Pooly's Kunst und Schreibforum

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Pooly & Co.

    Carlos Ruiz Zafón - Das Spiel des Engels (Der Friedhof der vergessenen Bücher #2)

    Austausch

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    Carlos Ruiz Zafón - Das Spiel des Engels (Der Friedhof der vergessenen Bücher #2)

    Beitrag von Gast am Di 19 Mai 2009, 17:22

    Inlet
    Wir schreiben das turbulente Jahrzehnt vor dem Spanischen Bürgerkrieg, als alles aus den Fugen gerät. Die Bevölkerung explodiert, die Stadt expandiert, Gaudi erschafft seine Kathedrale, Banden kontrollieren ganze Stadtviertel und die Anarchisten zünden ihre Bomben. Der junge David Martin fristet sein Leben als Autor von mysteriösen Kriminalromanen und Detektivgeschichten. Als ernsthafter Schritsteller verkannt, von einer tödlichen Krankheit bedroht und um die Liebe seines Lebens betrogen, scheinen seine großen Erwartungen sich in nichts aufzulösen. Doch einer glaubt an sein Talent: Der mysteriöse Verleger Andreas Corelli macht ihm ein Angebot, das Verheißung und Versuchung zugleich ist. David kann nicht widerstehen und ahnt nicht, in wessen Bann er gerät.
    Mit unwiderstehlicher erzählerischer Kraft lockt uns Carlos Ruiz Zafón wieder auf den Friedhof der Vergessenen Bücher: mitten hinein in einen Kosmos voller Spannung und Phantastik, Freundschaft und Liebe, Schrecken und Intrige.

    Zum Inhalt
    David Martin wird früh zur Halbweise und obschon er noch eine Mutter hat, lebt er wie eine Vollwaise. Sein Vater, der das Lesen nie gelernt hat, kann nicht verstehen, dass sein Sohn von geschriebenen Worten fasziniert ist. Er ist eifersüchtig auf die Gabe lesen zu können und eifersüchtig darauf, dass sein Sohn überhaupt ein Auge für das Literarische hat, gebildeter ist als er. Mit aller Macht versucht er ihm Bücher zu entreißen und schon früh knüpft der junge David deshalb Freundschaft mit der Buchhandlung seines Vertrauens. Als sein Vater entgleist, weil David wieder einmal teuren Strom vergeudet hat, nur um zu lesen, zieht sich der Vater voller Reue zurück und wird kurz darauf ermordet.
    David zieht sich an den einzigen Ort zurück an den er sich erinnern kann und der ihm vertraut ist, eine Redaktion. Dort findet er nicht nur Unterschlupf, sondern auch einen treuen Freund, der ihm mit Rat und Tat und Geld zur Seite steht, ihm einen Job als Journalist verschafft und sogar die Möglichkeit selber zu schreiben. David verfasst unter den Augen des Redaktionsbosses phantastische, kriminelle Schauergeschichten. Ihm ist es egal, was er schreibt, Hauptsache er darf überhaupt schreiben. Seine monatlich erscheinenden Romanheftchen finden guten Absatz und ein Verlag wird auf ihn aufmerksam und lockt ihn mit einem dubiosen Geschäft und Geld. David schreibt also weiter, nur diesmal gezwungener Maßen unter Pseudonym.
    Jahre ziehen ins Land und er ist verdammt dazu Schauermärchen zu schreiben, unerkannt zu bleiben und weiß, dass er niemals unter seinem realen Namen ein wirklich literarisches Werk verfassen wird können. Er gerät in einen Strudel aus Verzweiflung, Ängsten und wird zudem sterbenskrank...
    ...und genau da wendet sich alles in seinem Leben. Er lernt eine Unmenge an Menschen kennen. Viele mögen ihn, andere Lieben ihn, einige bieten ihm Freundschaft an - doch nie weiß er wirklich, wer ihm wohl gesonnen ist. Intrigen, Lügen, Geld, Macht, Habgier, Literatur und das Schreiben wechseln sich ab. Bis sich zum Schluss alles zuspitzt und der Roman eine Wendung bekommt, die von der ersten äußerst literarischen Hälfte wechselt zu einem ausgefeilten Kriminalroman in dessen Mitte ein Schriftsteller um sein Leben als Mensch und Autor kämpft, mit allem, was dazu gehört...

