Pooly's Kunst und Schreibforum

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    Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

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    Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Teleri am Do 25 Aug 2016 - 13:35

    Liam Mood

    Hier saß er nun. Altbewährter Ort seiner Problemlösung. Zumindest seit einem Jahr und neun Monaten. Kaum zu glauben, dass erst so wenig Zeit vergangen sein sollte. Liam hob Gedanken verloren seinen Whiskey an und trank einen Schluck daraus. Er verzog dabei nicht einmal die Mundwinkel, sondern genoss nur das Kratzen im Hals. Er schloss die Augen und wusste irgendwo tief in seinem Inneren, dass es Unsinn war, genau das zu tun, was er tat. Trinken.
    Bereits 2001 war er davon abgehalten worden, die Grenzen zu überschreiten. Elf Jahre hatte er jedem Glas mit alkoholischem Inhalt abgeschworen. Aber ... 2012 war seine Nemesis geworden. Für ihn war die Welt untergegangen. Viel übrig geblieben war nicht. Außerdem - so rechtfertigte er die Flasche und das Glas auf dem Tisch vor sich - half es ihm, Schlaf zu finden.
    Gerade wollte er von seinem Glas weiter trinken, als drei Leute dem diffusen Licht noch mehr Kraft nahmen.
    "Na, wen haben wir denn da?", sagte einer von Ihnen. Liam bedachte den Kerl mit einem düsteren Blick. Warum musste es ausgerechnet Horace Lamar sein? Er schwieg und ignorierte ihn. Von allen Menschen, denen er jetzt begegnen wollte, gab es nur eine andere andere, die er genauso wenig sprechen wollte. Seine Hand umfasste das Glas stärker.
    Er musste ruhig bleiben.
    "Moody, endlich da, wo er hingehört"
    "Leck mich!", erwiderte Liam ungerührt und tonlos.
    Die andern zwei Idioten ignorierte der Fallanalytiker geflissentlich.
    "Na, na, wer wird denn so unhöflich werden. Jetzt hast du es endlich geschafft, mit deiner Arroganz alles zu verlieren. Ich habe dir doch von Anfang an gesagt, dass du ein Taugenichts bist!", bemerkte Lamar süffisant. Er hatte seine helle Freude daran, ihm sein Versagen unter die Nase zu reiben.
    "Verschwinde, Lamar", bemerkte Liam nun noch eisiger.
    "Warum? Kannst du die Wahrheit nicht ertragen, dass du sie auf dem Gewissen hast? Vielleicht ist es ja auch besser so. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es angenehm ist, dich 24 h rund um die Uhr um sich zu haben!"
    Liam sah Lamar lächelnd an. "Du hast keine Ahnung von nichts. Du hast nicht den blassesten Schimmer. Verpiss dich - ich warne dich zum letzten Mal - noch ein Satz von dir und ich zeige dir, dass ich immer noch zuschlagen kann!"
    In dem Moment nahm Liam jemanden aus den Augenwinkeln war. Der Kerl hatte vorhin am Tisch hinter ihm gesessen. Noch tiefer in den Schatten, als er selbst. Er war vor Liam da gewesen, sonst hätte er sich wohl dieses Prestigeobjekt genommen.
    Liam trank seinen Whiskey leer und seine Miene war steinern.
    "Ich sag nur eines, Moody. Alles kommt dreifach auf einen zurück", Lamar hatte sich über den Tisch gebeugt und Liam spürte, die Hitzigkeit in seinem Inneren. Er hätte das Glas nehmen können ... er hätte ihm einfach das Ding mitten im Gesicht zertrümmert - es wäre so unendlich einfach gewesen. Doch Liam hielt sich stumm, still und kontrolliert. Nur seine Hand verriet, dass er wütend war. Sie zitterte.
    Jetzt wurden sie unterbrochen. Eine Stimme sprach Lamar an.

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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Domenic Blair am Do 25 Aug 2016 - 14:11

    Liam Barker

    Liam hatte einen Scotch bestellt und nippte während er sich in der Bar umsah, an dem Glas, in dem zwei Eiswürfel schwammen. Er zündete sich eine Zigarette an und fragte sich wieso er überhaupt hierher gekommen war. Eigentlich hätte er auch Zuhause bleiben können. Hier gab es weder eine heiße Affäre, noch kannte er hier jemanden, mit dem er sich unterhalten hätte können. Außer dem Typen am Tresen, der anscheinend aus gleichen Gründen wie er, hier war. Um zu trinken. Zu vergessen, dachte Liam und sah zu ihm rüber.
    Der Fremde wirkte auf ihn bemitleidenswert. Indem Moment wo der Mann trinken wollte, traten drei seltsame Gestalten aus dem Nichts auf. Liam setzte sich so hin, dass er die Personen besser beobachten konnte und nahm einen weiteren Schluck von seinem Getränk.
    Der Mann am Tresen schien nicht gerade erfreut zu sein, die drei Männer zu sehen.
    Sie sprachen auf ihn ein und machten auf Liam, aufgrund ihrer Mimik und Gestik, eher den Eindruck, als ob sie sich über ihr Gegenüber lustig machen würden.
    Normalerweise waren Liam solche Kneipenangelegenheiten, wie er sie nannte, egal, aber heute war so ein Abend, an dem es ihm in den Fingern juckte. Es gab Momente in seinem Leben, da wollte er am liebsten sein Gegenüber nehmen und mit voller Wucht mit der Stirn voran auf die Tischkante schlagen.
    Liam holte tief Luft, beobachtete die Männer aus den Augenwinkeln heraus und versuchte sich zu beruhigen. Er musste die Aggressionen in den Griff bekommen. Unbedingt!
    Am Tresen war es mittlerweile etwas lauter geworden, und es machte den Anschein, als ob der Mann sich gegen die drei behaupten wollte.
    Als sich die Situation zuzuspritzen drohte, erhob sich Liam von seinem Sitz und ging langsam auf die vier Männer zu.
    Liam sah wie die Hand des Fremden zu zittern begann. Ein Anzeichen dafür, dass er unter ziemlich großen Druck stand. Eine Angewohnheit, die er von sich selbst gut kannte.
    "Haben Sie irgendein Problem?", wandte er sich an einen der Männer, die sich vor dem immer noch auf dem Barhocker sitzenden Mann, aufgebaut hatte.

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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Teleri am Do 25 Aug 2016 - 18:08

