Pooly's Kunst und Schreibforum

Liebe Gäste und natürlich auch liebe Mitglieder!


Ich möchte euch alle herzlich willkommen heißen in Pooly's Kunst und Schreibforum!

Zu unseren Mitgliedern sage ich: willkommen zurück.

Und unseren Gästen möchte ich empfehlen, sich vielleicht etwas hier umzusehen. Vielleicht lohnt es sich ja für euch.
Lasst euch nicht abschrecken. Eventuell könnte die Anzahl unserer Foren euch etwas erschlagen. Aber es dauert wirklich nicht lange, bis man sich hier eingefunden hat und im Notfall sind alle User und Teammitglieder bereit, euch unter die Arme zu greifen :)

Viel Spaß!



Pooly & Co.

    Der gläserne Mensch - ein Hoch auf das Internet

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    Der gläserne Mensch - ein Hoch auf das Internet

    Beitrag von Regenbogenfisch am Sa 13 Jun 2009, 15:18

    Hallo liebe Forenmitglieder,

    ich habe einmal diesen Thread eröffnet, wo sich jeder dazu äußern kann, wie wichtig einem der Schutz seiner persönlichen Daten ist und was er/sie von meinen Links hier hält.

    Das Internet hat in den letzten Jahren vieles verändert und wird auch in Zukunft die Menschen noch weiter prägen. Vieles ist dadurch sicherlich einfacher und komfortabler geworden. Ohne Probleme lernt man schnell neue Menschen kennen und trifft Gleichgesinnte. Alles ist super und toll? Wink ...
    Ich habe diese Woche mit einer Freundin ein wenig zu dem Thema beim Mittagessen philosophiert und es ist teilweise erscheckend wie locker besonders Jugendliche in Chats mit ihren Daten hausieren gehen. Meine Freundin konnte live in einem Chat beobachten, wie ruckzuck Handynummern offen ausgetauscht worden sind. Ich habe leider auch in diesem Forum ein wenig den Eindruck wie naiv manche an das Thema Schutz von persönlichen Daten herangehen (ich kann gerne ein paar entsprechende Threads in diesem Forum benennen bei Interesse).

    Hier mal ein paar Links zum Nachdenken:

    Was fasziniert Jugendliche an Social Networks?
    Bin ich ein gläserner Mensch?
    Twitter schadet Moral seiner NutzerInnen
    ZDF Sendung zum Thema Datenschutz
    Blog Eintrag zum Thema "gläserner Mensch"
    weiterer Beitrag zum Thema
    "nette" Seite um an Infos über Personen zu kommen (es gibt sicherlich noch mehr von dieser Sorte)

    Ich verteufle keine Social Networks und bin selbst in ein paar
    vertreten (facebook, Xing, jobleads). Allerdings achte ich sehr darauf, was ich dort über mich
    preisgebe (ebenso auch in diesem Forum). Ich möchte niemanden den Spaß verderben, allerdings möchte ich ein wenig veranschaulichen wie gefährlich es sein kann, wenn man zu viel preisgibt. Jeder sollte sich eines bewusst machen: Vieles was man im Internet schreibt, ist praktisch so als ob man es einem Wildfremden erzählt. Es ist also genau abzuwägen, was ruhig jeder wissen kann und was nicht.

    Lieben Gruß,
    Marcus

    PS: Mir ist die Ironie dieses Threads bewusst, denn mit euren Meinungen gebt ihr wieder etwas von euch preis.
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    Re: Der gläserne Mensch - ein Hoch auf das Internet

    Beitrag von Dawn am Sa 13 Jun 2009, 15:36

    Lieber Marcus,

    du hast natürlich recht, dass heutzutage viele mit ihren Daten zu leichtfertig umgehen. Es ist erschreckend wie viele sogar öffentlich ihre Adresse oder so bekanntgeben.
    Ich selbst achte immer darauf dies nicht zu leichtfertig zu tun. Aus diesem Grund nenne ich auch noch nichtmal jemanden meinen richtigen Wohnort oder so (nur die Leute hier aus dem Forum die ich schon getroffen haben kennen meine Adresse) und ich würde niemals bei meinem Twitter Account etwas schreiben wie, "ach ich komme gerade von ..., da wohne ich ja direkt". Also das mache ich nicht und jemanden meine Daten im Internet wie "Handynummer" zu geben mache ich genauso wenig. Ich muss die Person dafür schon einige Monate kennen.