    Meine Meinung
    Das Buch ist in drei Akte aufgeteilt. Die erste Hälfte ist äußerst literarisch, lässt den Leser in die Welt eines Schriftstellers blicken mit seinen Höhen und Tiefen, in die Verlagswelt und die Schwierigkeit die jeder von uns kennt, wenn man nur vor den Kopf gucken kann und wer es wirklich gut meint. Im zweiten Teil dann geht es weniger um die Karriere Davids, sondern um die Katastrophen die sich aus dieser ergeben haben.
    Zafón schreibt Metaphern und Vergleiche, die man noch nie gehört hat, die so lebendig sind und alle Sinne ansprechen, dass sie einen überwältigen und umhauen. Man kann sie sich auf der Zunge zergehen lassen. Er schreibt eine klare Sprache, angepasst an die Zeit um 1900. Poetisch, rein, kraftvoll und doch wieder lieblich. Das Barcelona lebt, wie das Istanbul bei Pamuk. Es pulsiert des Nachts und dämmert bei Tage.
    Zu keiner Zeit werden Schriftsteller angegriffen, aber Zafón gibt durch David ganz klar seine Meinung zur Literatur ab, die da lautet, dass es zu viel Kitsch und Klischee gibt, in der sowieso schon Zitat: "schweinischen" Welt. Zafón setzt sich mit der Literatur auseinander, philosophiert, hebt moralisch den Zeigefinger, übt Kritik, liebt und lobt sie und zeigt ebenso Schwachstellen auf. Aber er wirft auch ein Auge auf dubiose Verlagsgeschäfte- und Machenschaften. Für mich räumt er auf mit so einigen aktuellen Dingen aus der Literaturszene- durch die Blume, die da heißt David und durch die Zafón sprechen kann.
    Er hat es geschafft dutzende Personen ins Spiel zu bringen und deren Wege kreuzen zu lassen, Parallelen zu finden und lose Fäden zu verknüpfen. Dabei begegnen dem Leser auch wohl bekannte Personen und man freut sich ungemein. Jede Figur ist einzigartig und charakteristisch. Der gesamte Roman ist atmosphärisch-dicht und ohne eine einzige Länge. Logisch aufgebaut und stets die Fäden verbindent und später auflösend, hat Zafón dieses Meisterwerk geschaffen.
    Das Ende ist unglaublich und ich wäre niemals darauf gekommen. Es gab ein paar Momente beim Lesen, wo ich nicht sofort hintergestiegen. Aber dazu werde ich das Buch noch einmal lesen müssen, mit weniger Druck jeden Buchstaben verschlingen müssen und mit mehr Geduld fürs Detail. Ich konnte in die tiefen Abgründe vieler menschlicher Seelen blicken. Oft habe ich meine eigenen Gedanken wiedergefunden und wieder oft haben mich abscheuliche der anderen angewidert. Zafón bietet eine Palette an Menschen, die aus einem Gruselkabinett ebenso stammen können wie aus königlichem Hause.

    Ich habe die Rezension absichtlich nicht euphorisch gestaltet und auch nicht zu viel vom Inhalt wiedergegeben. Ich will nichts verraten und auch niemanden beeinflussen. Ich hatte nach dem Lesen im November 08 überlegt, ob ich noch eine Nacht drüber schlafe, bin dann aber zu dem Entschluss gekommen, dass ich sofort rezensiere, weil ich von diesen über 700 Seiten, die mich in seinen Bann gezogen haben, fasziniert haben und dafür gesorgt haben, dass die Toilette die ich dringend brauchte der Ort war, den ich am wenigsten aufsuchen wollte, so ergriffen war. Ebenso mein knurrender Magen der mich nach drei Stunden daran erinnert hate, dass ich hätte Abendbrot essen sollen. Die zugezogene Haustüre die mir sagte, dass mein Mann wohlwollend mit dem Hund gegangen war, weil es so still hinter der verschlossenen Türe war....Ich war randvoll und gleichzeitig leer. Ich spürte, dass mein nächstes Buch einfache Lektüre sein würde. Und das war dann der Grund, warum ich es noch in dieser Nacht rezensiert habe, um erstmal abschalten zu können. Wenn ich hätte einschlafen sollen mit dem Gedanken an die morgige Rezension wäre ich verrückt geworden. In mir brodelte es und so wäre nicht an Schlaf zu denken gewesen.

