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Pooly & Co.

    Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Austausch

    Teleri
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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Teleri am Di 30 Aug 2016, 19:24

    Liam Mood

    Egal, wie sehr er nun versuchte klar zu bleiben. Er war es nicht und würde es auch nicht so schnell werden, denn wenn er aus seinem Rausch aufgewacht war, ging er wieder weiter. Stetig über den Tag verteilt, bis hin zur Nacht, wo er sich dem Abschuss hingab und der nächste Absturz folgte. Jeder neue Tag, ein Kriechen und zusammenbrechen.
    Liam lauschte den Worten dennoch. Er konnte sie noch aufnehmen. Ihnen noch Bedeutung beimessen. Als sein neuer Trinkgefährte des heutigen Abends die Geschichte erzählte und zu zwei schmierigen Typen herüber sah, die nun ihre Plätze an der Bar angenommen hatten. Ihm fiel zeitverzögert auf, dass Liam nervös wurde. Er zupfte am Hemd herum. Zeigte ansonsten auch eine gewisse Unruhe und dann platzte er heraus. Es fühlte sich ein bisschen an, als hätte er es noch niemanden gesagt und als hätte es dringend heraus gemusst. Ein Gefühl das Moody viel zu fremd war. Er hatte nie mit jemanden darüber reden können, was in ihm vorging. Wollte es auch nicht. Hatte keine Lust darauf und wenn er mal etwas erzählen wollte, klang eher vielmehr gequält, umschiffend, gedehnt.
    Selbst im Suff war es ihm nie passiert, sich auf diese Offenbarungen einzulassen. Aber wie war das gleich. Einmal ist keinmal.
    Liam nahm es auf. Er würde sich morgen, zum Preis von üblen Kopfschmerzen zusätzlich zum Alkohol, noch daran erinnern können.
    "Wie alt warst du?", fragte Moody nun und bedachte Liam mit einem Blick. Es half enorm um einzuschätzen, welche Tragweite es hatte. Vergewaltigungen waren immer schlimm und sexuelle Übergriffe an Kindern waren übel. Aber das erklärte ein wenig, warum er hier saß und mit ihm trank. Vermutlich auch nur ein kleiner Teil von der bewegten Vergangenheit. Denn dazu gehörte zum einen, wie er auf die Straße gekommen war und was er zwischenzeitlich erlebt hatte. Das Taschentuch kam schließlich in Form einer Kellnerin, die den Tisch abwischte und ihnen zulächelte.
    Liam erwiderte es nicht, ihm fiel auf, dass er sie wohl hübsch gefunden hätte, wenn da nicht eine Menge mehr gewesen wäre, was ihn davon abhielt.
    Er nickte ihr aber zu.
    "Darfs noch etwas sein, die Herren?", Moody-Liam schüttelte den Kopf.
    Wartete aber auf den zweiten Liam. Sie hatten noch für jeden ein Glas in der Flasche und dann wäre der Abend wohl zu Ende.
    "Du wolltest wissen, was die drei Kerle wollten. Es ging um die Family Ripper Sache. Der Drecksack hat sie umgebracht. Sie und ihn", sagte er schließlich. "Lamar hat mir mitgeteilt, dass ich zu überheblich war und ihren Tod selbst zu verschulden habe. Das ich meine gerechte Strafe bekommen habe, weil ich ihn damals als ich 26 Jahre alt war, den Meister der BAU vorgeführt habe ... danach wurde ich Jumper und als nicht Teamfähig klassifiziert... dann 11 Jahre Einzelkämpfer beim FBI bis zu ihrem Tod und den Mordversuch an mir. Danach wurde ich ehrenhaft entlassen, aber noch für meinen Einsatz belobigt. Lamar hat mir noch auf den Weg gegeben, dass er nicht traurig ist, dass ich raus bin."
    Wen er mit Sie und ihn meinte, sagte er nicht. Es war auch egal. nicht relevant. Mehr würde er nicht sagen. Mehr konnte er nicht sagen. Nicht einmal unter dem Alkoholeinfluss. Er hatte wieder Zeit gebraucht, bis er überhaupt angesetzt hatte. Er hatte wieder Zeit gebraucht, um es zu formulieren. Lücken waren entstanden. Er gab nicht gerne Dinge von sich preis.

