Pooly's Kunst und Schreibforum

Liebe Gäste und natürlich auch liebe Mitglieder!


Ich möchte euch alle herzlich willkommen heißen in Pooly's Kunst und Schreibforum!

Zu unseren Mitgliedern sage ich: willkommen zurück.

Und unseren Gästen möchte ich empfehlen, sich vielleicht etwas hier umzusehen. Vielleicht lohnt es sich ja für euch.
Lasst euch nicht abschrecken. Eventuell könnte die Anzahl unserer Foren euch etwas erschlagen. Aber es dauert wirklich nicht lange, bis man sich hier eingefunden hat und im Notfall sind alle User und Teammitglieder bereit, euch unter die Arme zu greifen :)

Viel Spaß!



Pooly & Co.

    Der Tod

    Austausch

    Milena
    Darf Pergament glätten
    Darf Pergament glätten

    Beiträge: 212
    Texte: Milena
    Kunst: Milena

    Der Tod

    Beitrag von Milena am Di 14 Apr 2009, 21:53

    Hallo zusammen,

    Ich möchte hier mal einfach dieses Wort in die Runde werfen.

    Woran denkt Ihr dabei spontan, was assozziiert ihr damit?

    Denkt Ihr, dass der Tod das Ende des Lebens ist und von daher nicht mehr nachdenkenswert?

    Denkt Ihr, dass der Tod vielleicht ein Veränderungsfaktor ist, dessen Ziel wir Menschen noch nicht kennen?

    Habt Ihr Angst vor dem Tod oder verbindet Euch eine Sehnsucht danach?

    Wie steht Ihr zu diesem Wort?

    Miriam

    Pooly
    Koordinator
    Koordinator

    Beiträge: 88445
    Laune: [h+]³
    Ich schreibe: Kernstaub.

    Re: Der Tod

    Beitrag von Pooly am Di 14 Apr 2009, 22:08

    Hallo liebe Miriam

    Ein interessantes Thema.

    Ich persönlich bin nicht der Meinung, dass etwas nach dem Tod kommen wird. Dazu bin ich irgendwie zu biologisch eingestellt. Ich glaube nicht an die Existenz einer Seele ... also zugleich auch nicht daran, dass etwas von uns weiterleben soll, wenn wir sterben.
    Wir gehen nach dem Tod ein in den ewigen Kreislauf von Leben und Sterben ... und das ist auch gut so.

    Ich sehe den Tod als das Ende meines Lebens, nicht als Neubeginn. Trotzdem kann ich nichts Schlechtes daran finden.

    Angst vor dem Tod habe ich überhaupt nicht. Ich muss zugeben, dass mich auf all meinen Wegen sogar eine gewisse Todessehnsucht begleitet.
    Manch einer findet das vielleicht merkwürdig. Für mich ist es eher inspirierend.

    Ich finde, die Menschen sollten sich dem Leben bewusster sein. Denn wenn man darüber nachdenkt, dass man irgendwie fast in jeder Minute seines Lebens die Chance hätte, sich umzubringen und es doch aus irgendwelchen Gründen nicht tut ... dann merkt man erst, woran man wirklich hängt. Das muss vielleicht nicht das Leben an sich sein ...
    Meist sind es auch nur kleine Dinge.



    Lieben Gruß
    Marie


    ____________________Poolys Kunst- und Schreibforum____________________




    Lea
    Wohl bekannt am Hofe
    Wohl bekannt am Hofe

    Beiträge: 7444
    Ich schreibe: Speedwriting, Partnerprojekte, Gedichte und Kurzgeschichten. (:
    Texte: Lea
    Kunst: Lea
    Sonstiges: Die Welt ändert sich. Zeiten kommen und gehen. Doch der Mensch bleibt immer gleich.

    Re: Der Tod

    Beitrag von Lea am Di 14 Apr 2009, 22:58

    Woran denkt Ihr dabei spontan, was assozziiert ihr damit?


    Also ich denke, dass der Tod zum Leben gehört.. und das Leben zum Tod..
    (Ich zitiere: "Das Leben, ein wundervoller Tod!" schwarzer Humor stimmt aber auch auf eine Weise..)

    Es gehört auch manchmal zum Leben, sterben zu wollen, wenn es einem kurz gesagt, scheiße geht oder wenn man das Leben im Allgemeinem sinnlos findet..


    Denkt Ihr, dass der Tod das Ende des Lebens ist und von daher nicht mehr nachdenkenswert?


    Ich glaube nicht an Hölle und Himmel oder dergleichen. Ich denke, der Tod ist zugleich das Ende und der Neubeginn. Das Ende von Altem, Vertrauten, das Ende eines Menschenlebens, aber zugleich ein Neubeginn, weil der Körper sich zersetzt, er geht wieder in den Kreislauf des Lebens ein.. ich weiß nicht mehr, wie das genau funktioniert, aber irgendwie essen Lebewesen deinen Körper.. (irgendetwas sowas)

    Der Tod ist ein interessantes Thema, denn niemand weiß, warum wir sterben (sicher hat jeder so seine Theorien, aber niemand tut es richtig wissen) und niemand weiß, was danach geschieht. Wir werden immer und ewig nach dem Sinn des Lebens suchen und da der Tod ein Teil des Lebens ist, zu ihm gehört, ja auch das Leben der Tod ist, ist der Tod unzertrennlich mit dem Leben verbunden und so werden wir auch immer über den Tod nachdenken.

    Was ich mit dem Tod assoziere?
    Qual. Selbstmord. Hohes Alter. Liebe. Freundschaft. Ehre. Stärke. Frieden. Angst. Ersticken, erhängen, ertrinken, verbrennen (und andere Sterbemethoden). Ende. Anfang. Trauer. Wut. Enttäuschung. Hass. Gleichgültigkeit. Erlösung.