    Lg, Alex
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    Re: Der gläserne Mensch - ein Hoch auf das Internet

    Beitrag von Lea am Sa 13 Jun 2009, 17:46

    Hm.. also ich achte wirklich auf meine Daten, ich würd z.B. nie meine Telefonnummer hier im Talkthread schreiben oder so.. Wink

    Und ehrlich gesagt, bin ich nicht auf so vielen Seiten.. ^^
    Ich bin hier, im schuelervz, in flickr (wo ich nur privat (!) Fotos hochlad), dann noch auf ner anderen Seite, wo ich fast nie bin und ich hab MSN und ICQ. Das reicht auch.. Very Happy
    Ich werd mich z.B. nicht auf twitter anmelden, da ich das ziemlich unnütz find.. das käme mir wie stalken vor.. schon allein der ausdruck "profil beobachten"... nee, wirklich nicht.. Wink

    Übrigens.. ^^ das 1,2,3 people kenn ich schon.. ;D Bei mir kommt nichts raus.. Very Happy Nur paar Sachen über ne "Michaela W.", aber das sind andere "M.Ws." ^^
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    Re: Der gläserne Mensch - ein Hoch auf das Internet

    Beitrag von Dawn am Sa 13 Jun 2009, 18:13

    Ja bei mir kommt auf 123 People auch nichts raus.
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    Re: Der gläserne Mensch - ein Hoch auf das Internet

    Beitrag von June am Sa 13 Jun 2009, 20:08

    Bei mir kommt eine e-mail-adresse raus, aber die überwacht mein Pa lol
    Soll heißen, ich benutze sie gar nicht.

    Ansonsten:
    Mir hat man ebenfalls ziemlich erfolgreich eingebläut, keine Daten im Internet weiter zu geben. Und hier aus dem Forum kennen auch nur die Leute, die beim Forentreffen waren, meine Adresse.
    Ich würde nicht einmal unter einen Roman oder eine KG meinen ganzen Namen drunter schreiben, ganz gleich wie das mit dem UrheberRecht ist.
    HandyNummern gibts auch nicht öffentlich Wink
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    Re: Der gläserne Mensch - ein Hoch auf das Internet

    Beitrag von Teleri am Sa 13 Jun 2009, 20:20

    Also adressen, Telefonnummern, PWs und sowas würde ich niemals preisgeben. Mir ist es aber relativ egal, ob man weiß, wo ich lebe, da kann mir nicht allzu viel passieren. Aber ich gebe euch vollkommen recht, dass ich nie so nachlässig sein würde, meine Telefonnummer, Handynummer oder Adresse rauszugeben, das mache ich nur über ICQ, wenn es eine Person ist, die ich schon sehr lange kenne. Phoebs, eine Freundin, die ich jetzt seit drei Jahren kenne, hat noch nicht einmal den Beginn meiner Handynummer gesehen und meine Adresse gebe ich höchst unfreiwillig raus.
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    Re: Der gläserne Mensch - ein Hoch auf das Internet

    Beitrag von Regenbogenfisch am Sa 13 Jun 2009, 23:29

    Okay ich muss hier mal ein wenig klarstellen. Mein Fehler war ein Beispiel mit Handynummer zu bringen.
    So etwas sollte natürlich sowieso nie öffentlich hineingestellt werden, dass es einige machen ist absolut dumm. Hier im Forum gibt es da zum Glück niemanden.

