Pooly's Kunst und Schreibforum

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    Essenzen-Wahnsinn (Imaginary & Jadelyn)

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    Re: Essenzen-Wahnsinn (Imaginary & Jadelyn)

    Beitrag von Imaginary am Mo 14 Aug 2017, 00:53

    Cillian Cavanaugh

    Langsam wurde die Wut in Cillian immer deutlicher. Natürlich verstand er es einerseits … andererseits aber auch eben nicht. Inwiefern gefährdete es denn bitteschön Noahs Sicherheit, wenn sie ihm davon erzählte?! War ja nicht so, als würde er dann zur IMA rennen und denen sagen, wo sie seinen Bruder zu suchen hatten. Er wollte einfach nur sicherstellen, dass es ihm gut ging. Und darauf hatte er doch wohl ein Recht! Trotzdem war es definitiv nicht sein Stil, auszurasten, das überließ er lieber Noah und phasenweise eben Matt. Also atmete Cillian erneut tief durch und versuchte, irgendwie die Contenance zu wahren. Was gerade gar nicht so einfach war.
    „Ich verstehe, wieso du es sonst keinem sagst, aber mit welcher Begründung kannst du es mir nicht sagen? Du hast selbst gesagt, dass du weißt, dass ich nicht mit der IMA kooperieren würde. Ich muss wissen, wie es ihm geht, Simone. Er hat schlimme Dinge getan, ja, aber er ist mein Bruder. Ich habe ein Recht darauf, zu wissen, wo er ist und Kontakt mit ihm aufzunehmen.“ Gut, Letzteres vielleicht nicht unmittelbar, wenn er erst einmal in Isolationshaft kam – die hatte er sich ja nun einmal zweifelsohne eingebrockt – aber so vom Prinzip her grundsätzlich.
    Das alles machte ihn misstrauisch. Was war, wenn er doch bei den Menschen war? „Wenn ihr ihn an die Menschen übergeben hättet, würdest du mir das jetzt wahrscheinlich auch kaum sagen, oder?“ Verflucht, er war wirklich kurz davor, durchzudrehen. Wenn er sich vorstellte, was die möglicherweise alles mit ihm anstellen würden … „Ich muss wissen, dass es ihm wirklich gut geht, Simone. Ich muss einfach. Bitte.“
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    Re: Essenzen-Wahnsinn (Imaginary & Jadelyn)

    Beitrag von Jadelyn am Mo 14 Aug 2017, 01:02

    Simone Bach

    „Ich sagte bereits, ich kann da keine Ausnahmen machen. Dann findet jeder plötzlich einen Grund, es wissen zu wollen und ich brauche ihn nicht umzuverlegen.“
    Sie wusste, wie weh sie ihm tat, sie sah es ihm an, sie entnahm es seiner Stimme. Aber durfte sich davon nicht beeinflussen lassen. Hätte sie sich irgendeine Chance ausgemalt, dass sie es ihm mitteilen konnte, ohne aufzufliegen, hätte sie es in Erwägung gezogen. Aber ihr Büro war verwanzt. Selbst wenn sie nur vermitteln würde, später mit ihm reden zu wollen, wäre David klar, was sie im stande war zu tun und Lars schneller bei ihrem Team, als sie Cillian überhaupt etwas erzählen könnte. Sie hatte keine andere Wahl, als ihn vor den Kopf zu stoßen.
    „Momentan hat niemand ein Recht dazu, zu wissen, wo er ist“, erinnerte sie ihn also und allmählich begann sich ebenfalls eine Spur Ärger in ihre Stimme zu schleichen. Nicht auf Cillian, der hatte einfach wirklich jedes Recht, nachzuhaken. Ärger auf David und Lars, dass sie sie zwangen, solche Dinge wie jetzt zu tun.
    Sein Schluss war logisch, natürlich würde sie ihm das im Falle einer wahren Geschichte dann auch nicht sagen. Nichtsdestotrotz missfiel ihr, dass er sie als Lügnerin hinstellte. Obwohl sie eine war. Wenn auch in anderer Hinsicht, als er dachte.
    „Ich habe dir bereits versichert, dass es ihm gut geht. Daran wird sich in der letzten halben Minute nichts geändert haben.“
    Sie schloss einen Moment die Augen, um Cillians Verzweiflung nicht mit ansehen zu müssen, fokussierte ihn aber gleich darauf wieder.
    „Ich kann dir mit absolut 100prozentiger Sicherheit garantieren, dass er nicht bei den Menschen ist“, wiederholte sie das noch einmal. Mir hat nicht gepasst, dass sie Viklund-Holm bekommen haben und ich hätte sicher nicht veranlasst, dass der nächste unserer Verbrecher bei ihnen landet.“


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    Re: Essenzen-Wahnsinn (Imaginary & Jadelyn)

    Beitrag von Imaginary am Mo 14 Aug 2017, 01:17

    Cillian Cavanaugh

    Die ganze Geschichte machte für Cillian immer noch keinen Sinn. Es brachte doch absolut nichts, das vor ihm zu verheimlichen. Er war Noahs Bruder und ganz sicher nicht jeder. Als Angehöriger hatte er nun einmal faktisch ein Recht darauf, zu wissen, wo er war. Verdammt, er wollte ihn doch nicht befreien oder so etwas, er wollte schlicht und ergreifend nur die Möglichkeit haben, Kontakt zu ihm aufzunehmen.
    Schließlich seufzte Cillian. „Ich will mich wirklich nicht mit dir streiten“, stellte er ein zweites Mal klar, „aber ich werde das nicht einfach so hinnehmen.“ Natürlich konnte er da nun nicht ausrasten und kämpfen oder so, das war auch nicht sein Stil. Aber er konnte sich durchaus mit einem Anwalt in Verbindung setzen und das Recht für seine Familie einklagen, dass sie erfuhren, wo Noah war. Und dann würde es nicht so unauffällig ablaufen wie wenn sie es ihm einfach gesagt hätte. Aber das sagte er ihr nicht, denn es ging ihr nicht darum, ihr zu drohen. An so etwas hatte Cillian auch überhaupt keinen Spaß. Dass er das nicht einfach so hinnehmen würde, hatte er ihr auch vorrangig deshalb gesagt, weil er es fair fand, ihr das zu sagen. „Das ist nichts Persönliches und ich weiß, dass du es auch nicht persönlich meinst. Aber ich akzeptiere auch nicht, dass meine Familie keine Möglichkeit hat, Kontakt zu ihm aufzunehmen.“ Er schwieg einen Moment. „Das würde meine Mutter umbringen.“ Er sagte das nicht gerne, aber es war eine Tatsache. Was Noah getan hatte, die Tatsache, dass sie ihm nicht hatte helfen können, dass sie ihn überhaupt erst weggeschickt hatte, statt mehr für Noah da zu sein … all das hatte seine Mutter fast zerstört. Cillian konnte nicht zulassen, dass sie keine Möglichkeit hatte, Noah in irgendeiner Form zu kontaktieren und sicher zu stellen, dass es ihm gut ging.
    Er schwieg einen Moment. „Entschuldige bitte. Ich wollte dir nicht unterstellen, dass du lügst. Ich … hatte nur Angst davor. Der Gedanke macht mich nervös. Aber ich glaube dir, dass er nicht bei den Menschen ist.“ Auch wenn ihm das unter den gegebenen Umständen nicht so leicht fiel.
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    Re: Essenzen-Wahnsinn (Imaginary & Jadelyn)

