Woran denkt Ihr dabei spontan, was assozziiert ihr damit?
Also ich denke, dass der Tod zum Leben gehört.. und das Leben zum Tod..
(Ich zitiere: "Das Leben, ein wundervoller Tod!" schwarzer Humor stimmt aber auch auf eine Weise..)
Es gehört auch manchmal zum Leben, sterben zu
wollen, wenn es einem kurz gesagt, scheiße geht oder wenn man das Leben im Allgemeinem sinnlos findet..
Denkt Ihr, dass der Tod das Ende des Lebens ist und von daher nicht mehr nachdenkenswert?
Ich glaube nicht an Hölle und Himmel oder dergleichen. Ich denke, der Tod ist zugleich das Ende und der Neubeginn. Das Ende von Altem, Vertrauten, das Ende eines Menschenlebens, aber zugleich ein Neubeginn, weil der Körper sich zersetzt, er geht wieder in den Kreislauf des Lebens ein.. ich weiß nicht mehr, wie das genau funktioniert, aber irgendwie essen Lebewesen deinen Körper.. (irgendetwas sowas)
Der Tod ist ein interessantes Thema, denn niemand weiß, warum wir sterben (sicher hat jeder so seine Theorien, aber niemand tut es richtig wissen) und niemand weiß, was danach geschieht. Wir werden immer und ewig nach dem Sinn des Lebens suchen und da der Tod ein Teil des Lebens ist, zu ihm gehört, ja auch das Leben der Tod ist, ist der Tod unzertrennlich mit dem Leben verbunden und so werden wir auch immer über den Tod nachdenken.
Was ich mit dem Tod assoziere?
Qual. Selbstmord. Hohes Alter. Liebe. Freundschaft. Ehre. Stärke. Frieden. Angst. Ersticken, erhängen, ertrinken, verbrennen (und andere Sterbemethoden). Ende. Anfang. Trauer. Wut. Enttäuschung. Hass. Gleichgültigkeit. Erlösung.
Denkt Ihr, dass der Tod vielleicht ein Veränderungsfaktor ist, dessen Ziel wir Menschen noch nicht kennen?
Ja, auf jeden Fall!
Der Tod verändert natürlich was. Er beendet ein Menschenleben, verändert das Leben der anderen, die mit dem Leben des Hintergebliebenen zu tun hatte.
Habt Ihr Angst vor dem Tod oder verbindet Euch eine Sehnsucht danach?
Nein, ich habe keine Angst. Ich hab mir nicht mal ausgesucht zu leben, warum sollte ich mich dann wehren, zu sterben. Ich sehe mein Leben als eine Zeit, deren Countdown ich nicht kenne, die mir gegeben wurde und dass ich mit freien Willen ändern kann. Wenn es keinen freien Willen gibt, dann ist sowieso alles egal.
Ich habe mich mit meinem Leben abgefunden, ja, es hätte sogar schlimmer kommen können, und eigentlich warte ich nur.. warten, dass die Zeit vergeht.. warten auf den Tod, wenn man es ganz streng nimmt. Ich lass das Leben an mir vorüberziehen, versuche einen Platz in dieser Welt zu finden. Ich tu was für die Schule, habe meine Freunde, hab meinen Spaß, ich mach noch andere Sachen, aber insgesamt...
Das Leben ist nicht lebenswert, wenn man nichts zu verlieren hat. Ich hab was zu verlieren, aber trotzdem kommt mir das Leben nicht lebenswert vor. Wenn ich wüsste, was der Sinn des Todes ist, dann würde ich es vielleicht lebenswert finden.