    Worauf ich hinweisen möchte ist, wie viele persönliche Informationen man über sich oft zur Verfügung stellt, die jeder mitlesen kann. Ich rede hier nicht von Telefonnummern oder Adressen.
    Sondern ich meine z.B. persönliche Vorlieben, Gefühle, Ängste, Schwächen ... vielleicht auch das ein oder andere Foto, dass man heute als lustig später irgendwann aber als total peinlich empfindet.

    Wir vergessen mit Sicherheit schneller als das Internet, aber viele Informationen bleiben im Netz eine sehr lange Zeit verfügbar. Das bestimmte Sachen tatsächlich nur Freunde lesen können sei mal dahingestellt.
    Den Link von 123people hatte ich schonmal irgendwann in einem anderen Thread gepostet gehabt. Es gibt aber auch eine noch bessere Seite: google.de
    Entscheidend für das was man über sich findet, ist natürlich auch immer, was man als Suchbegriffe in Kombination eingibt.

    Ich möchte hier echt niemnadem Angst machen oder so, aber kann jedem nur empfehlen: redet über persönliche Dinge auch nur auf persönlichem Wege, außer ihr wollt tatsächlich, dass über euch viele sehr gut Bescheid wissen.

    Wer meint, dass ich hier Blödsinn schreib oder übertreibe, kann mir das ebenfalls gerne schreiben. Dazu ist dieser Thread nämlich gedacht: zum Diskutieren über das Bereitstellen persönlicher Informationen. Wie ihr das seht und ob es tatsächlich ein Problem ist.
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    Re: Der gläserne Mensch - ein Hoch auf das Internet

    Beitrag von Teleri am Sa 13 Jun 2009, 23:36

    Was mein ich angeht, meine Einstellungen, meine Gefühle, Ängste, Schwächen, Stärken, Vorlieben. Es gibt Dinge, die ich nicht zu verheimlichen brauche, denn ich kann ohnehin schon gar nicht mehr über mich preisgeben, denn die Menschen die mich hassen, können es so oft, so herrlich schnell machen, dass ich da nix zu verschweigen habe und ich denke gewisse Dinge, die ich nicht aussprechen will, spreche ich auch nicht aus.
    Es gibt Dinge, wenn ich Geschichten lese, die dann bewerte, dass ich in meine Begründung auch meine Hintergründe einzubeziehen um deutlich zu machen, dass ich da Ahnung von habe.
    Es ist mir ehrlich gesagt egal- was die Menschen über mich wissen, nicht wissen- wieso um Gottes Willen, soll ich mir eine Maskerade zulegen, wo ich sie in der realen Welt auch nicht habe.
    Warum soll ich mir etwas zulegen, was mich entstellt? Dann bin ich nicht mehr ich. Selbst wenn ich Bruchstücke aus meinem Leben Preis gebe, dann hat niemand die ganze Geschichte, keiner hier abgesehen von Sassy, weiß ansatzweise davon, was ich durchgemacht habe oder erlebt habe und das obwohl ich 21 bin. Deswegen tun mir kleine Bruchstücke nicht weh. Es gibt Dinge, die ich nie preis geben würde. Das mache ich privat- aber selbst wenn ich es privat erzähle, könnte mir jeder hier in den Rücken fallen, ob es nun privat passiert oder gleich öffentlich ist da eigentlich sehr egal ... meines Erachtens nach. Wenn die Menschen sich hier untereinander vertrauen und das tue ich, dann sehe ich nicht, warum ich so tun sollte, als wäre ich ein Mensch, der in einer heilen Familie aufgewachsen ist. Das ist nicht die Wahrheit.
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    Re: Der gläserne Mensch - ein Hoch auf das Internet

    Beitrag von Regenbogenfisch am Sa 13 Jun 2009, 23:43

    dankeschön für deinen Kommentar. Falls du dich durch meinen Beitrag irgendwie persönlich angegriffen fühlst, dann tut mir das sehr leid, denn es ist überhaupt nicht meine Absicht.
    Seine eigene persönliche Meinung zu Geschichten zu äußern und generell ehrlich aufzutreten, finde ich richtig und toll.
    Mein Beitrag bezieht sich doch auhc nicht auf dieses Forum, sondern allgemein darauf wie leichtfertig oft Daten im Internet preisgegeben werden.