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    Domenic Blair
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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Domenic Blair am Mi 31 Aug 2016, 13:30

    Liam Barker

    „Ich nehme ein Glas Wasser mit einer Scheibe Zitrone wenn es Recht ist“, sagte Liam und fuhr sich mit der Zungenspitze über die trockenen Lippen. Er brauchte unbedingt etwas anderes, etwas Richtiges zu trinken. Liam blieb es nicht verborgen das Moody ihm etwas verheimlichte. Die Aussage Sie und Ihn, sprachen dafür, dass er womöglich eine engere Bindung zu diesen Personen gehabt hatte, oder solch negative Dinge erlebt hatte, dass er sie nicht mit Namen benennen konnte. Oder sogar beides!
    Liam lehnte sich zurück, streckte die Beine weit von sich und gähnte. „Ich war siebzehn, ein kleiner dummer Junge, der glaubte, nur so ans Geld kommen zu können. Unerfahren und naiv.
    Wir saßen am Küchentisch und aßen aufgewärmte Spaghetti, tranken kühles Bier und lernten uns kennen. Der Kerl, der sich Brody nannte, seinen richtigen Namen kenne ich bis heute nicht, war gut betucht. Er führte ein kleines „Lokal“ um die Ecke, und hielt es für eine gute Idee, dass ich dort anfangen könnte, wenn er mit mir zufrieden war. Zufrieden hieß in dem Zusammenhang, dass ich brauchbar war. Ein fürchterliches Wort ich weiß, aber so hatte er sich ausgedrückt.“
    Die Kellnerin kam mit seinem Wasser zurück, stellte es vor ihm auf den Tisch und lächelte freundlich. Liam sah noch nicht einmal auf, nahm die Zitrone und quetschte sich aus, um das Glas kurz darauf, in einem Zug leer zu trinken.
    „Aber jetzt zu dir Moody, wen meinst du mit Sie und Ihn?“
    Liam ließ das alles nicht locker. Er wollte wissen, was mit seinem Gegenüber nicht stimmte.
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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Teleri am Mi 31 Aug 2016, 14:07

    Liam Mood

    Ein Glas Wasser hätte er wahrscheinlich auch gut vertragen können. Aber er trank nur Alkohol oder Kaffee. Beides wohl nicht sonderlich gesund.
    Deshalb wollte er auch kein Wasser oder so etwas in der Richtung. Für Kaffee war es zu spät. Sonst würde er noch schlechter schlafen, als ohnehin schon. Das er müde und bleich war, war Normalzustand.
    "Auf jeden Fall warst du noch ein Teenie", sagte Liam und er vermied es, über die Bedeutung von Teenie nachzudenken. Der 'Er' aus seiner Geschichte wäre jetzt sieben. "Mich würde ja interessieren, welchen Grund du hattest, überhaupt auf der Straße zu sein? Schlechte Eltern? Haben die dich rausgeworfen? Bist du abgehauen? Bei beidem noch die Frage warum", sagte Liam in der Hoffnung den anderen genug zu verwirren, um ihn nicht weiter auf seine Geschichte eingehen zu lassen. Ironischerweise konnte er das im betrunken Zustand genauso gut, wie im nüchternen.
    Zumindest hatte er das Nüchtern mal drauf gehabt.
    "Wenn du willst, höre ich mich nach der Geschichte um und wir suchen den Mistkerl. Ich meine, Missbrauch verjährt nicht so schnell. Erst nach 30 Jahren. So alt bist du aber noch nicht. Hinweise haben wir auf die Bar ... Meistens haben solche Täter mehrere Opfer gehabt", bemerkte Liam und goss sich statt des Wassers noch ein Glas ein, das letzte überließ er dem anderen. Sofern er wollte. Dann jedoch fiel ihm etwas ein, was er bis jetzt verdrängt hatte. Er schloss die Augen. Er war kein Agent mehr, er konnte höchstens einen ehemaligen Kollegen anbetteln, zu recherchieren.
    Sich das anzuschauen und den Täter zu seiner gerechten Strafe zu führen.
    Dann kam die Frage doch so unvorbereitet, dass er mitten in der Bewegung inne hielt. Man konnte auf seinem Gesicht nur sehen, dass er sehr weit war, aber das Grauen was hochkochte, die Angst, die Bilder, all das blieb verborgen.
    "Frau und Sohn", war alles was er dazu sagte. Die Art wie er es formulierte sollte dem anderen klarmachen, dass er nicht weiter darüber reden wollte. Er führte das Glas zu seinem Mund.
    "Tut aber nichts zur Sache, sie sind nur eine Reihe von Toten, die mich umgeben", war alles was er sagte. Er legte Egalität hinein. Eine Kälte und Egalität, die einem regelrecht Backpfeifen versetzte.
    Seine Miene war ausdruckslos und abgesehen von dem glasigen Blick verursacht durch den Alkohol, trat eine Leere ein, die unendlich zu wirken schien.
    Liam wirkte in dem Moment, wie ein Unsterblicher, der des Lebens überdrüßig wurde. Letztes Jahr am 18.06. hatte Liam sich beinahe umgebracht. Nicht etwa durch Alkohol. Sondern mit einer Waffe an der Schläfe. Ohne seine Schwester Jenna wäre er jetzt ebenfalls tot.