    (c) Tanja Küsters

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    Re: Carlos Ruiz Zafón - Das Spiel des Engels (Der Friedhof der vergessenen Bücher #2)

    Beitrag von Salissa am Di 19 Mai 2009, 17:36

    Da mir "Der Schatten des Windes" außerordentlich gut gefallen hat, habe ich mich voller Begeisterung auf den neuen Roman von Zafon gestürzt.
    Leider muss ich jedoch sagen, dass mich "Das Spiel des Engels" weniger überzeugt hat als der erste Roman Zafons. Der Autor lässt seine Leser in Bezug auf wichtige Aspekte der Handlung völlig im Dunklen, so zum Beispiel wird die Liebe zwischen David und Cristina nur grob umrissen, warum hier aber der eine den anderen liebt, wird nicht deutlich. Da hätte ich mir mehr Gefühl gewünscht, wie der Leser es beim "Schatten des Windes" zwischen Daniel und seiner Liebsten erleben konnte.
    Die Geschichte um den Patron hat mich mit all ihren Geheimnissen sehr gefesselt, die Auflösung empfand ich jedoch als enttäuschend. Mir wäre es lieber gewesen, der Autor wäre hier nicht in den Bereich des nahezu Magischen, Übersinnlichen abgedriftet und es hätte eine konkretere Antwort auf die Identität des Patrons gegeben.
    Es fällt auf, dass die Atmosphäre dieses Romans um einiges düsterer ist als bei Zafons vorausgegangener Veröffentlichung. Das trifft nicht meinen persönlichen Geschmack, ist für mich aber auch kein Grund zur Kritik.
    Denn trotz einiger Kritikpunkte bleibt "Das Spiel des Engels" doch ein gelungener Roman mit einem teifgründigen Sprachstil. Die Liebe zur Literatur steht wie gewohnt im Mittelpunkt des Geschehens und macht diese Geschichte für alle Bücherfreunde so liebens- und lesenswert. Ebenfalls postiv: David ist ein völlig anderer Typ Mensch als Daniel, der Erzähler aus "Der Schatten des Windes". Es war sehr interressant zu erfahren, was für Geschehnisse sich vor Daniels Geburt ereignet haben und die Buchhandlung Sempere wieder zu sehen.

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    Re: Carlos Ruiz Zafón - Das Spiel des Engels (Der Friedhof der vergessenen Bücher #2)

    Beitrag von Gast am Di 19 Mai 2009, 19:26

    Hallo Kaya,

    das Problem ist, dass zu viele Leser die Romane vergleichen und das ist falsch. Es sind völlig eigenständige Romane, die nichts mit einander zu tun haben. Ich habe ein Interview mit Zafón gesehen, wo er vieles um diesen Roman aufklärt, erzählt, dem Leser näher bringt. Mir ist dabei aufgefallen, dass er mir einige Fragen beantworten konnte, die der Roman offen gelassen hat oder die zu schwer waren, selbst herauszufinden. Das ist natürlich schade, denn jeder, der das Interview nicht gesehen hat, bleibt um ein paar wichtige Informationen ärmer. Und dennoch darf man diese beiden Romane einfach nicht vergleichen im direkten Sinne. Es sind ja keine Mehrteiler, dann wäre das legitim. Zafón schrieb ja vor der Veröffentlichung schon, dass es zwar ein Wiedersehen gibt, aber dass die Geschichte eine gänzlich andere wird. Wer jetzt Der Schatten des Windes im Kopf hat und beide gegeneinander aufwiegt, kann nur zu dem Ergebnis kommen, dass Das Spiel des Engels hier und da zu wünschen übrig lässt. Man darf also nicht vergessen, dass beide Romane absolut eigenständig daherkommen und bewertet werden sollten.

    Mir hat das abdriften in den düsteren Teil anfänglich etwas Probleme bereitet, aber es passte zur schaurigen barcelonischen Atmosphäre.

