Pooly's Kunst und Schreibforum

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    Die E-Book-Revolution: Eine Zukunft ohne Papier?!

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    moriazwo
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    Re: Die E-Book-Revolution: Eine Zukunft ohne Papier?!

    Beitrag von moriazwo am Mo 20 Apr 2009, 15:44

    Ich glaube, dass wir - alle wie wir hier sind - eine ganz besondere "Sorte Mäuse" sind. Wir lesen gern, wir schreiben gern und wir halten auch gern ein Buch in den Händen. Es ist einfach ein gutes Gefühl, die Seiten manuell umzublättern, ein Lesezeichen hineinzustecken und darin zu versinken. Es ist ein Stück liebgewordener Romantik, die wir nicht missen wollen und an die wir uns sicher klammern, so lange es geht.
    Doch wohin geht die Entwicklung? Bücher kosten in der Produktion Geld. Lektorat, Satz, Druck und Bindung - nicht zu vergessen die gesamte Kette des Marketings und Vertriebs, bis man das einzelne Exemplar schließlich im Laden findet und dort kaufen kann. In unserem Zeitalter ist man stets bemüht, Möglichkeiten zu finden, Geld und Kosten einzusparen. Wer dort nicht mitzieht, kommt sehr schnell unter die Räder. Allein die Form des Vertriebes hat bereits eine entscheidende Veränderung erfahren, wenn ich mir die große Zahl der Online-Buchhändler ansehe. Wo ich bei mir zu Hause im Buchhandel noch herumstöbern muss, Zeit investieren, ggf. das Objekt der Begierde sogar erst bestellen muss, ist es oft im Internet bereits verfügbar und wird mir innerhalb von 24-48 Stunden versandkostenfrei ins Haus geschickt. Ich bin fast sicher, dass es dem Buch in absehbarer Zeit genauso ergehen wird, wie zu Beginn der 80er Jahre der Schallplatte. Damals erschien der erste CD-Player von Philips, dessen Prototyp ich mir damals auf der IFA in Berlin angeschaut hatte. Das Gerät war unhandlich groß, schweineteuer (2000 DM), aber durchaus ein Klangwunder. Es gab damals natürlich fast keine CDs, so dass jeder sagte, es wäre eine interessante Spielerei. Ich beschloss, bei meinen LPs zu bleiben, denn ich besaß ja einen sehr guten Plattenspieler. Wozu brauchte ich CDs? Doch dann geriet der Markt in Bewegung, als die Geräte in die Massenproduktion gingen und für Jeden erschwinglich wurden. Das Musikangebot wurde breiter und im selben Maße wurde das Angebot an analogen Schallplatten dünner. In nur wenigen Jahren verlor die Schallplatte fast vollständig an Bedeutung und fristet seit dem ein Nischendasein. Solange es einige "Freaks" gibt, die auf analoge Musik schwören, werden sie sicher nicht vollständig verschwinden.
    Heute sind wir schon wieder einen Schritt weiter: Wozu überhaupt CDs? Die Entwicklung von Komprimiercodecs wie MP3, Ogg, wmv oder Flac und gleichzeitige Verfügbarkeit entsprechender Abspieler macht Musik über das Internet quasi frei verfügbar - von urheberrechtlichen Problemen einmal abgesehen. Tausende von Titeln werden einfach auf eine Festplatte gespeichert und sind damit transportabel.
    Warum sollte es dem Buch also anders ergehen? Bisher hatte das Buch noch eine gewisse Gnadenfrist, weil die Entwicklung ergonomischer Lesegeräte nicht konsequent vorangetrieben wurde. Diese Lücke schließt sich jedoch allmählich. Sobald man sich nicht mehr darüber beschweren kann, dass die Bildschirme flimmern, die Geräte unhandlich oder zu groß sind oder die Akkulaufzeiten zu gering sind, wird der Umbruch kommen. Verlage könnten sich die Produktion des Buches einsparen und sich um neue Formen des Vertiebes kümmern. Jedes Buch wäre sofort verfügbar. Lagerkosten entfallen. Eine kleine Datei aus dem Internet geladen - fertig.
    Die Frage wird nicht sein, was wir bevorzugen - die Frage wird lauten: Haben wir überhaupt eine Wahl? Ich will damit nicht sagen, dass ich diese Entwicklung begrüßen würde - ganz im Gegenteil: Es erscheint mir eher als eine Facette aus dem Buch "Brave new World" von Aldous Huxley.

    Gruß
    Michael
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    Re: Die E-Book-Revolution: Eine Zukunft ohne Papier?!

    Beitrag von Tin am Mo 20 Apr 2009, 17:30

    Hmmm...ich denke, dass du leider recht hast Sad

    Die Frage wird nicht sein, was wir bevorzugen - die Frage wird lauten: Haben wir überhaupt eine Wahl? Ich will damit nicht sagen, dass ich diese Entwicklung begrüßen würde - ganz im Gegenteil: Es erscheint mir eher als eine Facette aus dem Buch "Brave new World" von Aldous Huxley.
    Das Buch muss ich jetzt für Englisch lesen...und dass du es mit dem "Verlust" des wirklichen Buches in Verbindung setzt, macht es noch unsympathischer Razz
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    Re: Die E-Book-Revolution: Eine Zukunft ohne Papier?!

    Beitrag von Pooly am Mi 18 Nov 2009, 00:52

    Hey ihr Lieben =)

    Also ich sehe doch noch Hoffnung!
    Ich studiere ja Buchwissenschaften und in einer unserer Vorlesungen haben wir halt auch viel über E-Books gehört. Unser Dozent war zwar echt begeistert, aber als ich dann aus dem Saal kam, hab ich überall nur Leute aus meinem Kurs stehen sehen, die meinten "Wer Bücher liebt, wird sie nie so etwas kaufen" und "Bücher sind viel besser" und so etwas.
    Also es waren echt alle der Meinung.

    Das hat mir viel Hoffnung gegeben Mr. Green

    Außerdem haben wir - was ja jetzt auch ganz logisch klingt - gehört, dass es halt schon oft solche Panikwellen gab, bei denen die Menschen dachten, Bücher würden aussterben. Beispielsweise als das Radio oder das Fernsehen erfunden wurde. Und es gibt sie trotzdem immer noch =)
    Also ich hab noch Hoffnung ^.^


    Lieben Gruß
    Marie


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    Re: Die E-Book-Revolution: Eine Zukunft ohne Papier?!