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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Domenic Blair am Mi 31 Aug 2016, 14:33

    Liam Barker

    „Ja ich war ein Teenie, aber eigentlich hätte ich es wissen müssen. Ich hätte wissen müssen, dass niemand „normales“, auf die Idee gekommen wäre, einen heruntergekommenen Jungen mit in seine Wohnung zu nehmen. Aber Brody, versprach mir eine Menge Geld. Und einen Unterschlupf. Brody bezahlte das Essen, meinen Schlafplatz, Kleidung und am Ende auch den Alk und die Drogen. Ich nahm es an. Er hat mich zu nichts gezwungen. Ich wollte es so. Ich schlief ein zwei Mal(natürlich war es mehr als das) mit ihm und brachte gutes Geld für ihn ein. Er sagte Mal ich wäre sein Bester „Hengst“ …“ Liam lachte auf und griff zu der Schachtel Zigarette. „Und nach jedem Techtelmechtel, gab es eine Aufmerksamkeit. Er schenkte mir eines Abends eine Uhr, die ich aber nur tragen sollte, wenn er mit mir wegging. Einen teuren Anzug, in dem ich mich nicht wohl fühlte. Und schnieke Schuhe, in denen ich nicht laufen konnte. Doch irgendwann wurde ich krank, und konnte nicht mehr für ihn arbeiten. Was Brody zwar verstand, er mich aber trotzdem aus der Wohnung schmiss.“
    Liam knöpfte sein Hemd weiter auf und fuhr sich mit der Hand über die Brust, über der sich eine zehn Zentimeter lange Narbe zog.
    „Was Brody Bar angeht, so wurde sie vor ein paar Jahren geschlossen. Und Brody selbst wurde tot im Hinterhof aufgefunden. Hingerichtet; zwei Schüsse. Einen in den Kopf, den anderen ins Herz. Der Typ ist Geschichte das kannst du mir glauben!“
    Liam führte das Glas Whisky zu seinem Mund und nahm einen kleinen Schluck. Mehr wolle er über damals nicht preisgeben. Er hatte sowieso schon viel zu viel erzählt.
    „Frau und Sohn? Das klingt hart …“ Liam stoppte und sah zu den beiden Männer an der Bar, wovon der Jüngere den Anschein erweckte, als ob er nicht ganz freiwillig hier wäre.
    „Ich denke, du solltest darüber reden …“sagte Liam und sah Moody eindringlich an.