    Wenn die Menschen sich hier untereinander vertrauen und das tue ich ...
    Ja in dem Forum herrscht eine tolle sehr gute Athmosphäre. Aber gleich mal eine provokante Frage: Vertraust du automatisch jedem neuen Mitglied, dass sich hier in Zukunft anmeldet und alles mitlesen kann?
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    Re: Der gläserne Mensch - ein Hoch auf das Internet

    Beitrag von Teleri am So 14 Jun 2009, 00:15

    Nein nicht automatisch- da hast du recht ;-) - oh erstmal vorweg, ich bin nicht persönlich angegriffen- Aber wenn er es lesen kann, dann weiß er was er von mir zu halten kann, ob er mich dann auslacht, ist mir dann egal.
    Es geht mir halt nur darum, dass ich weiß, dass ich meine Kommentare beispielsweise bei FF.de nie derart persönlich halte, weil ich dem Board an sich nicht vertraue, ähnlich geht es mir bei Hp-Fans.de - hier und Scrip und im Lyric Café sieht das ganz anders aus, da habe ich wohlfühlathmosphäre und das allein ist wichtig um persönliche Sachen auch mit hineinzubringen.
    In den anderen würde ich nie wirklich lügen, wenn einer fragt, was das zu bedeuten hat, dann schreibt er mich schon an...
    Es ist halt so, dass ich auch nichts habe, dass gegen mich verwendet werden könnte, ich habe keine Straftaten in meinem Leben begangen, ich habe keine Ambitionen Amok zu laufen, oder von lauter Parties zu erzählen, wo ich betrunken nackt auf dem Tisch getanzt habe, das ist nicht mein Stil, das ist nie passiert und kann auch kein Arbeitgeber gegen mich verwenden, das einzige, was er eventuell verwenden könnte ist die Tatsache, dass ich langweilig bin XD - wenn man von meiner Vergangenheit mal absieht.
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    Re: Der gläserne Mensch - ein Hoch auf das Internet

    Beitrag von Lea am So 14 Jun 2009, 01:12

    Es ist halt so, dass ich auch nichts habe, dass gegen mich verwendet werden könnte, ich habe keine Straftaten in meinem Leben begangen, ich habe keine Ambitionen Amok zu laufen, oder von lauter Parties zu erzählen, wo ich betrunken nackt auf dem Tisch getanzt habe, das ist nicht mein Stil, das ist nie passiert und kann auch kein Arbeitgeber gegen mich verwenden, das einzige, was er eventuell verwenden könnte ist die Tatsache, dass ich langweilig bin XD - wenn man von meiner Vergangenheit mal absieht.

    Dem kann ich mich nur anschließen.

    Und wo ist der Unterschied, was man in der virtuellen Welt oder in der Realität einem anvertraut? Egal wo, Sachen, die du über dich (oder wen anders erzählst) können weitergegeben werden, ob du es nun hier oder im RL erzählst.
    Und Sachen, die einem peinlich sind, z.B. dass man betrunken nackt auf einem Tisch getanzt hat (um mal Danys Beispiel herzunehmen) würde man keinem anderen anvertrauen. Und wenn mans doch tut.. dann kann das einem nicht peinlich gewesen sein, insofern seh ich da kein Problem.
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    Re: Der gläserne Mensch - ein Hoch auf das Internet

    Beitrag von Pooly am Di 16 Jun 2009, 08:52

    Hallöchen :)

    Ich hab den Thread jetzt hier also auch entdeckt. Was Marcus schreibt stimmt schon. Es ist ziemlich gefährlich offen über seine persönlichen Dinge im Internet zu berichten. Auch wenn es mir da wie Lea und Dany geht; eigentlich hab ich nichts Besonderes zu verbergen, das irgendjemand mal gegen mich verwenden könnte. Meine Handynummer etc. gebe ich auch nicht leichtfertig preis.
    Bei 123people und google kommt bei mir total viel raus, aber nur wegen meiner Bücher ... (vielleicht sollte ich sämtliche Informationen zu meinen Büchern auch aus dem Internet nehmen? Hinten steht nämlich drauf, wo ich geboren bin O.o)