    Liam Mood

    Das er am Tresen saß, hatte er inzwischen schon bereut. Er würde nach dieser kleinen Sache definitiv umziehen. Genau deswegen hasste er Rampenlicht. Es liefen einfach zu viele Arschlöcher herum, um nicht Gefahr zu laufen, in einen hässlichen Disput zu geraten. Dabei wollte Liam nur in Ruhe trinken und davon am besten eine Menge, um die ganze andere Scheiße vergessen zu können. Die Scheiße, die Lamar grade für sich benutzte, um ihn aus der Ruhe zu bringen.
    Das funktionierte nicht so schlecht, wie es auf die drei ungebetenen Gesellen wirken mochte. Es riss ihm alles auf, was er versuchte in sich fest zu halten. Er blutete aus, wie die Opfer. In dem Moment presste Liam die Lippen aufeinander, presste die Augen zusammen, öffnete die Krawatte und warf den Spinnern einen weiteren vernichtenden Blick zu.
    "Boss, wenn du so weiter machst, müssen wir ihm noch einen Krankenwagen rufen", sagte einer der jüngeren beiden. Tatsächlich hatte Liam bemerkt, dass ihm das Atmen schwer fiel. Gerade das aber sorgte dafür, dass Liam trotzig wurde und eine Zigarette ansteckte.
    "Keine Sorge, selbst wenn es das Letzte ist, was ich tue. Ich werde sicher nicht vor Lamar ins Gras beißen. Ein bisschen Würde habe ich noch!", schlug der ehemalige FBI-Agent verbal zurück. Er hatte den anderen erwischt und nun seinerseits mit einem Grinsen rauchte er an seiner Zigarette weiter.
    In dem Moment hatte sich Lamar Liam an der Krawatte gezogen.
    "Du bist ein arroganter Drecksack, aber das weiß ich nicht erst seit gerade eben. Dass du überhaupt noch Grinsen kannst und es dir nicht im Halse stecken bleibt...", und in dem Moment war dann auch der Fremde zu Wort gekommen. Lamar, der nur noch einen Kranz von Haaren auf dem Kopf hatte, sah mit seinen braunen Augen zu dem Neuankömmling auf. Die Krawatte von Liam wurde los gelassen. Die Liam sich zurecht schob. Mistkerl. Er achtete penibel darauf, sie in eine angenehme Ausgangsposition zurück zu ziehen. Er wirkte als Stammgast in den letzten zwei Jahren immer noch völlig falsch. Er trug immer noch seine FBI Anzüge und tat weiterhin so, als wären sie an ihm festgewachsen. Doch er beobachtete nun, wie Lamar reagieren würde. Er würde nicht zulassen, dass der Penner sich jetzt noch an Zivilisten vergriff.
    "Das geht Sie überhaupt nichts an!", sagte Lamar und zückte seinen Ausweis. Liam sah sehnsüchtig darauf. So ein Arsch hatte seine Marke behalten. Er durfte nicht. Er nahm die Zigarette in die linke Hand, schenkte sich mit der rechten etwas von dem Whiskey nach und bedachte den Inhalt. Eine halbe hatte er selbst schon geschafft. Mist ...
    "Wie wäre es Lamar, wenn du mir einfach bei passender Gelegenheit auflauerst, mich in einer einsamen, schattigen Straße zusammenschlägst und du dafür jetzt und hier verschwindest ... du gehst mir auf den Sack! Ich war nie dein Freund, du nie meiner. Ich werde nie deiner sein und die eben auch nie meiner. Also haben wir doch ein angenehmes Level von Antisympathie! Geh mit deinen zwei eloquenten Laufburschen was trinken - und lass mich einfach in Ruhe. Was willst du mir eigentlich noch nehmen? Da ist nichts mehr. Es ist weg. Mein Leben ist weg. Das ist doch das, was du immer wolltest. Freu dich deines Lebens, feier meinetwegen, aber lass mich verdammt noch mal mit deiner Süffisanz in Ruhe ..."
    Liam war aufgestanden und hatte sich seinen Whiskey mitgenommen und das Glas auch. Er warf dem Mann einen Blick zu, der sagte, dass der sich besser von den drei Wichtigtuern fernhielt.

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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Domenic Blair am Do 25 Aug 2016 - 18:25

    Liam Barker

    Der Mann machte auf Liam nicht den Eindruck, dass er sich Sorgen um sein Wohl machte. Ob er sich wirklich zurückziehen sollte? Die drei Typen sahen nicht gerade danach aus, dass sie sich so ohne weiteres zurückzogen. Die Marke die zum Vorschein gekommen war, beeindruckte Liam nicht das Geringste.
    „Wenn Sie Hilfe brauchen, müssen sie es nur sagen! Ich kenne mich mit solchen Typen aus!“
    Liam war sich nicht sicher, ob das jetzt hilfreich war, oder er mit seinem Helfersyndrom voll daneben lag. Er stellte sich vor dem Kerl der ihn angesprochen hatte und grinste breit.

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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Teleri am Do 25 Aug 2016 - 18:58

    Liam Mood

    Gerade hatte er eigentlich gehen wollen. Aber als die Stimme sich dann direkt an ihn richtete, blieb Liam stehen. Weil seine Moral es ihm verbat, den anderen einfach stehen zu lassen. Dabei wäre das wesentlich einfacher gewesen. Einfach gehen und sich einen Dreck um andere scheren. Das war eigentlich sein Ziel seit zwei Jahren, aber jeden Tag aufs Neue scheiterte er daran.
    Er zögerte sichtlich, blieb mit dem Rücken zu den anderen vier stehen. er hielt die Zigarette zwischen den Fingern, das Glas in derselben Hand. Die Flasche lag in der linken und er drehte sich doch um. Weil es sein Ding war.
    Liam sah mit bereits leicht vom Alkohol verklärten Augen zu dem Fremden, aber er schmunzelte schief. "Ich mich auch, aber ich habe gerade keine Lust, Lamar zu erklären, dass er sich auf mir nicht erhöhen kann, um seine eigenen Unzulänglichkeiten zu kaschieren und den anderen beiden nahe zu legen, nicht so tief in Lamars Hintern zu kriechen."
    Der Angesprochene zuckte jetzt also die Schultern.
    "Aber wenn Sie Ihnen das mitteilen wollen, ich stehe daneben und applaudiere Ihnen", ein gewisser Humor wurde hier sichtbar. Dunkel, schwarz und zynisch.
    "Wir könnten die drei Vollpfosten auch ignorieren und gemeinsam ein Glas Whiskey trinken?", schlug er als Alternative vor. Nummer 2 klang um so vieles angenehmer.

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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Domenic Blair am Fr 26 Aug 2016 - 12:23

    Liam Barker

    Das hörte sich in seinen Ohren wie Musik an. Was Liam noch lieber mochte als sich mit aufplusternden Gockeln herum zuschlagen, war ein gepflegtes Glas Whisky trinken.
    Und wenn das dann noch in optisch angenehmer Atmosphäre stattfand, umso besser. Nur war die Frage, bekam man die drei dazu, zu gehen? Sie machten Liam immer noch den Anschein, als ob sie es darauf anlegten ihrem Gegenüber, noch ein paar Tiefschläge zu versetzen.
    Besonders der eine von ihnen sah ihn aus funkelnden Augen an.
    „Halten Sie sich einfach aus unsren Angelegenheiten heraus und gehen Sie. Sie sehen mir nicht danach aus, als ob sie es sich leisten könnten, sich mit drei von uns anzulegen“, meinte der Typ der die Hundemarke gezückt hatte. „Schlafen Sie erst mal ihren Rausch aus …“
    Ja Liam hatte bereits ein paar Drinks Intus, aber das bedeutete noch lange nicht, dass er es nicht mit diesen drei Halunken aufnehmen konnte. Er sah zu dem Mann auf dem Hocker und entschloss sich dazu, ruhig zu bleiben.
    „Einverstanden, das hört sich gut an. Ich nehme einen Jack Daniels mit Cola“, sagte Liam, quetschte sich an einem der Typen vorbei, nahm einen der noch freien Hocker und setzte sich.

