Hui, danke, Moony/Anja ^^
An einen Film?
ô.O
Keine Ahnung.
Aber schön, dass es dir gefällt

Hier kommt dann schon mal der Anfang vom 1. Kapitel, damit ich das mit dem Posten nicht vergesse ^^"
Kapitel 1:Ich konnte sehen, wie sich die Männer in den Bergwerken abarbeiteten, nur um eine Handvoll Goldstaub zu finden. Nur die große Hitze in diesem Kessel aus Felsgestein hatte es erlaubt, dass ich und einige andere Mädchen der umliegenden Lager Wasser zu den Arbeitern tragen konnten. Vorsichtig, um nichts zu verschütten, verteilten wir bis zum Rand gefüllten Becher unter ihnen. Immer wieder mussten wir sie ermahnen, nicht zu schnell zu trinken, denn das Wasser war kalt.
Die Aufseher beäugten uns misstrauisch. Hin und wieder hielten sie eine von uns am Arm fest und schauten sie sich genauer an, doch wir gaben unser Bestes, um sie nicht zu provozieren. Bei keiner von uns konnten sie etwas finden, was sie nicht sollten, obwohl wir alle etwas mehr für die Arbeiter taten als erlaubt.
Die Becher zum Beispiel. Sie waren immer randvoll, obwohl jedem nur ein halber Becher zugestanden worden war, da wir armen, schwachen Mädchen schließlich nicht so viel den Berg herauf und dann wieder herunter bringen konnten.
„Sofiya.“
Eine Kameradin stupste mich unauffällig an.
„Ich habe kein Wasser mehr, aber Vater noch nicht gefunden. Kannst du mir was geben?“, bat sie leise.
Ich nickte und tauschte schnell ihren leeren Becher gegen meinen Vollen, als die Wachen nicht hinsahen. Das Mädchen lächelte mir dankbar zu, bevor es sich auf die Suche machte.
Ich kannte ihren Vater gut. Er wohnte bei uns mit in dem Dreifamilienhaus und war schon ziemlich alt. Die Arbeit hier musste ihm mehr zusetzen, als meinem eigenen Vater, der noch in den besten Jahren war. Hoffentlich konnte sie ihn finden! Wenn er die Arbeit bei dem Wetter heute nicht überstanden hatte, würde sie ausziehen müssen, an die Seite irgendeines Fremden in einem anderen Lager.
Natürlich saßen wir alle in einem Boot, aber trotzdem hatte jedes Mädchen Angst davor, eines Tages einfach so zugeteilt zu werden. Immerhin waren wir erst die zweite Generation, in der man auf diese Weise verfuhr.
Von aufmunternden Worten an die Arbeiter begleitet, teilte ich den Rest meines Wassers aus, als plötzlich das Mädchen von vorhin wieder kam. Sie hatte Tränen in den Augen und warf sich mir um den Hals. Es waren keinerlei Fragen nötig, um zu verstehen, was geschehen war.
Ich versuchte sie zu beruhigen, aber als das nicht gelang, führte ich sie unter den strengen Blicken der Wachen und den besorgten Augen der Arbeiter aus dem Kessel und zu unserem Lager zurück.
Zuletzt von June am So 08 März 2009, 21:16 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet