Pooly's Kunst und Schreibforum

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Ich möchte euch alle herzlich willkommen heißen in Pooly's Kunst und Schreibforum!

Zu unseren Mitgliedern sage ich: willkommen zurück.

Und unseren Gästen möchte ich empfehlen, sich vielleicht etwas hier umzusehen. Vielleicht lohnt es sich ja für euch.
Lasst euch nicht abschrecken. Eventuell könnte die Anzahl unserer Foren euch etwas erschlagen. Aber es dauert wirklich nicht lange, bis man sich hier eingefunden hat und im Notfall sind alle User und Teammitglieder bereit, euch unter die Arme zu greifen :)

Viel Spaß!



Pooly & Co.

    Schwarz und Weiß [Theaterstück][Komödie]

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    Schwarz und Weiß [Theaterstück][Komödie]

    Beitrag von Jookpub am Sa 25 Okt 2008, 18:11

    Inhalt: Dieses Theaterstück besteht aus 4 Szenen. Die Hauptfiguren dabei sind EMANUEL und BEATRICE. Die beiden könnten nicht verschiedener sein und verstehen sich deshalb auch nicht wirklich. Und dann wollen die beiden auch noch heiraten...
    Hauptfiguren:
    EMANUEL MEYER: Ein griesgrämiger Büroangestellter, der eher zu den stillen Gewässern zählt. Doch bekanntlich sind diese sehr tief; Emanuel ist sehr leicht zu reizen und verliert schneller die Beherrschung, als man gucken kann.
    BEATRICE KLEIN (später MEYER): Eine scheinbar immerzu gut gelaunte Lady, die weiß, was sie will: Emanuel. Der ist von diesem Plan eher weniger begeistert... Sie möchte gerne zur "Feinen Gesellschaft" gehören und tut alles, um das zu erreichen. Sie ist eine Zicke.
    Hintergrund: Unter anderem wird dieses Theaterstück von unserer Theatergruppe als nächstes aufgeführt. Die Rolle von EMANUEL übernehme ich. ^^ Ich muss sagen, es macht sehr viel Spaß, diesen Griesgram zu spielen. xD



    ---------------------------------------------------------------------------------------------------
    Szene 1: Warten auf den Bus

    [Bushaltestelle mit drei leeren Sitzplätzen. Eine auffällig gekleidete junge Frau setzt sich auf einen Platz und richtet ihr Make-Up.]


    BEATRICE: Immer dieser Stress am frühen Morgen.

    [Ein junger Mann, unauffällig, ruhig und in sich gekehrt setzt sich auf den zweiten Platz und liest ein Buch. BEATRICE wirft ihm einen Blick zu.]


    BEATRICE: Guten morgen. Schönes Wetter heute, nicht wahr?

    [EMANUEL nickt nur stumm und liest weiter.]


    BEATRICE: Hoffentlich bleibt das Wetter den ganzen Tag so.

    [EMANUEL reagiert nicht darauf.]


    BEATRICE: Nächste Woche soll das Wetter ja nicht mehr so schön sein.

    [EMANUEL nickt wieder.]


    BEATRICE: Dabei wollte ich nächste Woche doch baden gehen. Das werde ich wohl verschieben müssen.

    EMANUEL: Das ist ja sehr bedauerlich.

    BEATRICE: Ja, das finde ich auch. Sagen Sie, gehen Sie auch gerne baden?

    EMANUEL: Nein.

    BEATRICE: So? Was machen Sie denn sonst so?

    EMANUEL: Lesen.

    BEATRICE: Ich verstehe.

    EMANUEL: Nein, das scheinen Sie nicht. Sonst würden Sie mich nicht mit Ihrem Gerede nerven.

    BEATRICE: Ich rede eben gerne.

    EMANUEL: Und ich eben nicht.

    BEATRICE: Das ist aber schade.

    EMANUEL: Wenn Sie meinen.

    [BEIDE warten stumm auf den Bus. Sie schauen ab und zu in die Richtung, aus der er kommen soll. BEATRICE schaut auf ihre Uhr]


    BEATRICE: Er sollte eigentlich schon längst da sein.

    [EMANUEL nickt wieder.]


    BEATRICE: Es hat mir gerade noch gefehlt, dass ich zu spät komme. Meinen Bruder wird das nicht freuen. Er ist so wie Sie. Genauso ruhig und überhaupt nicht gesprächig.

    EMANUEL: Dann ist er vielleicht sehr froh, wenn Sie zu spät kommen.

    BEATRICE: Gott sei dank ist er nicht so unhöflich wie Sie.

    EMANUEL: Leider sind Sie nicht so ruhig wie er.

    BEATRICE: Haben Sie eine Frau? Wenn ja, dann können Sie ihr mein herzliches Beileid ausrichten.

    EMANUEL: Ich nehme an, Sie haben keinen Mann. Und wenn doch, dann ist er höchstwahrscheinlich taub. Anders kann man Sie wohl nicht länger als zehn Minuten aushalten.

    BEATRICE: Was habe ich Ihnen eigentlich getan?

    EMANUEL: Sie stören mich beim Lesen.

    BEATRICE: Das ist noch lange kein Grund, so unfreundlich zu sein.

    EMANUEL: Für mich schon.

    BEATRICE: Gut, dann bin ich eben ruhig.

    EMANUEL: Na endlich.

    [BEATRICE dreht sich empört von EMANUEL weg. BEATRICE sieht nach oben.]


    BEATRICE: Da kommen dunkle Wolken. Das sieht nicht gut aus. Nun, dann muss ich wenigstens nicht die Blumen im Garten gießen, wenn es regnet.
    Hoffentlich komme ich noch bei Markus an, bevor es regnet. Ich habe ja gar keinen Schirm dabei.

    [EMANUEL wirft einen genervten Blick zu BEATRICE.]


