Pooly's Kunst und Schreibforum

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    William Golding - Herr der Fliegen

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    Elbenwind
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    William Golding - Herr der Fliegen

    Beitrag von Elbenwind am Sa 21 Jan 2017, 18:17




    Originaltitel: Lord of the Flies (1954, London)
    Übersetzung aus dem Englischen von Hermann Stiehl
    Taschenbuch-Ausgabe
    256 Seiten (u.a. inkl. Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon)
    Fischer Taschenbuchverlag (2012)
    ISBN 978-3-596-90323-8
    Preis: 7,99 € [D]; 8,30 € [A]




    INHALT

    Nach einem Flugzeugabsturz findet sich eine Gruppe Schuljungen auf einer unbewohnten Insel wieder. Ralph, der zum Anführer gewählt wird, will das Zusammenleben organisieren, aber die Führungsrolle wird ihm von Jack streitig gemacht. Aggression, Gewalt, der Verlust aller Hemmungen machen aus dem Paradies bald ein mörderisches Inferno…

    William Goldings erster und erfolgreichster Roman beschreibt das Ende der Unschuld und ist eine dunkle Parabel auf die verborgene Barbarei zivilisierter Gesellschaften.


    DER AUTOR


    Quelle: http://www.fischerverlage.de

    William Golding, geboren 1911 in Colum Minor, Cornwall, studierte in Oxford. Er war Lehrer, im Krieg Marineoffizier. Längere Zeit lebte er in den USA. Mit ›Herr der Fliegen‹ erregte er weltweit großes Aufsehen. Golding wurde mit dem Man Booker Prize und dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Er starb im Juni 1993 in Cornwall.
    (Verlagsinfo)


    KOMMENTAR

    Es war mal wieder an der Zeit mich einem Klassiker der Weltliteratur zu widmen.
    Durch eine Simpsons-Folge**, in der „Herr der Fliegen“ angedeutet wird, wurde ich auf die mit 225 Seiten nicht sehr zeitaufwendige Dystopie aufmerksam. Was passiert, wenn Kinder auf sich allein gestellt auf einer Insel überleben müssen? William Golding hat durch den Zweiten Weltkrieg kein sehr positives Menschenbild. Er glaubt an eine barbarische Natur, die tief im Inneren eines jeden Menschen schlummert und unter entsprechenden Umständen ausbrechen kann. Diese Meinung teile ich zwar nur teilweise, fand seine Umsetzung in „Herr der Fliegen“ aber wirklich großartig. Er schreibt in einer sehr schönen und starken Sprache und hat seine Figuren und ihr Verhalten sehr realistisch angelegt. Er versteckt sehr viele Symbole und Zeichen in seinem Roman - ein typisches Merkmal für eine Parabel - die in dieser Geschichte aber teilweise auch sehr einfach herauszulesen sind (z.B. das Muschelhorn als Zeichen der Vernunft, Demokratie und Redefreiheit). Die Spannung nimmt kontinuierlich zu, wenn auch für meinen Geschmack etwas zu langsam, während Recht, Moral und Ordnung gleichzeitig abnehmen. Meine Ausgabe enthielt einen sehr interessanten Werkbeitrag aus „Kindlers Literatur Lexikon“, in dem kurz auf Inhalt, geschichtlichem Kontext und Interpretationsmöglichkeiten eingegangen wird.


    FAZIT

    3,5 von 5 Punkten

    Eine anspruchsvolle Lektüre über die barbarische Natur des Menschen.
    Punkteabzug gibt es aufgrund einiger langatmiger Passagen unter denen die Spannung etwas leidet.


    **DIE SIMPSONS-FOLGE

    „Der blöde Uno-Club“ (Orig. „Das Bus“; Staffel 9 / Folge 14)



    Quelle: http://simpsons.wikia.com/wiki/Das_Bus

    Auf der Fahrt zu einem Uno-Modell-Treffen stürzt der Bus mit den Kindern von Springfield ins Meer.
    Sie stranden auf einer menschenleeren Insel und bilden eine kleine Gemeinde, um gemeinsam um das Überleben zu kämpfen.
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    Jadelyn
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    Re: William Golding - Herr der Fliegen

    Beitrag von Jadelyn am Sa 21 Jan 2017, 22:34

    Klingt nach einem gut umgesetzten Handlungsverlauf. Vorstellbar, dass so ein Ereignis solche Gruppendynamiken hervorrufen würde, ist das schon.

    Danke für die Empfehlung. :)


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