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    „Die Partei“ kapert und verändert 31 geheime AfD-Gruppen

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    „Die Partei“ kapert und verändert 31 geheime AfD-Gruppen

    Beitrag von moriazwo am Mi 06 Sep 2017, 08:34

    Die Wahlen zum Deutschen Bundestag am 24. September werfen ihre Schatten voraus und zum ersten Mal redet man auch darüber, dass die sozialen Medien einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den Ausgang der Wahlen nehmen könnten. Insbesondere Parteien wie die ungeliebte AfD haben das erkannt und nutzen diese Medien intensiv für die Verbreitung ihres rechten Gedankenguts.

    Sicher habt Ihr alle schon von der "Partei" gehört, die als Realsatire vom früheren Chefredakteur der Satirezeitschrift "Titanic" gegründet wurde und die seitdem an allen wichtigen Wahlen im Land teilgenommen hat. Ursprünglich nur als reine Satire-Aktion geplant, um die Umtriebe im Rahmen von Wahlkämpfen ad absurdum zu führen, führt sie inzwischen durchaus ernst zu nehmende Projekte durch, die einigen Menschen nicht unbedingt gefallen werden - so beispielsweise Anhängern der AfD.

    Ich muss jedoch gestehen, dass ich meine Schadenfreude in diesem Zusammenhang nicht wirklich im Zaum halten kann. Warum auch?

    Auf der Online-Plattform "derwesten.de" der Funke-Mediengruppe, die auch Tageszeitungen wie die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" herausbringt, erschien am 03.09.207 folgender Beitrag:


    „Die Partei“ kapert und verändert 31 geheime AfD-Gruppen

    Lars Wienand
    am 03.09.2017 um 12:50 Uhr

    In bislang geheimen Gruppen der AfD haben nun Administratoren von der Satirepartei „Die PARTEI“ die Kontrolle übernommen.
    Die AfD hat den Einfluss auf zahlreiche Facebook-Gruppen ihrer Anhänger verloren.
    Mitglieder von „Die Partei“ haben es geschafft, in den Gruppen Administratoren zu werden.
    Die Gruppen sind nun öffentlich und haben nun neue Namen, wie „Hummus-Liebe“ oder „I love Antifa“.

    Berlin. Kurz vor der Wahl verliert die AfD ihren Einfluss auf viele Facebook-Gruppen, in denen oftmals besonders engagierte Anhänger sich im Geheimen austauschten. Mitgliedern von der „Partei“ ist es gelungen, mit falschen Accounts zu Administratoren aufzusteigen. Am Sonntag haben sie die anderen Administratoren entfernt und die Gruppen auf öffentlich gestellt.

    Satiriker Shahak Shapira erklärte in einem, in allen Gruppen verbreiteten Video, zur Aktion: „Mein Team und ich haben die Gruppen vor elf Monaten infiltriert, nun übernehmen wir die Macht“. Unserer Redaktion liegt eine Liste der 31 Gruppen, sie haben Titel wie „Mein Vaterland“, „Der Koran“, „Guido Reil FanCLUB“ oder „Stürzenberger Michael - Gruppe“.

    AfD-Facebook-Gruppen mit Zehntausenden Mitgliedern

    Zusammen haben sie mehr als 180.000 Mitglieder. Die größten wie AfD 51% – das ist unser Ziel ! ! !“ und „Dr. Frauke Petry-FanCLUB“ bringen es auf mehr als 20.000. Öffentlich sind aber bislang nur Gruppen mit bis zu 5000 Mitgliedern. Aus einer Gruppe „Heimat-Liebe“ wird nun „Hummus-Liebe“, aus „Afd-Freunde“ „Die PARTEI-Freunde“.

    Viele Gruppen wurden bislang als Fanclub-Zusammenschlüsse von diversen AfD-Politikern bezeichnet. Doch aus den Anhängern von Björn („Bernd“) Höcke, Beatrix von Storch oder Alexander Gauland werden nun laut Gruppennamen Fans von Serdar Somuncu, Shahak Shapira oder Jerome Boateng, wer bislang der Gruppe „Die Wahrheit über die Antifa“ angehörte, ist nun in der Gruppe „I love Antifa“.

    Eine Person, die sich in einer Mail „Störenfrieda“ nennt, schrieb unserer Redaktion, man beobachte die Gruppen seit November 2016. Mit viel Arbeit, Strategie und viel Glück sei man an die Adminrechte gekommen. „Sie wurden uns freiwillig übergeben.“ Die „Partei“-Mitglieder hatten über Monate glaubwürdig als überzeugte Verfechter von AfD-Positionen auftreten müssen, um sich das Vertrauen zu erarbeiten.