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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Teleri am Fr 26 Aug 2016 - 14:43

    Liam Mood

    Er bemerkte, dass er immerhin mit den alkoholischen Getränken auf Gegenliebe stieß. Das war etwas, was ihn schon einmal beruhigte. Er hatte keine Lust auf Auseinandersetzungen mit FBI Agenten. Das Ding war, er hatte sich schon auf seiner 'Ehrung' und gleichzeitigen 'Entlassung' vollkommen gehen lassen. Seine Gedanken führten ihn zurück zu der Tribühne, auf der er gesessen hatte. Betrunken. Nicht zurechnungsfähig und Liam war vorgegangen, hatte das FBI als gutmütigen Tyrannen beschrieben. Als Fehler in der Matrix. Ein Laden, der die Menschen ausbeutete und sie anschließend rauswarf, wenn die Wracks ihnen zu viel geworden waren.
    Liam hatte schwankend die Bühne verlassen, die Ehrenurkunde einfach in den nächst gelegenen Papierkorb geworfen und hatte sich nachträglich ganz abgeschossen. Dummerweise hatte er am nächsten Morgen sehr deutlich bemerkt, dass er es ganz und gar übertrieben hatte.
    Seine Schwester Jenna hatte wohl irgendwie Wind von der Sache bekommen und ihn zur Rede gestellt, zu ihm gesagt, dass er sich nicht so hängen lassen sollte. Aber es war zu spät gewesen. An dem Punkt war es schon zu spät.
    Die kleinen Phasen, wo er sich gezwungen hatte, nüchtern zu bleiben, waren inzwischen auch schon vergangen. Er taumelte nun mehr durchs Leben. Strauchelte, wie auch seine Seele.
    Irgendwie witzig.
    Liam hörte Lamar zu: "Ich werde mich nicht dafür entschuldigen, dass ich einen unschuldigen Mann vor der Verhaftung bewahrt habe, Lamar. Lös dich in Luft auf, damit würdest du der Menschheit einen großen Gefallen tun. Außerdem könnte ich den Jungs ein paar Sachen über dich erzählen, das weißt du. Ich könnte ihnen sagen, wie du vor Gericht versucht hast, den offensichtlichen Täter frei zu kriegen. Weil du immer noch aus Sturheit auf dem Trichter warst, deine rassistischen Tendenzen auszuleben. Wenn ich es ganz genau nehme, könne ich auf die Idee kommen, dass es deine Schuld war, dass alles so kommen musste, wie es gekommen ist. Wärst du nicht auf die bescheuerte Idee gekommen, mich als teamunfähig einstufen zu lassen, hätte ich im entscheidenden Moment ein zweites Paar Augen gehabt. Im Gegensatz zu dir und deinen zwei Vollpfosten hier, habe ich meine Fälle allein gelöst. Ich hatte keine Arschlecker, die mich vollgesabbert haben und meine Thesen ungefragt hinnahmen. Ich habe mein Bestes getan! Ich habe alles für den Job gegeben, wirklich alles"
    Platzte Liam heraus und erneut zeichnete sich die Wut in seinem Gesicht ab.
    Lamar kam auf Liam zu: "Was willst du den anderen erzählen?"
    Liam grinste diabolisch: "Du weißt, dass du mit 14 noch ein schwerwiegendes Problem hattest?"
    Lamar wurde in der Sekunde kreidebleich. "Woher weißt du ..."
    "Wie gesagt, ich habe allein gearbeitet und brauchte Connections. Die habe ich mir besorgt und zufälligerweise habe ich ein paar Sachen über dich herausgefunden. Du kannst jetzt verschwinden und deine Amöben mitnehmen, andernfalls rede ich über dieses besonders ... untrockene Problem"
    Es ging nicht um Alkoholsucht oder Drogen. Es ging darum, das Lamar bis er sechzehn war, eine Inkontinenz mit sich herum trug. Nichts worüber sich Liam lustig machte. Aber er konnte sich vorstellen, dass die zwei Kollegen von Lamar nichts darüber wussten. Die Beiden würden sicher anfangen zu lachen. So schätzte er sie jedenfalls ein.
    Lamar schnippte mit einem Finger und wies die Jungs an zu gehen. Liam setzte sich zurück an die Bar.
    "Eigentlich wollte ich nicht zu den harten Bandagen ... oder den nassen Bettlaken greifen, aber er hat ja förmlich danach geschrieen", sagte Liam trocken und ohne jede Empathie.
    "Also ein J... das was der Mann gesagt hat", verkürzte er. Ihm war rechtzeitig eingefallen, dass er gleich seinen Weg in seine persönliche Hölle gefunden hätte und dafür war er einfach nicht betrunken genug. Es war ohnehin auffällig, dass er nach der halben Flasche noch klar im Kopf wirkte und auch nicht allzu sehr lallte.
    Vermutlich hatte sich sein Körper an den Pegel bereits gewöhnt.
    "Ich bleibe bei meinem Glenfarclas", bemerkte Liam und bestmöglich ohne Cola. Für ihn war das Misshandlung des Getränks, was er aber nicht laut anmerkte. Er konnte Ansichten von Leuten gut tolerieren, wenn sie selbst keine Diskussion darüber aufmachten.
    "Wie heißen Sie?", fragte Liam nun, weil das so ziemlich die erste Frage war, die er jedem stellte.

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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Domenic Blair am Fr 26 Aug 2016 - 15:12

    Liam Barker

    Liam sah den drei Typen hinterher und fragte sich, was für Probleme sie wohl als Person mit sich herumtrugen. Der eine von ihnen wirkte jedenfalls so, als ob er vor etwas Angst hatte. Ganz besonders kam diese Angst zum Vorschein, als man ihm sagte, dass man ein paar Sachen über ihn herausgefunden hatte. Liam zündete sich eine Zigarette an und stellte sich seinem Nebenmann vor. „Liam. Liam Barker.“
    Er grinste und sah dem Barkeeper dabei zu wie er sein Getränkt zubereitete. Normalerweise trankt er Whisky nicht mit Cola, aber bei Jack Daniels machte er eine Ausnahme. Außerdem hatte er schon vier Scotch und einen Vodka-Lemon hinter sich. Liam öffnete sein Hemd und krempelte die Ärmel nach oben. Zum Vorschein kam die auffällige Maoritätowierung, die er sich vor zehn Jahren hatte stechen lassen. Ihm war auf einmal so warm; er fühlte sich als ob er leicht neben sich stehen würde.

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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Teleri am Fr 26 Aug 2016 - 20:02