    Beitrag von Tin am Mi 18 Nov 2009, 14:34

    Das Thema hatte ich schon wieder total vergessen ^^

    Ja, mittlerweile sehe ich das genauso wie du, Marie :)
    Solange es auch nur einen einzigen gibt, der an unseren Büchern hängt, wird dieser dafür kämpfen können, dass sie niemals aussterben. Wink

    Letztens kam da auch aktuell im Radio was zu... Die haben eine Umfrage gemacht, bei der herauskam, dass 90% das Buch bevorzugen - auch wenn sie den Fortschritt im eBook sehen. =)
    Und so ziemlich jeder, der da angerufen hat, meinte: Ich würde mir vielleicht eins anschaffen... aber das echte Buch werden sie niemals ersetzen können...

    Wink
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    Re: Die E-Book-Revolution: Eine Zukunft ohne Papier?!

    Beitrag von Miyann am So 22 Nov 2009, 09:24

    Das Buch an sich wird nicht aussterben. das ganze Leseverhalten wird sich aber verändern, es verändert sich ja jetzt schon. Wir leben in einem digitalen Zeitalter. Oder wo lesen wir hier gerade? Im Netz!
    Das ist doch DIE Form des digitalen Lesens. E-Book hin oder her...

    Gehen wir doch einmal zu einem anderen Bereich... Zum Beispiel zur Fotographie: Wie viele Bilder besitzen wir nur noch in digitaler Form? Viele, es ist ja auch einfach praktischer. Wer druckt sich seine Bilder noch aus und zeigt sie auf Papier herum? Bilder guckt man sich doch mittlerweile hauptsächlich digital an.
    Trotzdem sind Papierfotos noch nicht ausgestorben. Weil es nochmal etwas anderes ist, das Bild in der Hand zu halten.

    Dem Buch wird es genauso ergehen. Und da kann man noch so sehr die Augen vor verschließen und sich an das alte Buch klammern... Es wird eine Verschiebung in den digitalen Bereich geben - und die Branche muss sich jetzt damit beschäftigen, bevor es zu spät ist und alles aus dem Ruder läuft.
    Und wie gesagt, es läuft doch schon dahin. Mittlerweile geht man nicht mehr in die Bibliothek um sich über ein Thema zu informieren, sondern wirft google an. Man geht nicht in die Buchhandlung und sagt, man möchte etwas zu dem Thema, sondern man ergoogelt es sich selber und bestellt es online. Man schreib keine Briefe mehr sondern man kommuniziert über das Internet.

    Aber diese Entwicklung ist ganz normal und man kann sie nicht verteufeln. Ich persönlich mag auch das klassische Buch lieber, aber man muss auch die Möglichkeiten sehen, die das digitale Buch mit sich bringt. Und das Buch an sich wird nicht aussterben. Es wird nur parallel auch andere Möglichkeiten geben, ein Buch zu lesen. Da sehe ich nichts Verwerfliches dran.

    Vor einem Jahr habe ich auch noch zu den erbitterten E-Book Gegendikustierenden gehört, aber irgendwie hat sich meine Meinung dazu mittlerweile etwas verschoben...
    Und was Michael noch angesprochen hat, ist ein ganz wichtiger Punkt, nämlich die Kosten für die Verlage. Man kann Bücher ohne große anfallende Kosten 24h Stunden lieferbar halten - das ist Wahnsinn. Und es ist auch ein ganz interessanter Punkt im Hinblick auf Rechteverfall.

    Ich merke gerade, dass ich eigentlich nur das bestätige, was Michael geschrieben hat... Naja, egal, dafür hab ich Fotos als Beispiel verwendet und nicht die Musik. Haha! Razz
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    Re: Die E-Book-Revolution: Eine Zukunft ohne Papier?!

    Beitrag von Rock am So 22 Nov 2009, 13:04

    Also ich persönlich denke uns wird mit der Zeit nicht viel anderes übrig bleiben. Entscheidend für den Markt ist weniger was wir wollen, als das was billiger in Produktion, Lager, Versand usw ist. Ich denke nicht, dass das Buch aussterben wird. Die CDs sind ja ein gutes Beispiel. Ich habe Freunde die zeigen mir nur den Vogel, weil ich Musik kaufe und sie nicht downloade. Andere verstehen mich voll und ganz. Trotzdem habe ich auf meiner Festplatte über 20 GB Musik und CDs habe ich "nur" so zwischen 20 und 40. Ich denke beim Buch wird das wahrscheinlich ähnlich ablaufen. Es wird immer Enthusiasten geben, die sich Bücher kaufen (da schließe ich mich nicht aus Wink) und weniger aufs E-Book zugreifen oder ein Buch als Datei haben, es aber trotzdem nochmal kaufen und das ist auch gut so. Trotzdem denke ich werden auch diese Personen in Zukunft wohl wesentlich mehr Bücher digital besitzen und nicht ananlog. Das hat auch etwas mit dem Preis zu tun. Man kann sich nicht einfach so Buch um Buch kaufen das geht ganzschön ins Geld aber so eine kleine Datei ist schnell mal heruntergeladen.
    Ich persönlich finde echte Bücher auch viel besser, es ist einfach viel angenehmer zu lesen und es ist doch ein völlig anderes Gefühl, wenn man sich in seinem Zimmer verkriecht und in seinem Lieblingsbuch versinkt, als wenn man die ganze Zeit in einen Bildschirm glotzt. Oder?
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    Re: Die E-Book-Revolution: Eine Zukunft ohne Papier?!

    Beitrag von Vampirmaedchen am Mi 14 Apr 2010, 10:47

    Bei mir würde nie so ein E-Book ins haus kommen :O
    Bücher sind viel schöner >.< !!
    Die riechen soo gut wenn die noch neu sind x3 und ich les noch nicht mal gerne PDF-Bücher !
    Also ich finde so ein E-Book wird überbewertet.

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    Re: Die E-Book-Revolution: Eine Zukunft ohne Papier?!

    Beitrag von Drachenauge am Mi 14 Apr 2010, 10:55

    Hi zusammen,
    na ja, ich finde das ein E-Book schon etwas gutes hat. Ich bin mir sogar am überlegen, irgendwann so ein Teil anzuschaffen.
    Aber auch ich, habe normale Bücher natürlich lieber. Ich muss aber gestehen, dass mir irgendwann der Platz für neue Bücher fehlt, und welche davon weggeben, verkaufen oder so, will ich auch nicht. So wäre das E-Book dann schon was tolles. Platzsparend. Nur aus diesen Gründen würde ich es mir kaufen, sonst auch nicht.
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    Re: Die E-Book-Revolution: Eine Zukunft ohne Papier?!