    Denkt Ihr, dass der Tod vielleicht ein Veränderungsfaktor ist, dessen Ziel wir Menschen noch nicht kennen?


    Ja, auf jeden Fall!
    Der Tod verändert natürlich was. Er beendet ein Menschenleben, verändert das Leben der anderen, die mit dem Leben des Hintergebliebenen zu tun hatte.

    Habt Ihr Angst vor dem Tod oder verbindet Euch eine Sehnsucht danach?


    Nein, ich habe keine Angst. Ich hab mir nicht mal ausgesucht zu leben, warum sollte ich mich dann wehren, zu sterben. Ich sehe mein Leben als eine Zeit, deren Countdown ich nicht kenne, die mir gegeben wurde und dass ich mit freien Willen ändern kann. Wenn es keinen freien Willen gibt, dann ist sowieso alles egal.
    Ich habe mich mit meinem Leben abgefunden, ja, es hätte sogar schlimmer kommen können, und eigentlich warte ich nur.. warten, dass die Zeit vergeht.. warten auf den Tod, wenn man es ganz streng nimmt. Ich lass das Leben an mir vorüberziehen, versuche einen Platz in dieser Welt zu finden. Ich tu was für die Schule, habe meine Freunde, hab meinen Spaß, ich mach noch andere Sachen, aber insgesamt...

    Das Leben ist nicht lebenswert, wenn man nichts zu verlieren hat. Ich hab was zu verlieren, aber trotzdem kommt mir das Leben nicht lebenswert vor. Wenn ich wüsste, was der Sinn des Todes ist, dann würde ich es vielleicht lebenswert finden.

    Eliana Story
    Darf Pergament glätten
    Darf Pergament glätten

    Beiträge: 210
    Laune: -.-'
    Ich schreibe: Liebesromane und im moment einen Historischen Roman.
    Texte: Eliana Story
    Kunst: Eliana Story

    Re: Der Tod

    Beitrag von Eliana Story am Di 14 Apr 2009, 23:37

    Ein interessantes und zugleich sehr schwieriges Thema finde ich.

    Ich verbinde mit dem Tod schon früheste Kindheitserinnerungen... Schon früh habe ich lernen müssen, dass
    Menschen, die man liebt, irgendwann nicht mehr da sind. Manchmal plötzlich und manchmal mit einer langen Geschichte.
    Ich denke, dass ich dewegen auch keine Angst vor dem Tod habe, weil ich gelernt habe, dass dieser einfach zum Leben
    dazugehört. Mal ist es es schwerer, und ein andern Mal vllt eine Erlösung, wenn auch Trauer zurückbleibt, im gleichen Moment vlllt aber auch Wut.

    Denkt Ihr, dass der Tod das Ende des Lebens ist und von daher nicht mehr nachdenkenswert?


    Der Tod ist bestimmt erstmal das Ende vom Leben. Aber ich glaube nicht, dass es das Ende von allem ist.
    Hm, wie erkläre ich das jetzt? Ich glaube nicht an Himmel der Hölle oder sowas, das alles hat mich noch nie so wirklich überzeugen können... Aber ich glaube, dass ein kleiner Teil von uns (nennt es Seele oder sonst wie) unsterblich ist!
    Vllt habe ich den Glauben entwickelt, weil ich nicht will, dass das Leben nicht lebenswert ist... Aber vllt ist das erfüllte Leben mitsamt des Todes der Sinn des Lebens Shocked Das klingt jetzt sehr hart. Und so wie es im ersten Moment rüberkommt, meine ich das garnicht. Ich meine, dass wir etwas mit unseren Leben erschaffen und Formen (dieses kleine Teil, welche unsterblich ist) und wer weiß vllt passiert damit auch etwas....
    Ist das jetzt ein kitschiger Gedanke?

    Denkt Ihr, dass der Tod vielleicht ein Veränderungsfaktor ist, dessen Ziel wir Menschen noch nicht kennen?


    Der Tod, beeinflusst uns doch alle irgendwie. Wenn es eine bestimmte Vorgeschichte gibt, verändern wir sogar unsere Lebensweise, weil uns vor Augen geführt wird, wie schnell es vorbei sein kann... Menschen, die jemanden verlieren, den sie lieben, verändern sich zunächst auch. Manchmal auf langfristige Weise und manchmal nur sehr kurz....

    Aber uns sollte nicht erst dann bewusst werden, dass es schnell zuende gehen kann (wie Marie ja schon sagte), sondern viel Früher und uns auch an kleinen Dingen des Lebens erfreuen sollten!

    Teleri
    Schafft Werke für des Königs Privatbestand
    Schafft Werke für des Königs Privatbestand

    Beiträge: 3363
    Laune: Eigentlich gut
    Ich schreibe: Fantasy, Horror, Kurzgeschichten, Gedichte, und gerne auch einfach mal zu bestimmten Themen Stories.
    Texte: Teleri
    Kunst: Teleri

    Re: Der Tod

    Beitrag von Teleri am Mi 15 Apr 2009, 00:10

    Also ich persönlich habe keine Angst vor dem Tod, ich meine, er erreicht uns so oder so. Außerdem bin ich nicht die Rationalistin in dem Thema, ich glaube einfach, dass wir wiedergeboren werden und uns bis dato in einer Art Jenseits aufhalten. Es gibt irgendetwas oder wen? der uns dann in einen Körper zuteilt.
    Es ist eine fantastische Idee, aber ich finde sie eigentlich ganz schön. Natürlich weiß es niemand, aber ich denke, dass es mehr gibt, als wir wissenschaftlich erklären können. Noch habe ich aber zuviel im Leben zu tun, um zu gehen, aber ich denke jeder geht dann, wann die Aufgabe im Leben geschafft ist.

