von Lara am Do 10 Apr 2008, 14:40
Prolog
Das Land war ausgetrocknet. Seit Monaten hatte es nicht mehr geregnet, die Dürre zerstörte die ganze Ernte von dem das Reich Vanadis leben musste.
Aurora sah aus ihrem Fenster, vom ihrem Zimmer aus konnte sie ganz Vanadis überblicken.
Früher war alles grün und saftig gewesen, jetzt war alles dürr.
Doch dann...ein Grollen ertönte über den Horizont, dunkle und bedrohlich.
Aurora sahmit ihren Giftgrünen Augen nach oben. Was konnte das sein?
Die Wolken verdunkleten sich, als wollten sie unheil bringen. Sofort wusste Aurora was geschehen würde. Sie stürmte auf ihre Terrasse und sah den Himmel empor.
Und tatsächlich, kleine Regentropfen fingen an auf das Tal zu prasseln. Aurora schluchzte vor Freude auf.
Genüsslich schloss sie die Augen und ließ den Regen auf ihre Haut nieder regnen, ihr war es egal ob dabei ihre aufwendige Frisur zerstört wurde.
Jeder Bewohner, ob arm oder reich, jung oder alt, hörte Augenblicklich auf zu arbeiten. Ungläubig breiteten sie die Hände aus um den Regen zu empfangen.
Aurora machte es ihnen gleich und streckte sie Arme aus, sie fing an im Regen zu tanzen. Der tanz des Lebens.
So lange schon hatte sie darauf gewartet.
Dann spürte sie einen leichten Atemzug auf ihrem Nacken, überrashct drehte sich Aurora um und erblickte ihren Bruder, Niac.
>>Niac! Sieh nur, die Götter haben uns den Regen gebracht!<<, sagte sie freudestrahlend.
Niac lächelte leicht. >>Ja... sie wollren uns damit eine Lektion erteilen, die Lektion des Lebens.<<
Aurora schaute ihn verwirrt an, wie früher als sie noch ganz klein gewesen war, dann hatte Niac sie immer auf seinen Schoß genommen und ihr mit einem Lächeln auf den Lippen alles erklärt.
Er wusste auf alles Antwort.
>>Lektion?<<, fragte Aurora sichtlich verwirrt.
Niac lächelte, wie immer.
>>Ja, früher haben wir den Regen als selbstverständlich gehalten, er war ein Teil unseres Lebens. Da lagen wir falsch. Nichts ist selbstverständlich, nicht das Licht, nicht die Luft die du atmest. Die Götter wollten uns zeigen das wir es mehr schätzen sollte zu leben. Wir sollten endlich anfangen unser Leben zu schätzen und zu lieben.<<
Aurora sah ihn mit großen Augen an.
>>Sieh nur, ich glaube sogar das es geklappt hat.<<, sagte Niac und nickte zu den Kindern die in den Pfützen rum tollten.
>>Lerne das Leben lieben, Aurora.<<, flüsterte er und mit diesen Worten verließ er die Terrasse. Aurora stand fassungslos im Regen. Ihr nasses Haar klebte an ihren feinen Gesichtszügen und ihre Augen glühten.
Das Leben lieben...
Erst nach vielen Jahrn würde Aurora diesen Satz verstehen.
Doch dann war es schon zu spät...