    Beitrag von ExituS am Sa 17 Apr 2010, 13:54

    Also ich find E-Books absoluten Müll, 'tschuldigung Wink
    weil für mich gehört zu 'nem Buch einfach... das Buch. Den Einband anschaun, über die Seiten streichen, den Tintengeruch riechen- anders kann bei mir gar kein Buch positiv anfangen.
    Sicher sind E-Books platzsparend & wahrscheinlich geht es auch schneller, das Buch da drauf zu bringen als in den Laden zu rennen und es sich zu kaufen, aber trotzdem kann ich mich mit den DIngern einfach nicht anfreunden Wink
    (Außerdem tur mir nach 'ner Weile der Kopf weh wenn ich zu lang auf solche Displays schau xD)

    @ Rock
    Ich habe Freunde die zeigen mir nur den Vogel, weil ich Musik kaufe und sie nicht downloade.
    Da sind wir ja schon zwei Laughing, ich hab mich auch nie wirklich damit angefreundet, meine Musik down zu loaden. Wenn mir nur ein SOng von der Band gefällt, sicher, aber ich würde niemals aufhören, mir meine Alben zu kaufen Wink

    LG
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    Re: Die E-Book-Revolution: Eine Zukunft ohne Papier?!

    Beitrag von Pooly am Fr 22 Apr 2011, 20:37

    Hallo zusammen :)

    Ich studiere ja inzwischen Buchwissenschaft und habe inzwischen eine etwas fundiertere Meinung zu diesem Thema. Ich bin zu dem Schluss gekommen: Warum sollten die beiden Medien Buch und e-book einander ausschließen?

    Sehen wir es mal so, das Buch ist im Grunde als ein mediales Endprodukt zu betrachten, es existiert seit hunderten von Jahren, auch wenn sich Druck und Gestaltung sehr fortentwickelt haben: Das Buch ist ein Medium mit Geschichte. Das E-Book hingegen ist eine Erfindung der modernen Zeit, des modernen Menschen, der alles besser und kompakter haben will. Trotzdem - und das ist in diesem Zusammenhang sehr wichtig - gibt es ja viele Menschen, die Bücher nicht nur wegen des Inhalts lieben, sondern wegen ihrem Aussehen, wegen ihrer Gestaltung und dem Fakt, dass man sie so wunderbar im Regal unterbringen kann. Vielen Menschen geht es bei Büchern einfach um die Haptik und längst nicht nur um die enthaltenen Geschichten. Und viel mehr als das können E-Books einfach noch nicht wirklich bieten.

    Ich sehe die Chance der E-Books im Bereich der Fachbücher. Wenn wir uns überlegen, dass besonders spezifische Literatur zu bestimmten Quellen - die man gerade als Student meist unerlässlich braucht - meist unheimlich teuer ist, könnten in diesem Bereich E-Books als wunderbare und nutzvolle Variante dienen. Man könnte sich eventuell mit zukünftigen Modellen immer die neusten "Auflagen" runterladen, vielleicht gibt es später auch Funktionen zum Einfügen von Notizen und besonderen Lesezeichen, was das Suchen und das Wiederfinden auf jeden Fall um einiges verbessern sollte.

    Für mich selbst würden E-Books als Ersatz für Romane nie in Frage kommen, dafür liebe ich es zu sehr, Bücher mit mir herumzuschleppen und in mein Regal zu stellen. Als Ergänzung oder Ersatz zum Fachbuch wäre es andererseits ideal.


    Liebe Grüße
    Marie


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    Re: Die E-Book-Revolution: Eine Zukunft ohne Papier?!

    Beitrag von theo am Fr 22 Apr 2011, 21:50

    @Marie schrieb:Warum sollten die beiden Medien Buch und e-book einander ausschließen?
    Zumindest jetzt noch nicht.
    Was letztlich entscheidet ist der Markt. Da hat moriazwo schon ganz recht.
    Wieviel zahlst du für ein Manga? 6-10 €? was, wenn du das gleich für 3 kriegst? Kannst gleichzeitig das neueste Buch kriegen für das gleiche?
    Kannst nebenbei noch Zeitung lesen?
    Oder, wie bei der Musik, einfach schwarz runterladen?

    Sicher wird es Nischen geben für das Buch. Aber, wirst du dir ein Buch noch kaufen, wenn das erst mal 40, 50 oder mehr Euro kostet weil es nicht mehr in Masse und billig produziert wird?
    Das muss dann schon was ganz besonderes sein.

    Auch der Staat hat gewisses Interesse dran, dass sich diese Form des Lesens durchsetzt. Schließlich kann man mit diesen Kisten jederzeit Werke vom Vertreiber runterlöschen lassen. (Bei Amazon schon passiert!) Grade Staaten wie China haben so was doch gerne, die pushen das Ding deswegen schon.

    Einzig einen Strich durch diese Rechnung machen könnte lediglich eine globale Energiekrise. Die wird es aber so schnell und in dieser Form nicht geben.

    Vielleicht setzen wir derweil auf diese neue Erfindung:
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    Re: Die E-Book-Revolution: Eine Zukunft ohne Papier?!

    Beitrag von Jojo am Mo 22 Aug 2011, 22:09

    Hey ihr Lieben,

    Ich wollte mal fragen, ob hier der ein oder andere bereits einen E-book-Reader wie zum Beispiel den "Kindle" von Amazon hat und wie er damit zufrieden ist.
    Ich liebäugle ein wenig mit ihm, bin am überlegen, ob ich ihn mir zum Geburtstag vielleicht wünsche, aber das ist auch noch etwas hin. Nun ja, ich wollte einfach mal sehen, ob's Erfahrungsbericht gibt.

    Liebe Grüße
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    Re: Die E-Book-Revolution: Eine Zukunft ohne Papier?!

    Beitrag von Gast am Di 23 Aug 2011, 20:50

    E-Books sind sicherlich eine tolle Erfindung. Es braucht auch viel weniger Platz im Koffer wenn man mal in die Ferien geht und dabei einige Bücher dabei haben möchte...
    Andererseits sind richtige, gedruckte Bücher immer noch etwas ganz besonderes. Das Rascheln wenn man eine Seite umblättert, der spezielle Büchergeruch...all das kann mir das E-Book nicht geben.
    Von da her hoffe ich, dass das herkömmliche Buch noch lange bestehen bleibt.
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    Re: Die E-Book-Revolution: Eine Zukunft ohne Papier?!