    BEATRICE: Was denn? Ich rede doch nicht mit Ihnen.

    [EMANUEL seufzt und liest weiter.]


    BEATRICE: Übrigens: Ich habe keinen Mann. Auch keinen Freund.

    EMANUEL: Na, so eine Überraschung.

    BEATRICE: Was ist mit Ihnen? Haben Sie eine Frau... oder einen Mann?

    [EMANUEL sieht BEATRICE stumm an.]


    BEATRICE: War ja nur eine Frage. Ich bin da ganz tolerant.

    EMANUEL: Ich habe weder noch.

    BEATRICE: Verstehe. Wissen Sie, eigentlich sind Sie gar nicht so übel.

    EMANUEL: Ich wünschte, ich könnte das gleiche von Ihnen sagen.

    BEATRICE: Wenn Sie mich besser kennen würden, dann wüssten Sie, dass ich gar nicht so nervig bin, wie Sie denken. Denn ich bin auch sehr hilfsbereit, optimistisch, fröhlich und-

    EMANUEL: Es reicht! Ich halt es nicht mehr aus! Würden Sie für ein paar Minuten still sein, wenn ich Sie zum Essen einlade?

    BEATRICE: Ich denke schon. Los, kommen Sie!

    [Sie geht ab. EMANUEL bleibt stehen.]


    EMANUEL: Vielleicht war das doch keine so gute Idee....

    [BEATRICE zieht EMANUEL von der Bühne. Das Geräusch eines haltenden Busses ist zu hören.]


    -------------

    Fortsetzung folgt, wenn erwünscht. =)


    Zuletzt von Artistes am So 04 Okt 2009, 20:40 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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    Re: Schwarz und Weiß [Theaterstück][Komödie]

    Beitrag von Pooly am Sa 25 Okt 2008, 18:18

    Oh, wie toll endlich mal wieder etwas von dir lesen zu können, liebe Arti!
    Deine Sachen sind so anders als das, was man hier normalerweise zu lesen bekommt.
    Und ihr führt es auf?
    Cool!
    Herzlichen Glückwunsch dazu :)
    Du wirst bestimmt mal berühmt ^^

    Mr. Green
    Also ich liebe dieses Stück jetzt schon!
    Der Wortwechsel zwischen den beiden ist klasse geworden. So erheiternd und erfrischend und wortgewandt :)
    Echt toll, gefällt mir.

    Also wenn es dir nichts ausmacht, dann würde ich gern mehr lesen :)


    Lieben Gruß
    Marie


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    Re: Schwarz und Weiß [Theaterstück][Komödie]

    Beitrag von Dawn am Mi 29 Okt 2008, 08:07

    Hey,
    schön was von dir hier zu lesen. Woher wusste ich nur, dass du ein Theaterstück oder ein Musical posten würdest? Bist wohl ganz schön vernarrt darin. Very Happy
    Aber echt klasse geschrieben. Klingt richtig Professionell und mit Drehbuchschreiben, zumindest für Filme, kenne ich mich ja selbst aus.
    Cool, dass ihr es auch aufführt. Nehmt ihr es auch auf?
    Irgendwie sind die beiden witzig aber die Frau ist ja echt mal nervig. Ich würde sehr gerne wissen, wie es weiter geht.

    Artistes schrieb:BEATRICE: Was habe ich Ihnen eigentlich getan?

    EMANUEL: Sie stören mich beim Lesen.

    [...]

    BEATRICE: Was denn? Ich rede doch nicht mit Ihnen.

    [EMANUEL seufzt und liest weiter.]
    Das könnten wirklich meine Worte sein, wenn ich am lesen bin. xD Ich HASSE es dann angesprochen zu werden und meine Tante ist genau wie diese Frau und auch mit dem "ich hab ja nicht mit dir geredet". Very Happy

    Super!

    Lg, Alex
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    Re: Schwarz und Weiß [Theaterstück][Komödie]

    Beitrag von Alania am Mi 29 Okt 2008, 15:44

    Huhuu Jenny!

    Ich kenne mich leider nicht soo mit Theaterstücken aus, deshalb werde ich es so gut kommentieren, wie es eben geht. Wink

    Also, ich finde es ist wirklich schön geschrieben.

    Locker, flockig, leicht, gefällt mir! Very Happy

    Ich mag Beatrice irgendwie... xD

    Sie hat etwas... ^^

    Ich finde es nur etwas komisch, dass Emanuel sie zum Essen einläd obwohl sie ihn doch so nervt. O.o

    Ansonsten Prima!

    LG
    Angie


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    Re: Schwarz und Weiß [Theaterstück][Komödie]

    Beitrag von Jookpub am Sa 01 Nov 2008, 15:41

    @ Marie: Ja, ich freu mich auch, dass es aufgeführt wird. Obwohl es nicht das erste Mal ist. xD Letztes Jahr wurden auch schon vier Sketche von mir aufgeführt. ^^ Die Theaterleitung ist so stolz, eine eigene Autorin zu haben. xDDDD Der lässt mich niemals mehr gehen. xDDDD
    Es freut mich, wenn dir das Stück gefällt. Jetzt gibt es auch eine Fortsetzung. ^^

    @ Alex: Ob wir es aufnehmen, weiß ich noch nicht, aber Fotos werden auf jeden Fall gemacht. ^^
    Ja, die Beatrice ist schon nervig. Und die Schauspielerin, die die Rolle spielt, passt hervorragend dazu. xDDD Sie ist meine Lieblingskollegin. Zusammen sind wir immer sehr beliebt, weil wir uns so gut ergänzen. Sie ist so eine kleine Italienerin, die ständig redet und aufgedreht ist und ich bin dagegen ein Riese und wirke erwachsen und vernünftig. ^^ Das kommt immer sehr gut an. (Es klingt arrogant, ich weiß. xDDD)