    Liam Mood

    Er selbst wusste genau bescheid, aber eben nur, weil er die Personalakten kannte und sich an sie erinnerte. Außerdem hatte er mehr durch Zufall erfahren, dass Lamar ein Bettnässer gewesen war.
    Etwas, was sich Liam überhaupt nicht vorstellen konnte. Es kroch ihm ein unangenehmer Schauer über den Rücken, als er darüber nachdachte, wie es sein musste, mit einem nassen Bettlaken aufzuwachen. Jedenfalls hatte es gewirkt. Er hatte neuerlich über Lamar gesiegt. Nicht, dass ihm das eine Befriedigung verschaffte, aber immerhin entspannte sich die Situation und er hatte einen scheinbar weitaus angenehmeren Sitzpartner.
    Bei dem Namen stutzte er ein bisschen. "Mein Name ist William P. Mood. Bin aber gemeinhin bekannt als Liam Mood. Vermutlich wäre es in dem Sinne besser, mich Rick oder Moody zu nennen. Sind zwar nicht meine Favoriten, aber besser, als mein voller Vorname", stellte er sich nun vor und überlegte intensiv, ob er seinem Namensvetter die Hand reichen sollte. Er tat es schließlich, wieder erst nach einigem Zögern.
    Unter normalen Umständen würde Liam jetzt irgendwo an einem hinteren Tisch sitzen und auf das Glas verzichten, weil es mit der Treffgenauigkeit immer schwieriger wurde.
    Jetzt hier jedoch schien sein Restbenehmen ihn dazu aufzufordern, das Glas nicht außenvor zu lassen. Obwohl er ziemliche Mühe hatte, nichts zu verschütten. Nachdem er es geschafft hatte, sich mehr als die üblichen zwei Finger breit einzugießen, hielt er Liam Barker - auf seinen Mundwinkeln zuckte es oberflächlich, vielleicht nicht einmal sichtbar -das Glas zum Anstoßen entgegen.
    "Denken Sie sich irgendeinen Grund zum Anstoßen aus", sagte Liam nun zu ... ja ... Liam.
    Als sie angestoßen hatte, trank Liam einen großen Schluck von dem Whisky und fuhr sich mit der Daumenspitze über die Augenbraue.
    Das geübte Auge hätte geahnt, dass das was Lamar gesagt hatte, in ihm arbeitete. Vermutlich auch der Grund dafür, dass Liam Mood nun unnötig schnell sein Glas wieder entleerte.
    "Steht das Tattoo für irgendwas?", fragte Liam nun. Er hatte natürlich bemerkt, dass der Andere seine Ärmel hochgekrempelt hatte und den Hemdknopf öffnete.
    Liam zog seine Krawatte etwas weiter auf. Lamars Hände waren in seiner Erinnerung immer noch dran. Weshalb er zwei Mal zu viel über die Krawatte strich. Als müsse er die Hände vertreiben. Seinen obersten Hemdknopf öffnete er jetzt auch. Rauchschwaden schwebten ihm entgegen und der zweite Liam am Thresen - also er, Moody - wusste zwar, dass er gerade erst eine Kippe ausgedrückt hatte, aber er entschied sich dennoch zu einer Wiederholung. Wenn ihm derzeit irgendwas schwer fiel, dann das Maß zu finden. Das klappte weder beim Alkohol, noch bei den Zigaretten.
    Obwohl jeder Arzt ihn vermutlich stranguliert hätte, mit seinem labilen Herzmuskel auch noch derart zu trinken oder zu rauchen. Trotzdem tat Liam es. Viel vom Leben zu erwarten hatte er auch nicht mehr. Es gab nichts, was ihm noch irgendwas bedeutete. Frau weg. Kind weg. Job weg. Alles worüber er sich identifiziert hatte ...
    Liam wartete gar nicht weiter ab, er wollte ein Ende dieser Bilder, dieser Szenen, dieser Emotionen erzwingen.


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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Domenic Blair am Sa 27 Aug 2016 - 13:20

    Liam Barker

    Liam musste Schmunzeln. Liam Mood! Damit hätte er definitiv nicht gerechnet. In seinem bisherigen Leben; war ihm noch kein anderer Liam begegnet.
    Er sollte sich einen Grund aussuchen um anzustoßen? Hm … das war schwieriger als gedacht. Auf die Vergangenheit anzustoßen hatte wohl keinen Sinn; auf die Zukunft noch weniger! Liam betrachtete die braungoldene Flüssigkeit in seinem Glas. Er taktierte den Eiswürfel und stellte sich vor, dass er sich auf einem, auf hoher See befindlichen Tanker befand und versuchte sich, an irgendetwas festzuhalten. Denn so wie das Schiff auf dem Wasser, so befand sich auch Liam in einem hin und her wankenden Zustand.
    „Auf die, die uns am Arsch vorbeigehen. Und auf uns, wie wir lernen damit umzugehen.“
    War das schlüssig? Hatte dieser Satz irgendeine Bedeutung? Liam war sich nicht sicher.
    Aber egal.
    Seine Tätowierung? Liam warf einen Blick auf die Schmuckvollverzierten Kreise und elliptischen Verschnörkelungen und erinnerte sich zurück.
    Einer seiner Mitkommilitonen hatte sie ihm, noch in der traditionellen Art, gestochen.
    Über fünf Stunden hatte er sich malträtieren lassen.
    „Es soll mir aufzeigen, wie viel in meinem Leben schief gelaufen und wie viel Gutes mir widerfahren ist. Sie müssen wissen, ich habe eine bewegte Vergangenheit hinter mir“, erzählte Liam und holte tief Luft. In seinem Inneren kamen einpaar unschöne Dinge hoch, die er am liebsten zurückgedrängt hätte. Aber so war das mit den Erinnerungen, sie kamen immer dann an die Oberfläche, wenn man sie nicht gebrauchte.

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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Teleri am Sa 27 Aug 2016 - 14:37

    Liam Mood

    Ein bisschen amüsant war es ja schon, von daher konnte er das Lächeln nachvollziehen. Auch wenn auf seinen Lippen kaum etwas davon zu erkennen war.
    Er riss sich hier zusammen. Zuhause hätte er seine Wut definitiv an irgendwas ausgelassen. Denn wütend war er, irgendwo unter der Schicht aus Kontrolliertheit.
    "Gut gesprochen", sagte Liam und die Gläser klirrten. Nach dem jetzigen Glas, setzte auch bei ihm eine größere Leichtigkeit ein. Die Wut entknotete sich. Sein Kopf fühlte sich matt an, als hätte man ihm Watte hinein gestopft.
    Die nächsten Worte rührten etwas in ihm. Es war schwer zu greifen.
    "Das klingt zumindest nach einem Gedanken", sagte er schließlich. "Bewegte Vergangenheit ...", er sah den Mann an. Dann allmählich kroch ein Lächeln auf seine Züge. Er war so amüsiert. Da waren sich die zwei Liams ziemlich ähnlich. Vor zwei Jahren noch, hätte er es so unterstrichen. Bewegte Vergangenheit mit schlechten und guten Ereignissen. Inzwischen hatten alle guten Ereignisse ein schlechtes Ende. Gab also nichts Gutes, was ihm wiederfahren war. Alles was er sich geschaffen hatte, war an einem Abend ruiniert worden. Genau das Schaffen, was ihn davon hatte abbringen können, dass das Leben nur scheiße war.
    Aber er sagte nicht, wie es bei ihm aussah.
    Im Zweifel hatten die Meisten es ohnehin in der Zeitung gelesen. Die Titelzeile hätte er eh nie vergessen, aber auch mit einem normalen Gedächtnis hätte sich das eingebrannt.
    Tragischer Held fasst den Täter
    Er hatte die Zeitung verbrannt. Nüchtern war er auch da nicht gewesen. Der Zustand seiner neuen Realität war ohne die liquide Flucht nicht zu ertragen. Flinch und Liam zuckte kaum merklich zusammen. Er tastete dorthin, wo das Messer gesteckt hatte. Das doppelt gehärtete Stahlmesser blitzte auf. Liam hätte sterben sollen. Liam hätte an dem Abend sterben müssen. Doch er lebte. Atmete. Soff. So war es stattdessen.
    "Sagen Sie, tun Sie gerade so, als könnten Sie mit meinem Gesicht nichts anfangen - oder haben Sie vor zwei Jahren nicht fern gesehen oder Zeitung gelesen?", die Frage war ihm wichtig. "Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich finde es zur Abwechslung ganz nett, nicht mit dem Ereignis vom 18.06.2012 in Verbindung gebracht zu werden, aber ... ich kann mir kaum vorstellen, dass das jemand, der nicht in einem kleinen Kaff gelebt hat, nicht mitbekommen hat. Der Family Ripper ging doch ziemlich durch die Medien. Selbst im Internet ist man darauf gestoßen ..."