    Beitrag von Maralein am Do 05 Apr 2012, 17:31

    E-Books .... etwas das ich mir niemals anschaffen würde ._. Meiner Meinung nach ist ein Buch etwas mit Seiten und schönem Umschlag und nicht eine digitale Anzeige ... Und wie ihr schon sagtet sind Bücher einfach ... schöner :) auf mallorca hab ich mal ein Buch am Strand gelesen und wenn ich das jetzt aufschlage riecht das immernoch nach Mallorca und das ist einfach zu schön *-*
    Der einzige Ort, wo ich E-Books einsetzen würde ist ie Schule. Statt da 4-5 Bücher täglich mit sich rumzuschleppen hätte man einfach nur das Tablett wo alles drauf ist^^ Erspart einem auch Rückenschmerzen ;D
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    Re: Die E-Book-Revolution: Eine Zukunft ohne Papier?!

    Beitrag von Pegasus am Do 05 Apr 2012, 17:44

    Ich brauche buecher in meiner Hand um sie richtig geniessen zu koennen, aber ich haber hier in China bemerkt wie vorteilhaft E-Books sein koennen, da ich ja nicht 100 Buecher mit nehmen konnte habe ich sie mir hier auf meinen I-Pod geladen. Es ist praktisch fuer Reisen meiner meinung nach, aber sie werden NIEMALS echte Buecher ersetzen koennen, diese Freude die aufkommt, wenn man ein neues Buch in der Hand haelt, das Laecheln was ueber die Lippen huscht, wenn man sich all seine Buecher im Regal anschau, der Geruch nach Papier und all das, sind einfach unersetzbar! ^.^
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    Re: Die E-Book-Revolution: Eine Zukunft ohne Papier?!

    Beitrag von Deadwing am Sa 02 Jun 2012, 02:15

    Ich habe zu E-Books eine gemischte Meinung.
    Es befindet sich noch keins in meinem Besitz, aber ich sehe durchaus die Vorteile und kann mir gut vorstellen, mir mal eins anzuschaffen - für Fachbücher und Romane, die man einfach mal so zwischendurch wegliest, oder für Reisen usw.

    Aber die Romane, die ich immer wieder lesen, die mich bewegen und berühren, die möchte ich als Buch im regal stehen haben und in die hand nehmen können, und ich habe echt Angst davor, dass Bücher über kurz oder lang nahezu aussterben oder extrem teuer werden könnten. Sad

    Bei allen Vorteilen, irgendwie finde ich es inzwischen geradezu langweilig, dass man irgendwie alles über die digitale Schiene konsumiert, von Filmen über Musik bis hin zu Büchern. Es fühlt sich alles so "gleich" an. xD
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    Re: Die E-Book-Revolution: Eine Zukunft ohne Papier?!

    Beitrag von Storypassion am So 03 Jun 2012, 15:35

    Hallo zusammen :)

    Ich melde mich mal als Buchhändlerin und als Besitzerin eines eBook-Readers zu Wort.
    Die Nachfrage nach eBook-Readern ist auf jeden Fall da. Ich weiß nicht, wie es in größeren Buchhandlungen aussieht, aber bei uns nimmt die Nachfrage schon langsam wieder ab. Wahrscheinlich wird sich das gegen Weihnachten wieder ändern.
    Viele Kunden stehen den e-Readern sehr aufgeschlossen gegenüber, wollen wissen, was man damit alles machen kann und ob sich eine Anschaffung lohnt. Natürlich kommt das immer auf den Kunden an.
    Andere sind hingegen sehr skeptisch oder lehnen es vollkommen ab.
    Es gibt alle Seiten.
    Ich persönlich liebe das gedruckte, "richtige" Buch immernoch mehr als alles andere. Es ist ein ganz anderes Gefühl echte Seiten zwischen den Fingern zu haben. Aber ich habe mir letztes Jahr den Sony PRS T1 zugelegt, weil ich einfach sehr interessiert war und weil ich eine Alternative für die Bahn und den Weg zur Arbeit gesucht habe. Ich nutze den e-Reader wesentlich seltener, als ich ein normales Buch zur Hand nehme. Trotz e-Reader nehme ich immer noch öfter ein normales Buch mit. Schon komisch.
    Ich mag meinen e-Reader. Er ist leicht, einfach und eine schöne Alternative. Aber es wird sich - denke ich - nicht wirklich durchsetzen. Weil einfach noch viel zu viele Menschen dem richtigen Buch die Treue halten und halten werden.

    Zum "Kindle" von Amazon.
    Er ist neben dem Sony auf jeden Fall das beste Modell auf dem Markt. Man ist - zum größten Teil - immernoch an Amazon gebunden. Kann aber mittlerweile auch andere Formate darauf lesen.
    Ich hatte das alte Modell ohne Touch bereits mal in der Hand und fand ihn eigentlich ganz okay. Denke aber, dass der neue Touch-Kindle nochmal wesentlich besser ist. :)

    Liebe Grüße,
    Jacky Mr. Green
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    Re: Die E-Book-Revolution: Eine Zukunft ohne Papier?!

    Beitrag von miedabub am Mi 22 Aug 2012, 02:57

    Hallo

    Also ich muss sagen ich liebe mein Kindle. Auch finde ich die E-Books sehr praktisch besonders wenn man wie ich viel umzieht, so ein E-Book-Reader ist nicht so schwer und trotzdem sind immer alle meiner Lieblingsbücher mit von der Partie.

    Auch finde ich es super toll das man sich bei Amazon so Leseproben schicken kann Kostenfrei. Denn nur durch den Klapptext alleine weiß ich nicht immer ob das Buch wirklich was für mich ist und so kann ich erst mal in 1-2 Kapitel rein lesen und wenn es mir wirklich gefällt kaufe ich es mir.

    Klar ein richtiges Buch ist auch was feines aber ich habe mit der Zeit fest gestellt das mir der leichte Reader besser liegt. Schon alleine weil der beim lesen nicht so schwer in der Hand ist wie ein 600 Seiten Buch und das wichtigste für mich ist das man damit auch super in der Sonne lesen ohne von dem weißen Papier so geblendet zu werden.

    Also ich mag die E-Book und kaufe mittlerweile fast nur noch diese.

    @ Jacky: Ich hab das touch es ist echt toll.

    LG marie

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    Re: Die E-Book-Revolution: Eine Zukunft ohne Papier?!

    Beitrag von Pooly am Sa 24 Nov 2012, 00:00

    Hallo zusammen,

    wie viele von euch wissen (weil ich aktuell ja über kaum etwas anderes rede), schreibe ich aktuell meine Bachelorarbeit in Buchwissenschaften über das Thema Social Reading und habe deswegen natürlich auch sehr viel mit E-Books, Apps und so weiter zu tun, mit denen ich mich beschäftigen und auseinander setzen muss. Nun habe ich gerade etwas interessantes bei mir beobachtet und glaube, ich muss diese Erfahrung einmal teilen.

