicher freuen - aber ich werde mir sicher kein Bein ausreißen, um dieses Ziel zu erreichen und sicherlich werde ich kein Geld investieren, nur, um mein Buch im Laden zu sehen.
    Wer lediglich sein eigenes Buch selbst als gedrucktes Werk in seinem eigenen Bücherschrank haben möchte, hat da auch noch andere Möglichkeiten. Es gibt im Internet so genannte Druckdienstleister, die einem das Buch nach eigenen Vorgaben als Paperback oder Hardcover drucken. Ich habe Einzelstücke meiner Bücher z. B. bei www.lulu.com drucken lassen. Das ist ein US-Unternehmen, bei dem man seine Texte - nach drucktechnischer Aufbereitung - hochladen, ein eigenes Cover dazupacken kann und es dann nach einiger Zeit als gedrucktes Werk nach Hause geschickt bekommen kann. Die Kosten sind auch nicht höher, als wenn ich mir einen nagelneuen Bestseller als Hardcover im Buchhandel kaufe. Das ist für ein Einzelstück des eigenen Buches vertretbar, doch man darf sich nichts vormachen: Für eine Publikation in größeren Stückzahlen ist diese Variante nun gar nicht geeignet.

    Gruß
    Michael
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    Re: Zuschussverlage

    Beitrag von Gast am Fr 28 Aug 2009, 11:45

    Was auch oft prima ist, wenn man nur einige Exemplare auf paar Lesungen verscherbeln will,
    damit man sich als armer Bettelstudent bafögaufbessernd 'ne feine Flasche guten Scotch leisten kann:

    Mal in die Gelben Seiten oder irgendwo nachschauen, ob es nicht im Ort 'ne Buchbinderei gibt.
    Grade bei kleinen Betrieben habe ich da sehr gute Erfahrungen gemacht, bspw. www.bubi-seidler.de,
    als ich in Freiberg an der Mulde gewohnt habe. Wichtig ist bei sowas, finde ich, dass man sich persönlich kennt, denn:

    Wenn man erst einmal ein freundschaftliches Verhältnis zum Inhaber aufgebaut hat,
    sinken dann die Preise noch zusätzlich. Und erwähnt man den guten Kerl obendrein
    noch im Buch order irgendwo, d.h. macht für ihn etwas lokale Werbung....
    Dann liegt man für 80 Seiten Hardcover (Druck & Bindung) schnell bei unter 10 Euro.

    Und nummeriert man die Bücher dann noch durch und signiert sie, kann man schnell paar Kröten machen! :-)

    Für größere Buchmengen lohnt sich ein Besuch auf der Buchmesse.
    Da sind oft auch Druckereien und Verlage aus dem osteuropäischen Ausland zu finden.
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    Re: Zuschussverlage

    Beitrag von Gast am Do 03 Sep 2009, 16:43

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    Re: Zuschussverlage

    Beitrag von moriazwo am Fr 04 Sep 2009, 08:41

    Einfach genial! Diese so genannten "Verlage" werden wirklich durch ihre Reaktionen auf diese "Perle der deutschen Literatur" ad absurdum geführt.
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    Salissa
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    Re: Zuschussverlage

    Beitrag von Salissa am Fr 04 Sep 2009, 12:27

    Ich habe leider auch schon einmal negative Erfahrungen in dieser Richtung gemacht bei einem Lyrikwettbewerb, wo ich nach einiger Zeit ein Schreiben erhielt, ungefähr in der Art, dass mein Gedicht ihnen so gut gefallen hätte und es daher eine ganz große Chance für mich wäre, mich an den Aktionen dieses Verlages zu beteiligen - für eine unverschämte Summe.
    Wenn ein Verlag ehrliche Absichten hegt und Literatur wirklich liebt, sollte er nicht mit den Hoffnungen und Träumen von jungen Autoren spielen und diese ausbeuten. Ich habe damals ein paar Nachforschungen zu dem Thema angestellt und da einiges lesen müssen, was einen wirklich wütend machen kann.
    Die ganze Sache hat mich nur in meiner Überzeugung bestärkt, weiterhin nach einem seriösen Verlag zu suchen.

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    Re: Zuschussverlage

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