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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Domenic Blair am Sa 27 Aug 2016 - 14:57

    Liam Barker

    Der Family Ripper? Liam musste überlegen. Irgendetwas war da gewesen, er war sich sicher, diese Bezeichnung schon einmal gehört zu haben. Aber er kam nicht drauf.
    Liam verfluchte seine mittlerweile immer schlimmer werdende Vergesslichkeit. Normalerweise hatte er ein super Gedächtnis, aber seit ein paar Jahren häufte es sich, dass er wichtige oder auch unwichtige Dinge vergaß.
    „Es tut mir wirklich leid, aber ich steh total auf dem Schlauch“, sagte er und kippte sich den Rest des Whiskys runter. Im gleichen Zuge teilte er, per Fingerzeig dem Barkeeper mit, dass er noch ein Glas wollte. Liam meinte zu wissen, dass es an dem Abend vor fünf Jahren lag, als er von vier maskierten Typen im Innenhof einer Pizzeria zusammen geschlagen worden war. Er hatte damals über vier Wochen im Krankenhaus verbringen müssen.
    Und alles nur weil einer der Typen geglaubt hatte, das Liam ihn angemacht hätte. Schwulenhasser, die sich profilierten und auf großkotzige Proleten machten. Wie er diese Art Mensch doch verachtete.
    „Wollen Sie mir etwas darüber erzählen?“, wandte sich Liam an seinen Nebenmann, obwohl er sich nicht sicher war, ob dieser von seiner Vergangenheit sprechen wollte.

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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Teleri am Sa 27 Aug 2016 - 15:33

    Liam Mood

    Zu dumm. Eigentlich hatte er einen seiner vielen Abende ohne jedwede psychologische Analysen verbringen wollen. Jetzt hatte er einen Nebenmann, der ihn mit der Aussage der bewegten Vergangenheit fesselte. Liam bemerkte an sich selbst, und das obwohl er vom Nüchternsein weit entfernt war, dass der andere Liam von ihm durchleuchtet wurde. Er machte seinen Job schon so lange, dass derartige Dinge einfach passierten. Stetig und ständig. Niemand war davor sicher, von ihm in Aktenform gebracht zu werden. Zwar ausschließlich in seinem Kopf, aber dort auch unlöschbar. Liam Barker stellte sich ebenfalls als nicht sicher im Umgang mit Alkohol heraus. Ein leichtes Schwanken verriet ihm. Eine bewegte Vergangenheit ließ darauf schließen, dass auch er den Alkohol als Ausflucht benutzte. Gleichzeitig war er nach außen hin umgänglich. Fraglich ob das dessen Erziehung geschuldet war, oder ob er es sich selbst erworben hatte.
    Er bemerkte nun auch, dass sein One-night-drink-colleague zu überlegen schien. Er war wahrscheinlich der erste Mensch, den er traf, der nichts mit ihm anzufangen wusste. Ein völlig Unbekannter also. Liam schloss für einen Moment die Augen in Erleichterung.
    Gerade wollte er sagen, dass es dann auch schon okay war, als der Kerl ihn völlig unvorbereitet traf.
    Normalerweise waren Leute, die tranken, nicht darauf fokussiert sich das Leid von anderen anzuhören.
    "Nein. Mir ist es nicht sicher genug, dass Sie heute Abend betrunken genug werden, um es morgen nicht mehr zu wissen", sagte Liam nun. Er rauchte an seiner Zigarette. "Ich entleere diese Flasche hier, um nicht mehr darüber nachdenken zu müssen", schob er nach.

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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Domenic Blair am Sa 27 Aug 2016 - 19:22

    Liam Barker

    „Liam, ich darf sie doch Liam nennen oder? Ich denke es wäre sehr unvernünftig die da alleine zu trinken. Was halten Sie davon, wenn wir uns da drüben hinsetzen, schenken uns ein paar Gläser ein und unterhalten uns in aller Ruhe“, sagte Liam und deutete in den hinteren Bereich. „Oder ist es Ihnen unangenehm mit einem Mann so abgeschieden zu sitzen?“
    Liam schlug sich sacht mit der flachen Hand gegen die Stirn.
    Verdammt! Nein, was sollte das hier werden?
    Er sollte entweder aufhören zu reden, oder zu trinken.
    „Ich meine, ich möchte Ihnen definitiv nicht zunahe treten, oder nerven, aber ich höre gerne zu.“
    Liam war aufgestanden und bezahlte seine bisher bestellten Drinks.
    „Also, wie schaut es aus? Lieber an der Bar hocken und sich von den anderen Gästen begaffen lassen, oder im Ruhigen noch einen kleinen Absacken trinken? Ich habe Zeit … auf mich wartet jedenfalls niemand.“
    Liam bemerkte selbst, wie viel er plapperte. Wie ein Papagei, vielleicht sogar schlimmer.
    Alkohol lockerte Zungen! Alkohol vernebelte den Verstand. Gleichzeitig sang die Hemmschwelle und man tat Dinge, die man im nüchternen Zustand niemals getan hätte.
    „Na los, zieren Sie sich nicht so LIAM!“, sagte Liam mit einem breiten Grinsen auf den Lippen, und schlug Mood, so wie er ihn ab jetzt nennen wollte, sacht gegen den Oberarm.

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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Teleri am Sa 27 Aug 2016 - 20:24

    Liam Mood

    Liam ging zurück. Zu dem Moment, bevor dieser Spinner mit seinen zwei Kumpanen aufgetaucht war. Er spulte rückwärts. Dann versuchte er sich an einem Grinsen. „Sagte derjenige, der vier Scotch, eine Vodka Lemon und zwei Fusel-Cola nacheinander getrunken hat.“, bemerkte er nun.
    Verdammt, selbst mit über einen halben Flasche Glenfarcley hatte er es nicht geschafft, sein Erinnerungsvermögen auszuschalten …
    „Aber der Vorschlag klingt trotzdem gut. Den Rest könnte man sich teilen“, sagte er schließlich.
    Wenn ihm später noch nach mehr zumute war, konnte er es zu Hause noch weiter treiben.
    Er bemerkte den letzten Satz und speicherte ihn ab. Thesen kamen auf. Die er jetzt aber nicht greifen wollte. Sie waren da und wenn er sie noch einmal brauchte, würde er sie benutzen können.
    „Nein … das habe ich wirklich nicht“, bemerkte er sachlich und inzwischen wirkte das, was er intus hatte, auch bei ihm. Die Sprache wurde etwas undeutlicher. Aber es war ihm so scheißegal, wie das Wort Unvernunft in Bezug auf sein Trinkverhalten. Er hatte keine Lust, sich davon beeindrucken zu lassen, dass er vermutlich ein Alkoholiker war – oder nein, mit ziemlicher Sicherheit sogar.

    Die Ecke dort hinten, klang alles in allem wesentlich angenehmer, als hier vorne an der Bar zu sitzen. Er hasste diesen Platz sowieso. Weil es dann erst Recht nach einem dieser stinkenden, versoffenen Typen aussah, die sich beim Verlassen der Bar in die Hose machten.
    Also nickte Liam noch einmal bekräftigend. Er nahm sogar den Klapps auf den Oberarm hin. Was ihm anzeigte, dass er auf dem Weg der Besserung seines Gemütszustandes war. Wie lange würde es dauern, bis er dazu gehörte? Zu denen, die er eben gerade in Gedanken beschrieben hatte. Er nahm sich die Flasche, behielt die Kippe im Mund, nahm das Glas zwischen die Finger. Seine Flasche hatte er direkt am Anfang bezahlt, weswegen er einfach dem anderen dabei zusah, wie er das Zeug bezahlte.
    Er stand auf, hielt den Aschenbecher in der linken Hand, kniff die Augen etwas zusammen. Was die Sicht etwas erschwerte. Als er stand, drehte sich die Welt etwas. Sein Kopf fühlte sich leicht an. Sein Gesicht verlor weiter an Farbe, das lag aber an dem Schwindelgefühl.
    Dann lief auch er nicht mehr ganz so sicher, auf den hinteren Teil zu. Dann brauchte er die Frage nicht beantworten und der andere würde verstehen. „Worauf warten Sie?“, fragte Liam. Ob er über seine Vergangenheit reden wollte, konnte er sich ja noch überlegen. „Übrigens. Liam ist in Ordnung, wenn es Sie nicht verwirrt ...“
    Der Mann ließ sich auf den Stuhl sinken, schob den Aschenbecher auf den Tisch, nahm beim abnehmen seiner Zigarette noch einen Zug, drückte sie dann aus. Ihm war vorhin schon etwas Asche herunter gefallen, die er vom Tresen in den Aschenbecher gestrichen hatte. Seine Zigarette rauchte sich mehr von alleine.
    Dann erst stellte er die Flasche in die Mitte, hatte sein Glas auf den Platz geschoben und wartete beinahe artig und anständig auf seinen One-night-drink-companion. Seine One-night-stands bestanden lediglich aus geteiltem Alkohol. Niemals aber aus einem geteilten Bett und Sex mit einer fremden Frau. Mit Männern konnte er es sich nicht vorstellen. Er war hetero, wobei er keinerlei Vorbehalte gegen Homosexuelle hatte. Homophobie war genauso großer Schwachsinn, wie Religion und Glaube.
    „Also … wollen Sie nur über meine völlig uninteressante Vergangenheit reden oder lassen Sie sich überzeugen, von was anderem zu sprechen?“