    Und zwar war ich gerade mit einigen Freunden unterwegs. Keine Buchwissenschaftler aber trotzdem Leser und durch das Thema meiner BA kamen wir auf E-Books und das digitale Zeitalter des Lesens zu sprechen; und ich habe bemerkt, wie ich mehr und mehr versucht habe, E-Books und Co. zu verteidigen, während alle anderen dagegen gewettert haben. Ich denke, dass mir meine Recherchen in den letzten Tagen so neue Blickwinkel von diesem Bereich der Literatur vermittelt haben, vor dem ich mich bisher immer verschlossen habe, dass ich die Sache inzwischen ganz anders sehe. Auf eine ganz neue Art und Weise.

    Es schweben zu diesem Thema immer zwei Dinge herum, die ich einmal in einer wissenschaftlichen Diskussion gehört habe, die ich zu diesem Thema gehört habe. Das war in meinem zweiten Semester von Buchwissenschaft und ich war mit einer Freundin freiwillig bei einer Vortragsreihe von verschiedenen Menschen, die sich über Bücher und E-Books ausgetauscht haben. Ein Buchhistoriker, der sich schon seit Jahren mit dem Thema beschäftigte, stellte die Rolle des Buches als das, was es jetzt ist, nicht infrage. Seine Begründung dafür war, dass das Buch eine Art mediales Endprodukt sei (wie er es bezeichnete - eine Bezeichnung, die ich persönlich bei seiner Argumentation auch sehr zutreffend fand), die es schon seit Jahrhunderten in einer ähnlichen Form gibt, wie wir sie jetzt kennen. Eine Form, die sich bewehrt hat und deswegen auch den Trend der Digitalisierung überstehen würde.

    Ebenfalls interessant fand ich aber auch den Beitrag eines Autoren, der mir heute wieder durch den Kopf ging. Dieser berichtete über nämlich dieselbe Veränderung, die mit dem Schreiben an sich vorging. Seit Jahrhunderten schrieben die Menschen mit der Hand - auf Papier/Pergament, mit Stiften, Federn und allem Möglichen. Er sagte, als die Schreibmaschinen dann kamen, gab es viele Autoren, die sich dagegen stellten, diese neue Form des Schreibens für sich selbst zu nutzen, weil sie unromantisch und kreativitätshemmend sei. Noch schlimmer wäre es gewesen, als dann die Computer kamen, war er selbst wohl miterlebt hatte (er war schon etwas älter). Er selbst sagte, dass er sich lange Zeit dagegen gewehrt hätte, mit Computer zu schreiben. Er liebte die persönliche Note, die seine Schrift seinen Worten gab, all die Anmerkungen, die er an den Text schreiben konnte und generell die Unordnung - das wäre für ihn viel kreativer und ja, auch romantischer, gewesen, als das Schreiben am Computer. Erst nach den Jahren, sagte er, hatte er es irgendwann einmal versucht und fand es am Ende doch nicht mehr so schlecht. Schnelles Überarbeiten von Texten, nicht die Gefahr, Geschriebenes später nicht mehr lesen zu können und vor allem die Möglichkeit, Geschriebenes direkt anderen Menschen zu zeigen, ohne dass diese sich durch einen Wust von Papieren wühlen musste.
    Heutzutage schreibt so gut wie jeder mit dem Computer. Natürlich arbeiten einige auch noch mit der Hand, aber wer kommt schon darum herum, seine Texte zu digitalisieren? Ich kenne es nicht anders - und in zukünftigen Generationen wird sich genau das noch verstärken.

    Sein Punkt war, dass es mit den E-Books ähnlich aussieht. Menschen, die mit 'richtigen' Büchern aufgewachsen sind, schätzen ihre Materialität, ihren Geruch, die Schwere, mit der sie in der Hand liegen, die Buchstaben auf den Seiten - einfach alles an ihnen. Das Lesen von Büchern ist eine sehr romantische Vorstellung und Menschen, die mit Büchern aufgewachsen sind, können sich nicht vorstellen, sie irgendwann durch ein anonymes Lesegerät zu ersetzen, das all die wunderbaren Geschichten nicht zwischen den Seiten einfängt, sondern digital.
    Aber er argumentierte - und das verstehe ich inzwischen wirklich gut und kann mich eigentlich nur anschließen - dass dieses Sträuben gegen neue Formen des Lesens nur eine Generationen-Sache ist. Man hängt an dem, was man kennt, was man zu schätzen gelernt hat, und kann sich nicht vorstellen, es zu ersetzen. Aber neue Generationen werden schon in dem Wissen darüber aufwachsen, dass es E-Reader gibt, die einen ganzen Schrank voller Bücher in eine Tasche verfrachten können, dass es neue und interessante Formen des Lesens gibt, an denen man sich eventuell auch beteiligen möchte.

    Bob Stein, der Gründer des "Institute for the Future of the Book", schreibt in seinem Blog:
    I do my reading almost exclusively on screen. I've got a kindle, an ipad, an iphone, a blackberry, and a laptop, but this weekend, I did something radical and old school, I checked a big thick book out of the library and attempted to read it.

    This is going to sound incredibly lazy, like someone who gets in their car to drive a few blocks rather than walk, but the physicality of the book, having to hold it open then lift and turn each page, was a lot more exhausting than I remembered. All of that holding and lifting and turning distracted me from the act of reading, took me out of the story if you will.
    Ein interessanter Punkt den Prozess des Lesens von Büchern von der anderen Seite aus zu betrachten, finde ich. Und ich denke genau diese Sichtweise wird sich auch in späteren Generationen durchsetzen.

    Am Ende, denke ich, ist es so, dass sich nicht nur die Bücher verändern werden, sondern mit ihnen auch die Menschen und ihre Art und Weise zu lesen. Der moderne Mensch möchte sozial sein und kommunizieren. Wo es früher nur stundenlanges, einsames Lesen und später ein für sich selbst auswerten (oder höchstens die Besprechung in Buchclubs) gab, werden heute Diskussionen über Bücher bei Goodreads geführt, man schreibt Rezensionen, um der Welt mitzuteilen, was man von Büchern gehalten hat, was einen berührt und schockiert hat, was man mochte und nicht mochte. Man möchte Erlebnisse teilen, sich mit Gleichgesinnten austauschen und kommunizieren.
    Bei LovelyBooks gibt es Leserunden, die von Autoren begleitet werden, mit denen man über den Text sprechen kann. Über die iPad App Readmill ist es möglich, direkt während des Lesens von E-Books Textstellen zu markieren und Kommentare und Fragen dazu zu stellen und wenn man Glück hat, dann kann der Autor sogar direkt darauf antworten und eingehen.
    Man liest heutzutage - im digitalen Zeitalter - nicht mehr nur ein Buch, nein, man schafft selbst Inhalte und Diskussionen. Schon jetzt ist es über bestimmte E-Reader und Apps möglich, zu sehen, welche Leser zu welchen Stellen in Bücher was geschrieben haben und selbst seine Meinung zu sagen. Dadurch geht das Lesen inzwischen jetzt schon über den eigentlichen Text hinaus und man schafft Paratexte, die die Meinung bilden und verändern können, die sich auf die endgültige Rezeption des kompletten Werkes auswirken können.