    Shahak Shapira legt neue Regeln fest.

    »Ob das so gut ist, alle Einstellungen zu ändern?« Erste Reaktionen von Mitgliedern einer geheimen AfD-Gruppe, deren Status versehentlich zu früh bereits auf öffentlich geändert wurde.

    Shapira sagt in dem Video, eine offenbar im rheinland-pfälzischen Bad Dürkheim lebende Frau habe die Gruppen offenbar in enger Abstimmung mit Funktionären der Partei gegründet. Shapira zufolge ist auch ein Mitarbeiter der rheinland-pfälzischen AfD-Fraktion intensiv mit der Betreuung der Gruppen befasst gewesen. In Chatnachrichten sei auch deutlich geworden, dass der rheinland-pfälzische AfD-Vorsitzende Uwe Jung genau beobachtet habe, was in den Gruppen passiert und es Ärger mit ihm geben könne. Kritische Mitglieder seien rausgeworfen worden.

    Bei dem Aufbau der Gruppen seien Bots im Einsatz gewesen, um Inhalte automatisiert zu posten. Hinweise dazu hatte die FAZ bereits aufgegriffen. Shapira im Video: „Von nun werden sie ausschließlich von echten Menschen verarscht!“.

    Er legt dann auch direkt los mit neuen Regeln für die Gruppen: „Hetze gegen Muslime ist aber sofort gegen Mekka auszurichten. Kritik am Gender-Irrsinn muss geschlechtsneutral formuliert werden.“ Shapira schließt mit einem Wahlaufruf für die „Partei“ und einer weiteren Breitseite gegen die AfD: „Wer eine Facebook-Gruppe nicht aufrechterhalten kann, wird es mit einem ganzen Land erst recht nicht schaffen.“

    Facebook sperrte Anonymous-Seite

    Der bekannteste Fall einer feindlichen Übernahme einer Gruppe oder Seite auf Facebook war bisher die Seite „Anonymous.Kollektiv“, die die reichweitenstärkste rechte Hassseite war. Viele Nutzer glaubten, es dort mit den Hackern zu tun zu haben, die für freies Internet, gegen IS und Scientology arbeiten.

    So war die Seite auch entstanden – doch dann soll einer der Administratoren die anderen drei rausgeworfen haben. Die Seite und der Ruf der Anonymous-Bewegung unter jungen Leuten wurde nun genutzt, um Hetzartikel zu verbreiten und für einen Waffenshop „Migrantenschreck“ zu werben. Facebook hat die Seite schließlich gesperrt, der Betreiber ist nun auf dem russischen Netzwerk vk aktiv.





    Facebook-Aktion
    Shahak Shapira findet „Cyberputsch“ gegen AfD nicht lustig

    Lars Wienand
    03.09.2017 - 18:37 Uhr
    Shahak Shapira in dem Video, in dem die Übernahme der Gruppen aufgelöst wurde.



    Foto: Screenshot Facebook / Shahak Shapira Facebook

    „Die Partei“ hat die Kontrolle von Dutzenden geheimen Gruppen der AfD auf Facebook übernommen. Die Inhalte werden öffentlich.

    Berlin „Die Partei“ hat mit Shahak Shapira die Kontrolle über AfD-Facebook-Gruppen gewonnen. Bei den Gründen wird der Satiriker sehr ernst.

    Vor dem TV-Duell war es am Sonntag das Gesprächsthema: Mitglieder der Satirepartei „Die Partei“ haben es in geheimen Gruppen der AfD bis zu Administratoren geschafft – und dann die anderen Administratoren rausgeworfen und 31 Gruppen gekapert . Während die Aktion im Netz jenseits der AfD-Kreise viel Belustigung auslöst, wird Satiriker Shahak Shapira im Interview mit unserer Redaktion ernst. In einem Video mit ihm war in allen Gruppen der „Cyberputsch“ gegen die AfD erläutert werden.

    Im Netz lachen die Menschen, dass Sie 31 AfD-Gruppen übernommen haben. Voller Erfolg?!

    Shahak Shapira: Ich habe das lustig verpackt, aber eigentlich ist das gar keine lustige Sache, wenn man sich die Dimensionen überlegt. Es sind ja nicht irgendwelche Mitglieder, die das einfach so gemacht haben, zumindest der rheinland-pfälzische AfD-Vorsitzende Uwe Junge war ja Chatnachrichten zufolge tief eingebunden.

    Und wo ist für Sie das Problem?