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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Domenic Blair am So 28 Aug 2016 - 12:58

    Liam Barker

    Liam hatte im ersten Moment befürchtet er würde ihm seinen Klaps auf den Oberarm übel nehmen. Doch anscheinend hatte er sich da gehörig getäuscht. Sein Urteilsvermögen schien an dem Abend nicht mehr das allerbeste zu sein. Liam wirkte mittlerweile auf ihn etwas gelassner, ruhiger. Was aber wohl eher an dem Glas Whisky lag, als an seiner Anwesenheit.
    „Ne ist schon okay Liam“, sagte Liam und musste schmunzeln. Liam beobachtete Liams Handbewegungen, wie er den Aschebecher und das Glas hielt. Sah ihn an und fragte sich, was ihn so aus der Spur geworfen hatte, dass er so fertig aussah. Denn beim genauen hinsehen, sah Liam einen gut aussehenden Mann, dem das Schicksal arg auf die Karten des Lebens gekotzt hatte. Treue Augen, gemarterte Augen … Unendliche Traurigkeit, fast schon eine beängstigende Leere.
    Liam war beruhigt, das ihm seine Anwesenheit nicht verunsicherte. Er wusste aus Erfahrungen heraus, dass nicht jeder Mann so reagiert hätte.
    „Wenn sie über etwas anderes reden wollen, gar kein Problem“, sagte Liam und hob beschwichtigend seine Hände. Er hatte auch nicht ständig über seine Vergangenheit zu plaudern. Auch wenn er wusste, dass es in den meisten Fällen sehr hilfreich war.
    Liam sah mir aber nicht danach aus, als ob er im Moment in der Lage dazu wäre, sich einzugestehen, dass reden die beste Medizin war. Aber er wollte ihn auch nicht bedrängen. Das auf gar keinen Fall.
    „Bist du eigentlich noch in anderen Bars unterwegs, oder nur im Blue Moon?“
    So hieß das Lokal in dem sie sich befanden, und das schon seit den Siebzigern bestand.
    Er selbst ging hier regelmäßig ein und aus.



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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Teleri am So 28 Aug 2016 - 14:34

    Liam Mood

    Meistens hätte Liam jetzt völlig überreagiert, da es nicht nur unerwartet passierte, sondern gleichsam auch auch eine Handbewegung hatte, die er aus Reflex abblockte. Doch er war auf einem guten Weg sich zu betrinken. Vorsätzlich und ohne Reue.
    Daher war er entspannter. Lockerer und etwas ruhiger. Sein Suchtmittel tat endlich seine Wirkung.
    Es brauchte inzwischen viel zu lange, bis dahin.
    Das man ihm die Leere ansah, hätte ihm gut gefallen. Dass er jedoch eine Melancholie mit sich herum trug, das hätte er vehement verneint. Er war nicht traurig. Er war nicht einsam. Er war nichts. Absolut nichts. Zudem durfte er nicht trauern, zudem durfte er sich nicht einsam fühlen. Es war seine alleinige Schuld. Davon kam er nicht weg. Liam hätte es merken müssen. Verdammt, er hätte es merken müssen. Immer wieder diese leichte unsichere Nuancierung in der Stimme. Er schluckte die Wut auf sich herunter, brauchte aber zwei Anläufe dafür. Seine Züge waren steinern und er war gealtert in den letzten zwei Jahren. Statt hoch erhobenen Hauptes durchs Leben zu gehen, schwankte er.
    "Ich bin nicht gerade der Konversationsstärkste Mensch", bemerkte Liam, als er auf den zweiten Liam wartete. "Ich kann Ihnen ein bisschen auf die Sprünge helfen, was den Family-Ripper anlangt.
    Sie befinden sich hier in einer Stadt, in der es regelrecht Tradition hat, Serienkiller hervor zu bringen. Der Family Ripper gehört zu den jüngeren Exemplaren. Es ist vor zwei Jahren groß durch die Medien gegangen. Er ist gegen Abend in die Wohnungen von Familien eingedrungen. Hat Frau und Kind/er auf Stühle gesetzt und gefesselt, sowie fesseln lassen. Der Vater kam später nach Hause und fand die Familie bereits tot vor, bevor dieser auch sterben musste. Es gab ein paar Details, die nie veröffentlicht wurden. Aber der Täter sitzt dennoch hinter Gittern. Ein ziemlich krankes Arschloch, wenn Sie mich fragen. Die Kinder wurden ausgeweidet ... Das Herz entfernt. Den Frauen wurde die Kehle durchgeschnitten und die Männer hatten ein doppelt gehärtetes Stahlmesser im Brustkorb"
    Liam stellte jedwede emotionale Bindung ab. Er straffte sich, richtete den Blick auf die Gläser, goss die gold-braune Flüssigkeit in die Gläser und schob eines davon seinem Gesprächspartner zu.
    Er versuchte nicht, wie ein Ermittler zu wirken. Der ehemalige Agent versuchte sich daran zu erinnern, dass das FBI nichts von ihm wollte und er nichts vom FBI zu erwarten hatte. Saftladen!

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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Domenic Blair am So 28 Aug 2016 - 15:04

    Liam Barker

    Liam hörte seinem Gegenüber gespannt zu. Er fragte sich, wieso er von dem Fall nichts mitbekommen hatte. Er las zwar Zeitung, aber nur in unregelmäßigen Abständen, und Fernsehen schaute er auch nur hin und wieder. Aber diese Tat, diese grauenvolle Tat konnte nicht an ihm vorbeigegangen sein.
    „Haben Sie ihn fassen können?“
    Liam nahm sein Glas und hielt es fest umklammert.