    LG Tanja

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    Re: Carlos Ruiz Zafón - Das Spiel des Engels (Der Friedhof der vergessenen Bücher #2)

    Beitrag von Salissa am Di 19 Mai 2009, 21:47

    Hey Tanja,

    dein Hinweis, dass es sich bei den beiden Romanen nicht um eine fortlaufende Geschichte handelt, hat mir zu denken gegeben Very Happy So gesehen würde ich "DasSpiel des Engels tatsächlich besser bewerten, denn die Handlung und die Charaktere sind ja nun tatsächlich sehr gelungen und spannungserweckend dargestellt worden!
    Hast du vielleicht einen Link zu dem Interview oder eine Idee, wo ich es finden könnte? Die Erklärungen des Autors würden mich sehr interessieren.
    Was die Liebesbeziehung angeht, finde ich immer noch, das diese konkreter hätte dargestellt werden sollen und auch die fanatstischen Elemente hätte ichlieber nicht dabei gehabt. Aber ansonsten: ein wunderschöner Roman! Zafon versteht es wirklich, die Liebe zur und die Macht der Literatur gekonnt darzustellen.

    LG Virginia

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    Carlos Ruiz Zafón - Das Spiel des Engels

    Beitrag von Sassy am Mi 12 Aug 2009, 11:22




    CARLOS RUIZ ZAFON
    -
    DAS SPIEL DES ENGELS



    Mein ganzes Leben lang hatte ich die Seiten, die ich hervorbrachte, als einen Teil von mir empfunden. Normale Menschen bringen Kinder zur Welt, unsereiner Bücher. Wir Schriftsteller sind dazu verdammt, ihnen unser ganzes Leben zu widmen, obwohl sie es uns fast nie danken. Wir sind dazu verdammt, auf ihren Seiten zu sterben, ja manchmal ohnmächtig hinzunehmen, dass sie uns tatsächlich ums Leben bringen.
    Von all den seltsamen Geschöpfen aus Papier und Tinte, die ich auf diese elende Welt gebracht hatte, war dieses Auftragswerk als Gegenleistung für die Versprechungen des Patrons das grotesteskste. Es gab nichts auf diesen Seiten, was etwas anderes als das Feuer verdient hätte, und doch blieben sie Blut von meinem Blut, und ich brachte es nicht fertig, sie zu vernichten.



    Klappentext:
    Der junge David Martín fristet sein Leben, indem er unter falschem Namen Schauerromane schreibt. Plötzlich erhält er einen mit dem Zeichen eines Engels versiegelten Brief, in dem ihn der mysteriöse Verleger Andreas Corelli einlädt. Angelockt von dem Talent des jungen Autors hat er einen Auftrag für ihn, dem David nicht widerstehen kann. Aber David ahnt nicht, in welchen Strudel furchterregender Ereignisse er gerät...

    Rezenssion:
    In seinem neuen Roman, der in Spanien seinen Weltbestseller "Der Schatten des Windes" noch überflügelte, entführt uns Carlos Ruiz Zafón in sein Barcelona - in ein Labyrinth voller Geheimnisse in dessen Zentrum die Magie der Bücher und eine unerfüllte Liebe stehen.

    Eigene Meinung:
    Nachdem ich Carlos Ruiz Zafóns ersten Roman "Der Schatten des Windes" wirklich sehr gemocht habe, hab ich schon hohe Erwartungen an dieses Buch gehabt. Es konnte ihnen leider nicht immer ganz gerecht werden. Story und Erzählstil sind wieder sehr packend, doch in der Mitte zieht es sich leider in die Länge. Anfang und Schluss sind aber wirklich wieder toll geworden.
    Zafón stellt eigentlich die gleichen Themen wie in "Der Schatten des Windes" in den Vordergrund und bleibt seiner Linie treu. Das Buch spielt wieder im Barcelona am Anfang des 20. Jahrhunderts, das voller Geheimnisse scheint. Wieder spielt der Friedhof der Vergessenen Bücher eine tragende Rolle und somit auch die Seele eines Buches.
    Zafón erzählt einfach wahnsinnig gut. Er hat eine tolle Mischung aus Poetik und Spannung in seinem Erzählstil, dass man einfach mitgerissen wird - nur leider in der Mitte in einer Passage eben nicht so.

    Trotz dieser Passage, würde ich das Buch eigentlich weiter empfehlen. Es ist passend für alle die Bücher mögen, das bisschen "Übernatürliche" - das wieder eine Rolle spielt - , und die nicht eine 100%-ige Erklärung über alle Vorgänge am Ende eines Buches brauchen.