    @ Angie: Tja, es gibt die eine Gruppe, die Beatrice mag und die andere Gruppe hasst sie total. xDD Das finde ich klasse. ^^
    Warum er sie einläd, kann ich dir sagen: Er ist so unglaublich von ihr genervt und will einfach nur, dass sie still ist. In dem Moment denkt er nicht darüber nach, was er eigentlich tut, hauptsache, die Göre hält den Schnabel. xDDD Und außerdem: Irgendwie müssen die zwei ja zusammenfinden und übrigens sieht sie sehr gut aus und naja... Männer halt. xDDD

    [So, diese Szene gefällt mir zwar nicht sooooooo gut, aber sie dient als Überleitung.
    PS: Ich habe jetzt auch eine Anfrage von einer ehemaligen Lehrerin bekommen. Sie möchte, dass ich mit meiner Kollegin die ersten beiden Stücke bei einer Lesenacht aufführe. Also am 29. November gehts dann schon los. *freu*]

    Szene 2: Ja, ich will!

    [Schlafzimmer. BEATRICE steht vor ihrem Kleiderschrank und sucht nach einem passenden Kleid. EMANUEL sitzt auf einem Stuhl und ist eingeschlafen.]


    BEATRICE: (zeigt ihm zwei Kleider) Welches findest du besser?

    EMANUEL: (wacht auf) W-Was?

    BEATRICE: (ärgerlich) Ich will wissen, welches Kleid du besser findest! In dem Roten sehe ich dick aus, oder?

    EMANUEL: ... Jetzt geht das schon wieder los...

    BEATRICE: Was?

    EMANUEL: Ich habe gesagt, dass du in diesem Kleid sehr schön aussiehst. Also zieh es an, damit wir endlich fahren können!

    BEATRICE: Aber dieses Kleid betont meine Waden so sehr...

    EMANUEL: Dann zieh eben das schwarze Kleid an!

    BEATRICE: Aber für dieses Kleid habe ich nicht die passenden Schuhe!

    EMANUEL: Du hast doch gar nicht so viele Füße, um all deine Schuhe zu tragen! Da wird doch wohl ein Paar dabei sein, das dazu passt!

    BEATRICE: Warum schreist du denn jetzt so?!

    EMANUEL: Weil du mir langsam auf die Nerven gehst!

    BEATRICE: Du hast doch gesagt, dass ich mich für den heutigen Termin schön anziehen soll!

    EMANUEL: Woher sollte ich wissen, dass du dafür einen halben Tag brauchst?!

    BEATRICE: Was gut werden will, braucht eben seine Zeit!

    EMANUEL: Das kann schon möglich sein, aber in zehn Minuten haben wir den Termin und ich möchte pünktlich sein!

    BEATRICE: Das könnten wir auch, wenn du mich nicht so hetzen würdest!

    EMANUEL: Ach, jetzt bin ich Schuld, dass du nicht in der Lage bist, dich zu entscheiden?

    BEATRICE: Das hast du ganz richtig erkannt!

    EMANUEL: So, jetzt reicht es mir aber! Zieh irgendein Kleid an und suche irgendwelche Schuhe aus! Meinetwegen kannst du auch ohne Schuhe gehen! Aber lass uns bitte fahren, denn hier sieht es schon aus, wie in einer Boutique nach dem Sommerschlussverkauf!

    [Er macht sich zum Gehen bereit.]


    BEATRICE: Schon gut! Dann lasse ich eben das blaue Kleid und die Schuhe dazu an.

    EMANUEL: Ich hoffe doch mal, dass du bei unserer morgigen Hochzeit nicht so lange brauchst!

    BEATRICE: Keine Sorge. Da habe ich nur ein Kleid zur Auswahl.

    EMANUEL: Das ist auch gut so!

    BEATRICE: Ach, ich liebe dich ja so sehr!

    EMANUEL: (gereizt) Ja, ich dich auch!
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    Re: Schwarz und Weiß [Theaterstück][Komödie]

    Beitrag von Dawn am So 02 Nov 2008, 17:00

    Hey,
    schön, dass es weiter geht. Wieder eine sehr gute Umsetzung. Also typisch Frau ne. Very Happy
    Aber die beiden. Wie können die nur heiraten? Gegensätzlicher gehts ja kaum. Aber irgendwie auch sehr humorvoll. Erinnert mich so ein wenig an die Loriot Storys. xD

    Lg, Alex
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    Re: Schwarz und Weiß [Theaterstück][Komödie]

    Beitrag von Pooly am So 02 Nov 2008, 17:08

    Ich hab weitergelesen ^^
    Schön, dass du mehr eingestellt hast, danke :)

    Was, sie heiraten jetzt schon?
    Oh man, irgendwie ... sind sie ja süß, zusammen ... aber so enorm gegensätzlich.
    Aber das mit dem Kleid würde mich auch nerven.
    Meine beste Freundin ist auch immer so ... kenne ich nur zu gut Wink

    EMANUEL: (gereizt) Ja, ich dich auch!
    Mr. Green
    Hah!
    Wie cool!


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    Re: Schwarz und Weiß [Theaterstück][Komödie]

    Beitrag von Alania am Sa 08 Nov 2008, 19:19

    Huhuuu, Jenny! Very Happy

    Ich habe jetzt auch weitergelesen.

    Wieder alles sehr schön! Von der Szene her. Gut verständlich und mit einem gewissen Witz, wirklich prima.

    Nur eine Sache stört mich.