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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Teleri am Mi 31 Aug 2016, 16:46

    Liam Mood

    „War es Dankbarkeit, Sucht, Beides oder etwas anderes, was dich dazu getrieben hat, bei dem Mistkerl zu bleiben? Im Übrigens habe ich deine Anmerkung geflissentlich überhört. Das habe ich mit einer Minderjährigen Prostituierten gemacht. Sie in die Entwöhnung geschickt, sie danach erstmal bei mir Wohnen lassen, mit ihr zusammen einen Job gesucht und sie ins Leben geschickt." und war dabei selbst untergegangen. Sie versuchte alles, um ihn wieder zu erreichen. Vielleicht war er grausam. Aber er hatte sie, wie alle anderen auch aus seinem Leben ausgesperrt. Ihr ein eigenes gegeben, aber zuviel Sorge gehabt, dass ihr auch etwas passieren könnte. "Allerdings habe ich sie nicht missbraucht oder benutzt oder sonst irgendwas in die Richtung", sagte Moody.
    "Okay, dann ist das Thema erledigt", Moody fragte nicht nach, ob es der andere gewesen war. Er hätte es sogar verstehen können. Das er noch einen Knopf öffnete, registrierte Liam auch verzögert in seinem nebulösem Kopf.
    "Es ist meine Schuld. Ich lasse mir das nicht gerne von einem Sackgesicht wie Lamar sagen, aber tatsächlich ist es die Wahrheit. Die bittere Wahrheit. Also habe ich auch kein Recht darüber zu reden, zu jammern oder sonst irgendetwas", sagte er nun hart über sich selbst. Der Selbsthass blitzte in seinen Zügen auf und er schluckte es samt Whiskey wieder herunter, wodurch sein Gesicht in eine steinerne Fassade umschlug.
    "Hätte ich mein Profil richtig angewandt, dann wären sie am Leben. Das ist die Realität", er trank einen weiteren Schluck und warf nun ebenfalls ein Blick zu den Zweien herüber, die auch der andere Liam immer wieder in den Fokus nahm. "Was denkst du?", war seine Frage. Was ihm auffiel war, dass der ältere die Nähe des Jüngeren suchte. Wie alt mochte er sein? 17, 18? Außerdem wirkte der jüngere nicht so, als würde er sich wohl in seiner Haut fühlen.
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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Domenic Blair am Mi 31 Aug 2016, 20:44

    Liam Barker

    „Gute Frage, ich würde sagen beides. Brody besorgte mir das THC und ich zeigte mich dankbar ihm gegenüber. So lief das. Mal abgehen davon, dass das Leben auf der Straße einen genauso kaputt macht. Ich hätte es keine fünf Minuten mehr dort ausgehalten.
    Das schlimme war …“, Liam rutschte nervös auf seinem Stuhl hin und her. „Dass ich es mit Männern machen sollte, die mir zuwider waren. Bei manchen von ihnen wusste Brody noch nicht einmal, ob sie sauber waren. Mit sauber meine ich, gesund.“ Liam stoppte erneut und musste auf einmal an den Tag denken, als ihm offenbart wurde, dass er Hepatitis hat. Normalerweise hätte er diesen ganzen Alk hier überhaupt nicht trinken dürfen. Aber es war ihm schlicht und ergreifend egal.
    „Selbsthass ist nicht der richtige Weg Moody, glaub mir … damit kenne ich mich aus. Weißt du wie viele Selbstmordversuche ich hinter mir habe? Liam deutete per Fingerzeig eine Drei an. „Drei Stück, du hast richtig gehen … und ich verdanke es einem alten Kommilitonen das ich noch lebe und er war es auch, der mir meine Wunden genäht hat. Ich hätte unter normalen Umständen eingewiesen werden müssen … verstehst du das? Eingewiesen! Nein, lieber wäre ich gestorben, als in einer Psychiatrischen Klinik zu versauern.“ Liam trank sein Glas leer und wischte sich mit dem Handrücken den Mund ab.
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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Teleri am Mi 31 Aug 2016, 21:25