    Das Spiel des Engels bleibt im Gedächtnis und lässt einen darüber nachdenken, wie Erfahrungen und Ereignisse Personen prägen können.

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    Re: Carlos Ruiz Zafón - Das Spiel des Engels (Der Friedhof der vergessenen Bücher #2)

    Beitrag von Bloodangel am Mi 12 Aug 2009, 14:52

    Hey Sassy,

    Danke erst einmal, das du das Buch hier vorgestellt hast.
    Es klingt ganz interessant und ich werde es gleich mal auf meine Liste der Bücher setzten, die ich noch lesen möchte.

    LG

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    Re: Carlos Ruiz Zafón - Das Spiel des Engels (Der Friedhof der vergessenen Bücher #2)

    Beitrag von Salissa am Mi 12 Aug 2009, 15:55

    hey,


    ich glaube, jetzt haben wir eine doppelte Vorstellung dieses Romans, weiter unten hier hatte Tanja ihn schon vorgestellt Wink

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    Re: Carlos Ruiz Zafón - Das Spiel des Engels (Der Friedhof der vergessenen Bücher #2)

    Beitrag von Sassy am Do 13 Aug 2009, 11:14

    @kaya: echt? mist ich hab extra geguckt^^ nuja hab ich wohl übersehen *smile*

    @grit: bitteschööön Very Happy

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    Re: Carlos Ruiz Zafón - Das Spiel des Engels (Der Friedhof der vergessenen Bücher #2)

    Beitrag von Pooly am Do 13 Aug 2009, 11:37

    Uh, ich sehe gerade, dass es diesen Thread zwei mal gibt. Ich werde deine Vorstellung nicht löschen, Sassy, sondern sie einfach mit dem anderen Thread zusammenfügen :)


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    Re: Carlos Ruiz Zafón - Das Spiel des Engels (Der Friedhof der vergessenen Bücher #2)

    Beitrag von Sassy am Do 13 Aug 2009, 11:59

    ja hat Kaya auch schon gesagt Marie... hab ich übersehen^^ dabei hab ich extra geguckt *grr*

    ja zusammenführen wäre prima, danke :)

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    Re: Carlos Ruiz Zafón - Das Spiel des Engels (Der Friedhof der vergessenen Bücher #2)

    Beitrag von Amira am Mi 07 Apr 2010, 23:35

    Ich muss sagen, das das Buch schon länger bei meinem Vater im Regal steht, ich aber bisher nicht dazu gekommen bin es zu lesen.

    Momentan fehlt mir leider die Zeit etwas Längeres zu beginngen, und ich hab schon so eine Ahnung das ich bei diesem Buch dann auch nicht mehr so schnell wieder aufhören kann^^

    Aber ich hoffe das es bald klappt, denn es hört sich wirklich gut an =)

    Danke für die beiden Vorstellungen^^

    Liebe Grüße,
    Amira

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    Re: Carlos Ruiz Zafón - Das Spiel des Engels (Der Friedhof der vergessenen Bücher #2)

    Beitrag von Angoraschka am So 12 Dez 2010, 18:24

    Hey Ihr :)

    Ich hab das Buch neulich gelesen und bin immer mehr begeistert von Zafon und seinem Stil. Er schreibt einfach unglaublich gut und bei jedem Satz staune ich mehr. Seine Charakter sind unglaublich lebendig und seine Handlung voller Wendungen, die man nicht vorhersehen kann. Es ist so viel Gefühl und Melancholie dabei. Einmal tun sich völlige Abgründe auf und dann ist es doch wieder leicht und man hofft, dass alles gut wird.
    Ich kann Zafon nur wärmsten empfehlen (auch sein anderes Buch "Der Schatten des Windes"), vor allen denjenigen, die sprachlich anspruchsvolle Literatur suchen.

    LG Serina

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    Re: Carlos Ruiz Zafón - Das Spiel des Engels (Der Friedhof der vergessenen Bücher #2)

    Beitrag von captaincow am So 22 Mai 2011, 11:42

    Hallo,

    vor kurzem habe ich "Das Spiel des Engels" beendet und wollte jetzt auch mal meine Meinung dazu niederschreiben.

