Die Vorgeschichte ist von mir, der nachher folgende Prolog von Marie ♥
Viel Spaß beim Lesen :]
Mistral of Hate
The Story behind.
„Beeil' dich schon, Sakura!“
Sie stand immer noch vor ihm. Vor Orochimarus zerfetztem Körper. Yamato trieb sie unruhig an. Er war schon voraus gerannt, um sicher zu stellen, dass es nicht nur eine Puppe war, die sie gerade mit Hilfe des Kyuubis getötet hatten. Nichts. Er war es. Sie hatten ihren größten Feind besiegt.
Die toten Schlangenaugen jedoch musterten Sakura so lebendig, wie sie es vor einer Minute noch getan hatten, und das jagte dem Mädchen einen Schauer nach dem anderen über den Rücken.
Naruto lag vollkommen erschöpft und am Ende auf der anderen Seite des Schlachtfeldes. Sein Chakra hatte sich bereits verzogen und der Fuchskörper bildete sich zurück, doch die Reinkarnation seines geschundenen Körpers dauerte länger als geplant.
„Wir müssen ihn zurück lassen! Er wird sich bald erholt haben und nach kommen, aber nun beeil dich endlich, sonst war alles um sonst!“, holte die Stimme des Senseis Sakura wieder in die Wirklichkeit zurück und sie wandte sich von den weißen Hautfetzen und den gelben Augen ab.
Ein letzter Blick auf Naruto, dann rannte sie endlich los.
„Sasuke ...“, flüsterte sie leise. „Wir kommen!“
Orochimaru hatte sie in ihrem Todeskampf tiefer und tiefer in den Wald gelockt. Natürlich dachte er die ganze Zeit, er würde gegen dieses kleine Team aus Konoha gewinnen und sei im Vorteil. Doch dabei hatte er nicht mit den wilden Kräften des Kyuubi gerechnet, wenn dieser fast vollständig sein Chakra ans Tageslicht brachte.
Nun standen sie bis zu den Knöcheln im Sand. Vor ihnen das strahlende Meer und weit hinter dem Horizont, die Silhouette einer Insel. Jene Insel, von der schon Kabuto, Orochimarus Handlanger, auf der Brücke gesprochen hatte.
Yamato drehte sich zu Sakura um und sah sie fragend an. Sein Blick sagte alles: „Bist du bereit?“
Stumm nickte sie und richtete ihren Blick starr auf den Fleck hinter den schäumenden Wellen. Und schon im nächsten Moment rannte sie am Sensei vorbei und über das Wasser. Ihre Füße, konzentriert mit Chakra, trugen sie leicht über das kalte Nass. Sakura hatte nur noch das Ziel vor Augen, welches sie nach Jahre langer Suche endlich erreicht zu haben schienen. Für das sie ihr Leben aufs Spiel gesetzt hatten.
Nach wenigen Minuten erreichte der kleine Trupp die Insel. Sie lag wie eine riesige Schildkröte vor ihnen. Kein Baum zierte die karge Oberfläche aus Steinen und riesigen Felsen.
Sakuras Schritt beschleunigte sich noch einmal, bis sie schließlich wieder festen Boden unter den Füßen spürte und erleichtert aufatmete.
Eine kühle Brise fuhr, wie ein Vorbote der Zukunft, durch die Ritzen und Spalten der zerklüfteten Landschaft.
Irgendwo hier musste er sein. Nur wo … ?
„Sakura, wir müssen jetzt vorsichtig vorgehen.“ Yamato trat neben sie und der Wind fuhr ihm durch die braunen, von seinem Stirnband zurück gehaltenen Haare.
Das Mädchen nickte widerwillig. Sie waren schließlich so kurz vor dem Ziel, und nun würde sich doch noch alles verzögern. Sakura knirschte nervös mit den Zähnen und sah sich um. Keine Spur von Leben, geschweigeden einem Jungen, den sie seit so langer Zeit nicht gesehen hatte.
Am liebsten hätte sie laut seinen Namen geschrien, doch das war an dieser Stelle nicht der richtige Weg. Systematik war gefragt, und das erste mal war Sakura froh, Yamato noch bei sich zu haben.
Nach einer ausführlichen Planung, stoben sie auseinander und flogen in unterschiedliche Richtungen. Yamatos geschulte Augen überflogen den Boden unter ihm und nach wenigen Metern hatte er die Felsspalte gefunden, vor deren Eingang ein Siegel klebte.
„Sakura, komm' hier her. Ich bin südwestlich von dir, vor einer großen Spalte. Hier ist ein Siegel, das ich nur mit deiner Hilfe aufbrechen kann.“, flüsterte er in das Mikrophon an seinem Hals.
Ein zustimmendes Knacken ertönte, und kurze Zeit später tauchte sie neben ihm auf und betrachtete den Felsen vorm Eingang zu einer Höhle.
Sie sah Yamato fragend an, worauf dieser nickte und erklärte: „Wir müssen mit der Kraft unserer stärksten Jutsus den Fels zerschellen lassen. Das ist ein Kraftsiegel. Nur mit deiner stärksten Attacke kannst du es lösen.“
Sakura ballte ihre Faust, die nun von einem grünlichen Nebel umgeben war, trat ein paar Schritte zurück und wartete auf ein Signal des Senseis.
Dieser vollführte eine komplizierte Abfolge von Zeichen mit seinen Händen und sprach dann klar und deutlich: „Mokuten Henge no Jutsu!“
Auf einmal umrahmten ihn Äste und Holz, kurz danach stand ein riesiges Rinozeros anstatt seiner da und scharrte mit den mächtigen Hufen im steinigen Boden. Sakura nickte ihm zu und stürmte dann, Sasukes Namen schreiend auf den Felsen zu. Auch das monströse Tier trampelte ungestüm los, achtete jedoch darauf, das Mädchen nicht unter die Füße zu bekommen.
Gemeinsam trafen sie auf das Hindernis und das Siegel löste sich auf.
Im selben Moment bröckelte der Stein und zerbarst letztendlich unter der Wucht des Aufschlages. Yamatos Tierhülle brach auf und sein Körper kam zum Vorschein.
Dahinter erschien ein Lichtermeer, das Sakura und Yamato die Augen blendete. Als sie ins Innere der Höhle blinzelten, stand eine Schattengestalt im Hintergrund, die immer näher auf sie zu kam.
Und plötzlich war das Licht verschwunden und Sakura blickte in das Gesicht eines Hypnotisierten. Seine Augen waren fahl wie von Nebenschleiern umhüllt und der Körper ausgemergelt. Doch sie erkannte ihn sofort.
„S … Sasuke?“



*luft hol* 