    Aber der Tod ist ohnehin ein spannendes Thema. Warum teilen wir unseren Körper überhaupt in Seele und Fleisch ein, wenn wir nicht daran glauben, dass es ausserhalb des Körpers kein Leben mehr gibt, denn die Seele steht ja für Geist und der Geist ist ja schon etwas für sich stehendes.
    Warum waren sich die Menschen damals alle so sicher, dass ihre Toten etwas auf den Weg bräuchten. Manchmal frage mich aber schon, wie der Tod ist.

    Regenbogenfisch
    Freier Kunstschaffender
    Freier Kunstschaffender

    Beiträge: 783
    Ich schreibe: am liebsten Gedichte in alle erdenklichen Formen, wobei ich gerne experimentiere. Mittlerweile habe ich aber auch Gefallen an Kurzgeschichten gefunden. Ab und zu schreibe ich auch Songtexte, die ich anschließend vertone.
    Texte: Regenbogenfisch
    Kunst: Regenbogenfisch

    Re: Der Tod

    Beitrag von Regenbogenfisch am Fr 17 Apr 2009, 22:25

    Mit Tod assoziiere ich immer etwas Trauriges und Endgültiges. Ich stimme zu, dass zum Leben auch der Tod gehört.
    Niemand weiß, was nach dem Tod kommt - ist es das Paradies, die Hölle oder einfach nur Leere. Ich würde ein Paradies bevorzugen, aber wenn man darüber nachdenkt, ist es schon ein komisches Gefühl: ewig in welcher Form auch immer zu leben.

    Dem Tod möchte man in der Regel so lange wie möglich aus dem Weg gehen. Doch es ist etwas, was uns alle früher oder später treffen wird. Ich denke, je älter man wird, umso einfacher kann man dem Tod ins Auge blicken. Wer sein Leben gelebt und genossen hat, fürchtet den Tod nicht mehr. Es gibt aber auch viele Menschen, die den Tod schon in jungen Jahren nicht fürchten. Gründe dafür können verschiedenster Art sein. Entweder man hatte einen Unfall oder schwere Krankheit überlebt und hat dadurch einen ganz anderen Bezug zum Tod als "gewöhnliche" Menschen oder aber man empfindet keine Lebensfreude mehr, ist perspektivlos, hoffnungslos, einsam und ohne Liebe. Jene Menschen sehen dem Tod gelassen entgegen und sehnen sich teilweise sogar danach, da sie den Tod wohl als eine Befreiung empfinden.

    Ich persönlich habe Angst vor dem Tod allgemein. Ich fürchte mich nicht davor irgendwann sterben zu müssen, aber ich habe Angst vor dem Tod aus mehreren Gründen.
    Ich habe Angst davor, geliebte Menschen zu verlieren bevor ich ihnen noch das ein oder andere gesagt/gezeigt oder für sie gemacht habe. Ich habe auch Angst davor, dass Menschen, denen ich viel bedeute, in ein tiefes Loch fallen könnten, wenn sie mich verlieren. Ich fürchte mich auch davor, zu sterben, ohne das Leben in vollen Zügen genossen zu haben (momentan kann ich das nämlich noch nicht behaupten).

    Menschen, die sich das Leben nehmen, machen mich immer betrübt. Wie verzweifelt müssen diese Menschen gewesen sein? Hätte man ihnen nicht vielleicht noch helfen können?
    Ich bin ein sehr guter Beobachter und erkenne in manchen Menschen eine Tendenz zu Selbstmord. Leider kann man nicht allen helfen, aber wenn jeder einen oder mehrere Menschen ganz nah an der Seite hätte, würde es weniger Selbstmorde geben.

    In der Vergangenheit wurde ich im Freundes- und Familienkreis sehr wenig mit Tod konfrontiert und ich bin ehrlich gesagt auch froh darüber. Ich kann damit wesentlich leichter umgehen, wenn ich weiß, dass der Verstorbene bis zu seinem Tod richtig glücklich war und eines natürlichen Todes ohne große Qualen starb.

    Ich kann und will es nicht verstehen, wenn Menschen den Suizid aus einer Situation heraus wählen, die sie noch aus eigener Kraft oder mit professioneller Hilfe ändern könnten.
    Ich habe einen Freund kennengelernt, der mit Leukämie kämpfte und sie zunächst besiegte. Bei diesem Freund brach sie plötzlich wieder aus und es machte mich sehr unglücklich. Es gibt Menschen, die ihr Leben einfach so wegwerfen und Menschen, die alles tun würden, um noch weiterleben zu können. Wie durch ein Wunder überlebte mein Freund und ich denke er lebt sein Leben noch intensiver als je zuvor.

    Ich könnte noch ein paar weitere Erfahrungen mit anderen Menschen in Bezug auf den Tod beschreiben, aber es
    würde zu persönlich werden und daher verzichte ich an dieser Stelle darauf.

    Zum Abschluß möchte ich einfach nur noch ein Zitat aus "Dem Klub der toten Dichter" anfügen:
    Carpe Diem (nutze den Tag)

    ExituS
    Schafft Werke für die Bevölkerung
    Schafft Werke für die Bevölkerung

    Beiträge: 1458
    Ich schreibe: Viel & vorallem durcheinander ^^''
    Momentan vorallem an meinen beiden Romanen Elysia und Black like Blood: Lillith.. Außerdem mein NaNo-Dings Lichtermeer.
    Neuerdings habe ich Gefallen an meinem neuen Projekt Der Dämon gefunden, welches aber noch nicht ganz forentauglich ist ^^
    kurz gesagt: einfach an viel zu vielen Sachen ^^''
    Texte: ExituS
    Kunst: ExituS
    Infos: ExituS
    Sonstiges: Real Vampires don't sparkle. They burn.

