Pooly's Kunst und Schreibforum

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    Ohne Vanille und Karamell - Izo

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    Ohne Vanille und Karamell - Izo

    Beitrag von Pooly am Di 16 Jun 2009, 10:31

    Ohne Vanille und Karamell
    Autor: Izo


    Regen.
    Bett.
    Decke.
    Ich liege hier mit.
    Tropfen fließen.
    Verbinden sich zu einem kleinen Strom.
    Mit meinen Gedanken im Beischlaf.
    Weiter.
    Immer weiter.
    Runter.
    Zu dir.
    Tränen.
    An der Scheibe.
    Glasklar.
    Ich liege da gen Süden davon.
    Vanille und Karamell.
    Verloren.
    Geborgen.
    In dir.
    In einer Decke.
    Verschwimmt mich gleich mit.
    Kuchen.
    Löffel.
    Liebe.
    Tränt mich mit dem Prasseln dahin.
    Der Kuchen ist eine Lüge.
    Den Löffel gibt es nicht.
    Liebe. Was ist das?
    Reine Ironie.
    In einer Decke ohne Vanille und Karamell.


    Zuletzt von Pooly am Fr 31 Jul 2009, 22:16 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet


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    Re: Ohne Vanille und Karamell - Izo

    Beitrag von Tin am Di 16 Jun 2009, 17:04

    Hey, unbekannter Autor.

    Ein sehr interessantes Gedicht :)

    Ich muss zugeben: Ich finde es ein wenig schwierig, deine Assoziationen zum vorgegebenen Thema nach zu vollziehen.
    Aber ich denke, dass mehrer darinstecken.

    Sehr interessant finde ich außerdem, dass es den Anschein hat, als hättest du einfach nur ein paar Worte wahllos aneinander gereiht. Aber wenn man es dann nochmal liest, dann ergeben die Worte zusammen einen bestimmten Sinn...das finde ich wirklich toll :)

    Trotzdem denke ich, dass ich es noch ein paarmal werde lesen müssen, bis ich es verstanden habe Wink
    Es gefällt mir aber gut.

    Lieben Gruß
    Tin

    PS: Ich glaube ich hab so ne Idee, von wem das Gedicht sein könnte...^^
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    Re: Ohne Vanille und Karamell - Izo

    Beitrag von Alania am Di 16 Jun 2009, 17:11

    Hallo! Very Happy

    Also, ich habe mich ja schon bei bei einem anderen Gedicht hier im Wettbewerbsunterforum als jemand geoutet, der zu abstrakte Gedicht nicht so unbedingt mag. ^^

    Also muss ich leider sagen, dass mich dieses Gedicht nicht anspricht. Wink

    Natürlich bin ich mir bewusst, dass hiter den scheinbar wahllos aneinander gereihten Wörtern und Assoziationen ein tieferer Sinn steckt, doch ich kann mich einfach nicht mit dieser Art von Lyrik anfreunden.

    Nicht böse gemeint. Wink
    Ich bin mir sicher, dass es viele Leute gibt, die dieses Gedicht als sehr interessant und gelungen beschreiben würden.

    LG
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    Re: Ohne Vanille und Karamell - Izo

    Beitrag von Pooly am Do 18 Jun 2009, 19:23

    Kommentar vom Autor


    In diesem Gedicht geht es darum, dass man so fertig mit der Welt sein kann, dass man einfach nur noch darüber lacht. Die Situation ist ernst, wird aber, da man es nicht anders verkraftet mit Humor genommen. Sozusagen ist es dann wie ein Medikament gegen die Schmerzen.
    Die Hauptperson liegt auf dem Bett und ist diesem Treiben der Gedanken zum Opfer gefallen. Lassen sie nicht in Ruhe. Sie fliegen. Sie pulsieren. Fließen. Sind nicht aufzuhalten. Rotieren. Kreischen. Sind wie Kratzen auf einer Tafel.
    Unter diesen unerträglichen Pegel der Stille mischt sich das Prasseln des Regens. Tropfen verbinden sich auf der Scheibe. So wie sich die Gedanken verbinden. Ein masochistisches Gemisch. Wie Säure frisst es sich durch die Gehirnsynapsen. Betäubt von dem widerlichen Gebräu liegt man träumend wach da. Wo wohl die Gedanken in den Urlaub fahren?
    Sie fahren in den Süden. Da wo es schön ist. Weil seine Liebe auch dorthin gehen wird, einfach so. Wie gerne hatte sie Vanille und Karamell gehabt. Aber die Zeiten neigen sich dem Ende und es wird Abschied nehmen heißen müssen. Bei manchen Dingen gibt es eben kein zurück. Und es wird weiter gehen. Wie alles weiter gehen wird.
    Man liegt verloren da. Jedoch geborgen unter einer Decke, während das Unwetter draußen vorbei zieht.
    Das Nass auf dem Fenster verschwimmt. Wie man auch selbst auf der Welle der Gedanken davon getragen wird.
    Wenn denn sogar der Kuchen eine Lüge ist und der Löffel eh schon immer eine Lüge war, was hat denn Liebe da noch eine Bedeutung?
    Genau, dieser Gedanke ist reine Ironie.
    Und dennoch wird man am Ende ohne Vanille und Karamell bleiben.
    Gegen die Zeit kann eben niemand ankämpfen.
    Es werden Tränen vergossen werden, viele Tränen, auch der Himmel weint.
    Ob Himmelstränen so bittersüß wie diese Situation schmecken?


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    Re: Ohne Vanille und Karamell - Izo

    Beitrag von Diana am Do 18 Jun 2009, 20:14

    Huhu Wink

    Mhhh... irgendwie faszinierend. Ich frage mich immer wieder, wie man so ein Gedicht auf die Beine stellen kann. Ich glaube nicht, dass ich es könnte auch wenn ich es wollte. Diesen ganzen komplexen Gedankengänge, die du ja in deinem Kommentar ein wenig geschildert hast... was alleine in so einem kurzen Gedicht steckt, das ist schon heftig, irgendwie.
    Mit deinen Gedankengängen als Stütze, finde ich das Gedicht wirklich top. Total interessant. Sowohl vom Inhalt als auch vom Aufbau. Was man so alles mit "Himmelstränen" in Verbindung bringen kann! Vanille und Karamel...^^
    Ohne den Kommentar zu lesen, ist es aber wirklich sehr schwer alles nachzuvollziehen. Einige Sachen hab ich mir denken können - andere eben nicht. Es lässt auch sehr viel Interpretationsfreiraum, und im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich deine Gedankengänge gelesen hab. ^^ Ich hätte ja besser mal meine eigene Interpretationsversuche starten sollen.
    Naja, wie auch immer Wink
    Mir gefällt das Gedicht, auch wenn es wirklich harscharf an der Grenze zu "zu abstrakt" schwebt. Aber dennoch finde ich es sehr gelungen. Auf eine verwirrende und interessante Weise.

    LG Diana
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    Re: Ohne Vanille und Karamell - Izo

    Beitrag von Pooly am Fr 31 Jul 2009, 22:16

    Dieses Gedicht ist von Izo.


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