    Beitrag von Jadelyn am Mo 14 Aug 2017, 01:30

    Simone Bach

    „Wenn du das so regeln möchtest, kannst du es gern versuchen. Aber selbst wenn du dagegen vorzugehen versuchst, wird dir das nichts als Umstände bereiten.“
    Was stimmte. Denn David und Lars würde definitiv nicht gefallen, wenn Noahs menschlicher Bruder anfing, Schwierigkeiten zu machen. Das würde ihm teuer zu stehen kommen. Die Vorstellung eines ermordeten Cillians drängte sich ihr förmlich auf.
    „Also lass es um deiner Familie willen sein!“ Sie hatte ihre Stimme um einen Hauch verändert, eindringlicher klingen lassen, in der Hoffnung, dass er es verstand. Mehr konnte sie nicht tun, einen noch größeren Unterschied würden die Abhörgeräte registrieren. Wie sollte sie ihm deutlich machen, in was für eine Gefahr er sich damit eigentlich brachte? „Eine Sonderanordnung wie diese lässt sich auch juristisch nicht anfechten. Du begibst dich damit in einen monate- bis jahrelangen Rechtsstreit, durch den weder du, noch Noah, doch eure Mutter etwas gewinnt. Du kannst in dieser Angelegenheit momentan nichts ändern.“ Noch offensichtlicher konnte sie es nicht machen, es ging einfach nicht! Sie versuchte den eindringlichen Appell auch mit einem entsprechend deutlichen Blick zu vermitteln, bevor sie sich im nächsten Augenblick vollkommen konträr zur eigentlichen Anspannung nach hinten sinken ließ um zu unterstreichen, dass er hier verdammt noch mal mit der Lupe zwischen den Zeilen zu lesen hatte. Scheiße, sie sollte das noch nicht mal riskieren! Selbst das barg schon eine Gefahr für ihr Team. Aber nun hatte sie es getan und konnte auch nicht mehr zurück, sondern nur hoffen, dass David und Lars es als schlichte Drohung, sich rauszuhalten, verstanden.
    „Schon in Ordnung. Die ganze Situation ist natürlich aufwühlend. Das verstehe ich vollkommen. Es tut mir wirklich leid, dass ich dir keine zufriedenstellendere Antwort geben kann.“


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    Re: Essenzen-Wahnsinn (Imaginary & Jadelyn)

    Beitrag von Imaginary am Mo 14 Aug 2017, 01:49

    Cillian Cavanaugh

    Irgendetwas stimmte hier nicht. Hier war etwas gewaltig faul. Die Sache war ihm ja von Anfang an irgendwie sehr merkwürdig vorgekommen. Und so hatte Cillian kurz überrascht die Augenbrauen gehoben, um zu zeigen, dass ihm hier etwas komisch vorkam. Allerdings war er auch klug genug, es nicht laut auszusprechen. Wurde sie gezwungen, diese Dinge zu sagen? Cillians Eingeweide zogen sich zusammen. Das gefiel ihm nicht. Er ratterte im Kopf die Möglichkeiten durch und erinnerte sich an die Dinge, die Ria gesagt hatte. Lars hatte behauptet, dass David der wahre Gründer der IMA war. Er hatte es noch einmal behauptet, als Jannes ihn mit den Menschen gedroht hatte. Simone war es gewesen, die seine Unschuld bewiesen hatte. War sie dazu von Anfang an gezwungen worden? Vielleicht hatte David sie von Anfang an unter der Prämisse eingestellt, dass sie das in Ordnung bringen sollte und die Alternativen weniger rosig für sie aussahen. Cillian verkrampfte sich. Der Gedanke gefiel ihm nicht. Er hatte gehofft, dass David unschuldig war, denn die Alternative war grauenhaft. Dann würde er wirklich alle in diesen Krieg stürzen.
    Wenn man das aber mal weiter spann, ergab Simones Verhalten dann zumindest ansatzweise Sinn. Denn dann hätte er womöglich noch immer Interesse an Noah beziehungsweise dessen Fähigkeiten gehabt. Oh Gott. Allein die Vorstellung brachte Cillian fast um den Verstand. Wenn David Noah hatte … das wäre grauenhaft gewesen. Für Noah. Für alle.
    Wenn das alles stimmte, bedeutete das aber auch, dass mit Sicherheit Simones Büro abgehört wurde. Was bedeutete, dass er jetzt aufpassen musste, wie er reagierte.
    Cillian seufzte. „Ich sehe schon, du willst mir nicht entgegen kommen.“ Seine Stimme klang wütend, sein Blick machte aber deutlich, dass er durchaus verstanden hatte, dass hier irgendetwas nicht stimmte. „Ich verstehe, was du sagst, trotzdem werde ich das wie gesagt nicht einfach so hinnehmen und mich mit einem Anwalt in Verbindung setzen.“ Wäre er jetzt zurückgerudert, wäre es einfach aufgefallen. „Ich bedauere es, dass wir uns dann wohl vor Gericht sehen, aber das lässt sich nicht ändern.“ Wenn wirklich David dahinter steckte, war es wohl besser, jetzt eine möglichst gute Show zu liefern. Trotzdem wirkte Cillian von der Mimik her nicht mehr sehr wütend. Er wollte, dass Simone verstand, dass er verstanden hatte. „Wir hören voneinander.“ Was für Cillian wirklich ungewohnt kühl klang und damit wandte er sich ab und würde hinausgehen, wenn Simone ihn nicht aus irgendeinem Grund zurückhalten würde.
    Wenn sie ihm seine Fragen nicht beantworten konnte, musste er sich eben jemand anderes suchen. Und Cillian hatte da auch schon eine Idee …
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    Re: Essenzen-Wahnsinn (Imaginary & Jadelyn)

    Beitrag von Jadelyn am Mo 14 Aug 2017, 02:10

    Simone Bach

    Etwas schien bei Cillian angekommen zu sein. Sie wusste nicht, ob sie das erleichtern sollte oder beunruhigen, weil so natürlich die Gefahr bestand, dass es auch doch David auffiel. Aber das konnte sie nun nicht mehr ändern. Und sie musste aufhören, ständig zweigleisig fahren zu wollen! Sie konnte nicht einerseits ihr Team schützen wollen und andererseits unter Davids Beobachtung trotz allem Hinweise verteilen. Sie hatte bereits einen Abmachungsverstoß begangen und es war mehr als deutlich geworden, dass er einen zweiten nicht tolerieren würde.
    „Ich kann nicht“, widersprach Simone noch einmal. „Aus bereits mehrfach genannten Gründen. Es ist bedauerlich, dass du das nicht einsehen willst.“
    Sie senkte mit einer minimalen Geste den Kopf, um zu vermitteln, dass sie verstanden hatte, dass er verstanden hatte.
    „Wenn du einen Rechtsstreit für das Klügste hältst, kann ich es nicht ändern. Dann soll sich dein Anwalt mit meiner Abteilung in Verbindung setzen.“
    Sie gab ihm einen letzten angeblichen Moment, um noch zurückzurudern und erwiderte schließlich die Verabschiedung. Was immer er jetzt zu wissen glaubte, bewegte ihn hoffentlich nicht zu irgendwelchen Dummheiten.
    Nachdem Cillian gegangen war, erhob sich Simone ebenfalls langsam, um zu Davids Büro zu gehen. Alles in ihr sträubte sich gegen ein weiteres Gespräch mit diesem Mann. Da konnte er sich noch so höflich verhalten, purer Widerwille kroch alleine bei der Vorstellung, mit ihm zu reden, ihre Kehle hinauf. Wie hatte sie ihn einmal bewundern können? Es nützte nichts, das gehörte zu diesen Dingen, die er wissen wollte. Also brachte sie das Gespräch hinter sich. David reagierte gelassen, sah keinen Grund, sich zu sorgen, aus ähnlichen Gründen, die Simone vor Cillian bereits dargelegt hatte. Was für Simone bedeutete, dass er Cillian hoffentlich nichts antun ließ und ihm, wenn er schon gegen ihn vorgehen musste, auf anderem Wege Schwierigkeiten bereitete.
    Wieder in ihrem Büro, sackte sie im Stuhl in sich zusammen. Sie war immer noch viel zu emotional! Sie musste das dringend abstellen, wenn sie die nächsten Wochen und Monate erfolgreich – im Sinne von Schützen des Teams – hinter sich bringen wollte. Sie durfte nicht vor innerem Schmerz förmlich vergehen, wenn etwas passierte wie heute. Sie musste akzeptieren, dass sie keine andere Wahl mehr hatte. Sie hatte eine Entscheidung getroffen und musste diesen Weg nun gehen. Wie sie es sonst immer tat.


