Hier zunächst das Original:
Das Märchen vom dummen Ivan und dem Grauschimmel
Ein Mann hatte drei Söhne, zwei davon waren klug, der dritte, Iwan, war ein rechter Dummkopf. Sie waren nicht reich, sie lebten in einer kleinen Hütte, hatten aber genug, um davon zu leben.
Nun geschah es, dass der Mann sein Feld jeden Morgen zertrampelt vorfand. Also entschied er sich, jede Nacht einen seiner Söhne zur Wache auf das Feld zu schicken, damit sie den Bösewicht endlich fassen und bestrafen konnten. Die beiden älteren Söhne verschliefen ihre Nachtwache kläglich, Iwan aber nahm eine Schlinge mit und setzte sich an den Rand des Feldes.
In der Nacht kam ein Hengst mit goldener Mähne und goldenem Schweif. Aus seinen Nüstern stoben Funken und aus seiner Ohren drang Rauch. Das Pferd begann, das Feld abzuweiden, und was er nicht abweidete, zertrampelte er.
Iwan aber schlich sich an das Tier heran und fing es ein.
Als Dank dafür, dass Iwan ihm schließlich die Freiheit wiedergab, versprach der Hengst, ihm jeden Wunsch zu erfüllen.
Der Zar des Landes suchte zu dieser Zeit einen Bräutigam für seine schöne Tochter. Die beiden Söhne des Mannes gingen ebenfalls zum Schloss, um dort um die Hand des Mädchens anzuhalten. Die Aufgabe bestand darin, zu Pferd so hoch am Turm hinaufzuspringen, dass man der Prinzessin den Ring vom Finger nehmen konnte.
Iwan rief den Grauschimmel herbei und im Handumdrehen war er ein schöner Jüngling. Niemand im Schloss erkannte ihn. Der Hengst aber sprang so hoch am Turm empor, dass Iwan beinahe den Ring erreichen konnte. Nach diesem Sprung aber verschwand er und als seine Brüder nach Hause kamen, hatte er einen Korb voller Fliegenpilze vor sich stehen und wartete in der Hütte auf sie.
Am nächsten Morgen ritt Iwan wieder auf dem Hengst zum Schloss, dieses Mal war er noch näher am Ring der Prinzessin dran. Am Abend aber saß er wieder mit seinen Fliegenpilzen auf der Ofenbank. Seine Brüder natürlich erzählten staunend vom schönen Jüngling, der wieder spurlos verschwunden war, nachdem er das Ziel doch beinahe erreicht hatte.
Am dritten Tage ritt Iwan erneut an den Hof des Zaren. Dieses Mal gelang es ihm, der Prinzessin den Ring vom Finger zu nehmen und sie auf den Mund zu küssen. Damit war die Wahl der Zarentochter gefallen, nur... Iwan war nach dem Sprung wie immer verschwunden.
Die Prinzessin wollte aber nur den einen jungen Mann zum Bräutigam, der sie geküsst hatte. Also ließ ihr Vater ein großes Mahl geben und lud alle jungen Männer des Landes ein. Freilich mussten seine Brüder Iwan dieses Mal auch mitnehmen. Er setzte sich in die Ecke und lächelte sein dümmliches Lächeln. Den Ring der Prinzessin hatte er unter einem Verband verborgen.
Die Zarentochter aber kam auf ihn zu und bar ihn, den Verband abzunehmen. Jeder im Raum konnte den Ring sehen, so hell leuchtete er. Die Prinzessin hatte damit ihren Bräutigam gefunden.
Iwan aber rief den Grauschimmel und der verwandelte ihn im Nu wieder in den schönen Jüngling.
Die Menschen jubelten und es wurde ein Fest gefeiert.
Nur kurze Zeit später gab es wieder ein Fest: Die Prinzessin und Iwan heirateten. Iwan war glücklich, er aß und trank und feierte. Seine beiden Brüder jedoch verkrochen sich hinter dem Ofen in der Hütte, weil sie es nicht wagten, Iwan unter die Augen zu treten.
Und hier gehts zu meiner Version:
Prolog
Der merkwürdige Flitzer
Fragen ohne Antwort und Streit ohne Ende
Gestohlen!
Im Geräteschuppen
Neue Pläne
Prolog
Der merkwürdige Flitzer
Fragen ohne Antwort und Streit ohne Ende
Gestohlen!
Im Geräteschuppen
Neue Pläne
Zuletzt von Kelly am Di 30 Jun 2009, 23:44 bearbeitet, insgesamt 8 mal bearbeitet











