Pooly's Kunst und Schreibforum

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    Hans im Glück

    Beitrag von blood am Mi 08 Okt 2008, 21:05

    Inhaltsangabe des Originals:Hans hat lange bei seinem Meister gedient, als er zu seiner Mutter heimgehen will, bekommt er als Lohn ein Goldklumpen so groß wie sein Kopf. Auf seinem Heimweg trifft er auf einen Reiter, dieser bietet ihm an ihm den schweren Goldklumpen abzunehmen und ihm dafür sein Pferd zu geben. Hans willigt ein und meint gut getauscht zu haben. Doch als Hans los reiten will, wirft das Pferd ihn ab. Er tauscht das Pferd gegen die Kuh eines Bauern, der des Weges kommt, doch als er die Kuh melken will stellt er sich so dumm an, dass ihm die Kuh ins Gesicht tritt. Schließlich tauscht er die Kuh gegen ein Schwein. In der Nähe der Stadt trifft er auf einen jungen Mann mit einer Gans, dieser erzählt ihm, dass in der Stadt jemand dem Bürgermeister ein Schwein gestohlen hat. Hans hat Angst Probleme zu bekommen, wenn er in der Stadt mit einem Schwein an der Leine auftaucht und tauscht das Schwein gegen die Gans. In der Stadt begegnet er einem Scherenschleifer, der ihm erzählt, dass man als Scherenschleifer für immer ausgesorgt hat, Hans lässt sich überzeugen und tauscht seine Gans gegen einen Wetzstein. Hans setzt seinen Weg nach Hause fort und als er an einen Brunnen kommt legt er den Wetzstein auf den Brunnenrand um etwas zu trinken. Der Stein fällt hinein und Hans geht, glücklich darüber den schweren Stein nicht mehr mit sich rumschleppen zu müssen, nach Hause.



    Hans im Glück
    Eine Geschichte von Naivität und Abzockerei



    Das Glück zu finden ist des Lebens Ziel,
    doch die Suche danach ist nicht des Lebens Inhalt…


    1. Das Spiel (Teil 1)


    Nun sollte es endlich soweit sein, Hans ein junger Bursche aus der Stadt wollte nun in die weite Welt (oder zumindest bis ins nächste Dorf) hinausgehen und sich eine Lehrstelle suchen. Die Mutter weinte bitterlich als Hans seine sieben Sachen in einem Bündel zusammenschnürte und voller Übermut zur Tür hinaus schritt.
    „Aber Hansi“, schluchzte sie. „Wie willst du denn Arbeit finden? Du weißt doch was dein Vater immer zu sagen pflegte. Du seist dumm wie ein Stück vertrocknetes Brot sagte er. Kein Lehrmeister wird dich aufnehmen.“
    „Jetzt denk aber nicht so schlecht von mir, liebe Mutter. Vater mochte vielleicht denken, dass ich dumm bin, aber du weißt es doch besser, nicht wahr?“
    „Ja…ja, natürlich, Hans“, sagte die Mutter nach reichlichem Zögern. Hans gab seiner Mutter noch einen Kuss auf die Wange, dann drehte er sich um und machte sich auf den Weg.
    „Aber wage es nicht ohne einen vernünftigen Lohn heimzukommen!“, rief seine Mutter ihm hinterher. Hans ließ sich nicht beirren und ging entschlossenen Schrittes weiter. In den Gassen der Stadt stank es unangenehm nach verdorbenem Obst und Urin, doch Hans war daran gewöhnt, umso angenehmer war es für ihn, als er endlich die Stadt verließ und sich vor ihm grüne Hügel und Wälder auftaten. Hans‘ Ziel war ein Dorf, nicht weit entfernt von der Stadt, dort kannte er einen Tischler, der ihn vielleicht als Lehrling einstellen würde.


    Zuletzt von blood am Fr 10 Okt 2008, 14:48 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet

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    Re: Hans im Glück

    Beitrag von June am Mi 08 Okt 2008, 21:11

    Cool xD
    Der Vater von dem Jungen *rofl*
    Bin gespannt auf mehr ^^

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    Re: Hans im Glück

    Beitrag von Bloodangel am Mi 08 Okt 2008, 22:10

    Der Vater ist ja gemein!
    Der kann seinem eigenem Sohn doch nicht ins Gesicht sagen Hans sei dumm!
    Schöner Anfang!
    Her damit!

