Pooly's Kunst und Schreibforum

Liebe Gäste und natürlich auch liebe Mitglieder!


Ich möchte euch alle herzlich willkommen heißen in Pooly's Kunst und Schreibforum!

Zu unseren Mitgliedern sage ich: willkommen zurück.

Und unseren Gästen möchte ich empfehlen, sich vielleicht etwas hier umzusehen. Vielleicht lohnt es sich ja für euch.
Lasst euch nicht abschrecken. Eventuell könnte die Anzahl unserer Foren euch etwas erschlagen. Aber es dauert wirklich nicht lange, bis man sich hier eingefunden hat und im Notfall sind alle User und Teammitglieder bereit, euch unter die Arme zu greifen :)

Viel Spaß!



Pooly & Co.

    Schicksal

    Austausch

    Alania
    Bunte Eule
    Bunte Eule

    Beiträge: 40872
    Laune: ULTRA müde ._.
    Ich schreibe: WIE MEINEN?
    Sonstiges:

    TAHORRA FTW!

    Schicksal

    Beitrag von Alania am Mo 31 März 2008, 13:31

    Ein neuer Gedanke, eine neue Überzeugung, die zwar nicht von mir kommt, aber mich genauso mit großem Interesse erfüllt, wie die restlichen philosophischen Themen.

    Das Schicksal.

    Man kennst es aus alten Mythen.
    "Schicksalsgöttinen, die das Leben eines jeden Menschen vorherbestimmen..."

    Eine Freundin hat mir erzählt, dass sie an das Schicksal glaubt.
    Dass alles vorherbestimmt ist.

    Was meint ihr dazu?

    Ich weiß nicht, ich kann mich damit nicht so recht anfreunden...

    Pooly
    Koordinator
    Koordinator

    Beiträge: 88487
    Laune: [h+]³
    Ich schreibe: Kernstaub.

    Re: Schicksal

    Beitrag von Pooly am Di 01 Apr 2008, 09:44

    Ich fände, wenn alles vorbestimmt wäre, dann wäre das Leben irgendwie trostlos. Ich meine, wenn alles was wir tun, alle Entscheidungen die wir treffen, alle Fehler, die wir machen, vorherbestimmt wären, dann ... ich weiß auch nicht ... könnten wir ja nichts mehr dagegen tun, weiß du?
    Dann wäre alles so fest! So endgültig!
    Ich mag den Gedanken nicht, nicht über mein eigenes Leben bestimmen zu können ... damit kann ich mich nicht anfreunden.

    Es gibt vielleicht Fügungen ... dass bestimmte Dinge, so passieren und nicht anders ... aber alles? Leben? Tod?
    Das wäre, glaube ich, ziemlich deprimierend Neutral


    ____________________Poolys Kunst- und Schreibforum____________________




    Regenbogenfisch
    Freier Kunstschaffender
    Freier Kunstschaffender

    Beiträge: 783
    Ich schreibe: am liebsten Gedichte in alle erdenklichen Formen, wobei ich gerne experimentiere. Mittlerweile habe ich aber auch Gefallen an Kurzgeschichten gefunden. Ab und zu schreibe ich auch Songtexte, die ich anschließend vertone.
    Texte: Regenbogenfisch
    Kunst: Regenbogenfisch

    Re: Schicksal

    Beitrag von Regenbogenfisch am Mi 02 Apr 2008, 21:10

    zum Thema Schicksal habe ich folgendes schöne Zitat gefunden:

    "Das Schicksal des Menschen ist der Mensch." Bertolt Brecht

    Es bedeutet zum Einen, dass wir mit unserem eigenen Handeln das Schicksal bestimmen können.
    zum Anderen bedeutet es: nicht nur das eigene Handeln beeinflusst unser Schicksal sondern auch andere Menschen (Stichwort: schicksalhafte Begegnungen).

    Ich denke nicht, dass das Schicksal grundsätzlich vorbestimmt ist. Ich glaube aber das bestimmte Tendenzen/Richtungen bereits in frühester Kindheit vorgegeben werden.

    Lea
    Wohl bekannt am Hofe
    Wohl bekannt am Hofe

    Beiträge: 7444
    Ich schreibe: Speedwriting, Partnerprojekte, Gedichte und Kurzgeschichten. (:
    Texte: Lea
    Kunst: Lea
    Sonstiges: Die Welt ändert sich. Zeiten kommen und gehen. Doch der Mensch bleibt immer gleich.