    Shapira: Was da passiert, ist schmutzig und wir müssen darüber reden. Ich bin ja selbst auch mit einem Fakeprofil den Gruppen zugefügt worden und habe erlebt, wie man dann über Freundschaftsanfragen von mutmaßlichen Bot-Accounts aus der AfD und deren Inhalten in einen Strudel von Hetze und Fakenews reingezogen wird. Die größte Gruppe unter den Mitgliedern sind Männer im Alter von 45 bis 54 Jahre, die vielleicht noch nicht immer so routiniert sind im Internet. Das ist das, was auch in den USA passiert ist. Hier wird ein digitaler Wahlkampf geführt, der nur dazu dient, Menschen zu manipulieren. Und das ist hier nicht mal sonderlich schlau gemacht. Was passiert, wenn das jemand noch verdeckter anstellt?

    Ging es auch darum, die AfD vorzuführen? Oder dort Zweifel zu säen, wem man noch trauen kann?

    Shapira: Uns ging es eigentlich um die Leute, die in diesen Gruppen sind und sich verarschen lassen. Vielleicht gelingt es uns, bei ein paar von ihnen einen Stein ins Rollen zu bringen. Meinungen und Einstellungen ändern sich nicht, aber vielleicht liefert es Anstöße bei manchen Leuten, sich Gedanken zu machen.

    Wie bist Du vorgegangen?

    Shapira: Ich wusste seit November davon, aber die Arbeit kam von anderen. Ich bin allerdings seit Samstagmorgen wach, und es schon einiges an Arbeit in der letzten Woche. Wir haben die Bots erst einmal weggemeldet und dann das Vertrauen der AfD-Admins gewonnen. Nachdem uns die Admin-Rechte übertragen wurden, haben wir alles sehr vorsichtig geplant und letzte Nacht die Machtübernahme vollzogen. Dann haben wir heute Mittag unser Territorium markiert.

    Ihr habt ja auch Gruppen gekapert, die mehr als 5000 Mitglieder haben und sich nicht auf öffentlich stellen lassen. Was macht ihr damit?

    Shapira: Och, da kann jetzt jeder eintreten. Man kann sich über die Partei einladen lassen. Wir fügen da Leute hinzu, bis wir uns da wohlfühlen. Das ist die israelische Strategie: Irgendwo hingehen und sich breitmachen.
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    Re: „Die Partei“ kapert und verändert 31 geheime AfD-Gruppen

    Beitrag von SaKi am Mi 06 Sep 2017, 21:20

    Hallo Michael,

    diese Aktion habe ich natürlich mitbekommen und mich sehr darüber gefreut. Wenn es keine verschenkte Stimme wäre, hätte die PARTEI längst meine Erst- und Zweitstimme. Ich habe heute auch schon per Briefwahl gewählt, allerdings eine andere Partei (ich bin ziemlich linksgrünversifft, mit Betonung auf dem ersten Teil).

    Ich bin ja ein großer Fan davon, solche Dinge auffliegen zu lassen, wie sie da in den AfD-Gruppen (und anderen rechten Hetzgruppen) passieren. Und ich finde diese Aktion auch gut. Es gibt nur einen unangenehmen Nebeneffekt, den man prinzipiell bei allem hat, wenn es irgendwo um die AfD geht. Die AfD kann sich sofort wieder in ihrer Opferrolle suhlen, dass ja alle gegen sie sind und sie nur schlecht behandeln und dass man es "denen" ja jetzt erst recht zeigen müsste. Das spielt denen also dummerweise auch in den Wahlkampf (diese Partei macht ja ohnehin 365 Tage im Jahr nichts anderes als Wahlkampf – echte Inhalte gibt es nicht). Das hat ja auch die inszenierte Aktion gestern von Alice Weidel gezeigt, als sie theatralisch das Studio verließ mitten in der Debatte und dann kurz darauf ein Statement veröffentlichte, das nichts mit dem zu tun hatte, was tatsächlich in dem TV Duell abgelaufen ist.