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    Re: Hans im Glück

    Beitrag von Tin am Do 09 Okt 2008, 10:08

    Das Märchen mag ich =)
    Der Anfang ist wirklich gut =) Bin auch mal gespannt, wies weitergeht :)


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    Re: Hans im Glück

    Beitrag von Pooly am Do 09 Okt 2008, 14:43

    Ein toller Anfang. Der Vater ist aber gemein X)
    Wie nett XD

    Toll, dass du dabei bist, Anne!
    Ich freu mich schon auf mehr!


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    Re: Hans im Glück

    Beitrag von MiepMiepCore ♥ am Do 09 Okt 2008, 20:58

    xDDD Böser papa ey ^^ Dumm wie ein Stück Brot?? Oh man der arme hans ^^ Aber echt cooler Anfang. Freu mich auf mehr.
    Lieber Gruß,
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    Re: Hans im Glück

    Beitrag von Alania am Do 09 Okt 2008, 23:22

    Huhuuu! Very Happy

    Ein wirklich erfrischender Anfang!
    Der Hauch von Humor der schon jetzt drinsteckt ermuntert einen zum weiterlesen!

    Wirklich sehr schön! Very Happy

    Eine Sache:

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    Re: Hans im Glück

    Beitrag von blood am Fr 10 Okt 2008, 14:49

    ups, da hab ich mich wohl vertippt...
    danke für die lieben kommis ♥

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    Re: Hans im Glück

    Beitrag von blood am Sa 11 Okt 2008, 13:33

    Nochmal danke für die lieben Kommentare, jetzt geht es weiter.


    2. Das Spiel (Teil 2)


    Am Nachmittag desselben Tages erreichte Hans schließlich das kleine Dorf. Nun musste er nur noch irgendwie die Tischlerei des Tischlermeisters finden. Es war schon lange her, dass er das letzte Mal im Dorf gewesen war, damals hatte sein Vater noch gelebt. Nachdem er fast eine Stunde durch die Straßen, oder vielmehr Wege geirrt war, fand er endlich ein Haus über dessen Tür ein Schild mit der Aufschrift Tischlerei hing. Ja, hier war er richtig. Ohne anzuklopfen betrat er die Werkstatt.
    „Herr Tischlermeister?“, rief er. Knarrend öffnete sich eine Tür am anderen Ende des Zimmers und ein alter Mann mit zerzaustem weißem Haar trat ein. Er sah Hans zornig an, dann nahm er ein Beil zur Hand und schrie: „Mach, dass du Land gewinnst , du Bastard, du und deine Freunde, ihr werdet mir nicht nochmal meine Werkzeuge klauen, ihr Diebe!“
    „Aber Meister, ich bin es Hans, der Sohn Eures Freundes Konrad!“ Der Alte blinzelte verdutzt.
    „Hans? Oh, du bist es wirklich, ich dachte du wärst einer dieser Lausbuben aus dem Dorf, die mir immer Streiche spielen.“ Der Mann legte das Beil zur Seite, was Hans erleichtert aufatmen ließ. „Was treibt dich hierher, mein Junge? Wie geht es deinem Vater?“
    „Vater ist tot“, sagte Hans gelassen.
    „Tot? Mein alter Freund Konrad ist tot? Wie konnte das nur passieren?“
    „Er wollte unbedingt auf die Jagd gehen, dabei hat ihm ein Bär den Kopf abgerissen.“ Der Tischler gab ein erschrockenes Geräusch von sich.
    „Das ist ja furchtbar“, japste er.
    „Ach was, es war immer Vaters Traum auf der Jagd zu sterben.“
    Langsam ließ sich der alte Tischler auf einen Stuhl sinken und versuchte sich zu beruhigen. Nach einigen Minuten des Schweigens fragte er schließlich: „Und was möchtest du nun hier, Bursche?“
    „Ich will Euch bitten mir eine Lehrstelle zu geben, Meister.“
    „Was?“ Der Mann sprang auf und nahm wieder sein Beil zur Hand. „Du glaubst, dass ich dich Taugenichts in meiner Werkstatt ausbilden werde? Als du das letzte Mal hier warst, hast du mir sämtliche Scheiben eingeschlagen.“
    „Aber das war ein Versehen. Bitte, stellt mich ein, bitte, mein Vater hätte es so gewollt.“
    „Hmm, na gut, aber solltest du Unordnung in meine Werkstatt bringen oder irgendetwas kaputt machen, fliegt du in hohem Bogen auf die Straße hinaus.“ Abermals legte er das Beil bei Seite und wandte sich dann wieder an Hans. „Nun grinse nicht so dümmlich, mach dich an die Arbeit, aber hurtig, die Werkstatt muss ausgefegt werden und das Holz muss gehackt werden.“
    „Jawohl“, sagte Hans, setzte einen ernsten Gesichtsausdruck auf und machte sich daran den Boden zu kehren.
    „Ruf mich, wenn du fertig bist“, sagte der Meister und verschwand im Nebenzimmer.
    Schon nach kurzer Zeit betrat Hans den Raum und berichtete der Boden sei gekehrt und das Holz gehackt.
    „Davon will ich mich aber erst einmal selbst überzeugen“, sagte der Tischlermeister. Er erhob sich aus seinem Stuhl und folgte dem Jungen in die Werkstatt.
    „Das nennst du also sauber, Junge?“ Hans nickte. „Und was ist das da, unter dem Tisch? Und da in der Ecke? Überall Staub. Wollen wir mal hoffen, dass du wenigstens das Holz vernünftig gehackt hast.“ Meister und Lehrling gingen nach draußen in den Hof, wo die Holzscheite ungeordnet im Gras lagen.
    „Lieber Hans“, sagte der Meister gereizt. „Sollte ich dich noch einmal zum Holzhacken bestellen, so wirst du die Scheite anschließend aufstapeln, wie es sich gehört und sie nicht überall im Hof verstreuen! Ich möchte, dass du die Arbeit nochmal machst. Ordentlich!“ Hans war reichlich enttäuscht, dass er sich die Mühe umsonst gemacht hatte und jetzt noch einmal von vorn anfangen musste.
    „Bekomme ich denn dann auch meinen Lohn?“, fragte er.
    „Du glaubst, dass du nach einer Stunde Arbeit schon eine Entlohnung verdient hast? Du bist wahrlich noch dümmer als ich dich in Erinnerung habe, Bursche.“
    „Das muss ich nicht mit mir machen lassen“, sagte Hans empört. „Es gibt weitaus einfachere Wege um an Geld zu kommen.“ So drehte er sich um und schritt von dannen.