    Ich habe das Buch eindeutig mit Freude gelesen und den Schreibstil genießen können - die Beschreibungen waren einfach wieder traumhaft. Auch die düster aufgebaute Atmosphäre hat mich mitgerissen - es war eindeutig, dass David ein anderes Leben lebt, als Daniel, den man in "Der Schatten des Windes" begegnet. Aber das fand ich gerade gut, denn so hatte man auch mal einen anderen Blick auf Barcelona.
    Besonders toll fand ich auch, dass Charaktere aus "Der Schatten des Windes" aufgetaucht sind. Ich versuche zwar, die beiden Bücher möglichst unabhängig voneinander zu sehen, denn sie sind ja nicht Teile einer Buchreihe - dennoch habe ich mich sehr über dieses Wiedersehen gefreut.
    Spoiler:
    Es war schön, Daniels Vater auch mal aus einer anderen Perspektive kennen zu lernen, etwas über seine Mutter zu erfahren und seinem Großvater zu begegnen.
    Die Charaktere waren hier wieder sehr stark gezeichnet - einige mochte ich mehr, andere weniger, dennoch waren sie für mich allesamt durch und durch menschlich. Was mir auch gefallen hat, ist, dass Davids Gefühle zu Cristina nicht besonders geschildert wurden oder warum sie so füreinander empfinden. Ich denke, es war einfach nicht Gegenstand der Geschichte, ihre Gefühle füreinander ausgiebigst zu beschreiben.
    Der Handlungsverlauf war sehr vielfältig. Anfangs ist David ja noch sehr jung, mit der Zeit aber wächst er heran und die Handlung verändert sich dementsprechend auch. Ich muss zugeben, dass ich noch immer verwirrt bin, denn es gab so viele kleine, verschiedene Handlungsfäden - die ich mir zwar alle irgendwie merken konnte, aber ganz zusammen passen sie für mich noch immer nicht. Ich denke, ich werde das Buch irgendwann noch mal lesen müssen, damit es einen Tick besser für mich zusammen passt - und die Gedanken dazu werden mich sicherlich noch ein paar Tage oder Wochen begleiten.
    Das Ende... nun ja, das Ende. Sagen wir mal so: Es war irgendwie nicht ganz so, wie ich es erwartet hatte.
    Spoiler:
    Dass ein eher offenes Ende das Buch zu einem Abschluss bringt, hatte ich schon geahnt. Zwischen den Zeilen konnte man den Wahnsinn und die pure Verzweiflung manchmal so stark spüren, dass ich mich mit einem anderen Ende, glaube ich, auch nicht zufrieden gegeben hätte. Natürlich lässt es einen irgendwie unbefriedigt zurück - andererseits wird einem von dem Autor nichts diktiert, man kann selbst entscheiden, was man für wahr befindet. Deshalb glaube ich, dass Zafón an dieser Stelle auch von einem Zitat, das er so häufig innerhalb des Buchs verwendet, Gebrauch macht: "Jedes Buch hat eine Seele. Die Seele dessen, der es geschrieben hat, und die Seele derer, die es gelesen und gelebt und von ihm geträumt haben." Durch dieses Ende hat jedes einzelne Buch eine andere Seele, denn die Meinungen unterscheiden sich nicht nur, sondern auch die Deutungen.
    Natürlich liest man gerne auch mal ein Buch, bei dem man nicht nachdenken muss - aber ich finde es gut, dass man hier auch mal ein wenig sein Denkorgan anschmeißen muss, um sich das Ende so zurechtzubasteln, wie man es selbst haben möchte.
    Zafón hat hier wieder ein Meisterwerk geschaffen - das ich jedoch nicht jedem weiterempfehlen kann. Wer reine Freizeitlektüre ohne Anstrengungen will, der sollte sich nach einem anderen Buch umschauen.

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    Re: Carlos Ruiz Zafón - Das Spiel des Engels (Der Friedhof der vergessenen Bücher #2)

    Beitrag von Alania am Di 21 Jun 2011, 22:37

    Hallo, Tanya.

    Ja ... Das Spiel des Engels ...
    Ich hab es vor über einem Jahr auch gelesen und kann mich erinnern, dass es doch eine sehr dichte Atmosphäre geschaffen hat, die einen unweigerlich in das Buch hineingesog. Ich muss zugeben, es war schon anders, als die Bücher, die ich sonst zu dem Zeitpunkt gelesen habe, allerdings muss ich zugeben, dass ich trotz des klasse Schreibstils meine Zeit gebraucht habe, um den Roman zu lesen. Natürlich war die Handlung interessant aber in meinen Augen nicht so ganz fesselnd, wie du sie beschrieben hast.