    Ich bin ja ein Mensch, der sich gern auch kontroverse Meinungen und Positionen anhört und deswegen beispielsweise auch TV Duelle schaut (wenn sie nicht total dämlich aufgemacht sind), um einen Eindruck von "den anderen" zu bekommen, auch wenn ich meistens die gleiche Partei oder ähnlich wähle. Das liegt aber nicht an Gewohnheit, sondern weil die Inhalte mich einfach überzeugen und auch das Verhalten im Bundestag, wenn es um Abstimmungen geht (also außerhalb des Wahlkampfes). Ich schaue mir aber gern an, was die anderen Parteien so treiben. Auch der AfD gebe ich jedes Mal eine realistische Chance, so wie das auch die meisten Politiker in Diskussionen tun. Das ist nun einmal Demokratie und das ist auch in Ordnung so. Allerdings braucht es keine bösen Anderen, damit die AfD sich selbst ins Abseits stellt. Natürlich muss man sich bei den Positionen, die diese Partei vertritt, rechtfertigen, denn die Aussagen dieser Partei und ihrer Anhänger laufen nun einmal den Grundwerten, die die meisten Deutschen vertreten, teilweise der Demokratie und sogar dem Grundgesetz entgegen. Kein Wunder also, wenn sie in politischen Diskussionen meist allein dastehen, weil niemand mit rechten Hetzern zusammenarbeiten will. Ich hab's immerhin versucht, den Argumenten aller Spitzenkandidaten (Parteivorsitzende und Vizes und wer noch so zu Wort kommen durfte bisher) zuzuhören ... aber irgendwann kann man als klar denkender Mensch diese AfD nicht mehr ertragen. Ich tue mich auch schwer mit der CSU/CDU und anderen Parteien, aber immerhin schaffen die mal einen halbwegs sachlichen Diskurs. Das hat die AfD einfach nicht drauf. Und wer so auftritt, hat es einfach nicht anders verdient, dass seine vermeintlich verdeckten Aktivitäten und diese vermalledeiten Gruppierungen, die für Manipulation und nichts weiter genutzt werden, öffentlich gemacht werden.

    Ich hoffe einfach auch, dass es einfach noch einige wenige AfD-Anhänger gibt, die nicht blind und fanatisch "Jetzt erst recht!" brüllen, sondern die zum Nachdenken angeregt werden. Ich hoffe wirklich, dass Satire eines der Mittel sein wird, die dazu führen, dass die Nazis keine allzu laute Stimme in unserer Bundesregierung bekommen werden.

    Beinahe unfreiwillig komisch finde ich übrigens die Aussage vieler AfD-Wähler, die sagen, dass die "Alt-Parteien" ja nach der Wahl nie ihre Wahlversprechen einlösen und die AfD es ja besser machen würde. Weil die ihre Anhänger nicht verarschen. Ahaha. Ich frage mich dann immer, was diese Leute so sicher macht, dass die AfD anders ist. Die ist genauso eine Partei, die dann später im Bundestag Koalitionen eingehen und gegen die Opposition bestehen muss. Und die Wahlkampf betreibt. Und die ganz nebenbei die ganze Zeit manipulative Nachrichten, Fake News, Lügen und Hetze verbreitet – und das in einem größeren Maße als alle anderen Parteien zusammen, die die Wahrheit im Wahlkampf auch des öfteren beugen, wie es ihnen passt.

    Nun ja ... ich hoffe, diese Aktion hat positive Folgen. Jedes blaue Prozent weniger ist ein gutes Prozent.
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    Re: „Die Partei“ kapert und verändert 31 geheime AfD-Gruppen