    Und ich glaube, dass genau das der Punkt ist, der das Lesen von nun an auch in Zukunft ausmachen wird: die direkte Interaktion und der Austausch auch über den Text hinweg.


    Nun habe ich mir sicherlich den Hass aller eingefangen; aber während meiner bisherigen Arbeiten und Recherchen habe ich mich sehr mit diesem Thema auseinander gesetzt und obwohl ich ein endloser Buchliebhaber bin, finde ich die neuen Möglichkeiten der Kommunikation mit und über Texte sehr faszinierend und denke durchaus, dass sie die Zukunft darstellen und Bücher in der heutigen Form irgendwann ablösen könnten.
    Sehr interessante Einträge zu diesem Thema und zu all seinen Einzelheiten, findet ihr beispielsweise hier: The Institute for the Future of the Book


    Viele liebe Grüße,
    Marie


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    Re: Die E-Book-Revolution: Eine Zukunft ohne Papier?!

    Beitrag von theo am So 25 Nov 2012, 00:18

    Finde es amüsant, dass einen Menschen das umblättern und halten von einem Buch aus dem Lesefluss bringen kann :-)
    Das war mit Sicherheit ein spannendes Buch…

    Diese E-Reader werden sich durchsetzen. Klar. Wie kann man denn besser kontrollieren, wer was liest? wie besser steuern, was überhaupt gelesen werden darf?

    Utopie?
    Nein. Denn, wenn das Buch aus Papier erst mal weg ist - und wie schnell das gehen kann, zeigen die Schallplatten und sogar CD's, die ja doch nur noch ein Schattendasein führen - dann bleibt dir nur noch der E-Reader. Du kennst es nicht anders. Zeitungen der Zukunft? Digitales Papier das so dünn wie eine Zeitung ist, gibt es schon.
    Schon allein deshalb wird sich der E-Reader großer Beliebtheit erfreuen und gefördert werden wo es nur geht.

    Ich denke mir meinen Teil dabei, wenn ich sehe, wie meine Frau mit ihrem umgeht. Wenn ich ihr keine Bücher drauflade, dann liegt das Ding im Eck und staubt ein.
    Was ist mit diesen Menschen? Was mit denen, die sich keinen Kindle etc. leisten können für mindestens 60 Euro? Brauchen nicht zu lesen, sind ja eh bloß blöde Harzer?

    Schön ist es schon, das Ding am Strand dabei zu haben. Muss man keinen fetten Wälzer mitschleppen. Sand? Ach ja, man legts ja eh nicht aus der Hand. Will ja nicht, dass einem einer das Ding klaut?

    Eines der witzigsten Gegenargumente hab ich mal gelesen, war: Wenn ich ein Buch in der Badewanne lese und es fällt mir ins Wasser, dann ist zwischen 1 Euro und 25 Euro kaputt, wobei man es nach dem Trocknen sogar noch lesen könnte. Ein Kindle im Wasser? Und meine ganze Buchsammlung ist futsch.
    Naja. Ich dusch ja eh nur, also was solls :-)

    Sicher wird sich dieses Gerät durchsezten, aber ich genieße es, wenn ich ein gutes Buch habe (wenn!, gibts denn noch welche), dieses auch allein für mich zu lesen. Ohne dass ich dann ständig im Web surfen muss, um schnell mal mit dem Autoren zu chatten, was denn damit gemeint sein könnte...
    Da bin ich viel zu sehr Egoist. Ich will auch, solange ich lese mit niemandem drüber reden.
    Aber, ich hab ja auch noch einen Schallplattenspieler daheim :-))
    Und Ubuntu auf dem Rechner, drum bleibt mir der Weg zu Kindlebüchern - gottseidank - noch verwehrt...

    btw.: ich überlege mir gerade, wie ich, mein Hobby ist ja Buchbinden, wohl einen Kindle neu einbinden könnte?
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    Re: Die E-Book-Revolution: Eine Zukunft ohne Papier?!

    Beitrag von Pooly am So 25 Nov 2012, 00:34

    Hallo Theo,

    das sind sehr interessante Beispiele und Argumente, die du dort bringst, denen ich mich auch allen anschließen kann. Es geht mir auch so, dass ich mich beim Lesen lieber zurückziehe - ein Buch mit in die Badewanne nehmen und vollkommen entspannen und nicht selbst dabei noch mit meinem Reader online zu sein und mich mit anderen auszutauschen. Ich habe ja selbst noch nicht einmal einen und bin auch - das kam aus meinem vorherigen Beitrag vermutlich nicht so heraus - froh, eine sehe große Büchersammlung zu haben. Nun ja, vergleichsweise groß. Ebenso bin ich froh, dass ich all meine Bücher besitze und würde sie auch für nichts hergeben. Da mag ich konservativ sein, aber ich könnte nicht in einem Haus ohne Bücher leben und das kann auch kein E-Reader ersetzen; ganz klar.

    Es gab ja letztens - ich weiß nicht, ob das hier jemand mitbekommen hat - einen Vorfall von Amazon, der sehr erschreckend zu lesen ist: Einer Frau mit Kindle, die schwört, immer ordentlich Bücher gekauft und gelesen zu haben und nie etwas zwielichtiges mit ihrem Reader angestellt zu haben, wurde von Amazon aus der Amazon-Zugang gesperrt und alle Bücher, die sie auf ihren Kindle hatte, wurden gesperrt und sie hatte nie wieder Zugriff darauf. Als sie den Supoort anschrieb, entgegnete man ihr immer wieder, dass man ihr keine Antworten auf ihre Fragen geben könne und dass keine Möglichkeit bestünde, all ihre Bücher wiederzubekommen.
    Zu dem Eintrag geht es hier entlang: Outlawed by Amazon

    Das ist schon eine sehr krasse Vorstellung, gegenüber solchen Dingen machtlos zu sein.
    Außerdem hast du natürlich recht, dass durch E-Books und Social Reading sehr viel mehr Überwachung geschieht - mehr als uns bewusst ist. Dazu gibt es hier auch einen sehr interessanten Eintrag: Social Reading – Lesen im digitalen Zeitalter - Unter dem Punkt "Gläserner Leser".