    Re: Der Tod

    Beitrag von ExituS am Fr 29 Mai 2009, 22:08

    Also was ich direkt mit dem Tod asoziiere kann ich gar nich so spontan sagen.
    Ich denke nicht, dass danach etwas ist, gleichzeitig kann ich mir aber auch nciht vorstellen, dass da nichts ist, dass unser aller Leben einfach beendet und in einer gewissen Weise auch vollkommen sinnlos gewesen sein soll.
    Ich habe auch eigentlich keine Angst vor dem Tod, ich schätze, dazu habe ich schon zu viele geliebte Menschen verloren, eher ist da eine gewisse Sehnsucht, was jetzt ncht heißt dass ich mir wünsche zu sterben oder Suizidgefährdet bin oder sowas in der Art xD irgendwie beeinflusst es mich auch beim Geschichtenschreiben. (Wusstet ihr, dass viele gute "Schreiberlinge" depressiv oder drogenabhängig waren? Ich meine jetzt vorallem Dichter.)
    Ich denke auch, dass die meißten Suizidalen nicht ihr Leben generell beenden wollen, sonden wollen, dass es sich ändert, dass Leute sie gern haben (vermissen). Nur denke ich, dass das der falsche Weg ist, das zu erreichen.


    Eigentlich denke ich, dass es eigentlich kein wirkliches Leben gibt, sondern das Sterben vielmehr sofort nach der Geburt beginnt und der Tod nur ein Ergebnis davon ist, dem wir im Laufe dieses Sterbens immer näher kommen. Wen man das jetzt so ließt klingt dass irgendwie verrückt, aber so denke ich nunmal Wink

    LG
    Sarah

    Milena
    Darf Pergament glätten
    Darf Pergament glätten

    Beiträge: 212
    Texte: Milena
    Kunst: Milena

    Re: Der Tod

    Beitrag von Milena am Sa 30 Mai 2009, 20:22

    Liebe Mitdenker,

    Erst ein mal herzlichen Dank für alle Eure ausführlichen Antworten.

    Marie schreibt:

    Ich persönlich bin nicht der Meinung, dass etwas nach dem Tod kommen wird.


    Ich denke ähnlich, was mein Leben als die Person, die ich bin, anbetrifft.

    Andererseits, genau kann ich es nicht wissen, da mein Bewusstsein ja nicht über diese Grenze hinausschauen kann.

    Ich kann, wie gewisse Menschen aber auch nicht an Wiedergeburt glauben.
    Obwohl ich solche Menschen ehrlich gesagt auch manchmal etwas beneide,
    sie scheinen für sich etwas gefunden zu haben, was mir fehlt um diesem Phänomen angstfrei zu begegnen.

    Viele von Euch schreiben, keine Angst vor dem Tod zu haben, weil er sowieso unumgänglich ist und somit zum Leben gehört.

    Das ist bei mir anders, ich habe sehr wohl Angst vor dem Tod.
    Wenn ich z.B in einem Flugzeug sitze, das in ein Unwetter gerät, empfinde ich unwillkürlich Angst und sehne mich danach, wieder festen Boden unter meinen Füssen zu haben.

    Das Eine schliesst für mich das Andere nicht aus, denn sonst wäre ich ein Wesen, dass nur auf einer rationalen Ebene existiert und denkt.
    Inwieweit aber die Ratio uns bestimmt, wäre wieder ein neues philosofisches Thema, ich denke, es ist ein relativ geringer Teil, der unser Leben ausmacht..

    Ich behaupte sogar, die meisten Menschen empfinden Angst vor dem Tod, wenn sie ihm unmittelbar und unvorbereitet gegenüberstehen.
    Und das ist vielleicht das Unheimliche daran, er kommt ungefragt und wir kleinen Wesen haben keinen Einfluss auf den Zeitpunkt.
    Er könnte uns im Grunde genommen in jedem Moment heimsuchen, also von hinten anfallen.
    Mit diesem permanenten Bewusstheitszustand aber, bin ich ehrlich gesagt
    überfordert, ergo muss ich die Angst vor dem Tod verdrängen.
    Dieser wiederum lebensnotwendige Verdrängungsmechanismus heisst aber nicht, dass mir die Angst vor dem mir Unbekannten nicht innewohnt.

    Dazu kommt:
    Der Lebenserhaltungstrieb ist sehr wohl auch eine biologische Grundlage, von der ich nicht unabhängig bin.

    Also zur Angst als solche:

    Ich denke, dass auch Angst zum Leben gehört und nicht primär negativ sein muss.
    In einem gewissen Ausmass kann sie lähmend sein. Jedoch stellt sie auch einen wesentlichen Schutzfaktor dar. Ohne Angst könnte der Mensch keine Gefahren erkennen und hätte sich somit vielleicht schon längst ums Leben gebracht.

    Miriam


    Zuletzt von Milena am Sa 30 Mai 2009, 22:14 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet

    DeStiiNy
    Schafft Werke für die Bevölkerung
    Schafft Werke für die Bevölkerung

    Beiträge: 1314
    Laune: ich versuch zu vergessen ... dass ich dich nicht vergessen kann ...
    Ich schreibe: an Blutrot - Tödliche Glaube & Die Chroniken Selariens - Wiedergeburt des Erzengels
    Texte: DeStiiNy
    Kunst: DeStiiNy
    Infos: DeStiiNy

    Re: Der Tod

    Beitrag von DeStiiNy am Sa 30 Mai 2009, 21:05

    Tod
    Es ist eiin seltsames, fast schon unheimliches Wort für mich. Ich denke meistens an die Trauer, den es die bekannten ergeht, als das ich näher auf die Tote eingehe. Ich kann nicht sagen, ich habe keine Angst vor dem Tod. Wenn ich daran denke, dass ich dadurch vieles verlieren kann.....
    Das manche die Sehhnsucht nach dem Tod verspüren, vermute ich, dass sie einen Weg auf Erlösung hoffen, und eig. ist das nicht grundsätzlich falsch. Wer sagt denn, dass hinter dem Tod keine Erlösung wartet? Dass wir nicht unseren Schmerz verlieren? Wer garantiert uns das?
    Wir empfinden den Tod als Schmerz, ich dagegen finde ihn als einen Weg - einen unbekannten Weg, den jeder gehen muss und niemand wird je zurückkehren. Oje, das klingt düster -.-

    Mir fällt es schwer, jemanden zu "töten" ( ich meine, in meinen Geschichten). Aber das ist nebensächlich.