    Beitrag von moriazwo am Do 07 Sep 2017, 13:16

    Hallo @Saki,

    ich gebe dir recht, dass die PARTEI es im Grunde verdient hätte, gewählt zu werden. Leider sind die Aussichten, dass sie einen wesentlichen Einfluss auf die Tagespolitik nehmen könnten, so gering, dass es sich allein deshalb verbietet, seine Kreuze bei ihr zu machen. Für jemanden jedoch, der so unentschlossen ist, dass er überhaupt nicht an der Wahl teilnehmen will, wäre es eine Alternative, seine Stimme nicht untergehen zu lassen. Jede nicht abgegebene Stimme erhöht - rein mathematisch - schließlich den Prozentsatz der Stimmenanteile der rechten Randgruppen.
    Ob die Facbookaktion der PARTEI letzlich eine positive Entwicklung für die AfD verursachen könnte, wage ich zu bezweifeln. Natürlich werden sie sich in der Opferrolle "suhlen", wie du es nennst, aber das betrifft schließlich nur die Anhänger dieser Partei. Der Rest der Republik wird darüber lachen und ihrer Schadenfreude Ausdruck geben. Ich denke nicht, dass Menschen, die bisher Einstellungen vertreten, die denen der AfD konträr gegenüberstehen, durch eine solche Aktion diesen "Opfern" auf den Leim gehen.
    Diese TV-Duelle, die es vor wichtigen Wahlen zu sehen gibt, habe ich mir früher stets mit großem Interesse angeschaut. Vermutlich ging es mir wie dir darum, das Aufeinandertreffen der kontroversen Meinungen zu erleben und die Argumente der Kontrahenten zu hören. Ich muss leider gestehen, dass ich das heute nicht mehr mache. Vielleicht habe ich im Laufe der Zeit zu viele Wahlen und ihre Wahlkämpfe miterlebt, aber für mich sind diese Zusammentreffen inzwischen nichts weiter als inszenierte Show-Acts, die keinem anderen Zweck dienen, als sich selbst ins beste Licht zu rücken. Vier Jahre lang ist der Wähler eher lästig und Politik findet zumeist hinter verschlossenen Türen statt, aber vor den Wahlen wird dem Wähler Honig ums Maul geschmiert und jede Gruppierung verspricht das Blaue vom Himmel herunter. Natürlich gibt es durchaus Argumente, denen man sich nicht verschließen kann, doch zumeist geht es am Ende nur um Stimmenfang. Nach den Wahlen kommt man sehr schnell in der Realität an und bemerkt, wie kurz die Halbwertszeit von Wahlaussagen tatsächlich ist.
    Ich bin inzwischen 60 und durch die vielen Wahlen und Wahlkämpfe einfach ernüchtert. Mir reicht es meist, nach einem TV-Duell in der Tagespresse zu lesen, wie es gelaufen ist. Das bedeutet nicht, dass ich politisch nicht interessiert bin. Mich ödet nur mittlerweile dieses Balzverhalten der Kandidaten vor Wahlen an.
    Das war einmal vollkommen anders, als die Parteien - abgesehen natürlich von den Rechten, die damals noch nicht wieder als Partei aufgetreten sind - noch Positionen vertraten, die nicht um einen Stammplatz in der Mitte buhlen. Da gab es noch handfeste verbale Debatten und nicht dieses vorsichtige, auf Quote ausgerichtete Taktieren.
    Mein Vater war ursprünglich gelernter Landwirt und brachte die Umtriebe bei Wahlen gern auf den Punkt: Die Schweine ändern sich, doch der Trog bleibt immer derselbe.
    Viele machen gern ein großes Geheimnis darum, wem sie ihre Stimme geben, aber das sehe ich anders. Ich werde bei der Wahl mein Kreuz bei der SPD machen. Zwar hat für mich Martin Schulz als Galionsfigur der SPD nicht das Profil, das ich mir von einem Kanzlerkandidaten wünschen würde, aber eine weitere Schwächung der SPD als Gegenpart zur CDU würde mir auch nicht gefallen. Alle namhaften (darunter fällt für mich nicht die AfD) Parteien haben für mich ihre Plus- und Minuspunkte, doch am Ende tendiere ich doch eher zur SPD. Ich bin allerdings überzeugt davon, dass Angela Merkel das Rennen erneut machen wird. Sie taktiert in allem, was sie tut, so clever, dass keine der anderen Gruppierungen ihr wirklich gefährlich werden wird. Dabei täte ein Wechsel unserem Land womöglich ganz gut. Doch woher soll er kommen? Am Ende kommt es vermutlich wieder zu einer unsäglichen Großen Koalition, in der sich nur der stärkere Partner profilieren kann und die Machtverhältnisse zementiert, die sich in den Jahren abgenutzt haben. Ich wünsche mir nur, dass die AfD nicht die derzeit prognostizierten Ergebnisse erzielen kann, fürchte aber, dass es genau so kommen wird.
    Ich wohne mitten im Herzen des Ruhrgebiets, wo der Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund höher ist als in anderen Teilen der Republik. Hier hat man sich daran gewöhnt, dass Ausländer zum Bild auf der Straße gehören. Zu den besten Freunden meines älteren Sohnes zählt ein als Türke geborener Deutscher und ein Iraner. In meiner alten Wohnung waren meine direkten Nachbarn Tunesier, mit denen wir ein recht herzliches Verhältnis hatten. Es gehört einfach dazu - es macht die Welt bunter. Natürlich gibt es auch unter den Migranten solche, mit denen man nichts zu tun haben möchte, aber das gilt im Grunde für jede Bevölkerungsgruppe - auch für Deutsche. Leider schleicht sich rechtes Gedankengut durch künstliche Schaffung von Feindbildern - ich nenne mal den furchbaren Begriff der "Islamisierung des Abendlandes" - immer tiefer ins Bewusstsein insbesondere von bildungsfernen Teilen der Gesellschaft.
    Was das Halten von Wahlversprechen angeht, ist es immer leicht, mit dem Finger auf andere zu zeigen, wenn man selbst an der Gestaltung der Landespolitik nicht beteiligt ist. Da kann man munter Forderungen aufstellen, die nicht einmal in die Nähe des Machbaren zielen und behaupten, man hätte das 1:1 umgesetzt.
    Die Grünen haben das vor Jahren schmerzlich feststellen müssen, als sie plötzlich mit der SPD zusammen eine Koalition bilden konnten und für ihre Kernressorts zuständig waren. Da kamen sie urplötzlich in der Realität an und stellten fest, dass sie auch nur mit Wasser kochen können.
    Uns bleibt nur, unsere Stimmen abzugeben und zu hoffen, dass der Großteil der Wähler besonnen und vernünftig wählt. In drei Wochen sind wir schlauer ...