    Trotz allem kann ich der ganzen Sache aber nicht zu 100% ablehnend gegenüberstehen. Beispielsweise Austauschmöglichkeiten über Apps wie Readmill, bei denen man noch beim Lesen bestimmte Textstellen markieren und sogar den Autor direkt dazu befragen und mit ihm kommunizieren kann, sind einfach klasse; und ich denke, dass es gerade in diesem Bereich in Zukunft noch sehr viele schöne Innovationen geben könnte.

    Ich denke aber gleichzeitig, dass ich meine Liebe zu 'echten' Büchern nie verlieren werde und bin froh, noch in einer Generation zu leben, in der es solche auch noch gibt. In 10 bis 20 Jahren sieht das sicherlich schon vollkommen anders aus.



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    Re: Die E-Book-Revolution: Eine Zukunft ohne Papier?!

    Beitrag von Tin am So 25 Nov 2012, 07:30

    Einen wunderschoenen guten Morgen,

    Ich habe deinen sehr langen und wirklich interessanten Eintrag schon gestern gelesen, Marie, und moechte nun auch gerne etwas dazu sagen.

    Ich muss zugeben, dass ich den "Wandel" deiner Meinung sehr gut nachvollziehen kann. Bwsonders jetzt, seitdem ich ja praktisch "an der Quelle" arbeite, bekomme ich natuerlich regelmaessig mit, wie beliebt die eReader sind, wiw sie sich weiterentwickeln, immer neue Geraete auf den Markt kommen usw. Viele meiner Kollegen, die alle selbst beachtliche Buechersammlungen haben, haben auch einen Reader und berichten oft, wie praktisch sie sind - wobei fast alle von ihnen das Teil nur mit in den Urlaub nehmen. Im Grunde staubt es also nur vor sich hin ...

    Klar, ich kann den Fortschritt verstehen. Welches Kind, das heute schon im Alter von 6 Jahren mit den ganzen Kompaktmedien wie iPod, Smartphone und Tablet in Beruehrung kommt, will es sich da noch "antun", sich dicke Buecher zu kaufen, wenn sie auch bequem in die Hand passen koennen?! Da schliesse ich mich dir an, Marie: Ich bin sehr froh einer Generation anzugehoeren, in der das noch nicht der Fall ist.

    Auch kann ich nicht sagen, dass ich mich dem Social Reading entgegen stelle, da ich ja selbst bei goodreads und booklikes bin, wo ich meinen Lesefortschritt teile und mich gern ueber die gelesenen Buecher austausche. Jedoch habe ich da die Moeglichkeit abzuschalten, offline zu gehen und selbst zu entscheiden wann und was fuer andere Leser sichtbar wird. (Wobeu das, was du ueber "Readmill" schreibst auch echt lustig klingt!).

    Ich kann mich also ebenso nicht mehr davor sperren, dass eReader in gewisser Weise die "Zukunft" sind. Ich kann aber sagen, und das zu 100%, dass ich - so lange ich die Moeglichkeit habe - auf einen Reader verzichten und weiterhin "richtige" Buecher kaufen werde. Zu oft sehe ich noch, wie wenig ausgerereift diese Geraete sind (es kommen so unglaublich viele Kunden und bringen ihren Reader zurueck, weil sie unzufrieden sind oder das Geraet schne defekt ist) und ich haenge auch zu sehr an dem Gefuehl, dass mir ein Buch vermitteln kann - was die Reader eben nicht koennen. Und wie ich mich kenne, haette ich wahracheinlich sogar das Beduerfnis, mir die Buecher, die ich auf dem Reader haette, auch noch "in echt" zu kaufen Very Happy

    Ich sage also nichts gegen die Leute, die sich so ein Geraet zulegen, sage aber fuer mich "nein danke" und bin froh, dass es noch sehr viele Menschen gibt, die auch den Wert eines "echten" Buches zu schaetzen wissen, sodass ich hoffen kann, dass die Technik das alte Medium noch nicht allzu schnell ersetzt. :)

    Liebe Gruesse
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    Re: Die E-Book-Revolution: Eine Zukunft ohne Papier?!

    Beitrag von Deadwing am So 25 Nov 2012, 18:17

    Außerdem geht doch nichts über ein gut gefülltes Bücherregal in der Wohnung. :) Ich möchte eigentlich gar nicht, dass CDs, Schallplatten, Bücher usw. komplett verschwinden und man für alles, was Spaß macht, bald nur noch zwei, drei Bildschirme braucht. ^^

    Interessant sind die neuen Möglichkeiten aber trotzdem, mal sehen, wie sie sich in den nächsten Jahren so durchsetzen werden.
    Direkt über einzelne Textstellen zu diskutieren kann hin und wieder bestimmt lustig sein und Spaß machen. Auf der anderen Seite lese ich aber doch gerade (auch) aus dem Grund, in andere Welten abzutauchen und dem hektischen Alltag samt Internet mal zu entkommen? Ich kann mir daher also nicht vorstellen, das besonders häufig zu nutzen. Höchstens in Spezialfällen. Oder vielleicht beim wiederholten Lesen meiner Lieblingsbücher?

    Wie man das Umblättern eines Buches als so extrem störend empfinden kann, kann ich übrigens nicht nachvollziehen. Und ich persönlich finde sogar das Gewicht eines dicken Buches toll - ist eben auch irgendwie das Gewicht der enthaltenen Geschichte. :)

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    Re: Die E-Book-Revolution: Eine Zukunft ohne Papier?!

    Beitrag von theo am Di 27 Nov 2012, 21:17

    Ja, ich stell mir grade vor, wie ich als Opa mit meinem Enkel vor seinem Reader stehe und stolz seine Büchersammlung von 238976 Büchern anschaue.
    pale
    Man darf dem "Fortschritt" nicht im Wege sein. Natürlich gibt es Anwendungen, wo ich diese Dinger auch positiv sehe.
    Schlimm wird es, wenn die Entwicklung tatsächlich so weit geht, wie bei Wikipedia. Es gibt jetzt schon keine neuen gedruckten Enzykopädien mehr. D.h. wenn der Strom mal weg ist, gibts kein aktuelles Lexikon mehr. (Das geht verflucht schnell, dass der Strom weg ist - und das weltweit)
    Und, auch hier ist es einfacher, das ganze zu steuern, wenn es keine Alternativen mehr gibt.
    Das ist es, was mir Angst macht, aber nur ein klein wenig. (Liegt auch an meinem Alter: Ich war 1984 grade 24 :))

    Grade im Fachbuchbereich, sehe ich das als unbedingten Vorteil an, denn so kann man jederzeit ein update haben und die aktuellste Version von was-weiß-ich-was.