    Das kommt i-wie zu abrupt. Sie haben sich doch gerade kennengelernt und schon lieben sie sich und sind ein Paar? O.o

    Naja, ansonsten wirklich toll! Very Happy

    LG
    Angie


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    Re: Schwarz und Weiß [Theaterstück][Komödie]

    Beitrag von Jookpub am So 14 Dez 2008, 20:54

    @ Alex: Dass sie heiraten, ist ja gerade der Witz. Jeder normale Mensch würde denken, dass sie sich schon längst getrennt haben. xDD Die Szenen werden immer durch andere Sketche getrennt, sodass man dann immer wieder denkt: Gott, die schon wieder. xDD

    @ Marie:
    Oh man, irgendwie ... sind sie ja süß, zusammen ... aber so enorm gegensätzlich.
    Ja, das ist gerade das Interessante an der Sache. ^^ Sowas liebe ich. *hust* John und Raphael *hust* xDDD

    @ Angie:
    Das kommt i-wie zu abrupt. Sie haben sich doch gerade kennengelernt und schon lieben sie sich und sind ein Paar? O.o
    Niemand hat behauptet, dass sie sich lieben. Wink Das ist es ja gerade: Sie sehen einfach nicht, dass die Heirat EVENTUELL der falsche Weg für sie ist. Es soll schon Leute gegeben haben, die heiraten, obwohl sie sich nicht lieben, ne? ^^*
    Abrupt wird es bei der Aufführung wohl nicht wirken, weil zwischen den Szenen ja wie schon gesagt noch andere Sketche sind. ^^

    So, hier nun die dritte Szene.

    Szene 3: Die Rechnung, bitte!

    [Ein gefülltes Restaurant. In der Mitte der Bühne ist noch ein Tisch mit vier Plätzen frei. Ein junges Ehepaar, vornehm gekleidet, betritt das Restaurant. Ein OBER kommt ihnen entgegen.]


    OBER: Was kann ich für Sie tun?

    EMANUEL: Wir haben reserviert. Unser Name ist Meyer.

    OBER: Gut, ich führe Sie zu Ihren Plätzen.

    [BEIDE werden zum freien Tisch geführt.]


    OBER: Werden die zwei weiteren Herrschaften auch bald zu erwarten sein?

    EMANUEL: Ja, sie werden jeden Augenblick hier sein.

    [Der OBER geht ab.]


    BEATRICE: Du hast wirklich ein wundervolles Restaurant ausgesucht, Emanuel. Ich bin begeistert!

    EMANUEL: Das mag schon sein, doch mich würde wirklich interessieren, wo Anastasia und Tom sind.

    BEATRICE: Nun sei doch nicht schon wieder so ungeduldig. Sie werden bestimmt gleich kommen.

    EMANUEL: Das hoffe ich doch mal. Es ist wirklich unerhört, dass sie zu spät kommen!

    [Der OBER bringt den beiden die Speisekarte.]


    OBER: Sagen Sie Bescheid, wenn Sie bestellen möchten

    BEATRICE: Danke, aber wir warten noch auf unsere Freunde.

    OBER: Wie Sie wünschen.

    [Er geht ab.]


    EMANUEL: Das ist so peinlich! Wenn die beiden nicht bald hier auftauchen, müssen wir an einen kleineren Tisch wechseln, damit anderen Gäste Platz haben. Dieser Ober beobachtet uns die gesamte Zeit und wartet nur darauf, uns einen anderen Platz anzubieten.

    BEATRICE: Nun sei doch nicht so ein Schwarzseher. Die beiden werden gleich hier sein.

    EMANUEL: Woher willst du das wissen? Wer weiß, was die beiden wieder aufhält!

    BEATRICE: Du weißt, dass die beiden einen vollen Terminkalender haben.

    EMANUEL: Ja, ich weiß auch, dass die beiden kein gutes Benehmen an den Tag legen.

    BEATRICE: Ich glaube, mein Schatz, dass du übertreibst.

    [Der OBER tritt auf.]


    OBER: Verzeihen Sie die Störung, aber wenn Ihre Freunde nicht erscheinen, könnten Sie an einen kleineren Tisch wechseln, sobald einer frei ist.

    EMANUEL: Wissen Sie, eigentlich-

    [MARIE und ANTON betreten das Restaurant. Sie tragen typische bayrische Kleidung und reden mit dem entsprechenden Dialekt. Sie begrüßen laut die Gäste des Raumes.]


    OBER: Was kann ich für Sie tun?

    ANTON: Wir suchen noch zwei Plätze. Haben Sie welche?

    OBER: Nun, es wären momentan nur noch zwei Plätze neben diesen Herrschaften frei.

    ANTON: Kein Problem! Dann setzten wir uns doch zu den beiden, nicht wahr, Marie?

    MARIE: Ja, das hört sich gut an!

    [Die BEIDEN setzten sich. Der OBER geht ab.]


    EMANUEL: Moment! Sie können doch nicht einfach-

    BEATRICE: Und weg ist er...

    MARIE: Anton, das ist alles so aufregend!

    ANTON: Ja, wir waren ja auch noch nie in so einem schicken Restaurant.

    EMANUEL: Was Sie nicht sagen...

    [Der OBER bringt den beiden die Speisekarte.]


    EMANUEL: Verzeihung, aber es ist doch wirklich nicht in Ordnung, dass Sie unsere reservierten Plätze an die beiden vergeben.

    OBER: Tut mir sehr Leid, aber wenn Ihre Freunde nicht erscheinen, müssen wir die Plätze für andere Gäste freigeben.

    EMANUEL: Also das ist doch wirklich-

    BEATRICE: Reg dich bitte nicht auf, Schatz. Vielleicht wird es ja ganz lustig.

    EMANUEL: Ja, es wird bestimmt genauso lustig, wie ein Besuch bei deiner Mutter.

    BEATRICE: Was soll das denn heißen?!

    EMANUEL: Du weißt genau, was ich meine!

    [ANTON und MARIE sehen sich die Speisekarte an.]


    ANTON: Wow, schau dir das mal an! Hier gibt es diese Fischeier!