    Re: Schicksal

    Beitrag von Lea am Sa 05 Apr 2008, 17:54

    Wer an Schicksal glaubt, darf nicht an Gott glauben.

    wenn das Schicksal voherbestimmt, kannst du dich nicht dagegen wehren.
    wenn es z.B. vorherbestimmt ist, jemanden zu ermorden, darfst du trotztdem nicht in die hölle kommen, da es dir ja schon auferlegt wurde und du das nicht selber in der absicht hattest. du bist dann quasi nur die marionette, die das ausführt, was das andere dir für ein schicksal gegeben hat. und dann müsste ja derjenige bestraft werden, der dir das schicksal auferlegt hatte und nicht die marionette, als du.

    moriazwo
    Moderator & Techniker
    Moderator & Techniker

    Beiträge: 2638
    Laune: Meist positiv und ausgeglichen ... verdammt noch 'mal ... :-)
    Ich schreibe: ... am liebsten SciFi (mit seltenen Ausflügen in die Fantasy)
    zurzeit in Arbeit: Die Akademie - Neufassung
    Texte: moriazwo
    Kunst: moriazwo
    Infos: moriazwo
    Sonstiges:


    Ich poste hier im Forum:

    Upd.: 23.05.2012
    Upd.: 03.05.2012
    Upd.: 07.05.2012
    Wird bei Interesse weiter gepostet




    Abgeschlossene Projekte:






    Ich lese im Forum:

    Re: Schicksal

    Beitrag von moriazwo am Di 22 Apr 2008, 13:59

    devdream schrieb:Ich denke nicht, dass das Schicksal grundsätzlich vorbestimmt ist. Ich glaube aber das bestimmte Tendenzen/Richtungen bereits in frühester Kindheit vorgegeben werden.


    Das denke ich auch. Bestimmte Eigenarten eines Menschen sind sicherlich genetisch verankert und werden zu einem bestimmten Verhalten führen. Doch darf man auch nicht die Macht der Erziehung und der Lebenserfahrungen unterschätzen. Wir sind die Summe aller unserer Erfahrungen.
    Es gibt jedoch auch Menschen, die davon ausgehen, dass wirklich alles vorherbestimmt ist - auch Unwägbarkeiten wie Unfälle usw. und begründen dies mit Fällen im Bekanntenkreis, in denen jemand Ahnungen hatte und diese dann eingetroffen sind. Ich glaube eher, dass dies zufällige Zusammentreffen von unbewussten Ängsten und statistischen Tatsachen sind. Ich meine damit Folgendes:
    Ich fahre jeden Morgen mit dem Auto zur Arbeit. Im Straßenverkehr passieren Unfälle, die man jedes Mal billigend in Kauf nimmt, wenn man sich hinter das Steuer setzt. Meine Frau sagt jeden Morgen, wenn ich das Haus verlasse, ich solle aufpassen und vorsichtig fahren (ich möchte betonen, dass ich zu den defensiven Fahrern zähle). Es spricht also eine leichte Angst daraus, dass irgendwann Etwas passieren könnte. Sollte nun tatsächlich einmal etwas passieren und ich würde - was ich nicht hoffen möchte - in einen Unfall verwickelt, könnte diese unterschwellige Angst nun als Vorahnung interpretiert werden, die nun eingetroffen ist.
    Ich glaube nicht an den Menschen als Marionette.


    ____________________Poolys Kunst- und Schreibforum____________________


    Imaginary
    Moderator & kveldriða
    Moderator & kveldriða

    Beiträge: 4796
    Laune: uden dig.
    Ich schreibe: von Gefühlen & Herzessenz
    Texte: Imaginary
    Kunst: Imaginary
    Infos: Imaginary
    Sonstiges: gå ad helvede til

    Re: Schicksal

    Beitrag von Imaginary am Fr 20 Jan 2012, 21:49

    Hmm, ich persönlich glaube nicht an das Schicksal. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass unser aller Leben von einer bestimmten Macht oder dergleichen vorherbestimmt ist und dass wir nichts dagegen tun können. In meinen Augen gibt es einfach kein festgeschriebenes Schicksal, dem wir nicht entkommen können; jeder Mensch kann irgendwie etwas bewegen und sei es nur in seinem eigenen Leben - so denke ich zumindest.