    Für mich ist der Tod etwas natürliches. man verliert vielleicht besondere menschen, aber wer sagt, dass ,man nicht neue dazu gewinnt?

    Lg Pamela

    Jessie
    Leibeigener
    Leibeigener

    Beiträge: 13
    Texte: Jessie
    Kunst: Jessie

    Re: Der Tod

    Beitrag von Jessie am Sa 24 Okt 2009, 00:41

    Auf der einen Seite denke ich bei dem Tod an das Ende und auf der anderen an einen Neuanfang.
    Es ist schwer zu erklären, wie ein Kapitel (von der Geburt bis zum Tod), worauf auch ein weiteres kapitel folgt. Vielleicht ist es nach dem Tod noch nicht vorbei, vielleicht ist das ganze auch nur der Anfang von etwas.

    Ich denke das der Tod das Ende vom Leben ist, jedoch glaube ich das danach noch etwas kommt.
    Auf der einen Seite... Warum soll man darüber nachdenken? Man kann sowieso nichts daran ändern das man stirbt und wenn man gestorben ist weiß man auch was danach kommt.
    Trotzdem macht sich fast jeder Gedanken darum, auch ich.

    Ich habe keine Angst vor dem Tod, ich habe nur Angst davor wie ich sterbe.
    Der Tod gehört zum Leben wie die Geburt.

    lg Jessica

    Clouchen
    Entdecktes Talent
    Entdecktes Talent

    Beiträge: 513
    Texte: Clouchen
    Kunst: Clouchen

    Re: Der Tod

    Beitrag von Clouchen am Mo 03 Mai 2010, 19:38

    Also ich denke an die Wiedergeburt, bzw. Reinkarnation.
    Ich glaube nämlich an eine Seele, obwohl ich irgendwie schon von der Wissenschaft überzeugt bin. Aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das Verhalten, die Eigenschaften, einfach alles von einem Menschen, dass das einfach im Gehirn so ist. Ich glaube einfach an eine Seele. Und ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die Seele eines Menschen einfach verschwindet... also die Reinkarnation ^^

    So gesehen habe ich eigentlich keine so große Angst vor dem Tod, also nicht in jeder freien Minute.
    Ich habe eher Angst davor, dass Leute, die mir wichtig sind, sterben.
    Sicher hätte ich auch Angst vor meinem Tod, wenn ich gerade in Gefahr bin oder so, aber ich mache mir nicht in jeder freien Minute Gedanken darüber.

    Ich würde viel lieber irgendwie plötzlich sterben oder so... also nciht, dass ich dem Tod so mehrere Stunden gegenüber stehe, das könnte ich nicht aushalten, das ist echt furchtbar. Am besten wäre, an Altersschwäche im Schlaf zu sterben. Das wäre am angenehmsten.

    Ich finde das Thema Tod bzw. überhaupt das Leben und der Sinn des Lebens, wo ja so gesehen auch der Tod dazu gehört, irgendwie total faszinierend...
    Ich liebe auch Lieder, die sich direkt oder indirekt damit beschäftigen...

    LG Claudia

    Glaselfe
    Schafft Werke für die Bevölkerung
    Schafft Werke für die Bevölkerung

    Beiträge: 1285
    Laune: Okay
    Ich schreibe: - . -
    Texte: Glaselfe
    Kunst: Glaselfe
    Infos: Glaselfe

    Re: Der Tod

    Beitrag von Glaselfe am Mo 03 Mai 2010, 20:28

    Ganz spontan, denk ich an einen Neuanfang-keine Ahnung wieso.
    Irgendwo hat der Tod für mich nicht nur eine negative Bedeutung.
    Ich denke, dass sich sehr vieles mit ihm in Verbindung bringen läßt, Sagen, Märchen, Wahrheiten und Erlebnisse.
    Manche, werden durch ihn sicherlich erlöst, von Qual oder Leid.
    Schlußendlich sucht er jeden von uns heim.
    Irgendwie erscheint mir das beruhigend, aber irgendwie auch nicht.
    Man weiß, dass alles, was man sich erarbeitet hat, irgendwann einfach nicht mehr ist.
    Es löst sich einfach auf, zusammen mit dir und deiner Seele.
    Ich mag das Wort "Ewiger Kreislauf".
    Die Vorstellung, dass alle für den Tod bestimmt sind, hat für mich was beruhigendes.
    Man weiß, man ist nicht allein und wird eines Tages, jenes Schicksal erleiden, dass schon so manchen begegnete.
    Bis jetzt, habe ich keine Angst davor.
    Alles wird irgendwann ein Ende finden, nichts hält für die Ewigkeit, dass ist meine Meinung.

    LG Glaselfe

    Racheengel
    Schafft Werke für den Adel
    Schafft Werke für den Adel

    Beiträge: 2813
    Laune: alles im grünen
    Ich schreibe: verschlungene Pfade,
    und kein Weg führt zurück
    Texte: Racheengel
    Kunst: Racheengel
    Sonstiges: I want you to know that I miss you.
    I want you to know that I need you.
    I want you to tell me why everything had to end like this?
    I want you to talk to me one little sentence.
    I want to look into your beautifull eyes one last time...