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    Re: Essenzen-Wahnsinn (Imaginary & Jadelyn)

    Beitrag von Imaginary am Mo 14 Aug 2017, 09:01

    Cillian Cavanaugh

    Vielleicht war es übertrieben, Simones Team einen Versuch abzustatten. Ziemlich sicher war es übertrieben, welchen Aufwand Cillian betrieb, um es zu verschleiern. Aber nachdem Simone sich so merkwürdig verhalten hatte, wollte er kein Risiko eingehen. Somit ging er zu Alkan, um ihm alles zu erklären - allerdings auch nur zu dem Punkt, dass Simone ihm keine Auskunft über den Aufenthaltsort seines Bruders gab und Cillian nun vorhatte, die Information einzuklagen - und sagte, dass er nach Irland fliegen musste, um mit seinen Eltern und seinem anderen Bruder persönlich darüber zu sprechen. Was auch nicht allzu merkwürdig aussehen dürfte, immerhin war das nichts, was man unbedingt am Telefon bereden wollte. Alkan erschien die ganze Sache auch eher merkwürdig, er ließ aber bereits durchklingen, dass Cillian sich lieber keine allzu großen Hoffnungen machte, dass die Sache auch Früchte trug. Zwar stimmte es grundsätzlich natürlich, dass seine Familie ein Recht darauf hatte, zu wissen, wo ihr Angehöriger in Haft war, andererseits ging es hier um Terrorismus und Noahs Fall war sowieso in jeder Hinsicht speziell. Das hatte Cillian sich sogar bereits gedacht, was Simone in der Hinsicht gesagt hatte, hatte ja auch nicht unlogisch geklungen. Aber mittlerweile glaubte er ja ohnehin, dass ganz andere Dinge dahinter steckten. Hoffentlich irrte er sich. Er wollte nicht darüber nachdenken, was es für Noah bedeuten würde, erneut in den Händen der IMA zu sein. Nachdem Lars an die Menschen ausgeliefert worden war, war es leider nicht allzu unrealistisch, dass sie es diesmal schaffen würden, ihm wirklich irgendwelchen Blödsinn einzureden und im schlimmsten Fall würden sie mit seiner Hilfe Lars befreien.
    Von Kopenhagen über Dublin nach Deutschland zu fliegen, war natürlich ein Umweg, der Noahs geografischen Kenntnissen Konkurrenz machte, aber Cillian wollte kein Risiko eingehen. Es war besser, wirklich nach Irland zu fliegen, auch wenn er sich den Umweg sparte, tatsächlich zu seinen Eltern zu fahren. Die musste er jetzt noch nicht nervös machen. Und er würde für die IMA nicht interessant genug sein, damit sie ihn die ganze Zeit im Auge behielten. Wenn sie zur Kenntnis nahmen, dass er nach Irland flog, sollte das ja hoffentlich ausreichend sein.
    Also flog er weiter nach Deutschland und machte sich auf den Weg zur Unterzentrale von Simones Team. Dort angekommen, musste er sich nur noch durchfragen und zum entsprechenden Büro führen lassen, wo er schließlich anklopfte, in der Hoffnung, dass nach Möglichkeit alle anwesend waren.
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    Re: Essenzen-Wahnsinn (Imaginary & Jadelyn)

    Beitrag von Jadelyn am Mo 14 Aug 2017, 12:57

    Das Team

    Scheiße! Daria versuchte den über ihr hängenden Greifvogel fast schon verzweifelt von sich runter zu kriegen. Wie hatte sie Til so unterschätzen können? Das war jetzt vollkommen unerwartet! Sie begann zu husten, als sie Federgefussel in den Mund bekam und wusste sich schließlich nicht anders zu helfen, als auf ihre Fähigkeit zuzugreifen. Nicht lang und nicht allzu intensiv, aber sie konnte jetzt auch nicht zulassen, dass er sie hier dermaßen in Bedrängnis brachte. Mit einem schrillen Kreischen ließ der Vogel von ihr ab, flog eine Runde durch den Raum und verschwand schließlich hinter einer Trainingspuppe, um wenigstens ein bisschen Sichtschutz bei der Rückverwandlung zu haben. Daria starrte auf ihre durch die Klauen zerkratzen Arme. Brannte wie Sau!
    „Scheiße, Til!“
    „E-e-es tut mir leid“, stotterte der Junge sichtlich überfordert. „Es i-i-st einfach mit mir durchgegangen!“
    Verdammt, das hatte sie bemerkt! Aber gut, sie hatte ja auch alles daran gesetzt, ihn aus der Reserve zu locken und ihn tatsächlich ordentlich drangsaliert.
    Til huschte so schnell wie möglich durch den Raum und Daria tat ihm gar nicht erst den Gefallen, wenigstens so zu tun, als ob sie wegschaute, um ihm seine Privatsphäre zu gönnen. Tatsächlich pfiff sie ihm sogar noch hinterher, als er zu den Spinden rannte, um sich was neues zum Anziehen zu holen, weil es bei der plötzlichen Verwandlung natürlich seine Kleidung zerfetzt hatte.
    „Du bist echt … nicht nett!“, stellte er fest, als er in einem Trainingsanzug wieder vor ihr stand und man hörte, dass er eigentlich etwas anderes hatte sagen wollen, sich das aber doch nicht so recht traute.
    „Du willst doch dazu gehören, mit allen Konsequenzen, die das hat“, flötete sie zuckersüß und ging zu einem Waschbecken hinüber, um die Kratzer unter kaltes Wasser zu halten.
    Es hatte sich etwas in ihrem Verhältnis zueinander getan, seit sie vor einer Weile im Büro beinahe aufeinander losgegangen waren. Aber das hieß ja jetzt noch lange nicht, dass sie deshalb beste Freunde sein mussten. Oder aufhörten, sich zumindest ein bisschen gegenseitig auf den Sack zu gehen. Also bedachte Daria ihn mit einem fast schon spöttischen Lächeln, damit Til nicht anfing, sich zu wohl zu fühlen. Das schien ihn beinahe wieder in sein altes, schüchternes Verhalten zurückkippen zu lassen, was Daria natürlich mit Amüsement quittierte.
    „Ich sag dir was“, änderte er dann wieder mit einem Mal seinen Kurs. „Ich war eben SO kurz davor, dir einfach auf den Kopf zu scheißen.“
    Daria schwieg einen Moment, baute damit eine nicht unerhebliche Nervosität in Til auf, bevor sie ohne Vorwarnung lauthals zu lachen begann. „Dann hätte ich dich definitiv dermaßen platt gemacht, dass dich auf der Krankenstation keiner mehr hingekriegt hätte!“, stieß sie hervor und deckte ihn mit ein paar Händen Wasser ein.
    „Deshalb hab ich es gelassen“, rief er, sich vor der nun eindeutig spielerischen Attacke in Sicherheit bringend.
    Als sie kurz darauf gemeinsam zum Büro zurückgingen, war ihnen beiden bewusst, dass sie da noch immer auf einem schmalen Grad unterwegs waren und aufpassen mussten, dass es nicht wieder in die anfängliche Antipathie abglitt. Aber es war ein Fortschritt und sie begannen sich aneinander zu gewöhnen, was bei Mikael und Ian große Erleichterung hervorrief.

    Ian blickte von seinen Unterlagen auf, als es klopfte.
    „Herein!“
    Mikael wandte sich ebenfalls zur Tür um. Cillian Cavanaugh. Der menschliche Diplomat.
    „Hallo“, begrüßte Ian ihn, sich wundernd, was ausgerechnet er von ihnen wollte. Selbst wenn es etwas zu besprechen gab, erschien ein persönlicher Besuch unüblich. Mikael nickte ihm freundlich, mit offener Neugierde im Gesicht, zu.
    Kaum, dass die Tür hinter Cillian zugefallen war, öffnete sie sich schon wieder und Daria und Til kamen hinein, unterbrachen Cillians bisher noch kaum fortgeschrittene Erklärung seines Erscheinens. Daria hatte blutende Kratzer auf den Armen und Til ein durchnässtes Oberteil. Das gemeinsame Training, dass Ian angeordnet hatte, schien zu funktionieren, auch wenn er ein ungutes Gefühl dabei gehabt hatte, sie alleine zu lassen. Es schien zwar besser zu laufen, aber noch traute er dem Ganzen nicht. Andererseits hatte er das auch nicht heraushängen lassen können und ihnen da so viel Hausverstand zugetraut, dass sie nicht ernsthaft aufeinander losgingen. Und es war auch gut, wenn sie alleine an ihrem Verhältnis feilten und er nicht wie ein überbesorgtes Elternteil auf dem Spielplatz daneben saß.
    „Til wollte mir auf den Kopf scheißen“, begann Daria schon und schien erst da den Besucher bewusst zu registrieren. „Oh, hiiii!“, begrüßte sie ihn freundlich und auch Til schob ein wesentlich zurückhaltenderes „Hallo“ hinterher.
    Mikael machte die auf Cillian gerade vermutlich äußerst befremdlich wirkende Situation nicht besser, als er sich bei Darias Äußerung demonstrativ klatschend mit der Hand gegen den Kopf schlug. So viel zum Thema Seriosität.
    Ian blieb ruhig. „Professionell können wir auch“, kommentierte er den Auftritt trocken, gleichzeitig eine Versicherung an Cillian, nicht gleich wieder hinausstürmen zu müssen und ein Wink an Daria und Til, sich jetzt einfach auf ihre Plätze zu setzen.
    „Setz dich“, bot er dann Cillian ebenfalls einen Stuhl an. „Jetzt sind wir vollzählig. Also wie kommt es zu der Ehre deines Besuchs?“