    Ich persönlich sehe jetzt nicht so das Problem darin, meine Gefühle irgendwo aufzuschreiben, oder meine Vorlieben oder was mich gerade bedrückt. Klar, das mach ich nur hier im Forum, weil ich den Leuten vertraue - und NEIN ich vertraue nicht jedem neuen Mitglied, das sich hier anmeldet. Aber ehrlich gesagt ist es ja dasselbe auch im realen Leben. Wenn ich da eine Freundin hab und denke, ich kann ihr vertrauen und erzähl ihr was über mich und später stellt sich heraus, dass sie alles rumerzählt hat, dann ist das nichts anderes.

    Du schriebst zwar, dass du das alles nicht auf dieses Forum beziehst, aber ich finds schon ziemlich provokant von dir, Marcus, besonders den Titel dieses Topics. "Ein Hoch auf das Internet". Da das im Angesicht dieses Themas nicht ernst gemeint sein kann, heißt es wohl übersetzt "meldet euch überall ab und spielt lieber draußen auf der Wiese (da gibts keine bösen Menschen)"

    Soll das heißen, wir sollen Topics wie "Talk", "Bilder von euch", "Wie geht es euch", "Wie lebt ihr" und andere Diskussionen löschen. Oder ist es gar ein Wink an die Administration in die Forumregeln zu schreiben "Seid hier nicht so, wie ihr im realen Leben seid. Tut so, als wärt ihr jemand anderes."
    ?

    Nicht jeder Mensch ist böse. Bei den Menschen mit denen ich hier interagiere bin ich mir sicher, dass sie keine Mörder, Vergewaltiger oder sonst was sind. Es gibt auch so was wie Menschen, die einfach nur ein bisschen Spaß und Freude haben wollen. Dass dabei nicht wahllos irgendwelche persönlichen Daten ausgetauscht werden ist klar. Es weiß hier, denke ich, jeder was es damit auf sich hat.
    Trotzdem ist es in manchen Diskussionen unvermeidlich etwas von sich preis zu geben. Zum Beispiel wenn man erklärt, warum man etwas geschrieben hat. Wenn ein Bild mich zu einem Gedicht inspiriert hat, soll ich das dann verschweigen, weil dann die Leser wissen, dass ich surrealistische Kunst mag? (Ah, jetzt wissen es alle!)

    Hm ... Suspect

    PS: Mir ist die Ironie dieses Threads bewusst, denn mit euren Meinungen gebt ihr wieder etwas von euch preis.
    Das tut mir leid.
    Vielleicht sollte ich das Forum löschen, damit das nicht mehr möglich ist Rolling Eyes



    Lieben Gruß
    Marie
    (oh Gott! Jetzt hab ich meinen Namen preisgegeben!)


    Rolling Eyes


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    Die ganze verdammte Nacht lebt in meinem Kopf.«

     
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    Re: Der gläserne Mensch - ein Hoch auf das Internet