    Zuletzt von blood am So 12 Okt 2008, 14:12 bearbeitet, insgesamt 3 mal bearbeitet

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    Re: Hans im Glück

    Beitrag von Alania am Sa 11 Okt 2008, 17:59

    Huhuuuu Very Happy

    Ich finde diesen Abschnitt wirklich witzig... xD
    Hans scheint wirklich ein bisschen dumm zu sein.
    Der Schreibstil ist ganz angenehm. Very Happy

    Zwei Anmerkungen:

    „Aber Meister, ich bin es Hans, der Sohn Eures Freundes Konrad!“ ***
    „Hans? Oh, du bist es wirklich, ich dachte du wärst einer dieser Lausbuben aus dem Dorf, die mir immer Streiche spielen.“


    Man könnte noch: *** "Der Alte blinzelte vedutzt"

    einfügen, dann würde es nicht so abrupt klingen. Wink

    Er wollte unbedingt auf die Jagt gehen

    Jagd mit "d"

    Ansonsten sehr schön! Very Happy

    LG
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    Re: Hans im Glück

    Beitrag von blood am Sa 11 Okt 2008, 18:06

    ja, ja, Rechtschreibung ist nicht so meine Stärke


    Man könnte noch: *** "Der Alte blinzelte vedutzt"

    einfügen, dann würde es nicht so abrupt klingen.

    gute idee, danke :)

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    Re: Hans im Glück

    Beitrag von Alania am Sa 11 Okt 2008, 18:12

    Bitteschöön Very Happy

    Naja... wegen dem einen "Jagt".
    Ich habe auch Wörter, die ich andauernd falsch schreibe. ;D


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    Re: Hans im Glück

    Beitrag von Bloodangel am So 12 Okt 2008, 00:33

    Hallo blood!
    der neue Teil ist echt witzig!
    Ich wäre schon längst vor dem Meister weggelaufen!
    Mit der Axt auf jemanden losgehen ist ja nicht gerade die feine Art!

    Freu mich auf mehr!

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    Re: Hans im Glück

    Beitrag von Pooly am So 12 Okt 2008, 13:10

    Hallo Anne :)
    Das ist ein sehr interessanter Abschnitt. Der Tischler ist aber ganz schon brutal, was? Wahnsinn, der und sein Beil *kicher*

    Aber irgendwie fand ich es komisch, dass Hans so ganz und gar unberührt vom Tod seines Avters war. Ich meine, okay, der war auch gemein zu Hans, aber dass man so trocken mit dem Tod eines Elternteils umgehen kann, verstehe ich nicht ganz.
    Aber vielleicht ist auch einfach nur ein bisschen dumm. Zumindest hatte ich den Eindruck, nachdem ich gelesen habe, was der da veranstaltet hat Wink


    Mach, dass du land gewinnst

    "Land" groß


    Was treibt dich hier her

    "hierher" zusammen, oder?