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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Teleri am So 28 Aug 2016 - 15:49

    Liam Mood

    Der andere hörte so gebannt zu, als würde er die Geschichte zum ersten Mal hören. Manchmal war er überrascht, was anderen Menschen so entgehen konnte. Aber nun gut, vielleicht war es lokal wesentlich größer gewesen, als woanders.
    Er hatte versucht sich so grob wie möglich zu halten und nicht zu offenbaren, was es tatsächlich mit dieser Geschichte auf sich hatte. Er nippte wieder an dem Glas und strich sich über die Augenbraue, wie er es vorher schon einmal getan hatte. Das >Flinch< dröhnte durch seine Gehörgänge. Es hing zwischen den Synapsen fest.
    "Ich bin mir nicht sicher, ob man das so bezeichnen kann", das Grinsen verzerrte sich so stark, dass es wie eine Gruselmaske aussah. Mit der Bleiche, den leichten Schweißperlen auf der Stirn und dem Ausdruck hätte er vermutlich in einem Horrorstreifen mitwirken können, ganz ohne Kostüm.
    "Jedenfalls sitzt er hinter Schloss und Riegel. Er hat vermutlich nicht damit gerechnet, dass ich ihn noch anschießen würde", sagte Liam schließlich und jetzt sah er sich selbst am Boden liegen, sich davon abhalten das Messer in seiner Brust heraus zu zerren. Nach seinem Handy greifend - telefonierend.

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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Domenic Blair am So 28 Aug 2016 - 16:08

    Liam Barker

    Hatte er ihn gerade eigentlich zwischen drin geduzt? Liam war sich nicht sicher.
    Aber egal. Zurück zum Geschehen.
    „Sie wirken nicht gerade so, als ob sie erfreut darüber sind, dass er „nur“ im Knast sitzt?“
    Liam jedenfalls hätte den Typen lieber tot gesehen als in einer Zelle versauernd. Jedenfalls wenn er es aus privatem Blickwinkel betrachtete. Beruflich gesehen, hatte er gelernt solche Menschen als krank anzusehen. Doch in den letzten Jahren hatte er soviel Müll erlebt, dass dieses Denken nur noch im Hinterkopf bestand hatte.
    Während er Liam beim trinken beobachtete, erinnerte er sich an seine Kindheit zurück; die, wie bei so vielen anderen Kindern auch, von Schicksalsschlägen und Nöten heimgesucht worden waren. Er erinnerte sich daran zurück, wie er sich als Jugendlicher auf der Straße einwenig Geld zusammengeschnorrt hatte. Liam dachte nur noch selten daran zurück. Doch wenn er es tat, spürte er aufs Neue diesen stechenden Schmerz in seinem Herzen.
    Diese Demütigungen die er erleiden musste, dieses: Wenn du mit mir kommst, zahle ich dir ein warmes Essen. Dann kannst du dich bei mir Zuhause duschen und frische Kleidung habe ich auch für dich … du musst nur nett zu mir sein!
    Liam schüttelte es und er schenkte sich noch einen Drink ein. Leerte ihn in einem Zug und ballte seine linke zur Faust. Er fühlte sich gerade, als ob all das erst gestern geschehen wäre.
    Verdammt!

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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Teleri am So 28 Aug 2016 - 19:38

    "Oh nein, da irren Sie sich", sagte Liam und dieses Mal wirkte sein Gesicht in den stumpfen Lichtverhältnissen nur noch diabolischer, als unter dem Lächeln von vorhin. "Es ist der perfekte Ort für ihn. Der Tod ist eine Ausflucht. Eine Lösung, die für den Täter die beste Variante ist. Insbesondere für den Family-Ripper. Er würde doch so gerne als Märtyrer sterben. Ich will für ihn die härteste Strafe, die es auf diesem Planeten gibt und das ist nicht der Tod. Das ist das Gefängnis ... zwischen den ganzen 'dummen' Verbrechern, die unter seiner Würde sind, aber ihm jeden Tag eins aufs Maul geben, wenn er mit großkotzigen Sprüchen anfängt ..."
    Aus Liam sprach blanker Hass. Eine Art von Hass, die nicht allein von den unbekannten Opfern her rühren konnte.
    Liam beobachtete Mr. B. und studierte ihn regelrecht. Zwar fiel es ihm inzwischen schwer, die Gedanken wirklich zu fassen. Er hatte wirklich ein Zwischenstadium erreicht zwischen, er war noch klar im Kopf und er war sturzbetrunken.
    Die geballte Faust und das schnelle Leertrinken des Glases hatte etwas zu bedeuten. Liam kniff etwas die Augen zusammen. Aber ohne ein wirkliches Gespräch anzufangen, würde er nichts davon wirklich gefasst kriegen.
    "Ich schlage erstmal, das du vor ...", sagte Liam und hoffte dass damit keine Probleme entstehen würden.
    "Und dann würde ich vorschlagen, du und ich machen einen Deal. Du erzählst mir, woran du gerade gedacht hast und ich erzähle davon was von mir ..."
    Liam goss sich selbst nach. Allerdings schwankte seine Hand. So richtig traf er nicht mehr, aber das war auch völlig egal.
    Sein Gegenüber würde ihm sicher nicht sagen, dass er besser aufhörte. Im Gegensatz zu Liam Barker, würde er morgen wenigstens nicht kotzen. Er war bei einem Getränk geblieben. Das war die größte Vernunft, zu der er im Stande war.

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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Domenic Blair am Mo 29 Aug 2016 - 13:32

    Liam Barker

    Das angebotene Du, klang schon mal nicht schlecht. Es sprach sich viel freier, wenn man die Förmlichkeiten wegließ.
    Der Deal, dass sie sich gegenseitig etwas von sich erzählten, schreckte Liam zunächst ab. Er war sich nicht sicher, ob er soweit war, einer fremden Person so etwas tief Greifendes von sich zu erzählen. Schließlich ging es hier nicht um geklaute Kaugummis aus dem Supermarkt, sondern um richtig harte Scheiße. Er hatte eine gefühlte Ewigkeit gebraucht um damit klarzukommen. Auf der anderen Seite, konnte er sich ein besseres Bild von Liam machen. Liam störte es mittlerweile ihn Liam zu nennen. Er glaubte dann ständig über sich selbst
    Zu reden, oder zu denken. Das machte ihn total konfus.
    „Sag mal hast du einen Spitznamen?“, fragte er sein Gegenüber und schenkte sich das nächste Glas ein. Liam wusste jetzt schon, dass er am nächsten Tag einen dicken Schädel hatte.
    „Ich denke die ganze zeit über, ich spreche mit mir selbst …“, lachte er und erhob zuprostend das gefüllte Glas.

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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Teleri am Mo 29 Aug 2016 - 21:56

    Liam Mood

    Liam wusste, es würde nicht mehr sehr lange dauern, bis er definitiv durch war für den heutigen Abend. Aber nun ja, es war ja egal. Sein Hirn zeigte ihn dennoch auch diese Erinnerungen. Ziemlich verschwommen und verzerrt, aber die Worte waren auf jeden Fall noch da.
    Doch sein Gegenüber hatte den Faden schon ziemlich verloren. Das brachte ihn etwas zum schmunzeln. Wobei seine Wangen spannten.
    "Wie ich vorhin sagte, Rick oder Moody tut's auch", sagte er. "Such es dir aus"
    Da Liam mit sich selbst häufig genug Dispute führte, war es kein Problem für ihn, jemand anderen mit Liam zu bezeichnen.
    Zumal er selbst ja eigentlich William Patrick hieß. Da war mehr Auswahlmöglichkeit.
    Liam nahm sein eigenes Glas und blickte missbilligend auf die daneben geschüttete Pfütze aus Whiskey. Eigentlich sollte er aufhören zu trinken. "Du hast nicht zufällig ein Taschentuch dabei?"
    Liam hatte auf eine Tasche verzichtet, als er hierher gekommen war. Wie gesagt, in der Regel war irgendwann der Punkt erreicht, an dem er mit der Flasche kuschelte.
    "Also, zurück zum Thema. Woran hast du gerade gedacht? Du hast dich ziemlich verspannt. Deine Finger klammerten am Glas, die Fingerknöchelchen sind weiß hervorgetreten und das Exen des Glases hat dich verraten. Im Gegenzug dazu, verrate ich dir, was die drei Spinner wollten"
    Das war ein guter Deal.