    Beitrag von moriazwo am Di 16 Jun 2009, 09:51

    Es ist natürlich klar, dass Jeder, er sich im Internet bewegt, Mitglied in sozialen Netzwerken ist, seine Spuren im Netz hinterlässt. Es ist meines Erachtens durchaus wichtig, genau zu überlegen, bevor man Informationen über sich im Internet veröffentlicht, denn im Gegensatz zu Menschen, denen man etwas "im Vertrauen" erzählt, vergisst das Internet so schnell nichts.
    Wer also unbedacht verfängliche private Daten wild streut, darf sich nicht wundern, wenn diese Informationen auch in Hände gelangen können, die einem zutiefst unangenehm sind. Insbesondere soziale Netzwerke sind da sicherlich eine gute Anlaufstelle für Schnüffler, da man auch niemals weiß, wie genau es der Betreiber einer Plattform mit der Sicherheit der Daten auf seinem Webserver nimmt.
    Eine gewisse Zurückhaltung dürfte daher durchaus nicht verkehrt sein. Viele Personalleiter von Firmen recherchieren heute durchaus gern im Internet nach den Spuren, die ihre Bewerber hinterlassen haben, da sie davon ausgehen, dass man auf diesem Wege heute viel mehr über den Charakter eines Menschen erfahren kann, als durch eine kurze persönliche Gegenüberstellung. Wie peinlich wäre es da, wenn dieser Personalleiter dabei auf - vor Jahren am Ballermann entstandene - Fotos stoßen würde, wo der stockbesoffene Bewerber leicht- oder nicht bekleidet auf dem Tisch tanzt. Ich glaube kaum, dass es für die Karriere förderlich wäre.
    Andererseits, wie schützt man sich wirklich davor, dass Informationen über die eigene Person im Netz erscheinen? Wahrscheinlich ist jeder von uns irgendwann schon einmal in einer Situation gewesen, auf die er/sie - bei Licht betrachtet - nicht unbedingt stolz ist, und wovon überflüssigerweise auch noch Fotos existieren. Was, wenn ein so genannter Scherzbold diese Daten unwissentlich ins Netz stellt, weil er es komisch findet, einen ärgern will oder was auch immer? Ich habe kürzlich erst gelesen, dass so etwas - speziell unter Jungendlichen - immer häufiger vorkommt.
    Betreiber eigener Webseiten sind in Deutschland verpflichtet, ein Impressum zu führen, das die Kontaktdaten des Betreibers enthält. Selbst, wenn dies fehlt, kann jedermann über www.denic.de, wo alle de-Websites registriert sind, die Kontaktdaten abrufen. Bei anderen Netzen, wie .net, .com, .org muss man die entsprechenden Whois-Dienste bemühen und erfährt dann auch, was man wissen will.

    Aber sind wir nicht sowieso auch ohne das Internet bereits gläserne Menschen und haben uns damit längst abgefunden? 1948 schrieb George Orwell seinen berühmten Roman 1984 - das klassische Horrorszenario eines Überwachungsstaates. Darüber können wir doch heute bereits müde lächeln. Fast jeder von uns benutzt eine EC-Karte, manche vielleicht auch eine Kreditkarte. Jeder einzelne Buchungsvorgang wird in Computern registriert. Hole ich Geld am Automaten ab, weiß ein Rechner, wo und wieviel ich abgehoben habe. Bezahle ich im Geschäft damit, weiß ein Computer, wo ich wofür wie viel Geld ausgegeben habe. Stimme ich diese Daten miteinander ab, kann man ermitteln, wann und wo ich mich in den letzten Tagen bewegt habe. Will ich es noch genauer wissen, nehme ich die Handy-Daten mit hinzu, denn so ein Ding trägt mittlerweile so gut wie jeder mit sich herum - eingeschaltet natürlich, denn sonst machte es ja auch keinen Sinn. In Deutschland müssen Daten bis zu einem halben Jahr aufbewahrt werden. Da sich ein Handy ständig mit dem Netz "unterhalten" muss, um in den entsprechenden Netz-Zellen angemeldet zu sein, lässt sich fast auf den Meter genau sagen, wann ich wo gestanden habe - selbst, wenn ich nicht telefoniert habe.
    Früher verwendeten wir Rabattmarken, die man in ein Heft einkleben musste, um sie anschließend im ausgebenden Geschäft einzutauschen. Heute hat man ein Kartenspiel von Rabattsystemen in der Tasche, wie PayBack und Ähnlichen. Bei jedem Einkauf werden diese Karten vorgelegt und registriert. Die angeschlossenen Unternehmen können so von jedem Nutzer im Hintergrund ein Profil anfertigen, da sie ja wissen, welche Geschäfte er bevorzugt, was und wieviel er dort kauft. Diese Daten kann man hervorragend verwenden, um ganz gezielt Produkte zu bewerben. Mit anderen Worten: Jeder Nutzer bekommt die Werbung, die er verdient.
    Sollte nun jemand auf die Idee kommen, dass ich ein Verschwörungstheoretiker bin - nein, ganz und gar nicht. Das ist gängige Praxis. Wir haben uns daran gewöhnt und es akzeptiert. Es gehört zum Leben dazu.
    Das Internet ist nur eine weitere Facette.