    LG Michael
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    Re: „Die Partei“ kapert und verändert 31 geheime AfD-Gruppen

    Beitrag von Imaginary am Do 07 Sep 2017, 21:32

    Ich habe die Aktion auch mitbekommen und ziemlich gefeiert. Ich finde die PARTEI ja auch unglaublich sympathisch, ich werde die zwar auch nicht wählen, aber sympathisch finde ich sie trotzdem und die Aktion ist einfach großartig. Bei AfD-Mitgliedern und Sympathisanten wird so etwas zwar sicherlich nicht zu einem großen Umdenken führen, aber wenn auch nur ein Einziger vielleicht dadurch ein bisschen mehr nachdenkt, bevor er seine Kreuzchen setzt, ist bereits viel gewonnen, denke ich.

    Vier Jahre lang ist der Wähler eher lästig und Politik findet zumeist hinter verschlossenen Türen statt, aber vor den Wahlen wird dem Wähler Honig ums Maul geschmiert und jede Gruppierung verspricht das Blaue vom Himmel herunter. Natürlich gibt es durchaus Argumente, denen man sich nicht verschließen kann, doch zumeist geht es am Ende nur um Stimmenfang.


    Dem kann ich so nicht komplett zustimmen. Natürlich kleben viele Politiker an ihrem Stuhl und natürlich geht es auch um Stimmenfang. Wenn man nicht gewählt wird, kann man schließlich auch nichts bewegen. Und klar wird den Wählern auch Honig ums Maul geschmiert. Ich glaube aber (und ich meine das nicht persönlich, das ist nur einfach meine Sicht der Dinge), dass man im Großen und Ganzen den Parteien Unrecht tut, wenn man sagt, dass alle nur das Blaue vom Himmel versprechen, dass sie der Wähler aber eigentlich nicht interessiert.
    Ich glaube, die wenigsten Leute gehen in die Politik, weil sie unbedingt auf Macht und Erfolg aus sind, zumindest erst einmal nicht. Klar, bei manchen spielt das sicher eine Rolle und wenn sie erst einmal davon gekostet haben, ist das auch wahrscheinlich bei einigen ein nicht unwesentliches Motiv, aber ich denke schon, dass die meisten sich erst einmal engagieren, weil sie etwas bewegen und dass das auch der Grund ist, wieso man sich für eine Wahl aufstellen lässt. Weil man an die Dinge glaubt, für die man (bzw. die Partei, der man angehört) einsteht und klar gibt es auch da immer mal wieder Dinge, die verbesserungswürdig sind (ich denke niemand, der irgendeiner Partei angehört, würde zu 100% allem zustimmen), aber so insgesamt denke ich schon, dass das der Grund ist. Natürlich gibt es immer mal ein paar Leute, deren Motivation wohl eher ist, dass sie an ihrem Stuhl kleben als dass es ihnen wirklich um den Wählerwillen ginge, aber ich denke, man kann das nicht so pauschalisieren.

    Ich finde, dass unsere personalisierte Verhältniswahl grundsätzlich eine gute Sache ist, weil dadurch eben nicht einzelne Personen/eine Partei viel zu viel Macht auf sich vereinen, sondern verschiedene Parteien und Fraktionen Einfluss auf die Politik nehmen können. Der Nachteil ist aber eben „leider“ auch, dass man viel mehr Kompromisse schließen muss. Deshalb bleibt einer Partei – gerade wenn sie Teil einer Koalition ist – ja oft nichts anderes übrig, als auch mal Dinge zu tun, die sie vielleicht selber eigentlich gerade nicht so toll findet und die den Wähler potentiell verprellen kann. Das ist natürlich höchst suboptimal, trotzdem denke ich, wenn man es sich ein bisschen zu einfach macht, das darauf zu reduzieren, dass es nur um Stimmenfang geht und dass das Blaue vom Himmel versprochen, aber nicht gehalten wird.
    Aber im Prinzip lese ich das auch aus deinen letzten Sätzen raus, also gehen unsere Gedanken da vielleicht auch in ähnliche Richtungen.