    Ich freue mich schon auf die Fortsetzung :)


    Lieben Gruß
    Marie


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    Re: Hans im Glück

    Beitrag von Tin am So 12 Okt 2008, 15:50

    Also ich glaube...Hans ist wirklich ein bisschen...verrückt^^ Hihi Razz

    Aber schön geschrieben, bin gespannt, wies weitergeht =)


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    Re: Hans im Glück

    Beitrag von blood am Do 23 Okt 2008, 16:23

    und weiter geht's. Ich finde den nächsten Teil nicht wirklich gelungen, aber was soll's.

    3. Das Spiel (Teil 3)


    Hans wanderte eine halbe Stunde durch das Dorf, ohne zu wissen wonach er eigentlich suchte. Und folglich fand er auch nichts. Nachdem er sich zwei Mal verlaufen hatte, was in einem so winzigen Dörfchen kaum möglich war, gab er das Herumlaufen auf und betrat ein kleines Wirtshaus aus dem es herrlich nach Schweinefleisch roch. Schon seit Stunden hatte er nichts gegessen und sein Magen beklagte sich schon, so war eine warme Mahlzeit doch sehr verlockend. Er setzte sich an den einzigen Tisch, der noch frei war und winkte die Bedienung heran. Die etwas pummelige Wirtin kam heran getrottet und fragte in gelangweiltem Ton: „Was darf’s sein?“
    „Ein Schweinekotelett mit Sauerkraut und ein großes Bier, bitte.“ Die Wirtin nickte und machte sich auf den Weg in die Küche. Unterdessen schaute sich Hans ein wenig in der Schankstube um, es war nicht gerade sauber und in einer Ecke stapelte sich dreckiges Geschirr. An einem der Tische saßen mehrere schon etwas angetrunkene Männer und spielten Karten, hin und wieder schnauzten sie sich gegenseitig an, sie lachten und grölten. Sie spielten anscheinend um Geld und als Hans sah wie viel Einsatz in der Mitte des Tisches lag, beschloss er hinüberzugehen und zu fragen ob er mitspielen durfte.
    „Klar, Junge, setz dich“, sagte einer der Männer lallend. Hans nahm Platz und sogleich wurden ihm fünf Karten zugeworfen.
    „Ah, wir spielen Poker“, sagte Hans vergnügt, beim Poker hatte er meistens Glück.
    „Ne“, sagte der Mann, der eben schon gesprochen hatte. „Poker is‘ uns zu kompliziert, da kennen wir die Regeln gar nich‘ richtig. Wir spielen Mau Mau.“
    „So, so.“ Der Junge war etwas verwirrt, doch Mau Mau sollte ihm auch recht sein. Er warf ein paar Münzen als Einsatz auf den auf den Geldhaufen in der Mitte. Und nahm seine Karten auf.
    „Ach, verflucht, ich hab keine Münzen mehr“, sagte der Mann, der Hans gegenüber saß und wühlte in seiner Westentasche.
    „Tja, Johann, da muss du wohl diese Runde aussetzen“, spottete ein anderer.
    „Nichts da, ich setze nich‘ aus, hab’s im Gefühl, dass ich diese Runde gewinne“, sagte Johann.
    „Und was willst du setzen?“, fragte der andere wieder. „Dein Haus hast du doch letzte Woche schon verspielt, nicht wahr?“
    „Aber ich hab‘ ja noch dieses Schätzchen.“ Johann grinste und holte unterm Tisch ein Leinenbündel hervor. Er wickelte den Soff ab und zum Vorschein kam ein Goldklumpen, beinahe so groß wie Hans‘ Kopf. Den anderen Männern und auch Hans fielen fast die Augen aus dem Kopf, als sie den Klumpen sahen.
    „Wo hast du den denn her?“, fragten der Mann neben Hans. „Das Ding is‘ ja riesig.“
    „Das ist mein Geheimnis.“ Er ließ den Klumpen Gold auf den Tisch fallen. Da kam die Wirtin mit einem Teller und einem Krug Bier an dem Tisch vorbei.
    „Willst du das jetzt essen oder nicht?“, fragte sie den Knaben.
    „Geben Sie mir das Bier, das Essen können Sie da hinten auf den Tisch stellen, esse ich später“, antwortete Hans und griff nach seinem Bier. Als die Wirtin wieder in der Küche verschwunden war, begannen sie zu spielen. Erst lief es noch gut für Hans, er war der Erste, der nur noch eine Karte in der Hand hielt, doch dann legte Bjarni, der Mann der vor ihm an der Reihe war, eine Herz zehn. Hans hatte aber nur einen Kreuz König auf der Hand und wenn er jetzt eine Karte ziehen musste, konnte er nicht mehr gewinnen, denn Bjarni hatte nun ebenfalls nur noch eine Karte und diese war ein Bube, wie Hans erkannt hatte, als er heimlich zu Bjarni hinüber gespickt hatte. Doch er musste unbedingt gewinnen! Der Goldklumpen glitzerte im Sonnenlicht und Hans fragte sich wie es sich wohl anfühlen würde, ihn in den Händen zu halten. Da kam ihm eine Idee.
    „Seht mal da! Ein fliegendes Rentier!“, rief er.
    „WO?!“ Die anderen drehten sich zum Fenster. Hans nutzte die Zeit, er zog ein paar Karten aus dem Stapel, suchte sich eine heraus, die er ablegen konnte und legte die anderen zurück. Die Männer merkten von alledem nichts.
    „He“, sagte Johann plötzlich und drehte sich wieder zu Hans um. „Es gibt doch gar keine fliegenden Rentiere.“
    „Dann hab ich mich wohl getäuscht. Mau Mau.“ Er legte seine letzte Karte auf den Haufen und grinste. Doch als er nach dem Goldklumpen greifen wollte wurde seine Hand von Bjarni festgehalten.
    „Sag mal, Bursche“, begann er langsam. „Kann es sein, dass du uns verkohlen wolltest und uns mit diesem fliegenden Rentier abgelenkt hast um zu schummeln?“
    „Ähm…nein“, stammelte Hans nervös. Er war geschockt, dass Bjarni wirklich seinen grandiosen Plan durchschaut hatte. Bevor noch jemand etwas sagen konnte, befreite Hans seine Hand, schnappte sich den Goldklumpen und rannte hinaus ins Freie. Die Männer liefen ihm, laut schreiend hinterher. Hin und wieder konnte man, zwischen den wütenden Rufen der Männer, die Wirtin hören, sie schrie Hans habe noch nicht bezahlt und sie wolle sofort ihr Geld haben.
    Der wütende Mob verfolgte Hans bis an den Rand des Dorfes, dort gelang es dem Jungen sich hinter einer Scheune zu verstecken. Als die Männer und die Wirtin um die Kurve gerannt kamen, liefen sie glatt an der Scheune vorbei. Hans kicherte in seinem Versteck vor sich hin.
    „Ich bin so schlau“, sagte er zu sich selbst. „Ja, der Schlauste bin ich. Und Vater meinte ich sei dumm, pah. Ein Genie, das bin ich.“ Erst als er sich sicher war, dass Johann und die anderen die Verfolgungsjagt aufgegeben hatten und ins Wirtshaus zurückgekehrt waren, wagte sich Hans aus seinem Versteck und verließ, den Goldklumpen in ein Tuch gewickelt über der Schulter tragend, das Dorf. Dummerweise hatte er nun immer noch einen knurrenden Magen.