    Gruß
    Michael
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    Re: Der gläserne Mensch - ein Hoch auf das Internet

    Beitrag von Regenbogenfisch am Di 16 Jun 2009, 19:51

    @Michael: ein wirklich toller Beitrag von dir. Hab ich sehr gern gelesen und ist für alle sehr informativ denke ich :)

    @Marie: Zu deinem Beitrag muss ich mehr schreiben, weil ich etwas richtig stellen möchte.
    Dieser Thread steht ganz bewusst im "Off-Topic". Hätte ich hier im Forum etwas direkt zu kritisieren, würde ich einen Thread in dem entsprechenden Bereich eröffnen.
    Der Titel dieses Threads als auch meine P.S. Zeile waren mit voller Absicht sehr provokant geschrieben worden. Was provokant ist, wird gerne gelesen und man schreibt auch eher einen Kommentar dazu. Ich kann sowas in Zukunft auf Wunsch auch gerne unterlassen, um Missverständnisse zu vermeiden.


    Soll das heißen, wir sollen Topics wie "Talk", "Bilder von euch", "Wie
    geht es euch", "Wie lebt ihr" und andere Diskussionen löschen.
    Ich habe keinerlei Interesse, dass die besagten Threaeds geschlossen und gelöscht werden, geschweige denn dass irgendwelche neuen Regeln eingeführt werden. Mir kann es auch völlig egal sein, was und wieviel Persönliches jeder hier in diesem Forum oder irgendwo anders im Internet veröffentlicht.
    Dieser Thread von mir war rein zur Diskussion gedacht und um vor allen Dingen die jüngeren Mitglieder dieses Forums für das Thema "Schutz der persönlichen Daten" ein wenig zu sensibilisieren.
    Es steht jedem frei, dass über sich zu äußern, was man äußern möchte. Jeder muss für sich selbst entscheiden, wieviel er anderen teilweise Wildfremden preisgibt.

    Oder ist
    es gar ein Wink an die Administration in die Forumregeln zu schreiben
    "Seid hier nicht so, wie ihr im realen Leben seid. Tut so, als wärt ihr
    jemand anderes."
    Es geht nicht darum Unwahrheiten zu schreiben. Das Thema ist leider schon traurig genug im Internet und wäre eigentlich ein extra Thread wert. Mir ging es speziell darum, was Michael geschrieben hat:

    Es ist natürlich klar, dass Jeder, er sich im Internet bewegt, Mitglied
    in sozialen Netzwerken ist, seine Spuren im Netz hinterlässt. Es ist
    meines Erachtens durchaus wichtig, genau zu überlegen, bevor man
    Informationen über sich im Internet veröffentlicht, denn im Gegensatz
    zu Menschen, denen man etwas "im Vertrauen" erzählt, vergisst das
    Internet so schnell nichts.
    Wer also unbedacht verfängliche private
    Daten wild streut, darf sich nicht wundern, wenn diese Informationen
    auch in Hände gelangen können, die einem zutiefst unangenehm sind.
    Insbesondere soziale Netzwerke sind da sicherlich eine gute
    Anlaufstelle für Schnüffler, da man auch niemals weiß, wie genau es der
    Betreiber einer Plattform mit der Sicherheit der Daten auf seinem
    Webserver nimmt.
    Eine gewisse Zurückhaltung dürfte daher durchaus
    nicht verkehrt sein. Viele Personalleiter von Firmen recherchieren
    heute durchaus gern im Internet nach den Spuren, die ihre Bewerber
    hinterlassen haben, da sie davon ausgehen, dass man auf diesem Wege
    heute viel mehr über den Charakter eines Menschen erfahren kann, als
    durch eine kurze persönliche Gegenüberstellung. Wie peinlich wäre es
    da, wenn dieser Personalleiter dabei auf - vor Jahren am Ballermann
    entstandene - Fotos stoßen würde, wo der stockbesoffene Bewerber
    leicht- oder nicht bekleidet auf dem Tisch tanzt. Ich glaube kaum, dass
    es für die Karriere förderlich wäre.