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    Re: Essenzen-Wahnsinn (Imaginary & Jadelyn)

    Beitrag von Imaginary am Mo 14 Aug 2017, 14:37

    Cillian Cavanaugh

    Cillian hatte in seinem Leben schon viele merkwürdige und verrückte Dinge erlebt. Obwohl er später nicht mehr unmittelbar zusammen mit Noah aufgewachsen war, hatten die vielen gemeinsamen Ferien und die gelegentlichen Besuche als Erwachsene doch ausgereicht, um auf jeden Fall eine hohe Toleranz gegen merkwürdige Situationen aufzubauen. Wenn man einen Bruder hatte, der es für eine gute Idee hielt, im Alter von 12 Jahren einfach mal ein Auto zu stehlen und der in seinen schwierigen Phasen nicht begriff, dass es einen Unterschied zwischen Dokumentationen und normalen Filmen gab und der demnach Independence Day für eine Enthüllungsreportage hielt - phasenweise zumindest - dann hatte man einfach schon viel erlebt. Er war natürlich nicht immer so, meistens hatte er sich einigermaßen im Griff gehabt und war einfach nur launisch, aber er begriff nicht, wieso es Hexer und Dämonen, aber keine Aliens und Zombies gab. Vor allem, wo sein eigener Zustand ihm doch bewies, dass die merkwürdigsten Dinge existieren konnten.
    Insofern konnte Cillian das hier auch nicht schocken. Dass ein Aktiver davon redete, dass ein anderer ihm auf den Kopf scheißen wollte, war auch nicht schlimmer als Noah, der irgendeine merkwürdige Aktion riss, über die man vielleicht hätte lachen können, wüsste man nicht, dass sie ernst gemeint und Noah nicht einfach nur ein verschrobener Kerl, sondern krank war.
    Besonders weit war er nicht gekommen, bevor die anderen beiden Aktiven eingetroffen waren, aber das Gute war, dass sie jetzt wenigstens alle versammelt waren.
    "Hallo", setzte er also noch einmal an und zwang sich zur Ruhe. Nicht wegen der Anwesenden, sondern weil ihn die Situation an sich noch immer in Panik versetzte. "Ich hoffe, ich störe euch nicht." Gut, offenbar war hier gerade nichts allzu Wichtiges gelaufen, oder?
    "Ich weiß nicht so richtig, wo ich anfangen soll. Es geht um Simone, mehr oder weniger. Sie verhält sich merkwürdig." Er zögerte. "Wisst ihr, ob sie irgendwelche Probleme hat? Wird sie unter Druck gesetzt? Vielleicht von David?" Er seufzte leicht und beschloss, dass er nun auch sagen konnte, worum es eigentlich ging. "Sie hat meinen Bruder", die würden doch bestimmt wissen, dass er Noahs Bruder war, "in ein anderes Gefängnis verlegen lassen und weigert sich strikt, mir zu sagen, wo er ist. Als wir darüber geredet haben, hatte ich das Gefühl, dass sie mir nicht sagen kann, wo er ist, weil sie unter Druck gesetzt wird. Und es passt auch einfach nicht zu ihrem bisherigen Verhalten mir oder Noah gegenüber. Ich ... wüsste einfach gerne, ob es meinem Bruder gut geht und was es mit Simones merkwürdigem Verhalten auf sich hat und ich dachte ... na ja, wenn jemand etwas weiß, dann vermutlich ihr."
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    Re: Essenzen-Wahnsinn (Imaginary & Jadelyn)

    Beitrag von Jadelyn am Mo 14 Aug 2017, 16:42

    Das Team

    „Alles gut, wir haben Zeit“, beruhigte Ian Cillian.
    Der ziemlich durch den Wind. Was auch immer ihn beschäftigte, musste ihm ordentlich Bedrang antun. Sie erfuhren schnell, was es war und kollektives Schweigen senkte sich über den Raum. Mikael und Ian warfen sich überlegende Blicke zu, Daria musterte Cillian unverwandt, als wolle sie geradezu in seinen Kopf gucken.
    „Ich weiß nicht, ob wir so etwas mit ihm besprechen sollten“, gab Til ein erstes Statement ab und klang dabei beinahe panisch.
    Daria musterte nun ihn und diesmal konnte sie sich nicht einmal über seine Furcht ärgern. Sie standen allesamt auf Viklund-Holms Abschlussliste, wenn das hier nun ein Trick von ihm und David war, um sie zu überführen, dass es einen Vereinbarungsbruch gegeben hatte, waren sie allesamt tot. Sie begann nervös auf ihrer Lippe zu kauen und fixierte wieder Cillian. Der war doch ein Mensch. Welchen Grund sollte er haben, für David zu agieren? Aber vielleicht waren sie auch schon so weit, dass Viklund-Holm ihnen extra einen vermeintlich unmöglich IMA-orientierten Kerl vor die Füße setzte, nur um einen Grund zu haben, sie endlich zu töten, ohne dass David etwas dagegen sagte. Aber dazu wirkte Cillian zu aufgewühlt. Er schien beinahe durchzudrehen vor Sorge um seinen Bruder. Konnte allerdings auch Panik vor der IMA sein. Sie wusste es einfach nicht. Andererseits wäre es auch dumm, einen potentiellen Verbündeten von sich zu stoßen.
    „Ich denke nicht, dass wir uns soweit von der IMA einschüchtern lassen dürfen, dass wir in Erwägung ziehen, dass Cillian Cavanaugh zu ihr gehört“, gab Ian schließlich sein Urteil ab.
    „Und wenn, ist's jetzt eh zu spät“, fügte Mikael hinzu, denn sie hatten ja bereits durch ihr Verhalten verraten, dass es Dinge gab, die sie nicht wissen sollten.
    Daria stieß die Luft aus, erleichtert durch Ians Okay zum offenen Gespräch.
    „Ja“, stimmte auch Til schließlich zu. „Wäre dumm, nach dieser Unterhaltung zu David und Viklund-Holm zu rennen. Die würden ihn trotzdem töten oder versklaven. Oder beides nacheinander.“ Damit wies er als reine Vorsichtsmaßnahme doch noch einmal darauf hin, dass es für einen Menschen tatsächlich überaus dämlich wäre, sich etwas von einer Kooperation mit der IMA zu versprechen. Nur für alle Fälle, falls Cillian doch wider Erwarten mit dem Gedanken spielte.
    „Simone kennt jetzt Davids Geheimnis“, begann Daria also nach einem Moment, in dem Cillian über Tils Worte hatte nachdenken können. „Und arbeitet weiter für ihn.“
    „Um uns zu schützen“, ergänzte Mikael auf der Stelle ungehalten, obwohl er wusste, dass Daria das in ihrer Aussage impliziert hatte. Aber er wollte, dass das unmissverständlich klar war. Seine beste Freundin war zum Verrecken lange nicht mehr freiwillig in Kopenhagen.
    „Er zwingt sie, seine Identität zu vertuschen und die Menschen weiter zu provozieren.“ Ian seufzte auf. „Sie ist in der Hinsicht immer ein bisschen kritisch gewesen, das hat ihm offenbar gefallen.“ Simones Meinung zu dem allzu unterwürfigen Verhalten des Rates den Menschen gegenüber war schon immer bekannt gewesen. Aber es stand außer Frage, dass sie nicht beabsichtigt hatte, ihre Meinung im Sinne Davids zu äußern.
    „Sie hat ihn unterschätzt, wollte es nicht glauben, wie die meisten anderen. Er hat seine Spuren gut verwischt und als sie darauf aufmerksam geworden ist, war es zu spät“, fügte Mikael noch hinzu, um keine Zweifel daran zu lassen, wie das abgelaufen war.
    Ian dachte an das Telefonat zurück. „Von Noah hat sie leider nichts gesagt. Aber nachdem Lars wieder auf freiem Fuß ist und du nun diese seltsame Verlegungsgeschichte erzählst, gehe ich davon aus, dass Lars und David ihn sich wieder geschnappt haben.“ Er musterte Cillian. „Es tut mir wahnsinnig leid“, setzte er hinterher, denn die Verzweiflung ließ selbst ihn nicht kalt.
    „Du darfst nichts von Viklund-Holm erzählen!“, rief Til mit einem Mal aus. „Wenn jemand erfährt, dass er frei ist, wird David ihn uns alle umbringen lassen.“ Und er wollte nicht sterben! Verdammt, er war zu jung dazu! Alle waren sie hier zu jung zum Sterben!
    „Von mir aus soll er es ruhig wissen“, widersprach Daria und wieder hatte sich diese fast schon wahnsinnige Mimik in ihr Gesicht geschlichen. „Wenn er herkommt, mach ich ihn nach allen Regeln der Kunst fertig!“ Hatte schließlich schon zwei Mal wunderbar funktioniert. Und ein drittes Mal würde endgültige Folgen haben.
    „Daria, reiß dich zusammen!“ Ians Stimme hatte nach wie vor eine normale Lautstärke, war dafür aber extrem eindringlich. „Dieses Thema ist durch!“
    „Ich halte das aber nicht mehr aus!“, schrie die junge Frau los. „Ich komme jeden Tag nach Hause und erwarte, dass alle tot sind. Ich will das beenden!“
    „Daria!“
    „Nein, das muss endlich aufhören! Wir müssen sie alle platt machen. Lars, David, von mir aus Noah!“
    Mikael hatte sich von seinem Platz erhoben und war mit ein paar schnellen Schritten bei ihr, zog sie von ihrem Stuhl hoch, umfasste ihr Gesicht, so dass sie ihn angucken musste. „Beruhig dich“, murmelte er leise, presste seine Stirn gegen ihre, in der Hoffnung, dass seine Nähe irgendwas bewirkte. Er teilte ihre Meinung so sehr, aber es brachte nichts, durchzudrehen. Da war dank seines Verstandes ganz bei Ian.
    „Wir wollen deinem Bruder natürlich nichts vorwerfen“, wandte sich der Teamleiter wieder an Ian. „Bitte nimm diesen Ausbruch nicht persönlich. Wir erwarten im Hinblick auf unser Umfeld wirklich … Probleme.“ Natürlich versuchten sie sie zu schützen, hatten zum Teil auch Aktive als Wachposten abgestellt. Aber es durfte nichts Offensichtliches sein, wenn David davon Wind bekam, scheiterte Simones gesamter Deal. Und die einzigen Leute, die von Davids Identität wussten, wären tot.
    „Ich kann nicht mehr!“, schluchzte Daria los. Mikael hatte inzwischen die Arme um sie geschlungen und sie klammerte sich verzweifelt an ihn.
    „Wir sind total im Arsch“, stellte Til mit einer so erstaunten Stimme fest, als wäre ihm das erst jetzt klar geworden. Dabei wurde es nur noch einmal besonders deutlich, weil sie gerade jemanden einweihten.