    Liam Mood

    "Ich könnte mir gut vorstellen, dass man in der Situation sowieso irgendwas brauchte, um das zu ertragen", sagte Moody schließlich und seine Miene zeigte nicht, was er darüber dachte. Aber das wäre für ihn nicht mal im Traum gegangen. Dafür war er schon seit je her, ein kleiner Zwangsneurotiker in Bezug auf Sauberkeit. Er hätte nicht eine Stunde auf der Straße überlebt. Er hätte sich geekelt. In dem Fall konnte man wohl getrost sagen, war Moody eine absolute Diva.
    "Aber ich muss gestehen, ich tue mich schwer damit, mich in die Situation hinein denken zu können", gab er nun zu.
    "Trotzdem ist letzteres ein Indiz dafür, dass du entweder Aids oder Hepatitis bekommen hast. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie oft ... du ..." er konnte das nicht mal aussprechen. Aber Sex mit dreckigen, speckigen, widerlichen Leuten hatte häufig auch Tripper zur Folge. "Tripper gehabt haben musst. Warum hast du damit nicht aufgehört?", fragte er nun.
    "Waren es die Drogen oder wusstest du nicht wohin sonst. Ich meine, es gibt dafür doch auch Shelter", sagte er.
    Er seufzte etwas. Die logischen Gedankengänge waren aus der Nicht-betroffenen-Ebene immer leichter als als Betroffener zu folgen.

    "Es ist der einzige Weg, der übrig bleibt. Soll ich in Selbstmitleid zergehen? Mich heulend auf den Boden werfen?", in dem Moment fing er an unterkühlt aufzulachen. "Nicht meine Art"
    Außerdem war er immer für alle Dinge verantwortlich gemacht worden. Es war immer seine Schuld gewesen. Sowohl, dass sein Vater und nicht er tot war. Als auch die Tatsache, dass er den Absturz von Brian, seinem älteren Bruder, heraufbeschworen hatte und natürlich hatte er sich auch die Schuld daran gegeben, dass er seine Mutter nicht vom Selbstmord hatte abhalten können. Der Selbsthass war das einzige Mittel, dass man ihm in die Hand gegeben hatte.
    Lange Zeit war er davon aber nicht wirklich getroffen worden. Er hatte es akzeptiert wie es war. Hatte die Wut auf anderes umgelenkt. Auf den unbekannten Mörder seines Vaters. Auf Brian, der überhaupt mit seiner Konzentrationsschwäche in einen Air Force Flieger gestiegen war und auf seine Mutter, die ihr Leben nicht für Wert genug befunden hatte, für zwei andere Kinder weiterzuleben. Soweit so gut.
    Doch dann war vor beinahe zwei Jahren sein Leben auseinander gebrochen, wie eine Ei, das man hatte fallen lassen oder einen Spiegel. Seine Frau und sein Kind waren tot ... getötet durch den Family Ripper, den er hätte fassen sollen. Er war alleine zuständig gewesen. Er hatte die Verantwortung gehabt. Es war sein Fall, den er versiebt hatte und so bitter bezahlte. Denn nebst den beiden wichtigsten Personen, hatte er seinen Job aufgeben müssen, aufgrund der Verletzung, die er erlitten hatte. Ein Messer in der Brust, das Herz verletzt, aber nicht vollständig getötet ...
    Er hätte dreimal bereits sterben sollen. Zwei Mal durch fremde Hand und einmal durch seine eigene. Jedes Mal war dem Tod was dazwischen gekommen. Hätte Liam gewundert, wenn der nicht inzwischen schon ein paar mehr Ideen hatte, ihn endlich mitnehmen zu können. Man konnte Moody nicht vorwerfen, er würde nicht tatkräftig nachhelfen.