    MARIE: Igitt! Willst du die etwa essen?

    ANTON: Ja, ich mache eine Mutprobe daraus. Machst du mit?

    MARIE: Vergiss es! Das ist ja eklig! Wer isst denn auch sowas?!

    EMANUEL: Wenn Sie Kaviar noch nie probiert haben, sollten Sie nicht sagen, dass er nicht schmeckt.

    MARIE: Haben Sie dieses Zeug etwa schon gegessen?

    EMANUEL: Ja, das habe ich.

    ANTON: Sind Sie deshalb so launisch?


    EMANUEL: Das ist doch wirklich-

    BEATRICE: Beruhige dich, Emanuel. Das war sicher nicht böse gemeint.

    ANTON: Sagen Sie, können Sie eigentlich auch lachen oder tut Ihnen dann was weh?

    EMANUEL: Ich werde gleich dafür sorgen, dass Ihnen etwas weh tut, wenn Sie nicht gleich-

    BEATRICE: Schatz, beherrsche dich doch bitte!

    MARIE: Sie sollten an ihrer Fröhlichkeit arbeiten. Ihr grimmiges Gesicht macht mir langsam Angst.

    ANTON: Nicht nur dir!

    BEATRICE: Nun... Ich schlage vor, wir bestellen jetzt erstmal. (Vielleicht kann das diese unangenehme Situation etwas mildern...)
    Herr Ober!

    [Der OBER kommt.]


    BEATRICE: Wir würden gerne bestellen.

    OBER: Gut, was darf ich Ihnen bringen?

    BEATRICE: Nun, ich hätte gerne-

    MARIE: Ein Glas Wasser und den Salat!

    ANTON: Für mich das Gleiche!

    EMANUEL: Ich hätte da eine Frage: Wo kommen Sie her?

    ANTON: Aus München.


    EMANUEL: Gut, ich weiß nicht, wie das in München so ist, aber hier in diesem Restaurant ziemt sich Vordrängen überhaupt nicht.

    BEATRICE: Das war sicher keine Absicht.

    OBER: Und was kann ich Ihnen nun bringen?

    BEATRICE: Ich hätte gerne einen Rotwein und den Nudelauflauf, bitte.

    OBER: Sehr gerne.

    EMANUEL: Für mich bitte ebenfalls den Rotwein und den Lachs.

    OBER: Gut, ich kümmere mich gleich darum.

    [Der OBER geht ab.]


    ANTON: (laut) Ich gehe mal aufs Klo, bevor das Essen kommt.

    MARIE: Ja, ich gehe auch mal.

    [Die beiden gehen ab.]


    EMANUEL: Ich halte das nicht mehr lange aus!

    BEATRICE: Beruhige dich doch bitte, Emanuel.

    EMANUEL: Beruhigen?! Du kannst froh sein, dass ich die beiden nicht sofort erschieße!

    BEATRICE: Nicht so laut. Man beobachtet uns schon.

    [EMANUEL sieht sich um.]


    EMANUEL: Ach du meine Güte...

    BEATRICE: Was ist denn?

    EMANUEL: Da ist mein neuer Chef. Wenn er sieht, mit welchen Leuten wir hier essen, dann hält er mich doch für einen kompletten Vollidioten. Und diese Meinung soll er eigentlich nicht jetzt schon von mir haben.

    BEATRICE: Ich habe eine Idee: Wir legen das Geld für das Essen hier hin und gehen dann einfach.

    EMANUEL: Eine sehr gute Idee.

    [Beide stehen auf und legen das Geld hin. Als die beiden gehen wollen, kommen ANTON und MARIE zurück.]


    MARIE: Wo wollen Sie denn hin?

    EMANUEL: Nun, also es ist so-

    [ANASTASIA und TOM kommen in das Restaurant.]


    TOM: Emanuel, Beatrice! Da seid ihr ja. Tut uns leid, dass wir uns verspätet haben

    EMANUEL: Das sollte euch auch leid tun! Immerhin mussten wir mit DENEN DA an einem Tisch sitzen.

    ANASTASIA: Tom, da sind ja Anton und Marie! So ein Zufall aber auch!

    EMANUEL: Ihr kennt die beiden?

    TOM: Ja, sie sind gute Freunde von uns.

    EMANUEL: Ich glaube das alles nicht... Ihr seid wirklich mit diesen... Leuten befreundet?!

    BEATRICE: Achte bitte auf deine Beherrschung, mein Schatz.

    ANTON: Naja, wenn wir jetzt schon alle da sind, können wir ja alle zusammen essen.

    [EMANUEL läuft schweigend ab. BEATRICE folgt ihm.]


    TOM: Was hat er denn?

    ANTON: Vielleicht ist er böse, weil er keinen Kaviar bekommen hat.


    Zuletzt von Artistes am Sa 19 Sep 2009, 11:57 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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    Re: Schwarz und Weiß [Theaterstück][Komödie]

    Beitrag von Dawn am Mi 17 Dez 2008, 08:47

    Hey,
    wieder eine gelungene Fortsetzung. Der Humor darin gefällt mir und wenn ich es mir so auf der Theaterbühne vorstelle....sehr gut. Würde es mir wohl ansehen. Very Happy
    Freue mich schon auf mehr.

    Lg, Alex
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    Re: Schwarz und Weiß [Theaterstück][Komödie]

    Beitrag von Alania am Mi 17 Dez 2008, 15:31

    Hahahah...

    Der arme Emanuel! xD
    Ich verstehe ihn vollkommen! X)
    Der kann einem auch wirklich Leid tun!

    Eine wirklich witzige Fortsetzung! Hat mir gut gefallen!

    Besonders:

    ANTON: Sagen Sie, können Sie eigentlich auch lachen oder tut Ihnen dann was weh?