    Re: Der Tod

    Beitrag von Racheengel am Mo 03 Mai 2010, 22:05

    Ich möchte mich Clouchens Wiedergeburts- bzw reinkarnationstheorie anschließen.

    So bescheuert das auch klingen mag, aber ich habe das Gefühl das ich schon einmal gelebt habe, und ich glaube mein damaliger Heimatort war Berlin. Und das ist nicht die irre Aussage eines Berlinfans, sondern eine Erklärung für etwas, das ich vor knapp zwölf Jahren erlebt habe.
    Damals fuhren meine Eltern mit mir durch Berlin, eher durch Zufall, und sofort fühlte ich mich heimisch, ich erlebte in diesen wenigen Minuten ein Heimatgefühl wie ich es hier, wo ich wohne, noch nie erlebt habe. Die Gegend, obwohl ich sie nicht kannte, war mir vertraut, und seit diesem Tag eigendlich zieht mich alles dort hin in diese Stadt.

    Zudem weis ich von einer Freundin, das sie erfolgreich eine Rückführung gemacht hat, und sie meinte das ihr dadurch einige Dinge klarer geworden sind.

    Was ich damit sagen möchte, ist das ich schon glaube das es nach dem Tod weiter geht, nur das wir uns nicht mehr daran erinnern, da unser Gehirn wohl mit Informationen und Erinnerungen überfüllt wäre. Aber ich glaube einige Vorlieben und Erfahrungen nehmen wir mit in unser neues Leben, auch wenn wir uns bewusst nicht mehr daran erinnern, die uns und unsere Entscheidungen aber dennoch beeinflussen.

    Ich persönlich habe keine Angst mehr vor dem Tod, was mir eher Angst bereitet ist die Art zu sterben. Denn ich habe große Angst vor einen langsamen, qualvollen Tod, wie bei einer schweren Krebserkarnkung.
    Und auch davor das ich geliebte Menschen in ein tiefes Loch stürze.
    Diese Dinge sind es, die mir mehr angst machen, als der Tod an sich.

    alles Liebe,
    Jenny

    Hazy
    Leibeigener
    Leibeigener

    Beiträge: 21
    Ich schreibe: Ich bin dem Horror zugetan. Dabei muss es nicht immer etwas Übersinnliches sein. Manche meiner Geschichten kommen auch gänzlich ohne Geister oder Monster aus. Manchmal ist die menschliche Psyche ausreichend gruselig.
    Texte: Hazy
    Kunst: Hazy

    Re: Der Tod

    Beitrag von Hazy am Mo 03 Mai 2010, 23:24

    Na, da fühle ich mich ja sowas von angesprochen.

    Der Tod ist natürlich etwas sehr interessantes, und nicht nur in meinen Geschichten allgegenwärtig. Der bewusste Tod ist Ursprung aller Religionen. Denn nichts weiter als die Angst vor eben diesem hat die Menschen dazu veranlaßt, sich Gedanken (und Hoffnungen) über ein mögliches Danach zu machen.
    Ich für meinen Teil betrachte mich als Atheist mit einem Hang dazu, die unterschiedlichsten Glaubensrichtungen zu erforschen (allerdings nur passiv).
    Es wäre natürlich klasse, wenn es so etwas wie ein Leben nach dem Tod gäbe, nur leider lässt mich mein naturwissenschaftlich denkender Verstand nicht an so etwas glauben. Da, aufgrund meiner Rolle bei den "Apokalyptischen Schreibern", alle meine Geschichten irgendwie etwas mit TOD zu tun haben müssen, lasse ich ihn in immer wieder wechselnder Gestalt auftreten, ebenso wie das Danach - aber nicht immer ist es schön. Dabei spiele ich auch immer wieder gerne mit den verschiedenen Religionen und deren Sichtweise vom Jenseits.

    Ob ich Angst vor dem Tod habe?
    Sagen wir einmal so. Wenn, dann habe ich Angst vor dem Sterben. Auf den Tod habe ich schlicht und ergreifen keinen Bock. Mein Leben macht mir Spaß, also warum sollte ich es ohne Zähneknirschen hinnehmen, dass es irgendwann vor ist!?

    Beste Grüße
    Hazy

    Susa
    Diener eines Meisters der Künste
    Diener eines Meisters der Künste

    Beiträge: 150
    Ich schreibe: nichts weiter, lese aber dafür unglaublich gern (hauptsächlich Horror-und Fantasybücher)
    Texte: Susa
    Kunst: Susa

    Re: Der Tod

    Beitrag von Susa am Mi 19 Mai 2010, 17:39

    Erstmal:
    Wieso hab ich diesen Philosophie-Teil noch nie gesehen? Erst auf Racheengels Hinweis bin ich drauf aufmerksam geworden, dabei lass ich mich doch auch gern über derlei Themen aus =)

    Zum Thema:
    Für mich ist es durchaus vorstellbar, dass der Tod nicht das Ende ist. Eigentlich kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, dass das LEben einfach zu Ende sein soll. Warum haben wir schließlich ein Bewusstsein über uns selbst und unsere Umwelt, genauso wie den Drang, uns weiterzuentwickeln. Damit kann doch nicht einfach Schluss ein, sobald man stirbt. Deshalb denke ich, so etwas wie eine Seele muss es doch geben.
    Ich finde die Wiedergeburtstheorie ganz schön und die Vorstellung, ein neues Leben zu beginnen und vlt. sogar unbewusst Erfahrungen aus den vorherigen Leben mitzunehmen. Aus diesem Grund würde mich auch interessieren, ob an der Rückführungssache was dran ist.
    Eine weitere Vostellung hab ich dahin, dass unser Leben jetzt nur eine Vorbereitung auf etwas ist, was danach kommt - was auch immer das sein mag.
    Nur wehre ich mich gegen Vorstellungen von Himmel und Hölle. Schließlich würde das voraussetzten, dass irgendjemand darüber entscheidet, wer ein guter Mensch ist und wer nicht. Das kommt mir absurd vor...

