So, ich hab dann mal ein bisschen weiter geschrieben :ganzlieb:
Ist nicht sooo gut geworden, aber neue Ideen sind da

3. Kuchen und Wein
Es war kalt. Eisige Kälte durchdrang ihre Haut und fror die Knochen des Mädchens ein. Sie spürte es, doch an den Augenlidern schienen Bleigewichte zu hängen.
Sie hob schwerfällig den Arm und wollte neben sich nach Edward tasten, doch da war nichts. Nur eine schneefreie Fläche.
Sofort schnellte Triela in die Höhe und war verwundert, denn der Mantel, den sie gestern Nacht noch Edward übergeworfen hatte, lag auf ihrem kalten Körper. Doch der verletzte Junge war fort.
Die Geschehnisse der letzten Stunden spukten Triela durch den Kopf. Das Monster, der Rehkardaver und Edward, wie er zu Boden geschleudert wurde.
Das Feuer war herunter gebrannt und kalte Asche lag auf der Feuerstelle, genau wie auf ihrer Vergangenheit. Mit dem Rachedurst hatte sie ihren Freund in Gefahr gebracht. Jetzt war er verschwunden, trotz seiner schweren Verletzung.
Was war geschehen?
Die Sonne warf ihr goldenes Morgenlicht auf die kleine Lichtung und ließ den weißen Teppich auf der Wiese aufleuchten.
Triela schüttelte den Schnee aus ihren Haaren und stand wankend auf. Sie musste Edward suchen, auch wenn der Schwindel ihren Körper wieder in die Knie zwang.
'Wo bist du?'
Seine Flinte war verschwunden. Fußspuren und Bluttropfen besudelten die einheitlich weiße Fläche. Ein Bild, wie ein Stillleben. Ruhig, harmonisch. Beängstigend. Nicht einmal der Wind ging und machte das Gemälde vollkommen.
Triela griff sich ihren Mantel und schnallte die Pistolen an ihren Gürtel.
Gerade als sie Richtung Wald stürmen wollte, prallte sie gegen einen Körper und ein Schrei entfloh ihrer Kehle.
Heiße Hände legten sich auf ihre weit geöffneten Lippen und ihre Augen weiteten sich. Ihre Hände wanderten zu den Waffen, doch da erklang eine kehlige Stimme: „Hey, hey. Triela ich bins. Keine Angst, ich hab uns nur was zu Essen geholt.“
„Edward?“
Er sah so anders aus. Seine Körpertemperatur … Hatte er noch Fieber?
Triela rüttelte seine Hände ab und konnte nicht anders reagieren, als ihn an zu schreien: „Ed! Was fällt dir ein einfach aufzustehen und ohne mir Bescheid zu geben weg zu laufen? Du hast noch Fieber!“
Der Junge jedoch lächelte nur und hob beschwichtigend einen Korb an. Eine karierte Decke lag darüber und ein Flaschenhals ragte hervor. Das Mädchen sah ihn zweifelnd an, doch der Duft, der durch den Stoff sickerte war so verführerisch, dass sie nachgab und ihr Zorn gezügelt wurde.