    EMANUEL: Ich werde gleich dafür sorgen, dass Ihnen etwas weh tut, wenn Sie nicht gleich-

    Mr. Green

    So toll gemacht! xD

    Bravo, Jenny! ^^

    LG
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    Re: Schwarz und Weiß [Theaterstück][Komödie]

    Beitrag von Jookpub am Sa 14 Feb 2009, 13:14

    Schön, wenn euch die dritte Szene auch gefallen hat. ^^ Die mag ich auch am liebsten. xD

    So, hier kommt die vierte und auch letzte Szene. ^^ Die wird beim nächsten Theaterabend aber aus Zeitgründen leider nicht aufgeführt... -.-

    Szene 4: Umtausch ausgeschlossen!

    [Arbeitszimmer. EMANUEL sitzt an seinem Schreibtisch und arbeitet. BEATRICE kommt herein und umarmt ihn.]


    BEATRICE: Schatz, ich liebe dich ja so sehr.

    EMANUEL: Hast du etwas angestellt oder willst du meine Kreditkarte?

    BEATRICE: Nun ja...

    EMANUEL: Schon gut. Ich suche schnell die Karte. Wo habe ich die denn hingelegt...?

    BEATRICE: Hier ist sie.

    EMANUEL: Wann habe ich dir meine Kreditkarte gegeben?

    BEATRICE: Eigentlich hast du sie mir gar nicht gegeben...

    EMANUEL: Du hast mir also meine Kreditkarte gestohlen?

    BEATRICE: „Gestohlen“ ist der falsche Ausdruck. Ich habe sie mir ausgeliehen und nun gebe ich sie dir zurück.

    EMANUEL: ...Aha... Und was hast du dir gekauft?

    BEATRICE: Rate mal. Ich gebe dir sogar einen Tipp: Ich habe es gerade an. Es wird dir bestimmt gleich ins Auge stechen.

    EMANUEL: Der Hut?

    BEATRICE: Nein.

    EMANUEL: Die Kette?

    BEATRICE: Nein.

    EMANUEL: Die Bluse?

    BEATRICE: Nein.

    EMANUEL: Die Hose?

    BEATRICE: Nein.

    EMANUEL: Die Schuhe?

    BEATRICE: Richtig!

    EMANUEL: Na gut. Dann gib mir die Rechnung, damit ich das in unser Haushaltsbuch schreiben kann.

    BEATRICE: Nun ja... Ich muss dir wohl etwas sagen... Die Schuhe waren diesmal ein wenig teurer...

    EMANUEL: Ach, so teuer können die doch nicht gewesen sein. Das sind ja schließlich nur Schuhe.

    [Sie gibt ihm die Rechnung.]


    EMANUEL: Oh... Sag mal, Liebling. Hast du dir nur das Paar Schuhe oder den ganzen Laden gekauft?

    BEATRICE: Ich weiß, dass sie sehr teuer waren, aber sie sind so wunderschön!

    EMANUEL: Na gut. Dann hoffe ich aber, dass du dich schnell daran gewöhnen wirst, dich nur noch von Wasser und Brot zu ernähren, denn etwas anderes werden wir uns wohl nicht mehr leisten können.

    BEATRICE: Nun übertreibe doch nicht so sehr. So teuer waren sie nun auch wieder nicht.

    EMANUEL: Das ist ja egal, weil du sie wieder zurückbringen wirst.

    BEATRICE: Ich will sie aber behalten!

    EMANUEL: Ich habe gesagt, dass du sie wieder umtauschst! Das ist mein letztes Wort!

    BEATRICE: Tut mir leid, aber ich kann sie gar nicht mehr umtauschen.

    EMANUEL: Warum nicht?

    BEATRICE: Schau auf die Rückseite der Rechnung.

    EMANUEL: (liest vor) „Diese Ware ist vom Umtausch ausgeschlossen.“
    Na ganz toll! Das hast du wirklich super hinbekommen!

    BEATRICE: Dann kann ich die Schuhe doch behalten, oder?

    EMANUEL: Von wegen! So einfach gebe ich mich nicht geschlagen!

    BEATRICE: Was hast du denn vor?

    EMANUEL: Ich werde dort mal anrufen und das klären.

    BEATRICE: Halt, warte!

    EMANUEL: Was denn?

    BEATRICE: Wenn du die Schuhe wirklich umtauschen lässt, rede ich kein Wort mehr mit dir!

    EMANUEL: Noch ein Grund, dort anzurufen.

    [wählt die Nummer.]


    Guten Tag. Mein Name ist Meyer. Ja, genau. Meine Frau hat heute bei Ihnen eingekauft. Ich wollte die Schuhe wieder umtauschen und - ... Ja, ich habe das gelesen, aber Sie müssen wissen, dass meine Frau meine Kreditkarte gestohlen hat und - ... Warum lachen Sie denn jetzt?! Nein, ich lasse mir nicht alles von meiner Frau gefallen! Deswegen rufe ich ja auch hier an und - ... Wie reden Sie eigentlich mit ihrer Kundschaft?! ... Ach ja?! Na, das werden wir ja sehen!

    [Er legt auf.]


    BEATRICE: Das war wohl nichts, oder? Gebe dich doch einfach geschlagen.

    EMANUEL: Auf keinen Fall! Ich werde diesem Geschäft jetzt mal einen Besuch abstatten! Wenn die glauben, dass ich mir das gefallen lasse, dann haben die sich aber getäuscht!

    BEATRICE: Na gut. Ich komme mit.

    EMANUEL: Willst du mir etwa helfen?

    BEATRICE: Natürlich nicht. Ich will nur sehen, wie du dich zum kompletten Vollidioten machst.

    EMANUEL: Wenn mich die Leute fragen, warum ich dich geheiratet habe, was soll ich denen antworten?