    Ich habe vor zwei Tagen einen Film gesehen, der sich mit dem Leben nach dem Tod - Himmel und Hölle, aber anders als das allgemeine Verständnis der beiden Begriffe - befasst. Kennt jemand "Hinter dem Horizont"? Toller Film, der diese Thematik meiner Meinung nach auch wirklich schön anspricht.

    Jenova
    Schafft Werke für des Königs Privatbestand
    Schafft Werke für des Königs Privatbestand

    Beiträge: 3865
    Laune: you know i am not crazy, i am just diffrent.
    Ich schreibe: in alle Ewigkeit auf leerem Papier...
    Und an 'Wuxia'. -muss fertig kriegen >-<
    Texte: Jenova
    Kunst: Jenova
    Sonstiges: Danke Marie:3

    Re: Der Tod

    Beitrag von Jenova am Mi 29 Sep 2010, 21:49

    Milena schrieb:Habt Ihr Angst vor dem Tod oder verbindet Euch eine Sehnsucht danach?

    Der Tod. Ich habe riesen Angst vor dem Tod. ganz ehrlich, ich fürchte ihn schon fast.
    Ich wurde schon als kleins Kind mit dem Tod konfrontiert: Tod der Oma, Tod der liebsten Nachbarin, Tod des Liebslingshaustieres, Tod der nächsten Nachbarin sammt deren Hund, Tod des Opas und schließlich Tod einer guten Freundin.
    Ich wollte nie diese ganzen Toden verstehen, will es immer noch nicht. Man kann es nicht verhindern, dass geliebte Menschen früher oder später von einem gehen, aber wenn es passiert, will man es nicht. Man will es wieder rückgaängig machen.
    Ich habe zum beispiel einige der Toten immer noch nicht verkraftet, vorallem nicht der der Freundin. Ich will es einfach nicht wahr haben, dass sie fort ist.
    Ich hab auch so persönlich auch noch andere Erfahrungen mit dem Tod, die ich jetzt mal nicht weiter erläuern werde.

    Ich weiß nicht, was ich darüber denken soll: Leben nach dem Tod. Es wäre natürlich supi, wenn es sowas gäbe. Man weiß es ja nicht, doch was ist, wenn man einfach nur "schwarz" sieht und es kein Leben nach dem Tod gibt?

    Susa
    Diener eines Meisters der Künste
    Diener eines Meisters der Künste

    Beiträge: 150
    Ich schreibe: nichts weiter, lese aber dafür unglaublich gern (hauptsächlich Horror-und Fantasybücher)
    Texte: Susa
    Kunst: Susa

    Re: Der Tod

    Beitrag von Susa am Do 30 Sep 2010, 20:23

    Wenn nach dem Tod wirklich "Nichts" kommt, braucht man sich, glaub ich, auch keine Gedanken darüber machen, da man das dann eh nicht mitbekommen würde. Deswegen stelle ich mir einfach vor, dass es danach noch weitergeht, wie auch immer.
    Ich hatte mal mit jemandem ein Gespräch über das Thema "Tod" und dabei sind wir zu der Ansicht gekommen, dass heutzutage auch einfach viel zu viel Angst vor dem Tod an sich steht. (Wobei man vlt. auch die Begriffe "Tod" und "Sterben" trennen sollte).
    Damit meine ich, dass heutzutage ja alles versucht wird, um den Tod herauszuzögern und man möglichts nicht daran denken will. Medizin verlängert das Leben, und irgendwo gilt es ja auch schon ein bisschen als Tabu-Thema. Aber der Tod gehört zum Leben dazu.
    Ich habe gestern eine Folge der Serie "Unsere kleine Farm" geschaut (wer's kennt ^^) und da ging es um eine Mutter von 3 Kindern, die erfährt, dass sie aufgrund einer schweren Krankheit in etwa einer Woche sterben wird. Aber sie ist nicht zusammengebrochen und in ein tiefes Loch gefallen, sondern ist sehr sicher mit dem Schock umgegangen, indem sie allen ruhig ihre Situation erklärt und ein neues heim für ihre Kinder gesucht hat. Außerdem war es ihr großer Wunsch, dass niemand sich mit Tränen an sie erinnert, sondern nur mit einem Lächeln im Gesicht. Auch wenn es nur ein Film ist, fand ich das sehr bewundernswert und auch unglaublich, wie selbstsicher sie diesem Schicksal entgegengeht und keinen Moment von Verzweiflung ergriffen wird.

    Vampirmaedchen
    Als Held gefeiert
    Als Held gefeiert

    Beiträge: 17182
    Laune: This is Halloween.
    Ich schreibe: Gedanken auf.
    Texte: Vampirmaedchen
    Kunst: Vampirmaedchen
    Sonstiges: MAKA x SOUL

    Re: Der Tod

    Beitrag von Vampirmaedchen am Fr 25 Feb 2011, 21:37

    Woran denkt Ihr dabei spontan, was assozziiert ihr damit?

    Mit dem Tod assoziiere ist sofort den Sensenmann und die Farbe Schwarz, obwohl sie auch bei mir mit Erotik und Verruchtheit verbunden wird. Natürliche denke ich auch gleich an meine Tote Oma und an der Beerdigung. All die Erinnerungen kommen hoch. Aber ansonsten auch, verwesene Tiere und all das 'schreckliche' Zeug. Was für andere widerwertig ist, fühlt sich für mich normal an. Was ist so schlimmes dabei, an diese Sachen zu denken? Tod gibt es nun einmal auf der Welt, keiner kann es verhindern und jeder weiß auch, das er nicht nur schöne Seiten hat.