    Passend zum Thema habe ich aber eine ganz amüsante Geschichte von einer Freundin, wie es kam, dass sie mit ihrem Freund zusammen kam - und ich musste zumindest ein wenig schmunzeln, weil es doch ein wenig das ist, was man vielleicht zumindest als Fügung bezeichnen könnte:
    Ihr Freund war mal mit ihrer besten Freundin zusammen. Diese beste Freundin hat ihn dann aber sehr plötzlich und für alle unerwartet (ihn selbst eingeschlossen) einfach fallen lassen und mit ihm Schluss gemacht. Na ja, meine Freundin fand ihn da schon sehr nett und interessant, hätte aber natürlich niemals was mit ihm angefangen, der er eben der Exfreund ihrer besten Freundin war. Nun lief es aber nunmal so, dass diese beste Freundin auch meine Freundin ganz plötzlich fallen gelassen hat, nachdem sie mit ihrem neuen Freund zusammen kam und wir alle mit der Schule fertig waren und sie hatten dann schon eine ganze Weile keinen Kontakt mehr und die Freundin meiner Freundin wollte dann offensichtlich auch nicht mehr mit ihr befreundet sein (und bis heute weiß niemand, warum ôo).
    Jedenfalls hat meine Freundin dann einfach so irgendwann nochmal mit dem Ex ihrer Freundin bei ICQ gechattet, weil sie einfach mal wieder mit ihm quatschen wollte - und nicht nur, dass die beiden (völlig zufällig) beide in etwa zum gleichen Zeitpunkt in die gleiche Stadt gezogen sind; sie sind auch noch Nachbarn geworden und hatten davon echt keine Ahnung Very Happy Na ja, am Ende sind sie dann doch zusammen gekommen und jetzt schon seit über einem Jahr zusammen und von der ehemaligen Freundin haben sowieso beide nichts mehr gehört.

    Das fand ich dann schon sehr amüsant und auch irgendwie niedlich, als sie mir das erzählt hat Very Happy


    ____________________Poolys Kunst- und Schreibforum____________________


    Storypassion
    Entdecktes Talent
    Entdecktes Talent

    Beiträge: 658
    Laune: krank...
    Ich schreibe: ...an einer neuen Idee. (Planungsphase)
    Texte: Storypassion
    Kunst: Storypassion
    Infos: Storypassion

    Re: Schicksal

    Beitrag von Storypassion am So 22 Jan 2012, 19:49

    Hallo zusammen :)

    Das Thema Schicksal finde ich persönlich furchtbar interessant. Ich kann nicht mal sagen, wie es dazu gekommen ist, dass ich daran glaube. Es hat irgendwann einfach in mir drin gefunkt - quasi.
    Ich bin kein sehr gläubiger Mensch und finde auch, dass das Zitat was Lea hier angebracht hat "Wer an das Schicksal glaubt, darf nicht an Gott glauben", so nicht ganz in Ordnung ist. Wie gesagt, gläubig bin ich nicht. Ich glaube an keinen Gott, im Sinne der Bibel. Kann mir auch nicht erklären, dass all diese Dinge die in der Bibel stehen wirklich passiert sein sollen. Aber ich glaube trotzdem an eine Macht, die über uns wacht, mit der wir kommunizieren können und die unser Handeln mitbestimmt.

    Ich glaube die Betonung liegt in meiner Ansicht wirklich auf der "Mitbestimmung".
    Das Schicksal ist für mich kein vorgeschriebener Weg, ich bin immernoch auf mich allein gestellt, bestimme meinen Weg ganz allein. Aber ich glaube an eine Macht, die mich zu bestimmten Entscheidungen führt, lenkt, verleitet.
    Es ist wirklich schwer zu erklären was ich meine...

    Ich versuche es mal von Anfang an.
    Es gab eine Zeit, vor einigen Jahren, in der ich mir selbst nicht mehr getraut habe. Ich hatte mich selbst, mein Ich, alles was mich ausmacht verloren und fühlte mich vollkommen leer. In der Schule galt ich als Freak, obwohl ich nicht mal wusste wieso. In der Zeit habe ich viel gebetet, nicht zu einem Gott, zu einem Mann oder einer Frau die irgendwo in den Wolken sitzt (das war irgendwie immer meine Vorstellung, wie Gott sein würde, wenn er existieren würde). Ich betete zu einer Macht, die ich tief in mir zu spüren glaubte. Ich betete, dass ich neue Kraft bekommen würde. Das ich mich selbst wiederfinden würde, das ich jemanden finden würde, der mir hilft mich selbst zu finden...
    Und dann lernte ich meinen besten Freund kennen.
    Ob es nun Zufall war oder Schicksal, dass kann niemand sagen.
    Für mich war es Schicksal, eine Fügung. Ein Wink der unsichtbaren Macht die uns umgibt.