    BEATRICE: Du sagst ihnen einfach, dass ich die liebenswürdigste Person bin, die du je gesehen hast.

    EMANUEL: Ich lüge aber nicht gerne.

    [Er geht ab.]


    BEATRICE: Tse!

    [Sie geht ab.]

    -Szenenwechsel -

    [Ein Schuhgeschäft mit Tresen.]


    EMANUEL: Keiner da? Wahrscheinlich hatte die Verkäuferin Angst, weil sie wusste, dass ich hierher komme.

    BEATRICE: (lacht) Ja, ganz bestimmt hat sie Angst vor dir, dem großen starken Helden!

    EMANUEL: Auf deinen Spott kann ich wirklich verzichten.

    BEATRICE: Gut, dann schaue ich mich eben ein wenig um.

    EMANUEL: Mach doch, was du willst...

    [Die VERKÄUFERIN kommt an den Tresen.]


    VERKÄUFERIN: Guten Tag. Was kann ich für Sie tun?

    EMANUEL: Ich habe bei Ihnen angerufen, weil ich ein Paar Schuhe umtauschen wollte, aber -

    VERKÄUFERIN: Tut mir leid, aber unsere Ware ist vom Umtausch ausgeschlossen.

    EMANUEL: Das habe ich mittlerweile auch begriffen, aber ich muss Ihnen sagen, dass mir das vollkommen egal ist.

    VERKÄUFERIN: Es tut mir wirklich leid, aber ich kann Ihnen da leider nicht helfen.

    EMANUEL: Nun hören Sie mal! Ich werde doch nicht -

    BEATRICE: Schatz?

    EMANUEL: Ja?

    BEATRICE: Sind die Schuhe hier nicht schön?

    EMANUEL: Ja, ganz toll, mein Liebling.
    (wieder an die VERKÄUFERIN gewandt)
    Und Sie hören mir jetzt mal zu! Ich werde mich hier nicht von der Stelle bewegen, bis Sie endlich -

    BEATRICE: Schatz?

    EMANUEL: Ja?

    BEATRICE: Sind diese Stiefel nicht absolut klasse?!

    EMANUEL: Ja, natürlich, Liebling...
    (wieder an die VERKÄUFERIN gewandt)
    Und Sie werden mir jetzt sofort mein Geld zurückgeben, denn sonst muss ich wohl mit Ihrem Vorgesetzten sprechen und -

    BEATRICE: Schatz?

    EMANUEL: Ja?

    [BEATRICE steht mit zwei Schuhkartons am Tresen.]


    BEATRICE: Können wir die zwei Paar Schuhe noch mitnehmen? Die sind auch nicht so teuer.

    EMANUEL: (an die VERKÄUFERIN gewandt)
    Ich hätte da eine Frage: Ist meine Frau ebenfalls vom Umtausch ausgeschlossen?

    .::ENDE::.
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    Re: Schwarz und Weiß [Theaterstück][Komödie]

    Beitrag von Dawn am Di 17 Feb 2009, 07:23

    Hey,

    *auf Boden kringel*
    Oh man ist das geil. Schade das der Teil nicht aufgeführt wird. Ich würde das nur zu gerne sehen. xD

    Artistes schrieb:BEATRICE: Wenn du die Schuhe wirklich umtauschen lässt, rede ich kein Wort mehr mit dir!

    EMANUEL: Noch ein Grund, dort anzurufen.
    Das ist mit meine Lieblingsstelle. Einfach so cool. xD

    Du bist echt gut darin. Mach bloß weiter mit solchen Sachen. Wink

    Lg, Alex
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    Re: Schwarz und Weiß [Theaterstück][Komödie]

    Beitrag von Jookpub am Sa 19 Sep 2009, 12:17

    Hey, Ho! ^^
    EIGENTLICH sollten es nur vier Szenen sein, doch nun sind drei weitere Teile von Emanuel und Beatrice dazugekommen... ^^"
    Diese werden beim nächsten Theaterabend unserer Theatergruppe aufgeführt. =)

    ------

    Szene 5: Eine gute Übung

    Beatrice ist über ein Kinderbett gebeugt. Emanuel kommt in die Wohnung.

    BEATRICE: Hallo, Schatz! Sieh dir mal das süße Baby hier an.

    EMANUEL: Wieso ist ein Baby in unserer Wohnung? Wo kommt das her?

    BEATRICE: Das hat uns natürlich der liebe Storch gebracht.

    EMANUEL: Natürlich. Und letzte Woche war ich mit dem Osterhasen und dem Weihnachtsmann einen Kaffee trinken.
    ... Also wo kommt das Kind her? Wem gehört es überhaupt?

    BEATRICE: Das ist unser Kind. Du bist jetzt Vater.

    EMANUEL: Was?! Aber... wie soll das denn... Und du warst doch gar nicht...! Und überhaupt...! WAS?!

    BEATRICE: Das sollte nur ein Scherz sein. Ich konnte ja nicht ahnen, dass du mich auch mal ernst nimmst.

    EMANUEL: Vielen Dank. Jetzt weiß ich endlich, wie sich ein Herzinfarkt anfühlt. Verzeih, wenn ich mich wiederhole, aber wo kommt das Baby her?

    BEATRICE: Das ist das Kind von Tom und Anastasia. Du erinnerst dich bestimmt noch an die beiden.

    EMANUEL: Ach ja... Das sind doch die, die ich nicht leiden kann.
    Was tut das Kind von Tom und Anastasia hier? Wir sind schließlich nicht Tom und Anastasia!

    BEATRICE: Das hast du wirklich sehr schnell erkannt, mein Schatz. Ich bin sehr stolz auf dich.

    EMANUEL: Was macht das Kind hier?!