    "Die meisten sind ohnehin Quaksalber und hören nur sich selbst gerne reden", unterstützte Liam die Aussage des anderen.
    Moody jedenfalls erwähnte mit keiner Silbe dass er psychologischer Fallanalytiker gewesen war und zwei Doktortitel in Psychologie und in Kriminalistik besaß. Das schwieg er tot. Warum sollte er das auch sagen?
    Es reichte, dass der andere wusste, dass er beim FBI gewesen war.
    "Aber ich kann bei Selbstmordversuchen nicht mithalten. Selbstbestrafung durch das hier und das hier", das Glas und die Zigaretten kamen zum Vorschein. "vielleicht. Aber Selbstmord? Nein ... das geht nicht. Ich bin dazu verdammt mit dem zu leben, was passiert ist"
    Er log. Ohne rot zu werden. Ohne etwas derartiges ersichtlich zu machen. Er hatte die steinerne Miene immer noch nicht verloren. Er trank stattdessen sein Glas leer.
    "Da der Alkohol leer ist ... und ich schon noch sehen muss, dass ich irgendwie zum Taxi komme ...", sagte Liam. "Werde ich mich wohl auf den Weg machen", sagte Moody zu dem anderen Liam.
    "Wenn du mal ... reden willst ...", er brauchte drei Anläufe bis er das Portmonee zu fassen bekommen hatte. Zückte seine letzte FBI Karte aus der Geldbörse und warf sie ihm hin. "Nicht die FBI Nummer versteht sich. Nur die private ..."
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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Domenic Blair am Do 01 Sep 2016, 13:07

    Liam Barker

    Ja in solchen Momenten halfen Drogen ungemein. Liam war froh gewesen, nicht mit klarem Kopf „arbeiten“ zu müssen. Der Suchtfaktor lag natürlich hoch, wenn man beachtete, wie oft er es tat. Zum Glück war er nur auf THC hängen geblieben. Von harten Drogen hatte er die Finger gelassen, auch wenn es hin und wieder Kunden gegeben hatte, die es ihm angeboten hatten.
    „Ich habe Hepatitis C“, sagte Liam ohne großen Wert darauf zu legen, dass ihn jemand anderes außer Moody hätte hören können. Er machte aus der Krankheit kein Geheimnis. Er war froh, dass es nur Hepatitis war und kein Aids. „Ich war zwanzig, als mir ein Arzt die Nachricht überbrachte, nachdem ich mich durchchecken lassen hatte. Er meinte: Sie leiden an Hepatitis C, einer Infektionserkrankung, die ihre Leber schwer in Mitleidenschaft ziehen kann.
    Das war ein Schlag ins Gesicht. Und ich brauchte erst einmal ein paar Tage, in denen ich mir klar werden musste, wie es weiter geht. Doch diese Entscheidung nahm mir Brody ja ab, in dem er mich rausschmiss.“
    Liam fing an zu gähnen und rieb sich mehrfach über die mittlerweile geröteten Augen.
    Er hatte Moody kaum noch zugehört, und fragte sich, ob er ihm noch etwas von sich erzählt hatte. Verdammt! Als er sah wie Moody sich vom Stuhl erhob, dachte er zunächst, dass er bloß auf die Toilette wollte. Doch dazu musste er nicht seine Jacke anziehen, was schlussendlich bedeutete, dass er genug für den Abend hatte.
    Moody warf ihm eine Visitenkarte auf den Tisch und verabschiedete sich von ihm und sagte ihm, dass er nur die private Nummer wählen sollte, da die andere zum FBI gehörte, und er ihn, wenn er reden wollte, gerne anrufen konnte. Liam nahm die Karte und betrachtete das FBI-Logo oberhalb Moody Namen. „Federal Bureau of Investigation …“, sagte Liam und lehnte sich zurück. „Du bist ein interessanter Typ Moody.“ Liam drehte die Karte und speicherte die Telefonnummer in seinem Gehirn ab. Zahlen konnte er sich schon als kleiner Junge gut merken!
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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Teleri am Fr 02 Sep 2016, 11:32