    Zuletzt von blood am Do 23 Okt 2008, 20:07 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet

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    Re: Hans im Glück

    Beitrag von Tin am Do 23 Okt 2008, 20:05

    Hehe...eine lustige Fortsetzung, wie ich finde^^

    „Wo hast denn her?“, fragten der Mann neben Hans.


    Da fehlt ein den, kann das sein? Wink

    Er war geschockt, dass Bjarni wirklich seinen grandiosen Plan durchschaut hatte.

    „Ich bin so schlau“, sagte er zu sich selbst. „Ja, der Schlauste bin ich. Und Vater meinte ich sei dumm, pah. Ein Genie, das bin ich.“


    An den beiden Stellen musste ich so lachen Very Happy Wirklich cool^^ Der hält ja ganz schln was auf sich...hihi^^


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    Re: Hans im Glück

    Beitrag von blood am Do 23 Okt 2008, 20:07

    Da fehlt ein den, kann das sein?

    hehe, ja und auch noch ein "du" Embarassed

    danke für dein kommi

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    Re: Hans im Glück

    Beitrag von Tin am Do 23 Okt 2008, 20:15

    Stimmt^^ Na, is ja nicht schlimm!

    Bitte bitte, gern gemacht^^ :)


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    Re: Hans im Glück

    Beitrag von Bloodangel am Do 23 Okt 2008, 22:53

    Hihihi!
    Eine sehr witzige Fortsetzung!
    Besonders das mit den fliegenden Rentier!
    Bitte schreib schnell weiter!

    LG

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