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    Re: Essenzen-Wahnsinn (Imaginary & Jadelyn)

    Beitrag von Imaginary am Mo 14 Aug 2017, 17:59

    Cillian Cavanaugh

    Dass hier irgendetwas los war, wurde ja schon ziemlich direkt offensichtlich. Aber verflucht, es wurde mit jeder Sekunde absolut nicht besser. Wieso sollte er zur IMA gehören? Er war doch nicht lebensmüde. Die IMA war für jeden ein gewaltiges Problem und eine Bedrohung, aber für ihn doch noch einmal viel unmittelbarer als für irgendeinen anderen der Anwesenden. Damit wollte Cillian die Gefahr für die anderen auch sicher nicht klein reden, aber er war nun einmal ein Mensch und stand damit auf der Abschussliste. Und Cillian wollte weder ermordet noch versklavt werden. Mit viel größerer Wucht traf ihn jedoch die Erwähnung von Lars. Er sollte nicht zu LARS gehen?! Der war doch in der Gewalt der Menschen! Mit einem Mal war Cillian extrem blass geworden. Wenn David wirklich mit Lars zusammen arbeitete, waren sie alle verloren. Und dann hatte er vermutlich irgendeinen Weg gefunden, Lars zu befreien, was bedeutete, dass Noah vermutlich wieder in dessen Händen war. Oh Gott. Dann war Noah verloren. Bisher hatte er sich offensichtlich noch irgendwie gegen Lars und dessen Worte gewehrt, aber nachdem er erfahren hatte, dass Lars in der Hand der Menschen gewesen war, war Noah ausgerastet. Er hatte Cillian gegenüber angedeutet, dass ihm das klar gemacht hatte, wie er tatsächlich zu dem Terroristen stand. Bei der bloßen Erinnerung an Noahs Worte wurde ihm schlecht. Wenn er es schaffte, Noah dazu zu bringen, zu tun, was er wollte, dann war er die perfekte Waffe. Seine Telekinese war zerstörerisch, seine Telepathie sorgte dafür, dass er theoretisch zumindest jedem Menschen beliebige Gedanken in den Kopf pflanzen konnte, seine Heilung machte ihn unbesiegbar und dank seiner Teleportation konnte er theoretisch gerade in Europa randalieren, eine halbe Stunde später in Amerika und noch einmal eine halbe Stunde später in Asien. Und theoretisch waren Noahs Fähigkeiten beliebig erweiterbar, er musste nur noch mehr kopieren. Er verstand sehr gut, wieso Lars an Noah interessiert war, aber es war nicht fair. Noah hatte schreckliche Dinge getan, ja, das war nicht schön zu reden, aber er war doch nicht von Grund auf schlecht. Seine Fähigkeiten und seine Verzweiflung hatten Noah zu einem Mörder gemacht und nun würde Lars ihn zum Terroristen machen, daran zweifelte Cillian nicht. Lars würde keine Ruhe geben, ehe er Noah nicht ganz tief in diesen Sumpf gezogen haben würde. Nicht einmal nur, weil er Noahs Fähigkeiten wollte, sondern um sie, seine Familie, zu quälen, weil sie das bloße Verbrechen begingen, menschlich zu sein und es damit in Lars' Augen verdienten, gequält zu werden. Und wahrscheinlich auch deshalb, weil Noah es einem so einfach machte. Weil er so naiv war, weil sein Kopf dank des Wahnsinns nicht filtern konnte, was völliger Blödsinn war und was realistisch.
    Also hatte Cillian erst einmal nur da gestanden und die vier angestarrt, nicht wissend, was er sagen sollte und für einen Moment hatte ihn die Wucht dieser Erkenntnis, dass Lars frei war, auch einfach so heftig getroffen, dass er gar nichts hätte sagen können. Weil es nichts gab, das es gut machte. Und weil es nie wieder etwas geben würde, was etwas an seiner, Noahs oder der Situation sonst irgendeiner Person auf diesem Planeten verbessern würde. Sie waren alle verloren. Menschen, Übernatürliche, es spielte keine Rolle, sie alle waren verloren und dem Tod geweiht und die IMA war zu arrogant, um zu erkennen, dass es keinen Unterschied machte.
    Cillian vergrub das Gesicht in den Händen und atmete ein paar Mal tief durch, ehe er wieder in die Runde blickte.
    "Ich werde niemandem etwas sagen", versprach er als erstes. "Ich habe absolut kein Interesse daran, dieser Organisation in irgendeiner Form dabei zu helfen, mich und andere Menschen zu versklaven oder zu vernichten." Aber es war doch nicht nur das. Dieser Krieg schadete nicht nur den Menschen, wieso sah die IMA das nicht?
    "Tut mir leid ...", sagte Cillian schließlich. Sein Herz zog sich vor Mitleid zusammen. Wenn er darüber nachdachte, dass es um seine Familie gegangen wäre ... gut, es ging auch um Noah. Aber Cillian war sich zumindest relativ sicher, dass Lars nicht leichtfertig Mitglieder ihrer Familie töten würde, denn das würde Noah rasend machen und davon hatte Lars nichts.
    "Danke, dass ihr es mir gesagt habt", sagte Cillian tonlos. Er konnte nicht so tun, als wäre alles in Ordnung, aber es wäre auch vermessen gewesen, jetzt offen zu betrauern, was das für Noah bedeuten würde. Noah wählte seinen Weg, Wahnsinn hin oder her, eben immer noch selbst, er würde nicht sterben und die anderen hier hatten wohl noch weitaus größere Verluste in naher Zukunft zu beklagen.
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    Re: Essenzen-Wahnsinn (Imaginary & Jadelyn)