    Liam Mood

    Nächster Tag, 05. März 2014

    Sein Handy klingelte. Unbarmherzig. Es drang durch den vormittaglichen Sonnendurchfluteten Wohnzimmer. Liam hatte es nicht weiter geschafft. Er war nicht mal mehr dazu gekommen, vielleicht noch weiter zu gehen. Die Thematik des gestrigen Abends hatte ihn völlig aufgefressen. Die Nacht war unruhig gewesen. Nicht etwas, weil er kotzen musste. Er kotzte nicht mehr. Der Magen gewöhnte sich daran, wenn man nicht alles durcheinander trank. Blieb man bei einem Getränk und zwar dauerhaft, hatte man irgendwann nur noch die Kopfschmerzen und dann aber auch die ersten deutlichen Entzugserscheinungen. Das Klingeln zerfetzte seinen Schädel. Es war als würde jedes Läuten in seinen Synapsen explodieren. Er steckte den Kopf ins Kopfkissen und wollte die Welt ignorieren. Doch das wütende Summen ließ nicht locker. Mit zitternder Hand griff er nach dem Handy und fluchte leise, weil er die Taste nicht richtig erwischte.
    "Was?", sagte er unfreundlicher denn je in den Hörer.
    "Agent Mood, ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für Sie! Die gute Nachricht. Sie sollen den Job im FBI zurück kriegen. Mit ein paar Umstrukturierungen, Ihres Arbeitsumfeldes. Die schlechte Nachricht. Sie dürfen nur zurück, wenn Sie therapeutische Maßnahmen ergreifen. Wir haben uns etwas umgehört. Sie müssen sich in den Griff kriegen", sagte Blair.
    Liam hob den Kopf. Hatte er gerade richtig gehört? "Verarschen kann ich mich selbst, Blair", fauchte er ins Telefon. Hatte er einen Schädel. Er raffte sich hoch, sah auf den Radiowecker und ließ den Kopf erneut in die Kissen sinken.
    "Das ist vollkommen ernst gemeint. Wir brauchen Sie hier. Der Family Ripper ist aus dem Gefängnis ausgebrochen", sagte Blair kurzumwunden.
    Liam fuhr in die Höhe. "Wie bitte?", fragte er nun.
    "Er ist aus dem Gefängnis ausgebrochen", wiederholte sein ehemaliger Vorgesetzter. "Aber ich lasse Sie nicht eher an dem Fall mitwirken, bevor Sie nicht nachweislich bei einem Psychologen gewesen sind. Sie werden die Therapie Fallbegleitend machen. Wenn Sie heute beim Psychologen waren, schwingen Sie ihren besoffenen Arsch ins FBI. Dann klären wir weitere Sachen."
    Blair gab ihm noch die Addresse durch, wo er hinfahren sollte und legte dann auf. Der Arsch dachte nicht mal an die Möglichkeit, dass er nein sagen könnte. Dummerweise würde er auch nicht nein sagen. In dem Moment regte sich eine Menge in ihm. Mehr als in den letzten fast zwei Jahren zusammen. Wieder war es März. Wieder war er aus dem Schlaf gerissen worden. Trotzdem hatten sich viele Dinge verändert. Er stand auf, erhob sich mit einem Schädel, der jenseits von Gut und Böse war.
    Liam ging in sein Schlafzimmer, nahm einen Anzug aus dem Schrank. Schaltete die Kaffeemaschine ein. Die er gestern abend vor der Bar noch zurecht gemacht hatte. Ging ins Bad und machte sich frisch. Putzte die Zähne. Diese Routine hatte er auch nicht verloren. Er war vielleicht sogar noch zwanghafter ordentlich geworden, als damals noch.
    Er machte sich zurecht und hatte die Tasse aus dem Schrank genommen, als er darüber nachdachte, was er jetzt tat.
    Mit einem neu erwachtem Pflichtgefühl, beließ er es schlicht beim Kaffee und machte sich danach per Taxi auf dem Weg. Den Wagen hatte er verkauft. Er brauchte ihn nicht mehr. Hatte ihn nicht mehr gewollt.

