Hallo zusammen :)
Das Thema Schicksal finde ich persönlich furchtbar interessant. Ich kann nicht mal sagen, wie es dazu gekommen ist, dass ich daran glaube. Es hat irgendwann einfach in mir drin gefunkt - quasi.
Ich bin kein sehr gläubiger Mensch und finde auch, dass das Zitat was Lea hier angebracht hat "Wer an das Schicksal glaubt, darf nicht an Gott glauben", so nicht ganz in Ordnung ist. Wie gesagt, gläubig bin ich nicht. Ich glaube an keinen Gott, im Sinne der Bibel. Kann mir auch nicht erklären, dass all diese Dinge die in der Bibel stehen wirklich passiert sein sollen. Aber ich glaube trotzdem an eine Macht, die über uns wacht, mit der wir kommunizieren können und die unser Handeln mitbestimmt.
Ich glaube die Betonung liegt in meiner Ansicht wirklich auf der "Mitbestimmung".
Das Schicksal ist für mich kein vorgeschriebener Weg, ich bin immernoch auf mich allein gestellt, bestimme meinen Weg ganz allein. Aber ich glaube an eine Macht, die mich zu bestimmten Entscheidungen führt, lenkt, verleitet.
Es ist wirklich schwer zu erklären was ich meine...
Ich versuche es mal von Anfang an.
Es gab eine Zeit, vor einigen Jahren, in der ich mir selbst nicht mehr getraut habe. Ich hatte mich selbst, mein Ich, alles was mich ausmacht verloren und fühlte mich vollkommen leer. In der Schule galt ich als
Freak, obwohl ich nicht mal wusste wieso. In der Zeit habe ich viel gebetet, nicht zu einem Gott, zu einem Mann oder einer Frau die irgendwo in den Wolken sitzt (das war irgendwie immer meine Vorstellung, wie Gott sein würde, wenn er existieren würde). Ich betete zu einer Macht, die ich tief in mir zu spüren glaubte. Ich betete, dass ich neue Kraft bekommen würde. Das ich mich selbst wiederfinden würde, das ich jemanden finden würde, der mir hilft mich selbst zu finden...
Und dann lernte ich meinen besten Freund kennen.
Ob es nun Zufall war oder Schicksal, dass kann niemand sagen.
Für mich war es Schicksal, eine Fügung. Ein Wink der unsichtbaren Macht die uns umgibt.
Ich muss dazu sagen, dass ich mich weder mit Esoterik noch mit Glaube beschäftige. Gar nicht, zumindest nicht bewusst. Und doch glaube ich nicht an Zufälle. Nichts passiert einfach so. Aber wir sind auch nicht die Marionetten irgendeines Gottes oder irgendeiner Macht. Wir haben unsere Fäden immer noch selbst in der Hand. Nur brauchen wir - denke ich - manchmal einen Schubs. Und den bekommen wir durch das Schicksal.
Vielleicht ist dem ein oder anderen klar geworden, was ich meine.
Ich finde es wirklich unheimlich schwierig all das in Worte zu fassen.
Liebe Grüße,
Jacky