    Ich muss dazu sagen, dass ich mich weder mit Esoterik noch mit Glaube beschäftige. Gar nicht, zumindest nicht bewusst. Und doch glaube ich nicht an Zufälle. Nichts passiert einfach so. Aber wir sind auch nicht die Marionetten irgendeines Gottes oder irgendeiner Macht. Wir haben unsere Fäden immer noch selbst in der Hand. Nur brauchen wir - denke ich - manchmal einen Schubs. Und den bekommen wir durch das Schicksal.

    Vielleicht ist dem ein oder anderen klar geworden, was ich meine.
    Ich finde es wirklich unheimlich schwierig all das in Worte zu fassen.

    Liebe Grüße,
    Jacky Herzchen

    Imaginary
    Moderator & kveldriða
    Moderator & kveldriða

    Beiträge: 4796
    Laune: uden dig.
    Ich schreibe: von Gefühlen & Herzessenz
    Texte: Imaginary
    Kunst: Imaginary
    Infos: Imaginary
    Sonstiges: gå ad helvede til

    Re: Schicksal

    Beitrag von Imaginary am Do 02 Feb 2012, 11:06

    Hey Jacky,

    ja, ich denke, ich weiß, was du damit sagen willst :) Und es ist auch eine wirklich schöne Geschichte, wie ich finde. Ich persönlich würde es als Fügung bezeichnen, weil Schicksal für mich etwas sehr viel Größeres ist - Schicksal würde für mich wirklich bedeuten, dass unser ganzes Leben quasi irgendwie "vorprogrammiert" wäre - und das kann ich mir nicht vorstellen. Möchte ich glaube ich auch gar nicht so sehen können, weil mir die Vorstellung gefällt, dass wir wirklich einen freien Willen besitzen Very Happy

    Allerdings muss ich das, was ich neulich hier geschrieben habe, ein bisschen modifizieren: Ich glaube durchaus an sowas wie Fügung. Schließt sich vielleicht schon ein bisschen aus, wenn ich sowas wie Schicksal ausklammere, aber ist einfach so. Dass unser ganzes Leben vorherbestimmt ist, kann ich mir nicht vorstellen, aber ich glaube schon daran, dass es manchmal eben gewisse Fügungen gibt, die so sein MÜSSEN. Erklären kann ich es mir selbst nicht so ganz, da ich eigentlich total atheistisch bin und einfach nicht an Götter oder solche Dinge glaube - aber bei manchen Dingen, die ich erlebt habe, habe ich im Nachhinein sagen müssen "wow, das sollte wohl so sein". Zum Beispiel waren wir vor einigen Jahren in Dänemark, als meine Uroma gestorben ist. Nur durch eine glückliche Fügung (mehr oder weniger) waren wir wirklich alle zusammen, als wir es erfahren haben, denn mein Bruder hat sich mit seiner damaligen Freundin ziemlich schlimm gestritten und kam dann auch spontan noch nach Dänemark. So waren wir alle zusammen, als es geschah und ich glaube, dass das so sein sollte. Letzte Woche kam mein Vater ins Krankenhaus und ich war bei meinen Eltern und nicht bei mir zu Hause - und das nur, weil ich die Woche vorher krank war und nicht zum Wochenendseminar gehen konnte/wollte - und als dann noch mein Internet kaputt ging und ich keine Lust hatte, mich das ganze lange Wochenende über zu langweilen (falls der neue Stick nicht rechtzeitig gekommen wäre), bin ich zu meinen Eltern gefahren - und war dann eben hier bei meiner Familie, zum richtigen Zeitpunkt. Ich wäre wohl nicht hier gewesen, wäre mein Stick nicht kaputt gewesen.

    Wie gesagt, ich glaube nicht direkt an Schicksal, das ist mir einfach zu groß - aber ich glaube schon daran, dass es manchmal eben gewisse Fügungen gibt.


    ____________________Poolys Kunst- und Schreibforum____________________


      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Do 24 Mai 2012, 17:04