Hui, tolle Fortsetzung, Grit! Boah, kann mir so ein Taxi bloß allzu gut vorstellen ... wähh. Aber sind sie den ganzen Weg von daheim bis zur JBH gefahren oder warum ist das so teuer?^^
Junes Konter ist klasse xD
Auch schön, dass hier so fleißig mitgelesen wird. :)
So ... dann mal mein langersehnter Part
Caro stellte ihre Freundin sofort zur Rede. „Wie kannst du sagen, dass dein Vater Richter wäre, wenn er gar keiner ist?“, empörte sie sich.
„Ist doch egal“, erwiderte June mit einer abwinkenden Handbewegung. „Hauptsache, wir sind den Kerl los. Das war ja abartig … Uahg.“ Sie und Virgi rümpften gleichzeitig ihre Nasen.
„Trotzdem. Lügen ist auch nicht gerade das Ehrenhafteste.“
„Lass es gut sein, Caro. Jetzt ist es eh zu spät“, legte Virgi ein.
Caro seufzte. „Okay, wenn ihr meint …“
Während sie das letzte Stück zur Jugendherberge gingen, herrschte dort bereits das große Chaos: Aus reinster Neugierde hatte die Forumsgruppe beschlossen, das Haus weiterzuerforschen. Wenn hier schon solche Gestalten wie Weasly, Potter, Malfoy und Snape herumstromerten, wer mochte wohl noch da sein?
Jede Tür, die nicht sicherheitshalber abgeschlossen worden war, wurde geöffnet, jede Treppe wurde bestiegen und einfach jeder Ort durchsucht.
Es war einfach zu aufregend, als dass man einfach bloß hätte rumsitzen können.
Doch trotz aller Suche blieb das Finden anderer fiktiver Personen erfolglos. Bis auf dass die Hausverwalterin mit entsetzten Schreien durch die Gegend lief und versuchte, alles wieder in seinen Ausgangszustand zu versetzen. Sie drohte damit, die Gruppe eigens hinauszubefördern, doch als Marie ihr einen zusätzlichen Fünfziger bot, beruhigte sie sich allmählich.
Nanni hatte die Aktion des Admins bemerkt und grinste. Marie hatte also auch „mafiale Ambitionen“. Nanni beschloss, sie von nun an nur noch mit „Don Marie“ anzusprechen, was wiederum Alex zum Lachen brachte. „Ausnahmsweise bist mal nicht du der Mafiaboss, was?“, stellte sie fest und auch Grit musste kichern.
„Ich bin doch sowieso lieber bloß Anwältin oder Beraterin“, entgegnete Nanni grinsend in Erinnerung an ihren Roman.
„Ich weiß aber nicht, ob ich dich überhaupt zu meiner Beraterin mache“, kam Maries Stimme aus einer ganz anderen Ecke. Grit, Nanni und Alex drehten sich verwundert zu ihr um.
„Du kannst natürlich auch mich nehmen“, schlug Alex vor.
„Ach nö … Ihr seid fies“, kam es von Nanni und sie wandte sich ein wenig beleidigt ab.
„Nun hört doch auf, zu streiten!“, legte Grit unbeholfen ein.
„Wir streiten doch gar nicht“, bestimmte Marie und ging zu Nanni hinüber, um ihr auf die Schulter zu klopfen. „Freilich wirst du die Beraterin“, sagte sie zu ihr.
„Menno“, knurrte Alex gespielt.
Grit wollte wissen: „Und was sind wir beide?“
„Wie wär’s mit Capos?“, brachte Nanni ein.
Da ihr der Begriff noch unbekannt war, fragte Marie nach: „Capos?“
Alle richteten den Blick auf Nanni, die sofort zu strahlen begann. „Ein Capo ist so etwas wie ein Unterboss. Es gibt meist in jeder Familie bloß zwei davon und eigentlich heißt es …“ Sie war mal wieder voll in ihrem Element.
„Caporegime, wir wissen es“, stöhnte Alex und setzte Nannis Rede ein abruptes Ende.
„Genau“, bekräftigte Nanni.
Plötzlich erschütterte ein gellender Schrei die Jugendherberge. „Aaaaaaaaaaaaah!“
Sogleich rannten alle in die Richtung, aus der er gekommen war: Dem Sechserzimmer.
Angie, die sich in der Nähe herumgetrieben hatte, war als Erste am Tatort und riss mit einem kräftigen Schwung die Türe auf. Nur, um gleich darauf eine entsetzte Tara zu erblicken, die mit schreckgeweiteten Augen vor dem Kleiderschrank stand.
„Was ist passiert?“, fragte sie.
„D-d-d-d-da drin“, stammelte Tara und zeigte mit dem Finger auf den geschlossen Schrank. Inzwischen hatten auch noch einige andere das Zimmer erreicht.
„Was ist los? Was ist da?“, fragten sie in heller Aufregung.
Die beiden Jungs, Puja und Michael, drängten sich einen Weg durch die Mädchen, die sich im Türrahmen versammelt hatten.
Angie warf ihnen einen ratlosen Blick zu und zuckte mit den Schultern.
„Was soll denn da sein?“, erkundigte sich Puja und machte sich an, den Schrank zu öffnen.
„Nicht aufmachen!“, kreischte Tara und alle hielten sich mit zusammengekniffenen Augen die Ohren zu.
„Puh, du kannst aber wirklich laut schreien“, komplementierte Puja, was ihm einen bösen Blick einbrachte. „Was denn?“
Michael dagegen ging ein wenig taktvoller vor. Er legte dem aufgeschreckten Mädchen beruhigend eine Hand auf die Schulter und fragte in unerschüttertem Ton: „Was hat dich denn so erschreckt?“





