    Denkt Ihr, dass der Tod das Ende des Lebens ist und von daher nicht mehr nachdenkenswert?

    Nein, das finde ich überhaupt nicht. Klar, der Tod bedeutet das Ende des Lebens. Ende des Daseins, doch nachdenken sollte man über ihn. Ich mache es oft, wenn ich morgens im Bus sitze. Ich weiß nicht genau, warum ich es mache, aber es ist einfach so. Doch dabei bekomme ich Angst vor meinem Tod, möchte am liebsten dann nie sterben, wie bestimmt jeder andere auch. Ich habe mehr Angst davor, wie es sein wird zu sterben und ich kann mir nicht vorstellen, dann das wirklich alles vorbei sein soll. Wenn man schreibt, dann ist es etwas anderes. Dann stirbt 'nur' ein Charakter, aber wenn ein Lebewesen stirbt ist es etwas ... anderes, irgendwie. Wie soll ich es beschreiben ... es geht etwas, was man nie wieder zurück holen kann. Einen Charakter, kann man einfach in einer komplett anderen Geschichte wieder aufleben lassen, aber nicht einen Menschen ...

    Denkt Ihr, dass der Tod vielleicht ein Veränderungsfaktor ist, dessen Ziel wir Menschen noch nicht kennen?


    Glaube ich eher weniger. Der Grund des Todes ist doch, platz für etwas neues zu machen. Mir kommen die Gedanken zu den Jahreszeiten. Der Herbst, lässt die Blätter von den Bäumen fallen, damit im Frühling die neuen Blätter kommen können. Der Winter, lässt den erschöpften Baum entspannen und unter der leichten Schneedecke, können die Bakterien die runtergefallenen Blätter zersetzen. Wenn das nicht möglich wäre, würde die Welt wohl nur im Tod so ersticken. Der Tod hat seine guten Seite, die ich eben dargestellt habe. Aber ein besonderes Ziel sehe ich nicht genau darin. Wohl eher sollen wir Menschen bemerken, wie wichtig der Tod doch für unser Leben ist. Wir lernen Menschen schätzen, die wir vielleicht nie beachtet hatten, wenn sie nicht mehr sind, lernen zu hassen, warum der Liebste von uns gegangen ist usw.


    Habt Ihr Angst vor dem Tod oder verbindet Euch eine Sehnsucht danach?

    Wie ich schon sagte, ich habe Angst vor meinem Tod. Ich habe Angst davor, wie ich mein Ende verbringen werde. Werde ich bei einem Unfall sterben? Durch eine Krankheit? Oder doch während ich schlafe? Ich hatte einmal 'Sehnsucht' danach. Wollte einfach nicht mehr existieren, weil ich mich ungeliebt gefühlt hatte ... Doch diese Sehnsucht hab ich nicht mehr. Ich kann die Menschen verstehen, die sagen, das sie diese haben, doch ich würde ihnen raten, lieber aus ihrem Loch zu gehen und das Leben leben sollen. Und zwar Glücklich. Es bringt einem nichts, sich den Tod zu wünschen oder Selbstmord zu begehen, wenn man im Kopf doch den Gedanken haben könnte, es zu bereuen. Obwohl man es nach seinem Tod nicht bereuen könnte, stelle ich mir vor das man noch ein paar Sekunden nach seinem Versuch des tötens lebt und sich dann fragt: "Warum habe ich das getan?"


    Wie steht Ihr zu diesem Wort?


    Ich stehe dem Wort zwiegespalten entegegen. Einerseits, gehört es zu unserem Leben dazu auf der anderen Seite ist die Angst. Die Angst, das man wirklich nur dieses einzige Leben hat. Keine zweite Chance bekommt, kein zweites Leben ....

    Imaginary
    Moderator & kveldriða
    Moderator & kveldriða

    Beiträge: 4796
    Laune: uden dig.
    Ich schreibe: von Gefühlen & Herzessenz
    Texte: Imaginary
    Kunst: Imaginary
    Infos: Imaginary
    Sonstiges: gå ad helvede til

    Re: Der Tod

    Beitrag von Imaginary am Fr 20 Jan 2012, 23:40

    Das erste, was mir zu dem Thema einfällt, ist ein Zitat von Epikur:

    Epikur sagte einst ... schrieb:
    „Der Tod geht mich eigentlich nichts an.
    Denn wenn er ist, bin ich nicht mehr,
    und solange ich bin, ist er nicht.“


    Und genau das ist meine Einstellung zum Tod. Genau dieses Zitat assoziiere ich also mit dem Tod. Er kann mir im Grunde genommen, was mich selbst betrifft, egal sein, denn ich glaube nicht daran, dass man später in den Himmel oder in die Hölle oder sonstwohin kommt. Mit dem Tod ist das Leben für mich vorbei. So einfach ist das.

    Vor dem Tod selbst habe ich keine Angst - vor dem Sterben allerdings schon. Das klingt jetzt vielleicht ein wenig paradox, aber ich kann es erklären: Meine Idealvorstellung vom Sterben ist: rumms, weg. Irgendein abruptes Ende ohne Qualen. Denn das ist das, wovor ich Angst habe: Qualvoll zu sterben. Was ist, wenn ich erstmal tot bin, ist mir gleich, davon kriege ich sowieso nichts mehr mit, aber qualvoll verenden will ich nicht x'D

    Ansonsten ist Tod für mich einfach ein Wort wie jedes andere, ich stehe also nicht irgendwie besonders dazu ^^


    ____________________Poolys Kunst- und Schreibforum____________________


      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Do 24 Mai 2012, 06:23