Das singende, klingende Bäumchen
Inhaltsangebe, des Originalmärchens, laut defa-sternstunden.de
Der schöne Prinz kommt in das Schloss des greisen Königs, um dessen Tochter zu freien. Doch die hochmütige Prinzessin verschmäht sein Geschenk, eine Truhe voll kostbarer Perlen. Stattdessen fordert sie von ihm das singende, klingende Bäumchen. Nach langer erfolgloser Suche trifft der Prinz schließlich auf einen Zwerg, der ihm helfen will. Er gibt dem Prinzen das Bäumchen, das allerdings erst singen und klingen wird, wenn die Prinzessin diesen wahrhaft liebt. Bleibt das Bäumchen stumm, so muss der Prinz fortan im Reich des Zwerges leben. Als die Prinzessin das klanglose Gewächs sieht, weist sie den Prinzen erneut ab. Traurig kehrt dieser mit dem Bäumchen zum Zwerg zurück, der sich als böse Kreatur entpuppt und ihn in einen Bären verwandelt. Die Prinzessin indes will das Bäumchen unbedingt singen hören und schickt den Vater es zu holen. Der König erhält es auch vom Bären und verspricht ihm dafür das erste, was ihm bei seiner Heimkehr im Schloss begegnet. Bedauerlicherweise ist es seine ungeduldige Tochter, die ihn zuerst begrüßt. Trotz strenger Bewachung dringt der Bär in das Schloss ein und entführt die Prinzessin ins Reich des Zwerges, wo der ihr ein hässliches Gesicht entsprechend ihres Wesens verpasst. Durch gute Taten wird aus der trotzigen, verwöhnten Königstochter ein warmherziger Mensch, der mit seiner Hilfsbereitschaft und Liebe die Zauber des bösen Zwerges brechen kann und schließlich auch das Bäumchen zum Singen und Klingen bringt.
Prolog
Herbst.
Das Wetter war noch angenehm, wie im Spätsommer. Die Temperaturen noch nicht zu kalt, sodass man noch mit kurzer Jacke hinausgehen konnte, und die Tage noch nicht allzu kurz, sodass man Abends noch keine Angst haben musste, wenn man durch die dunklen Gassen zu seien Freunden ging. Aber die Blätter fielen schon. In allen Farben färbten sie sich, von Grün bis Rot und dann fielen sie irgendwann zu Boden.
Wie jeden Herbst.
Sechs Uhr. Sie Sonne ging gerade unter und tauchte die Stadt in ein warmes, orangenes Licht, das nicht ganz zu dem kühlen Wind passte, der die Blätter durch die Luft wirbeln ließ. Die Nässe und der Geruch des Regens, der erst vor einer knappen Stunde aufgehört hatte, lagen in der Luft.
Die Straßenbahn fuhr los und drückte Sue in ihren Sitz.
Sie seufzte leidlich. Wieder ein langweiliger Schultag vorbei.
Endlich.
Und bald würde das alles auch vorbei sein. Noch ein halbes Jahr, dann Abitur und dann nur weg von hier. Raus in die Welt. Irgendwohin, wo es schön war, nicht so öde wie hier. Und ihr Vater würde das natürlich finanzieren. Wer sonst?
Sie griff in die vordere Tasche ihres Rucksacks, zog einen kleinen Spiegel hervor und betrachtete ihr Spiegelbild. Zum Glück konnte sie heute feststellen, dass sie so hübsch aussah, wie immer. Ihre glatten, blonden Haare und ihre leuchten blauen Augen glänzten lebendig und frisch im Lichte der untergehenden Sonne.
Sue seufzte abermals.
Es war so anstrengend, immer hübsch auszusehen.
Aber das war wohl das Schicksal einer reichen Hotelerbin.
Inhaltsangebe, des Originalmärchens, laut defa-sternstunden.de
Der schöne Prinz kommt in das Schloss des greisen Königs, um dessen Tochter zu freien. Doch die hochmütige Prinzessin verschmäht sein Geschenk, eine Truhe voll kostbarer Perlen. Stattdessen fordert sie von ihm das singende, klingende Bäumchen. Nach langer erfolgloser Suche trifft der Prinz schließlich auf einen Zwerg, der ihm helfen will. Er gibt dem Prinzen das Bäumchen, das allerdings erst singen und klingen wird, wenn die Prinzessin diesen wahrhaft liebt. Bleibt das Bäumchen stumm, so muss der Prinz fortan im Reich des Zwerges leben. Als die Prinzessin das klanglose Gewächs sieht, weist sie den Prinzen erneut ab. Traurig kehrt dieser mit dem Bäumchen zum Zwerg zurück, der sich als böse Kreatur entpuppt und ihn in einen Bären verwandelt. Die Prinzessin indes will das Bäumchen unbedingt singen hören und schickt den Vater es zu holen. Der König erhält es auch vom Bären und verspricht ihm dafür das erste, was ihm bei seiner Heimkehr im Schloss begegnet. Bedauerlicherweise ist es seine ungeduldige Tochter, die ihn zuerst begrüßt. Trotz strenger Bewachung dringt der Bär in das Schloss ein und entführt die Prinzessin ins Reich des Zwerges, wo der ihr ein hässliches Gesicht entsprechend ihres Wesens verpasst. Durch gute Taten wird aus der trotzigen, verwöhnten Königstochter ein warmherziger Mensch, der mit seiner Hilfsbereitschaft und Liebe die Zauber des bösen Zwerges brechen kann und schließlich auch das Bäumchen zum Singen und Klingen bringt.
Prolog
Herbst.
Das Wetter war noch angenehm, wie im Spätsommer. Die Temperaturen noch nicht zu kalt, sodass man noch mit kurzer Jacke hinausgehen konnte, und die Tage noch nicht allzu kurz, sodass man Abends noch keine Angst haben musste, wenn man durch die dunklen Gassen zu seien Freunden ging. Aber die Blätter fielen schon. In allen Farben färbten sie sich, von Grün bis Rot und dann fielen sie irgendwann zu Boden.
Wie jeden Herbst.
Sechs Uhr. Sie Sonne ging gerade unter und tauchte die Stadt in ein warmes, orangenes Licht, das nicht ganz zu dem kühlen Wind passte, der die Blätter durch die Luft wirbeln ließ. Die Nässe und der Geruch des Regens, der erst vor einer knappen Stunde aufgehört hatte, lagen in der Luft.
Die Straßenbahn fuhr los und drückte Sue in ihren Sitz.
Sie seufzte leidlich. Wieder ein langweiliger Schultag vorbei.
Endlich.
Und bald würde das alles auch vorbei sein. Noch ein halbes Jahr, dann Abitur und dann nur weg von hier. Raus in die Welt. Irgendwohin, wo es schön war, nicht so öde wie hier. Und ihr Vater würde das natürlich finanzieren. Wer sonst?
Sie griff in die vordere Tasche ihres Rucksacks, zog einen kleinen Spiegel hervor und betrachtete ihr Spiegelbild. Zum Glück konnte sie heute feststellen, dass sie so hübsch aussah, wie immer. Ihre glatten, blonden Haare und ihre leuchten blauen Augen glänzten lebendig und frisch im Lichte der untergehenden Sonne.
Sue seufzte abermals.
Es war so anstrengend, immer hübsch auszusehen.
Aber das war wohl das Schicksal einer reichen Hotelerbin.
Zuletzt von Pooly am Di 18 Jan 2011, 09:35 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet



