    Ich denke eigentlich auch nicht, dass Angela Merkel extrem clever taktieren würde. Die Probleme liegen meiner Meinung nach woanders:
    1. gibt es einfach viel zu viele Nichtwähler. Das stärkt natürlich auch die CDU ungemein.
    2. machen Protestwähler (gerade bei der AfD, davon gibt es ja auch einige) es leider auch nicht besser.
    3. hängt der SPD einfach immer noch vor allem die Agenda 2010 nach. Und viele Leute informieren sich leider gar nicht weiter darüber, welche Verbesserungen die SPD dahingehend anstrebt, sondern es gibt Leute, die dann lieber die CDU wählen (dass die seit 12 Jahren die Möglichkeit gehabt hätten, was dran zu verbessern und sie nicht genutzt haben, wird dabei gerne mal vergessen).
    Das sind ja alles einfach (neben weiteren) Faktoren, die die CDU sehr stärken. Ich finde nämlich nicht, dass Angela Merkel klug taktieren würde, denn eigentlich ist ihr stärkstes „Argument“ ihr Credo „Sie kennen mich“. Denn an sich hat sie nun bereits mehrfach bewiesen, dass sie ein ziemlicher Wendehals ist. Und ich will das auch gar nicht grundsätzlich verteufeln (aus oben genannten Gründen), aber ich finde es nicht sehr klug. Wie gesagt, ich glaube, der Hund liegt woanders begraben.
    Und letzten Endes ist Deutschland einfach auch sehr konservativ, was aber auch mit darin liegt, dass gerade unter jüngeren Leuten viele einfach nicht wählen gehen. Und „ältere“ Generationen wählen nun einmal tendenziell oft die CDU. Natürlich kann man auch das nicht pauschalisieren, aber ich glaube, grob passt das schon.

    Eeh … ich bin vom Thema abgekommen, tut mir leid. Die Aktion der PARTEI finde ich wie gesagt auf jeden Fall auch großartig. Ich sehe das einfach auch wie SaKi: Ich finde es gut, auffliegen zu lassen, was da passiert.

    Beinahe unfreiwillig komisch finde ich übrigens die Aussage vieler AfD-Wähler, die sagen, dass die "Alt-Parteien" ja nach der Wahl nie ihre Wahlversprechen einlösen und die AfD es ja besser machen würde.


    Besonders unfreiwillig komisch finde ich ja auch, dass die AfD Dinge in ihrem Wahlprogramm stehen hat, von denen ich nicht glaube, dass die Leute, die am lautesten schreien, dass sie die AfD wählen werden, sie wirklich wollen. Aber gut, das würde voraussetzen, dass Wähler sich wirklich mit den Wahlprogrammen der Parteien auseinander setzen und das machen leider nur wenige …
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    Re: „Die Partei“ kapert und verändert 31 geheime AfD-Gruppen