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    Beitrag von Domenic Blair am Di 30 Aug 2016 - 14:18

    Liam Barker

    Ach ja, Moody! Jetzt fiel es ihm wieder ein. Liams fühlte sich mittlerweile als ob er auf Wolken schweben würde. Ob ein normales Gespräch überhaupt noch möglich war? Er warf einen flüchtigen Blick auf seine Armbanduhr, die er rechts und nicht links trug, so wie die meisten Menschen und stellte fest, dass es schon ganz schön spät war. Kurz vor halb eins.
    „Musch isch mal gucken …“, lallte Liam und durchsuchte seine Taschen nach einem Taschentusch. „Tut mir leit …, keines mit.“
    Moody wollte von ihm wissen, woran er gedacht hatte. Liam griff sich nachdenklich ans stoppelige Kinn und sah zu der Bar rüber, an der zwei Herren Platz genommen hatten, die ihm suspekt erschienen. Der eine von ihnen war so in ihrem Alter, der andere etwa achtzehn Jahre. Sofort schossen ihm erneut ein paar Bilder in den Kopf.
    „Du willst also wissen woran ich gedacht habe, ja?“ Liam wartete keine Antwort ab, sondern fing an zu erzählen. „Es war in der Zeit als ich auf der Straße gelebt habe. Im Frühherbst; wo es morgens schon kalt wurde, und man als Obdachloser gucken musste, wo man die Nacht unterkam.“ Liam stoppte kurz und nahm einen Schluck Whisky. „Ich hatte seit drei Tagen kaum etwas gegessen. Außerdem hatten ein paar andere Jungendliche mir meinen Rucksack mit meinen Anziehsachen geklaut. Alles weg! Ich wusste weder wohin, noch wusste ich wie es weitergehen sollte. Kein Geld, weder zu Essen noch zu trinken, und selbst die Zigaretten waren ausgegangen. Und dann kam die Angst. Weißt du, so eine nagende Angst, die dich von innen heraus aufzufressen droht. Mir wurde bewusst, wenn jetzt nicht ein Wunder geschah, dass ich in einer Ecke liegend, verrecken würde.“
    Liam machte eine weitere Pause, schloss kurz die Augen und sprach weiter: „Dann sprach mich auf einmal ein Mann Mitte vierzig an. Gut gekleidet, adrett und so. Er fragte mich, ob ich mir ein paar Dollar dazuverdienen wolle. Natürlich wollte ich das. Wer hätte da nein gesagt. Er bot mir an Essen, Trinken und sogar Kleidung an. Du kannst dir sicherlich vorstellen, dass ich da nicht ablehnen konnte.“
    Liam holte tief Luft und nestelte nervös an seinem Hemdskragen herum. Der ältere von den beiden Männern, sah zu ihm rüber. Ein widerwärtiger Kerl … sehr unangenehm. Liam betrachtete das Glas in seiner Hand und fuhr fort: „Es gab eine Bedienung, die ich erfüllen sollte … eine Sache, an der ich, trotz meiner sexuellen Ausrichtung, nie gedacht hätte.“
    Liam sah seinem Gegenüber tief in die immer glasiger werdenden Augen. „Ich sollte mit ihm schlafen …“

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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Teleri am Di 30 Aug 2016 - 19:24

    Liam Mood

    Egal, wie sehr er nun versuchte klar zu bleiben. Er war es nicht und würde es auch nicht so schnell werden, denn wenn er aus seinem Rausch aufgewacht war, ging er wieder weiter. Stetig über den Tag verteilt, bis hin zur Nacht, wo er sich dem Abschuss hingab und der nächste Absturz folgte. Jeder neue Tag, ein Kriechen und zusammenbrechen.
    Liam lauschte den Worten dennoch. Er konnte sie noch aufnehmen. Ihnen noch Bedeutung beimessen. Als sein neuer Trinkgefährte des heutigen Abends die Geschichte erzählte und zu zwei schmierigen Typen herüber sah, die nun ihre Plätze an der Bar angenommen hatten. Ihm fiel zeitverzögert auf, dass Liam nervös wurde. Er zupfte am Hemd herum. Zeigte ansonsten auch eine gewisse Unruhe und dann platzte er heraus. Es fühlte sich ein bisschen an, als hätte er es noch niemanden gesagt und als hätte es dringend heraus gemusst. Ein Gefühl das Moody viel zu fremd war. Er hatte nie mit jemanden darüber reden können, was in ihm vorging. Wollte es auch nicht. Hatte keine Lust darauf und wenn er mal etwas erzählen wollte, klang eher vielmehr gequält, umschiffend, gedehnt.
    Selbst im Suff war es ihm nie passiert, sich auf diese Offenbarungen einzulassen. Aber wie war das gleich. Einmal ist keinmal.
    Liam nahm es auf. Er würde sich morgen, zum Preis von üblen Kopfschmerzen zusätzlich zum Alkohol, noch daran erinnern können.
    "Wie alt warst du?", fragte Moody nun und bedachte Liam mit einem Blick. Es half enorm um einzuschätzen, welche Tragweite es hatte. Vergewaltigungen waren immer schlimm und sexuelle Übergriffe an Kindern waren übel. Aber das erklärte ein wenig, warum er hier saß und mit ihm trank. Vermutlich auch nur ein kleiner Teil von der bewegten Vergangenheit. Denn dazu gehörte zum einen, wie er auf die Straße gekommen war und was er zwischenzeitlich erlebt hatte. Das Taschentuch kam schließlich in Form einer Kellnerin, die den Tisch abwischte und ihnen zulächelte.
    Liam erwiderte es nicht, ihm fiel auf, dass er sie wohl hübsch gefunden hätte, wenn da nicht eine Menge mehr gewesen wäre, was ihn davon abhielt.
    Er nickte ihr aber zu.
    "Darfs noch etwas sein, die Herren?", Moody-Liam schüttelte den Kopf.
    Wartete aber auf den zweiten Liam. Sie hatten noch für jeden ein Glas in der Flasche und dann wäre der Abend wohl zu Ende.
    "Du wolltest wissen, was die drei Kerle wollten. Es ging um die Family Ripper Sache. Der Drecksack hat sie umgebracht. Sie und ihn", sagte er schließlich. "Lamar hat mir mitgeteilt, dass ich zu überheblich war und ihren Tod selbst zu verschulden habe. Das ich meine gerechte Strafe bekommen habe, weil ich ihn damals als ich 26 Jahre alt war, den Meister der BAU vorgeführt habe ... danach wurde ich Jumper und als nicht Teamfähig klassifiziert... dann 11 Jahre Einzelkämpfer beim FBI bis zu ihrem Tod und den Mordversuch an mir. Danach wurde ich ehrenhaft entlassen, aber noch für meinen Einsatz belobigt. Lamar hat mir noch auf den Weg gegeben, dass er nicht traurig ist, dass ich raus bin."
    Wen er mit Sie und ihn meinte, sagte er nicht. Es war auch egal. nicht relevant. Mehr würde er nicht sagen. Mehr konnte er nicht sagen. Nicht einmal unter dem Alkoholeinfluss. Er hatte wieder Zeit gebraucht, bis er überhaupt angesetzt hatte. Er hatte wieder Zeit gebraucht, um es zu formulieren. Lücken waren entstanden. Er gab nicht gerne Dinge von sich preis.


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    Re: Schatten der Vergangenheit (Domenic & Teleri)

    Beitrag von Gesponserte Inhalte Heute um 18:08


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