    Ich hoffe damit klärt sich einiges auf.

    Lieben Gruß,
    Marcus

    PS:

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    Twitter - die letzte Bastion des Privaten wird gestürmt.

    Beitrag von moriazwo am Di 14 Jul 2009, 15:02

    Ich hatte in der letzten Zeit immer wieder über Twitter gelesen, wie toll es sei, wie schnell dieses Netzwerk wachse, was es alles kann usw. Das fand ich interessant, also legte ich mir auch so einen Account an, um wenigstens herausfinden zu können, was sich dahinter verbirgt.
    Jetzt, nach nur wenigen Wochen, steht - zumindest meine eigene, private Meinung dazu fest: Twitter ist so überflüssig, wie ein Kropf. Meinen Account habe ich inzwischen wieder gelöscht.
    Meine Äußerung mag provokant erscheinen, aber ich bin der Meinung, dass wir bereits extrem viel über uns im Internet verbreiten - ich selbst bilde da sicher keine Ausnahme, sonst dürfte ich in Foren, wie diesen, meine Meinung nicht vertreten. Ich tue es trotzdem und stehe in der Regel auch hinter dem, was ich schreibe.
    Was ist nun Twitter? Es bietet dem Nutzer eine Plattform, über die er - mal so ganz nebenbei - ständig im Umfang einer kleinen SMS, ständig updaten kann, was er gerade tut. Freunde, oder - wenn der Nutzer dies zulässt - die ganze Welt kann sich an den Account des Nutzers hängen und ihn "verfolgen" und sich ständig informieren lassen, was der andere gerade tut. In der kurzen Zeit meiner Twitter-Nutzung wurde ich täglich von einem Dutzend mehr als zweideutiger "Verfolgungs"-Angebote belästigt, also hat die internationale Sex-Industrie dieses System bereits als geeignete Plattform für ihre Angebote erkannt und vereinnahmt. Muss ich das wirklich haben? Der eine oder andere mag anders darüber denken, doch ich brauche das nicht.
    Dazu kommt noch, dass ich überhaupt nicht will, dass jeder erfährt, wie viel Kaffee ich trinke, wie oft ich eine Gaststätte aufsuche, ob ich mich mit jemandem treffe und wo. Diese vielen kleinen privaten Nischen, von denen es in unserer heutigen Welt bereits wenig genug gibt, schrumpfen durch Plattformen, wie Twitter, immer mehr zusammen, bis wir schließlich einen Level erreicht haben werden, wo wir unser eigenes Leben fast lückenlos googeln können. Diese Vorstellung lässt meine Nackenhaare zu Berge stehen.
    Das Schlimme daran ist, dass wir es noch nicht einmal merken. Als technikverliebte Menschen betrachten wir diese Angebote als willkommene Spielwiese für unsere Eitelkeiten und liefern selbst freimütig alle Daten, für deren Geheimhaltung man noch vor einigen Jahren auf die Straße gegangen ist. Dabei haben wir es überhaupt nicht nötig, uns über immer mehr Plattformen zu verbreiten. Es gibt genügend Systeme, die sogar eine verschlüsselte Kommunikation zulassen. Man muss nicht vom sozialen Leben abgekoppelt sein, nur, weil man nicht gleich jeden neuen "Quatsch" mitmacht. Manche Dinge sind ja auch gut und inzwischen unerlässlich geworden, doch Twitter gehört sicherlich nicht dazu.

    Gruß
    Michael

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    Re: Der gläserne Mensch - ein Hoch auf das Internet

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      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Sa 22 Jul 2017, 18:37