    Beitrag von Jadelyn am Mo 14 Aug 2017, 18:10

    Ian Iwanov

    „Vielleicht ist es aber der falsche Weg, nichts zu sagen!“ Darias Stimme klang verschnupft, sie hielt sich noch immer an Mikael fest, fixierte aber wieder Cillian aus geröteten Augen. „Wenn wir eh alle tot sind und eh alle tot sind, die wir kennen, wieso versuchen wir sie nicht zu überwältigen?“ Ihr Starren zu Cillian wurde immer eindringlicher. Vielleicht hatte der ja genug Verstand, dass er einsah, dass es keinen Unterschied machen würde, ob sie etwas taten oder nicht. Und wenn sie erfolglos waren und dabei draufgingen, hatte Viklund-Holm vielleicht sogar gar keinen Grund mehr, ihrer Familie etwas zu tun.
    „Danke“, sagte Ian in Cillians Richtung und die Tatsache, dass er auf dessen Worte eingegangen war und Daria nicht erneut zurechtgewiesen hatte, zeigte, dass er auch zumindest Cillians Gedanken dazu wissen wollte. Denn vollkommen aus der Luft gegriffen waren ihre Worte nicht. Und wenn sie noch länger warteten, würden ihre Chancen nur noch schlechter stehen. Eigentlich war seine Meinung dazu fest gewesen, aber es schadete nicht, offen für neue Argumentationen zu sein.
    „Ian“, rief Til hilflos aus. „Ich dachte, du bist dagegen! Die haben verdammte Supersoldaten. Die haben vermutlich alle Noahs Fähigkeiten! Fang du jetzt nicht auch noch damit an!“
    „Wenn wir tot sind, braucht er unsere Familien nicht mehr zu töten.“
    Diesmal widersprach Mikael Daria. „Dann macht er's nur weil er's halt kann.“
    Daria schluchzte wieder auf.


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    Re: Essenzen-Wahnsinn (Imaginary & Jadelyn)

    Beitrag von Imaginary am Mo 14 Aug 2017, 18:34

    Cillian Cavanaugh

    Cillian nahm sich einen Moment Zeit, um darüber nachzudenken. Aber verflucht, was wollten die denn jetzt von ihm hören? Was hätte er sagen können? Er war ein Mensch und damit eines dieser Wesen, die die IMA sowieso bereits aufgrund ihrer bloßen Existenz verabscheute. Bevor er wirklich etwas dazu hätte sagen können, schlug Tils nächste Bemerkung wie eine Bombe ein.
    "Supersoldaten?", wiederholte er und starrte ihn an. "Mit Noahs Fähigkeiten?"
    Er wusste nicht, was es damit genau auf sich hatte, aber wenn sie wirklich Noahs Fähigkeiten hatten, waren sie alle wirklich am Ende. Und dann standen Davids Chancen in Cillians Augen vielleicht auch gar nicht mal mehr so schlecht, abhängig davon, wie viele von denen er hatte. Natürlich hatten die Menschen in letzter Konsequenz immer noch ihre Atomwaffen, aber wenn die IMA es irgendwie schaffte, die unter ihre Kontrolle zu bringen, würden die Menschen verlieren. Und mit Supersoldaten, die Noahs Fähigkeiten hatten, erschien das plötzlich gar nicht mehr so unmöglich.
    "Wenn das stimmt ..." Cillian schloss die Augen und schüttelte den Kopf. "Dann ist es völlig egal, was ihr tut. Mein Bruder ist ... unbesiegbar und wenn David es irgendwie geschafft hat, Soldaten mit seinen Fähigkeiten zu erschaffen ..." Cillians Beine zitterten vor Panik so sehr, dass er sich setzen musste. "Ich weiß nicht, was ich euch raten soll. Ich weiß nicht, wie ich euch helfen soll. Ich würde euch gerne helfen, aber ich kann ja überhaupt nichts gegen sie ausrichten ..." Erneut schloss er die Augen. "Es tut mir so unendlich leid", hauchte er dann. Denn wenn sie Noahs Fähigkeiten hatten, musste er sie ihnen ja irgendwie gegeben haben, oder? Was Cillian wiederum das Bedürfnis gab, sich für ihn zu entschuldigen.
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    Re: Essenzen-Wahnsinn (Imaginary & Jadelyn)

    Beitrag von Jadelyn am Mo 14 Aug 2017, 18:41

    Das Team

    „Laut Simone hat David künstliche Menschen erschaffen und ihnen Noahs Fähigkeiten verliehen“, erklärte Ian kurz, was er darüber wusste. Das war katastrophal. Natürlich.
    „Simone hat es geschafft, deinen Bruder zu besiegen“, widersprach Daria.
    „David wird diesen Menschen aber nicht Noahs Schwachpunkte gegeben haben“, sinnierte Ian.
    „Vielleicht sollten wir die Menschen doch darüber informieren“, sponn Mikael die Gedanken weiter. Simone hatte so etwas durchklingen lassen. Ein Bündnis zwischen Übernatürlichen und Menschen. Er wusste nicht, wie ernst das gemeint war, aber vielleicht war es tatsächlich eine Option.
    „Wenn sich Übernatürliche mit Menschen verbünden würden, hätten wir vielleicht eine Chance.“
    „Würden sie darauf eingehen?“, überlegte Til und musterte Cillian, der in dem Punkt ja wohl am ehesten eine Meinung haben müsste. „Würden sie einem Teil der Übernatürlichen glauben, dass das keine Falle ist?“


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    Re: Essenzen-Wahnsinn (Imaginary & Jadelyn)

    Beitrag von Imaginary am Mo 14 Aug 2017, 18:50

    Cillian Cavanaugh

    Das war wirklich eine einzige Katastrophe. Denn auch Cillian ging davon aus, dass David seinen Soldaten sicher nicht Noahs Schwachstellen mitgegeben hatte. Die würden vermutlich keine instabile Psyche oder ein kaputtes Gedächtnis haben, denn damit hätte David sich schließlich keinen Gefallen getan. Noah war naiv und wankelmütig. Solche Supersoldaten waren nicht extrem nützlich und es konnte ziemlich nach hinten losgehen, sich bewusst welche davon zu schaffen. Nein, die würden vermutlich wirklich nicht diese Schwachstelle haben.
    „Ich weiß es nicht“, entgegnete Cillian ehrlich. „Aber es ist wohl einen Versuch wert. Wir haben nicht viel zu verlieren. Wenn David der Anführer der IMA ist, wird dieser Krieg ansonsten so oder so ausbrechen. Aber es ist gut möglich, dass sie die Nerven verlieren, wenn sie von künstlichen Menschen mit Noahs Fähigkeiten erfahren. Seine Existenz hat sie ja schon fast durchdrehen lassen, obwohl er …“, nichts getan hatte, konnte man ja nun echt nicht sagen, „sich nicht gegen die Menschen gewandt hatte.“ Das passte wohl eher. „Nur werden sie so oder so irgendwann die Nerven verlieren, wenn David es will und vielleicht besteht so zumindest eine geringe Chance.“
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    Re: Essenzen-Wahnsinn (Imaginary & Jadelyn)

    Beitrag von Jadelyn am Mo 14 Aug 2017, 18:56

    Das Team

    „Anja Hansen könnte in dem Punkt hilfreich sein“, überlegte Mikael, nachdem Cillian die Idee nicht gleich vom Tisch fegte. „Sie hat Kontakt zu mindestens einem hochrangigen Militärmensch. Der Berater vom Außenminister.“
    Gut, der träumte momentan wohl davon, Simone eine Kugel in den Kopf zu jagen. Aber wenn sie es schaffen würden, ihn zu überzeugen … vielleicht könnte er andere Politiker und Soldaten dann wiederum von ihrer Sache begeistern. Und falls nicht, würde es wohl auch nicht viel schaden, es auszuprobieren.
    „Das klingt sinnvoller, als die Zentrale in Kopenhagen im Alleingang zu stürmen“, stimmte auch Ian zu. „Allerdings befürchte ich auch, dass sie uns nicht trauen werden. Gibt es irgendetwas, wie wir unsere Aufrichtigkeit beweisen können?“, wandte er sich wieder an Cillian. „Wie können wir ihnen glaubhaft machen, dass wir auf ihrer Seite sind?“