    Leider kann ich mich aufgrund der vergangenen Zeitspanne nur noch schwammig an den Roman erinnern, weswegen ich leider nicht eingehender auf deine Worte reagieren kann. (:

    LG
    Angie


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    Re: Carlos Ruiz Zafón - Das Spiel des Engels (Der Friedhof der vergessenen Bücher #2)

    Beitrag von Jojo am Mo 13 Aug 2012, 18:27

    Hey zusammen,

    Endlich habe ich auch einmal ein Buch von Zafón lesen können und es hat mir auch irgendwie ganz gut gefallen.

    Die Charaktere waren bei diesem Buch sehr dich dargestellt, was für mich immer sehr wichtig ist. Egal mit welchem man sich gerade beschäftigt hat, sie waren alle präsent und nicht wischi-waschi dahingestellt. Allerdings waren sie auch nicht durchschaubar, so konnten ihre Handlung nachvollzogen werden, aber man konnte nicht vorhersehen, was denn nun machen würde. So blieb das ganze Buch immer spannend.

    Allerdings hat mir die Aufteilung in die drei Akte nicht recht gefallen. Beziehungsweise die Länge dieser drei. Irgenddwie hatte ich das Gefühl, dass der Mittelteil extrem langgezogen worden ist und obwohl ich das Ende erfahren wollte, musste ich mich manchmal regelrecht zwingen, das Buch wieder zur Hand zu nehmen, weil einfach kaum etwas passierte.
    David schreibt, David schreibt nicht, wühlt hier und da ein bisschen im Leben des Patrons herum und das war's irgendwie. Es gab zwar immer kleine Akzentpunkte, die den Leser weiterhin bei der Stange gehalten haben, aber ... trotzdem.
    Außerdem wirkte der Mittelteil im Gegensatz zu dem Teil, der für die Aufklärung der Geschehnisse vorgesehen war, extrem lang. Ich hatte sogar das Gefühl, dass der Autor plötzlich gemerkt hat, dass er doch nur noch 50 Seiten schreiben darf und deshalb alles schnell machen musste.
    Außerdem war mir Auflösung etwas zu wage - oder ich habe irgendwas nicht verstanden -, aber ich hatte am Ende des Buches das Gefühl, dass noch Fragen offen waren, die ich ohne die Hilfe des Autors nicht ausreichend beantworten kann ... So etwas finde ich im Bezug auf dieses Buch sehr schade, weil die Handlungen doch sehr verworren waren.

    Dagegen ist der Schreibstil Zafóns sehr gelungen und literarisch. Das hat mir sehr gefallen und so war es immer wieder schön das Buch aufzuschlagen. Teilweise waren die Beschreibungen angenehm anders, aber nie so abwegig, dass man sie nicht hätte nachvollziehen können.

    Viele Grüße
    Jojo

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    Re: Carlos Ruiz Zafón - Das Spiel des Engels (Der Friedhof der vergessenen Bücher #2)

    Beitrag von Miyann am So 28 Feb 2016, 08:19

    Hallo,

    ich hatte letztens mit einer Kollegin eine Zafón-Diskussion, weil wir es sehr verwirrend fanden, dass die Bücher theoretisch als Reihen angeordnet sind, aber dennoch nicht direkt eine fortlaufende Handlung haben. Das ist bei seinen Jugendbüchern (der Nebel-Trilogie) ja auch der Fall.

    Euren Rezensionen entnehme ich nun aber, dass die Bücher tatsächlich inhaltlich in keinem Zusammenhang zueinander stehen, sondern sich nur einen Schauplatz und einige erneut auftretende Personen teilen. Also eine leichte Verwobenheit.
    Nun habe ich eure begeisterten Rezensionen zu diesem Buch gelesen und würde am liebsten gleich anfangen zu lesen. Das Buch steht auch schon lange in meinem Regal und der Folgeband hat auch vor kurzem zu mir gefunden.

    Vielen Dank für die vielfältigen Meinungen, die doch alle begeistert klingen!

    Viele Grüße
    Marit

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    Re: Carlos Ruiz Zafón - Das Spiel des Engels (Der Friedhof der vergessenen Bücher #2)

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