    Als er bei der Praxis ankam, die ihn genannt worden war. Starrte er etwas auf das Namensschild. M.S. Psy. L. Barker ...
    Er stand vor dem Zimmer und starrte es an. Das war wohl ein beschissener Witz von Blair. Liam trat dennoch ein. Eine Sekretärin sah ihn an und fragte: "Guten Tag, was kann ich für Sie tun?"
    "Ich wurde hier her geschickt. William Patrick Mood ..."
    "Ach, richtig. Man hat Sie telefonisch angekündigt. Dann kann ich ja zurück rufen, dass sie erschienen sind", sagte sie freundlich und deutete auf das Wartezimmer.
    Liam setzte sich und dachte darüber nach, was passiert war.
    Sein ärgster Feind hatte es geschafft aus dem Knast auszubrechen. Das bedeutete, dieser kranke Bastard lief frei herum. Er würde neuerlich Leute umbringen und so wie er ihn einschätzte, würde er eine neue Runde mit ihm eröffnen. Liam schloss die Augen und lehnte den Kopf an die Wand. Normalerweise ließ man ihn auch nicht wieder an diesen Fall heran. Das Problem war, er war der einzige gewesen, der diesen verdammten Drecksack gejagt hatte. Sie brauchten seine Expertise. Vermutlich sollte er sich auch nicht zu sehr daran gewöhnen. Die konnten ihn danach wieder auf die Straße setzen. Darin hatten diese verdammten Mistviecher ja Übung.
    Liams Wut saß in seinen Zügen fest und er bemerkte, dass seine Finger nervös vor sich her zitterten. Er ballte sie zur Faust. Aber es half nichts, das Zittern blieb. Er wartete nun darauf eingelassen zu werden.
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    Beitrag von Domenic Blair am Di 13 Dez 2016, 18:39

    Liam Barker

    Sein Kopf schmerzte und am liebsten hätte er sämtliche Termine abgesagt. Er fühlte sich hundsmiserabel und selbst die zuvor eingeworfenen Aspirin halfen nicht.
    Liam hatte seit der Früh 2 Liter Wasser getrunken, und doch hatte er das Gefühl nicht genug getrunken zu haben. Er sah zu der Digitaluhr die auf seinem Schreibtisch stand und schloss die Augen.
    Nur noch ein paar Minuten. Bitte!
    Wieso hatte er auch soviel trinken müssen?
    Vage erinnerte er sich an seinen Namensvetter, wie hieß er noch gleich mit Nachnamen?
    Liam hatte ihn vergessen, wusste aber, dass er ihm eine Visitenkarte überreicht hatte.
    Aber auch die wusste er nicht, wo er sie hingestreckt hatte. Oder was sie in der Bar heruntergefallen.
    Liam fuhr sich über die Augen und rieb mit Zeigefinger und Daumen über die Schläfen, die, wenn er sie berührte steinhart erschienen.
    Er griff zu seinem Terminkalender und sah einen Eintrag von seiner Sekretärin: Kurzfristiger Termin um halb zwölf dazu gekommen. Mr. William Mood.
    Liam stutzte und fragte sich, woher er den Namen kannte. Er war sich sicher ihn schon einmal gelesen zu haben.


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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Teleri am Mi 21 Dez 2016, 21:02

    Dann irgendwann war Liam an der Reihe. Er stand auf, schwankte noch einen Moment. Der Alkohol hatte sich sicherlich nicht weiter abgebaut. Er war noch immer nicht nüchtern. Das war eben das Problem, wenn man die Bremse nicht mehr fand.
    Eine weitere Schwierigkeit war, dass er wohl mit seinem Saufkumpanen der letzten Nacht die Therapiesitzung hatte. Als ob der ihm irgendwas sagen konnte.
    Nebst der Wut regte sich Trotz. Dann lief er auf das Zimmer zu, öffnete die Tür und sah seinen neuen Therapeuten an.
    Das war ja großartig. Immerhin sah er nicht alleine beschissen aus.
    "Morgen", war alles, was Liam zum Besten gab. Er verzichtete darauf, eine Hand zu geben und setzte sich in den Stuhl.
    "Und jetzt?", fragte Liam. Er hatte überhaupt keinen Plan, wie das hier laufen sollte. Am liebsten wäre er aufgestanden und wieder gegangen, aber die Worte 'Familyripper frei' war eine Art Zwang, die ihn hier festhielt.

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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

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      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Mi 23 Aug 2017, 09:58