    Und, wer unbedingt jemandem mitteilen muss, wie er die Zeilen 3452 des Buches x-y findet, warum denn nicht? Wenn es jemanden gibt, der das wissen will?

    Und, es ist ja in unserer Zeit eher üblich, jeden Ramsch zu verlegen. Wenn man nun ein Buch für 2,86 kauft, dann ist es doch gut. Oder gar ganz kostenlos. Billig und viel.
    Wie mit den Bildern die man zu hunderttausenden auf dem Rechner/Handy/Smartphone/Fernseher/Cloud/E-Bilderrahmen/Kochtopf/Kühlschrank hat. Man hat sie, sieht sie sich aber doch nie mehr an. Kommen ja täglich hunderte neue dazu...

    Stell dir mal vor, die Flut der Bilder auf Papier? Die Flut der Krimis aus dem Norden Europas auf Papier als Buch gedruckt?
    Vermutlich müssten die finnischen Wälder erst noch wachsen und die Nordeuropäer erst noch geboren werden um das abzudecken.
    Und, ich verstehe voll und ganz, warum diese Teile in den Angelsächsischen Ländern so einen Erfolg haben. Hast du schon mal ein englisches/amerikanisches "Paper"-back in den Händen gehabt?
    Da verstehe ich schon, dass einen das Umblättern stören kann...
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    Re: Die E-Book-Revolution: Eine Zukunft ohne Papier?!

    Beitrag von ExituS am So 09 Dez 2012, 12:27

    Da ich inzwischen selbst ein Kindle besitze kann ich mich endlich auch mal halbwegs qualifiziert zu dem Thema äußern. Very Happy
    Nein, ich denke nicht, dass das E-Book in naher Zukunft das "richtige" Buch ersetzen wird. Ich bin mir aber auch ziemlich sicher, dass das Buch wie wir es heute kennen, nicht für immer so bleiben wird, wie es ist, und momentan halte ich es für logischer wenn es irgendwann einmal durch eine papierlose Variante ersetzt wird, als einfach nur durch eine andere Form.
    Zu dem E-Book an sich kann ich inzwischen sagen, dass es für mich "funktioniert". Ich dachte zuerst, das Fehlen von Papier würde mein Leseerlebnis irgendwie beeinträchtigen, aber das tut es nicht. E-Books lesen ist für mich genauso wie richtige Bücher lesen - nur eben auf dem Reader. Ich brauche scheinbar keine raschelnden Seiten oder Büchergeruch, um mich in eine Geschichte einzufinden - dafür reichen allein Worte. Ein E-Book hat natürlich auch den Vorteil, dass man zum Beispiel die Schriftgröße ganz einfach verändern kann, mit einem Klick ein Wort nachschlagen, welches man nicht versteht oder sich das gewünschte Buch in sekundenschnelle herunterladen. Für die Umwelt ist es auch eher günstig. Ich kann endlich Textstellen, die mir gefallen, markieren - das kann ich bei meinen "richtigen" Büchern nämlich nicht, ich habe das Gefühl, sie damit zu verschandeln. Gefällt mir bei einem E-Book die Markierung plötzlich nicht mehr, kann ich sie einfach wieder löschen.
    Trotzdem lese und kaufe ich natürlich auch noch "richtige" Bücher. Vor allem, wenn es keinen oder keinen großen Preisunterschied gibt, das E-Book also nicht deutlich billiger ist (oder wie bei vielen Kindle Büchern umsonst, was mein primärer Grund war, mir ein solches Gerät zuzulegen), greife ich ohne zu Zögern zu der Papier-Variante. Vielleicht aus Gewohnheit, vielleicht weil ich einfach gerne die Bücher in meinem Bücherregal sehe.

    Viele Grüße,
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    Re: Die E-Book-Revolution: Eine Zukunft ohne Papier?!

    Beitrag von Pooly am Sa 22 Dez 2012, 11:18

    Schlimm wird es, wenn die Entwicklung tatsächlich so weit geht, wie bei Wikipedia. Es gibt jetzt schon keine neuen gedruckten Enzykopädien mehr. D.h. wenn der Strom mal weg ist, gibts kein aktuelles Lexikon mehr. (Das geht verflucht schnell, dass der Strom weg ist - und das weltweit)
    Und, auch hier ist es einfacher, das ganze zu steuern, wenn es keine Alternativen mehr gibt.
    Ja, das stimmt natürlich. Außerdem, wo wir gerade schon bei Steuerung sind: Solche Reader sind natürlich auch für Verlage eine feine Sache, um zu schauen, was ihre Leser gern lesen und welche Bücher und welche Buchstellen beliebt sind. Wie schnell werden Bücher gelesen und welche Stellen werden häufig übersprungen? Wie würde, wenn man dem Leseverhalten der Menschen folgt, der perfekte Roman aussehen? Es gibt tatsächlich schon Systeme, die dieses Leseverhalten analysieren und daraus ableiten, welche Bücher sich durch welche Faktoren besser verkaufen lassen würden.
    Eigentlich ja nur gut, aber man fragt sich schon: Will ich das? "Your E-Book Is Reading You", wie das Wall Street Journal schrieb: [hier]
    Das sind dann doch schon so Sachen, die einen ein bisschen zum Nachdenken anregen. Das Thema ist auf jeden Fall differenziert zu betrachten, das ist wahr.

    Und, ich verstehe voll und ganz, warum diese Teile in den Angelsächsischen Ländern so einen Erfolg haben. Hast du schon mal ein englisches/amerikanisches "Paper"-back in den Händen gehabt?
    Da verstehe ich schon, dass einen das Umblättern stören kann...
    Da stimme ich auch vollkommen zu. Manchmal sind sie entweder so dünn geleimt, dass man mit einem Aufschlagen den Rücken bricht, oder so dick, dass man die Seiten echt krampfhaft auseinander drücken muss. Nicht so toll. Da kann ich mir schon vorstellen, dass englische oder amerikanische Menschen das Lesen auf dem Reader teilweise als angenehmer empfinden. Buchqualität ist ja nicht überall so gut wie in Deutschland. (Was wir ja der Buchpreisbindung zu verdanken haben - halleluja.)


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    Re: Die E-Book-Revolution: Eine Zukunft ohne Papier?!

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