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    Re: Essenzen-Wahnsinn (Imaginary & Jadelyn)

    Beitrag von Imaginary am Mo 14 Aug 2017, 19:04

    Cillian Cavanaugh

    „Okay.“ So eine Kontaktperson war auf jeden Fall ein guter Anfang. War nur trotzdem fraglich, ob das schon ausreichte, denn maßgeblich hing dann alles davon ab, ob diese eine Person – nicht einmal Anja Hansen, sondern der Berater des Außenministers – ihnen glauben würde. Denn bei ihrer letzten Begegnung hatte er zumindest auf Cillian nicht unbedingt den Eindruck gemacht, als würde er ihnen wirklich glauben. Allerdings hatte Simone da ja auch nicht unbedingt für mehr Glaubwürdigkeit gesorgt.
    „Das wird schwierig“, sagte Cillian. „Dass sie Lars in die Finger bekommen hat, hat sie überhaupt erst bereit sein lassen, sich mit uns an einen Tisch zu setzen und selbst da haben wir viele Absagen bekommen. Wenn Viklund-Holm jetzt weg ist …“ Er seufzte. „Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung. Wir haben nichts, was wir ihnen geben könnten, um sie von uns zu überzeugen. Wir können nur hoffen, dass sie uns glauben.“
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    Re: Essenzen-Wahnsinn (Imaginary & Jadelyn)

    Beitrag von Jadelyn am Mo 14 Aug 2017, 19:13

    Das Team

    „Gibt es Nationen, die nichts von dieser Auslieferung wussten?“, fragte Ian weiter, versuchte die Bedingungen abzustecken. „Falls ja, könnten wir vielleicht anstelle mit Deutschland mit einem von den Ländern beginnen, um eine Basis aufzubauen.“ Gut, das wäre natürlich auch ziemlich vage, aber es war schon richtig, dass dieser Sebastian nicht gerade positiv eingestellt sein würde.
    „Es gibt doch bestimmt noch mehr IMA-Terorristen, die sie haben wollen, oder?“ Daria hatte sich inzwischen von Mikael losgemacht und war wieder auf ihren Stuhl gesunken, während der Aktive neben ihr stehen blieb.
    „Nachdem Viklund-Holm verschwunden ist, werden sie uns kaum glauben, dass sie die behalten können“, gab er zu bedenken.
    „Wenn wir klar machen, dass wir nichts damit zu tun haben, sondern die IMA? Es muss doch jemanden geben, der den verdammten Unterschied bemerkt!“
    „Alles, was wir anzetteln können, dauert zu lange“, gab Til zu bedenken. „Da ist viel zu viel zeitlicher Spielraum, in dem David etwas bemerken wird.“
    „Also tun wir nichts?“, fauchte Daria und Mikael legte automatisch eine Hand auf ihre Schulter, um sie daran zu erinnern, dass es besser war, ruhig zu bleiben.


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    Re: Essenzen-Wahnsinn (Imaginary & Jadelyn)

    Beitrag von Imaginary am Mo 14 Aug 2017, 19:20

    Cillian Cavanaugh

    Natürlich hätten die es mit Sicherheit toll gefunden, andere Terroristen – oder wahlweise Noah – in die Finger zu bekommen, aber wie Mikael schon festgestellt hatte, würden sie wohl nicht glauben, dass die dann auch dort blieben, wo sie waren. Mal abgesehen davon, dass Noah beispielsweise sowieso keine Option war, selbst wenn sie ihn gehabt hätten. So etwas hätte Cillian nicht zugelassen.
    „Ich weiß wirklich keine Lösung, tut mir leid.“ Und er fühlte sich wirklich beschissen deswegen, denn verflucht noch mal, er arbeitete ständig mit den Menschen, er war ein Mensch, trotzdem wusste er nicht, was in dieser Situation der richtige Weg war. „Und wir wissen ja auch nicht, wem sie von der Auslieferung erzählt haben. Wir wissen, dass Schweden, Dänemark, Deutschland, die USA, Russland, Frankreich und Großbritannien davon wissen. Aber wir können wohl davon ausgehen, dass sie es auch anderen Nationen gesagt haben. Wir wissen ja nicht einmal, wo sie ihn gelassen haben und sie haben ziemlich deutlich gemacht, dass auch niemand von den Leuten, die sie zu uns geschickt haben, davon gewusst hat, damit niemand die Information aus ihnen herausholen konnte.“ Was es nur umso beängstigender machte, dass David es dennoch geschafft hatte, Lars zu befreien. „Sie trauen dem Rat einfach nicht mehr über den Weg. Das war ja immer schon schwierig, aber seit der Sache mit David …“ Er seufzte. „Ich weiß einfach nichts. Tut mir leid.“
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    Re: Essenzen-Wahnsinn (Imaginary & Jadelyn)

    Beitrag von Jadelyn am Mo 14 Aug 2017, 19:28

    Das Team

    „Vielleicht sind wir nicht weit genug oben im Rat, um als direkte Bedrohung eingestuft zu werden“, überlegte Ian. „Wir sollten das mit Anja besprechen.“
    „Ich hab seit einer Weile nichts mehr von ihr gehört“, sagte Mikael. „Ich weiß, wie ich sie erreiche, wenn es notwendig ist, aber darüber hinaus sollten wir uns mit ihr wohl nur in Verbindung setzen, wenn es wirklich wichtig ist und wir so was echt durchziehen wollen.“
    „Uns wird nicht viel anderes übrig bleiben“, antwortete Ian und blickte wieder zu Cillian. „Was ist mit dir? Wie reagieren sie auf dich? Macht es Sinn, dich mit ins Boot zu holen? Würdest du das überhaupt wollen?“ War immerhin nicht gerade ein geringes Risiko. „Und wie steht Alkan zu all dem? Kannst du ihn einschätzen? Macht es Sinn zu versuchen, ihn unauffällig zu kontaktieren?“


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    Re: Essenzen-Wahnsinn (Imaginary & Jadelyn)

    Beitrag von Imaginary am Mo 14 Aug 2017, 19:35

    Cillian Cavanaugh

    Gute Frage. Wollte er das? Cillian wollte nichts lieber, als dass die IMA aufgehalten wurde. Aber er war kein Held. Er hatte keine tollen Fähigkeiten, sondern war nun einmal ein Mensch. Ein Mensch, den die meisten Übernatürlichen ohne Weiteres niedermetzeln konnten, wenn sie wollten. Cillian kannte sie gut genug, um den meisten solche Absichten nicht zu unterstellen; er wusste, dass die meisten Übernatürlichen auch einfach nur ein ganz normales Leben führen und sich um ihre eigenen Dinge kümmern wollten. Trotzdem war er eben auch so realistisch, zu wissen, wo seine Grenzen lagen.
    Auf der anderen Seite hatten sie Noah. Es war ihm nicht egal. Es konnte ihm nicht egal sein. Wenn Cillian die Augen verschloss, würde Noah da vollends mit hinein gezogen werden. Eigentlich war er ja bereits mittendrin. Aber trotzdem gab es jetzt vielleicht noch einen Funken Hoffnung für ihn. Wenn sie nicht handelten, war Noah verloren. Entweder bekamen die Menschen ihn doch noch irgendwann in die Fänge und sie würden nicht filtern, dass Noah eigentlich nicht grundsätzlich schlecht war, sondern sich einfach mental nicht gegen Lars hatte wehren können oder er blieb in den Fängen der IMA und würde dadurch irgendwann auf andere Art getötet werden. Lars würde ein Monster aus Noah machen.
    „Ich wäre dabei“, entgegnete Cillian. „Und ich kann versuchen, mit den Menschen zu reden und ein bisschen zu vermitteln. Mehr kann ich leider nicht machen, im Kampf bin ich nun einmal nutzlos.“ Das war eine Tatsache. „Alkan wird auf unserer Seite sein. Ich muss aufpassen, dass David es nicht herausfindet, dass ich mit Alkan rede. Ich weiß ja nicht, wen er alles beobachten oder abhören lässt. Ich war heute Morgen so paranoid, dass ich über Irland hierher geflogen bin, damit nicht auffällt, wo ich wirklich bin.“ Er seufzte. War aber ja scheinbar auch irgendwie gerechtfertigt gewesen. „Aber Alkan wäre auf jeden Fall auf unserer Seite. Er ist mit einer menschlichen Frau verheiratet, er ist auch auf jeden Fall klar gegen die IMA.“ Immerhin hatte er wohl auch zwischen Jannes und den Menschen vermittelt, als es darum gegangen war, Lars auszuliefern.
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    Re: Essenzen-Wahnsinn (Imaginary & Jadelyn)