    Beitrag von moriazwo am Fr 08 Sep 2017, 09:54

    Hallo @Imaginary

    Dem kann ich so nicht komplett zustimmen. Natürlich kleben viele Politiker an ihrem Stuhl und natürlich geht es auch um Stimmenfang. Wenn man nicht gewählt wird, kann man schließlich auch nichts bewegen. Und klar wird den Wählern auch Honig ums Maul geschmiert. Ich glaube aber (und ich meine das nicht persönlich, das ist nur einfach meine Sicht der Dinge), dass man im Großen und Ganzen den Parteien Unrecht tut, wenn man sagt, dass alle nur das Blaue vom Himmel versprechen, dass sie der Wähler aber eigentlich nicht interessiert.
    Ich glaube, die wenigsten Leute gehen in die Politik, weil sie unbedingt auf Macht und Erfolg aus sind, zumindest erst einmal nicht. Klar, bei manchen spielt das sicher eine Rolle und wenn sie erst einmal davon gekostet haben, ist das auch wahrscheinlich bei einigen ein nicht unwesentliches Motiv, aber ich denke schon, dass die meisten sich erst einmal engagieren, weil sie etwas bewegen und dass das auch der Grund ist, wieso man sich für eine Wahl aufstellen lässt. Weil man an die Dinge glaubt, für die man (bzw. die Partei, der man angehört) einsteht und klar gibt es auch da immer mal wieder Dinge, die verbesserungswürdig sind (ich denke niemand, der irgendeiner Partei angehört, würde zu 100% allem zustimmen), aber so insgesamt denke ich schon, dass das der Grund ist. Natürlich gibt es immer mal ein paar Leute, deren Motivation wohl eher ist, dass sie an ihrem Stuhl kleben als dass es ihnen wirklich um den Wählerwillen ginge, aber ich denke, man kann das nicht so pauschalisieren.
    Vielleicht klingt meine Aussage zu sehr pauschal - das mag sein. Doch man muss sich auch fragen, was von der Tagespolitik denn in der Regel in der Öffentlichkeit ankommt? Natürlich weiß ich, dass Politiker in ihren Gremien und Sitzungen beraten, verhandeln und ausarbeiten - also richtig arbeiten. Und es ist mir auch bewusst, dass nicht jeder "Hinterbänkler" im Deutschen Bundestag aus Machtbesessenheit dort sitzt. Natürlich werden die meisten von ihnen mit den Zielen ihrer Partei konform gehen und wollen diese unterstützen und umsetzen. Trotzdem fällt es auf, dass all diese Leute nur in den Wochen vor einer Wahl den Kontakt zu den Menschen suchen, die letztlich dafür verantwortlich sind, dass sie ihren Job in Berlin oder einem der Landesparlamente machen dürfen. Zuviel von ihrer Arbeit geht für meinen Geschmack am Wähler vorbei. Wobei ich auch gestehen muss, dass für viele Wähler das politische Interesse auf die Zeit vor einer Wahl beschränkt bleibt. Mir persönlich fehlt ein regelmäßiger "Kassensturz", bei dem öffentlich gemacht wird, welche Ziele man im Wahlkampf beworben hat und welche davon inzwischen erreicht wurden, bzw. wie weit der Fortschritt im Erreichen dieser Ziele gediehen ist. Stattdessen wird in den Medien überwiegend über globale Themen auf internationaler Ebene berichtet und die "kleinen" Probleme der Bürger fallen zu häufig aus dem Fokus.
    Es ging mir ganz sicher nicht darum, Politiker in ihrer Gesamtheit zu verurteilen. Ich weiß selbst, wie schnell man ungerechtfertigt zur Zielscheibe werden kann. Ich bin Beamter und da weiß schließlich jeder: die tun bekanntlich gar nichts, trinken den ganzen Tag Kaffee, zahlen keine Steuern, zahlen keine Sozialabgaben und sacken sich dafür noch ein fürstliches Gehalt ein. Jeder weiß das. Nur: Wieso merke ich als Betroffener nichts davon?
    Also werde ich mich hüten, einen ganzen Berufszweig in Bausch und Bogen zu verunglimpfen. Mir ging es nur darum, die Wirkung ihres Handelns in der Öffentlichkeit darzustellen. Würde man in der Politik auch zwischen den Wahlen mehr auf Bürgernähe und Öffentlichkeitsarbeit setzen, würde sich der Bürger auch deutlich mehr ernstgenommen fühlen und vielleicht wäre das auch ein gutes Mittel, Anfälligkeit für rechtes Gedankengut zurückzudrängen.

    LG Michael
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    Re: „Die Partei“ kapert und verändert 31 geheime AfD-Gruppen

    Beitrag von Imaginary am Mo 18 Sep 2017, 20:16

    @moriazwo
    Nee, ich hatte dann ja auch glaube ich irgendwo geschrieben, dass unsere Gedanken da vielleicht in ähnliche Richtungen gehen :) (Und auf jeden Fall wählen wir die gleiche Partei Wink ). Der Anfang des Beitrags las sich für mich ein bisschen so wie von mir erläutert, aber insgesamt denke ich schon, dass wir da ja ähnliche Ansichten haben.

    Danke aber auf jeden Fall für deine Erläuterung, das hat es noch einmal etwas klarer gemacht. So ein "Kassensturz" wäre sicherlich nicht das Schlechteste. Aber es ist leider, wie du es sagst: Für viele Wähler ist das Interesse für Politik auf die Zeit vor einer Wahl beschränkt. Wenn es denn überhaupt vorhanden ist. Ich kenne immer noch erschreckend viele Leute, die sich überhaupt nicht für Politik interessieren. Kein Stück. Und ich war bis vor ein paar Jahren auch nicht wirklich besser (war aber zumindest trotzdem immer wählen). Mittlerweile kann ich dieses extreme Desinteresse nicht mehr nachvollziehen (jetzt nicht auf dich bezogen, du interessierst dich ja offensichtlich - ich meine damit jetzt die vielen Nichtwähler und gänzlich uninformierten sonstigen Leute). Im schlimmsten Fall schneidet man sich damit doch ins eigene Fleisch, wenn man gar nicht wählt oder z. B. die CDU wählt, weil man Angela Merkel halt schon irgendwie kennt und man sich nicht mit den Parteiinhalten auseinander gesetzt hat.

    Es ist ja leider absehbar, dass Angela Merkel das Rennen machen wird, ich hoffe dann nur, dass es nicht wieder zu einer großen Koalition kommt. Aber gut, das gehört hier ja nicht hin. Noch ist die Wahl ja nicht vorbei und auch wenn es absolut utopisch ist, gebe ich die Hoffnung noch nicht auf. Auf welche Koalition es letztlich hinaus läuft, wird man dann ja in den nächsten Wochen sehen.

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    Re: „Die Partei“ kapert und verändert 31 geheime AfD-Gruppen

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      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Mi 20 Sep 2017, 11:20