    BEATRICE: Tom und Anastasia haben angerufen und gefragt, ob wir auf das Kind aufpassen könnten. Und ich habe gesagt, dass wir das sehr gerne machen würden.

    EMANUEL: Mit „Wir“ bin auch ich gemeint, oder?

    BEATRICE: Der Scharfsinn, den du heute an den Tag legst, ist ja wirklich unglaublich, Emanuel.

    EMANUEL: Das Kind wird nicht hier bleiben!

    BEATRICE: Aber das ist doch eine gute Übung für uns.

    EMANUEL: Eine gute Übung für was?

    BEATRICE: Na, so wissen wir schon einmal, wie man mit einem Kind umgehen muss.

    EMANUEL: Und warum sollten wir so was üben müssen?

    BEATRICE: Damit wir vorbereitet sind, wenn wir unser eigenes Kind haben.

    EMANUEL: Ich weiß nicht, ob man es überhaupt verantworten kann, ein Kind zur Welt zu bringen, dass deinen Charakter erben könnte.

    BEATRICE: Viel schlimmer wäre es, wenn das Kind deine Nase erben würde.

    EMANUEL: Kannst du nicht einmal meine Nase aus dem Spiel lassen?!

    BEATRICE: Nein, das kann ich nicht und zu deiner Information: Das Kind bleibt heute hier!

    EMANUEL: Ach ja?! Dann werde ich aber gehen! Du musst dich wohl entscheiden. Entweder das Kind oder ich verschwinde!

    BEATRICE: Hm... Lass mich mal überlegen, mein Nasenbärchen. Die Entscheidung fällt mir nicht leicht, aber ich denke, ich entscheide mich für das Kind.

    EMANUEL: Glaub jetzt bloß nicht, dass ich-

    Das Kind fängt an zu schreien.

    BEATRICE: Ach du meine Güte!

    EMANUEL: Was ist denn jetzt los?!

    BEATRICE: Ich weiß nicht. Los, hol schnell die Flasche!

    EMANUEL: Okay.

    Er läuft in die Küche und kommt mit einer Weinflasche wieder.

    BEATRICE: Was soll das denn?!

    EMANUEL: Du hast gesagt, ich soll eine Flasche holen!

    BEATRICE: Doch nicht so eine Flasche! Ich brauche die Trinkflasche von dem Kind!

    EMANUEL: Schon gut! Nur keine Panik!

    Er läuft wieder in die Küche und holt die Trinkflasche. Beatrice nimmt das Kind aus dem Kinderbett und gibt ihm die Flasche.

    BEATRICE: Sie ist wirklich süß, wenn sie nicht gerade schreit.

    EMANUEL: Woran siehst du denn, dass es ein Mädchen sein soll?

    BEATRICE: An den Augen.

    EMANUEL: Wirklich?

    BEATRICE: Nein, hätten mir Tom und Anastasia nicht gesagt, dass es ein Mädchen ist, hätte ich es auch nicht erkannt.

    EMANUEL: Hm... Weißt du, vielleicht ist ein Kind doch keine ganz so schlechte Idee...

    BEATRICE: Findest du?

    EMANUEL: Ja. Nur eines macht mir ein bisschen Sorgen...

    BEATRICE: Was denn?

    EMANUEL: Dass das Kind wirklich meine Nase erben könnte.


    Zuletzt von Artistes am Fr 25 Sep 2009, 10:32 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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    Re: Schwarz und Weiß [Theaterstück][Komödie]

    Beitrag von Dawn am Sa 19 Sep 2009, 17:52

    Hey,

    oh wie toll. Das ist mal wieder ein so witziger Teil. xDD
    Die beiden und ein Baby. Na was das wohl für einen Charakter hätte. xDD
    Aber ich lach mich weg. Very Happy
    Das mit der Weinflasche meinte er doch nicht ernst, oder? xDD

    Lg, Alex
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    Re: Schwarz und Weiß [Theaterstück][Komödie]

    Beitrag von Jookpub am So 20 Sep 2009, 15:20

    Hallo Alex. ^^

    Die beiden und ein Baby. Na was das wohl für einen Charakter hätte. xDD
    Das Kind würde mir auf jeden Fall leid tun. xD

    Das mit der Weinflasche meinte er doch nicht ernst, oder? xDD
    Wieso nicht? xD Mit einer Weinflasche hätte man das Kind auch ruhig stellen können. xD
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    Re: Schwarz und Weiß [Theaterstück][Komödie]

    Beitrag von Lea am So 04 Okt 2009, 15:17

    Ich hab jetzt alle Szenen gelesen und ich muss sagen, ich bin begeistert! Very Happy

    Einfach toll, diese humorvolle Darstellung! Die ganzen Sprüche und alles.. xDD

    Wow, einfach klasse! Very Happy
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    Re: Schwarz und Weiß [Theaterstück][Komödie]

    Beitrag von Alania am Mo 05 Okt 2009, 23:19

    Hallo, Jenny!

    So, jetzt bin ich auch dazu gekommen weiterzulesen.

    Szene 4 ist ja geil! XD
    Besonders das Ende! Einfach herrlich!

    +Szene 5 gelesen hat+

    Und wieder mal sehr gelungen!
    Kommt der da mit der Weinflasche an! xD

    Toll!

    Die Szenen haben mir gut gefallen!

    LG
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    Re: Schwarz und Weiß [Theaterstück][Komödie]

    Beitrag von Jookpub am Di 06 Okt 2009, 10:16

    @ Lea: Freut mich, wenn es dir gefällt. =) Dankeschön.

    @ Angie: Dankeschön. :3 Ich mag Szene 4 auch, aber die wurde leider bisher nicht gespielt. ._. *spielen will*
    Szene 6 kommt dann auch irgendwann mal, wenn ich es nicht vergesse... ^^"

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    Re: Schwarz und Weiß [Theaterstück][Komödie]

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