    Beitrag von Jadelyn am Mo 14 Aug 2017, 19:44

    Das Team

    „Das ist gut“, stellte Ian auf Cillians Beteuerung, dabei zu sein, fest. „Dass das im Grunde ein Selbstmordkommando wird, muss ich dir ja nicht sagen, oder?“ Er musterte ihn prüfend. Das musste ihm klar sein.
    „Er ist ein Mensch, das allein garantiert seinen Untergang“, warf Daria ein.
    „Und trotzdem hat er selbst diese Entscheidung zu treffen, Daria!“
    „Vermitteln klingt gut“, stimmte Mikael dem Vorschlag zu. „Und das du etwas mit Alkan zu bereden hast, sollte wesentlich glaubwürdiger sein, als wenn einer von uns das versucht, oder nicht?“
    „Die Frage ist nicht, ob er für oder gegen die IMA ist, sondern ob er uns glaubt, dass David ihr Gründer ist. Aber er hat Jannes bereits vor ein paar Wochen sein Okay gegeben, also sollte er uns das trotz Simones Beteuerungen noch einmal glauben, oder nicht?“ Ian fuhr sich durch die kurzen Haare.


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    Re: Essenzen-Wahnsinn (Imaginary & Jadelyn)

    Beitrag von Imaginary am Mo 14 Aug 2017, 19:50

    Cillian Cavanaugh

    „Ja. Das ist mir bewusst.“ Damit unterschrieb er definitiv sein Todesurteil. Das einzig Gute, was Cillian dieser Tatsache abgewinnen konnte, war, dass das seinen Bruder vielleicht von Lars wegtreiben würde. Was nicht bedeutete, dass Cillian vorhatte, sich absichtlich in den Tod zu begeben, dafür hing er auch viel zu sehr an seinem Leben. Aber zumindest würde sein Ende dann vielleicht nicht völlig umsonst sein.
    „Wenn wir nichts tun und David gewinnt, ist das genauso mein Untergang. Einfach nur weil ich existiere“, präzisierte Cillian noch einmal. Und wenn die Menschen es Atombomben regnen ließen, war es auch egal, denn dann waren sie sowieso alle dem Tod geweiht.
    „Ja, das ist auf jeden Fall glaubwürdiger. Ich werde mit ihm reden. Und ja, er wird es zumindest in Betracht ziehen. Im Großen und Ganzen vertraut er David, aber nicht blind. Wenn ich ihm alles erzähle, wird er es sich anhören und ich glaube, ihm kam die Geschichte mit Noahs Verlegung auch ziemlich merkwürdig vor. Das mit David ist eine Erklärung dafür.“
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    Re: Essenzen-Wahnsinn (Imaginary & Jadelyn)

    Beitrag von Jadelyn am Mo 14 Aug 2017, 20:03

    Das Team

    „Dann machen wir es so“, beschloss Ian, bevor er noch mal Daria und Mikael fixierte. „Kann ich mich drauf verlassen, dass hier keine dummen Einzelaktionen kommen? Das wird so schon gefährlich genug. Ich kann keine Patzer gebrauchen!“
    Mikael nickte, jetzt hatten sie einen Plan, sie würden etwas versuchen, damit konnte er leben.
    „Daria?“
    Sie starrte stur zurück.
    „Ich kann dich auch von all dem ausschließen“, sprach Ian weiter. „Wir können keine Risikoquellen gebrauchen. Entweder reißt du dich zusammen oder du bist raus!“ Und raus meinte hiermit nicht nur die Aktion, sondern das gesamte Team.
    Das kam auch bei Daria an, denn ihr Blick wechselte von bohrend zu verzweifelt. „Das kannst du nicht ...“
    „Das liegt jetzt an dir. Ich will das nicht, aber ich kann nicht riskieren, dass irgendeine deiner Aktionen unseren Plan sabotiert.“
    Sie schwieg einen Moment, als müsse sie abwägen, ob sie das wirklich hinbekommen würde. „Ja“, murmelte sie schließlich. „Ich … werd kein Risiko sein.“


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    Re: Essenzen-Wahnsinn (Imaginary & Jadelyn)

    Beitrag von Imaginary am Mo 14 Aug 2017, 20:12

    Cillian Cavanaugh

    Cillian nickte. Damit hatten sie zumindest einen Plan. „Ich versuche, euch auf dem Laufenden zu halten. Wahrscheinlich hören sie mich nicht ab, ich habe versucht, mich unauffällig zu verhalten. Simone hat mir mit ihrem Verhalten vermutlich signalisieren wollen, dass etwas nicht stimmt, sie konnte nur natürlich nicht sehr offensichtlich sein. Wegen David.“ Er atmete tief durch. „Aber ich habe gesagt, dass ich versuchen werde, die Information, wo Noah ist, einzuklagen. Ich werde mich da wirklich an einen Anwalt wenden, damit es nicht auffällt. Die sind da ja auf der sicheren Seite, also sehen sie vermutlich kein Risiko in mir, aber im Großen und Ganzen bin ich eher uninteressant für sie, denke ich.“ Immerhin war er nur ein Mensch und noch nicht einmal ein extrem einflussreicher. Natürlich hatte er hier und da einige nützliche Kontakte innerhalb der Menschenwelt, aber mehr dann auch nicht.
    „Es tut mir wirklich leid, dass ich nicht mehr für euch tun kann. Und es tut mir leid, dass sie die Fähigkeiten meines Bruders für ihre Supersoldaten angezapft haben.“ Aber das ließ sich nun ja nicht mehr ändern, also mussten sie das Beste daraus machen.
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    Re: Essenzen-Wahnsinn (Imaginary & Jadelyn)

    Beitrag von Jadelyn am Mo 14 Aug 2017, 20:22

    Das Team

    „Warte kurz“, meinte Til und stand auf, um in seinem Teil des Schranks nach etwas zu wühlen.
    Die anderen konnten einen Blick auf jede Menge technisches Gerät und Kabel werfen. Endlich schien Til fündig geworden zu sein. Er klickte auf einem Telefon herum, nahm schließlich sein eigenes heraus, auf das Simone angerufen hatte und schaltete die Geräte zueinander kompatibel.
    „Meine Freunde fanden es immer lächerlich, wenn ich früher an den Dingern rumgebastelt habe“, meinte er, als er Cillian das Gerät aus dem Schrank in die Hand drückte. „Ich find die besondere Verschlüsselung aber eigentlich ziemlich praktisch.“ Damit war klar, was er dem Diplomat gerade gegeben hatte. „Unsere Kommunikation kontrolliere ich lieber selbst, als mich darauf zu verlassen, dass die IMA dich nicht interessant genug findet. Benutz es nur nicht dort, wo sie dich abhören können. Am integrierten Störsender für solche Wanzen bin ich noch dran, aber das ist ein bisschen kniffliger.“
    „Damit ist jetzt aber offiziell, dass ich nicht mehr der Obernerd in dieser Runde bin, oder?!“, kommentierte Mikael die Übergabe.
    Ian lächelte leicht. Was immer Simone in Til gesehen hatte, war sich hier gerade offensichtlich in den letzten Tagen am manifestieren.
    „Einklagen solltest du das auf jeden Fall“, stimmte er Cillian zu. „Wir dürfen absolut keine Aufmerksamkeit auf uns ziehen. Mikael, du kümmerst dich um einen Kontakt zu Anja.“
    „Das muss dir nicht leid tun“, war es Daria, die auf Cillians Entschuldigung reagierte. „Du hast ihn schließlich nicht dazu überredet.“ Sie versuchte es sogar mit einem aufmunternden Lächeln. Ians Drohung hatte definitiv gezogen.


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    Re: Essenzen-Wahnsinn (Imaginary & Jadelyn)

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