Pooly's Kunst und Schreibforum

Liebe Gäste und natürlich auch liebe Mitglieder!


Ich möchte euch alle herzlich willkommen heißen in Pooly's Kunst und Schreibforum!

Zu unseren Mitgliedern sage ich: willkommen zurück.

Und unseren Gästen möchte ich empfehlen, sich vielleicht etwas hier umzusehen. Vielleicht lohnt es sich ja für euch.
Lasst euch nicht abschrecken. Eventuell könnte die Anzahl unserer Foren euch etwas erschlagen. Aber es dauert wirklich nicht lange, bis man sich hier eingefunden hat und im Notfall sind alle User und Teammitglieder bereit, euch unter die Arme zu greifen :)

Viel Spaß!



Pooly & Co.

    Das Hotel am grünen See

    Austausch
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    June
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    Das Hotel am grünen See

    Beitrag von June am So 07 Aug 2016, 18:56


    "Herzlich Willkommen im Hotel am grünen See! Wir verfügen über 50 verschiedene Zimmer in drei verschiedenen Kategorien, in denen Sie sich wunderbar entspannen können, wenn Ihnen danach ist.
    Unsere Mitarbeiter sind rund um die Uhr für Sie da und erfüllen Ihnen gern jeden noch so ausgefallenen Wunsch. Zudem lädt der grüne See auf dem Gelände des Hotels zu Bootsfahrten und romantischen Picknicks ein.
    Wir freuen uns darauf, Sie in unserem Haus begrüßen zu dürfen, und wünschen Ihnen schon jetzt einen angenehmen Aufenthalt!"

    Antonia Grünstein, Geschäftsführung

    Gästeliste
    Amanda Ziegler
    *klick*
    Koichi Kuroasa
    *klick*

    Mitarbeiterliste


    Antonia Grünstein
    *klick* Geschäftsführung

    Bernhard Müller
    *klick* Rezeption

    Eliane Düren
    *klick* Restaurantleitung

    Christoph von Auweiler
    *klick* Küchenchef

    Clarisse Schweitzer
    *klick* Hausdame


    Spielbare Orte:

    Dies sind die Orte, die Gäste im Allgemeinen aufsuchen. In Ausnahmesituationen können auch weitere dazu kommen Wink

    Parkplatz
    Lobby mit Rezeption
    Restaurant - Fenstertische - Bar - Lauschige Ecke
    Komfort-Zimmer 101 - 116, 201 - 216, davon 105 - 107 und 205 - 207 Einzelzimmer
    Zimmer Superior 117 - 129, 217 - 229, davon 117 - 119 und 217 - 219 Einzelzimmer
    Eichensuite 301 - bis zu 4 Personen
    Lärchensuite 302 - bis zu 4 Personen
    Kastaniensuite 303 - bis zu 4 Personen
    Seeterrasse
    "Grüner See" - Ostufer (am Hotel) - Westufer (gegenüber) - Südstrand - Nordufer (bewaldet)
    Gästetoiletten im Erdgeschoss
    Flur - 1. Etage - 2. Etage - 3. Etage
    Treppenhaus
    Fahrstuhl

    Solltet ihr in einem Post gleich durch den ganzen Flur oder das ganze Treppenhaus gehen, braucht das natürlich nicht im Post erwähnt werden. Wichtig ist der Standort eures Charakters am Ende eures Posts, damit wir sehen können, ob darauf reagiert werden kann.


    Zuletzt von June am Mo 08 Aug 2016, 15:29 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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    Re: Das Hotel am grünen See

    Beitrag von June am So 07 Aug 2016, 19:25

    Antonia Grünstein
    *klick* Geschäftsführung

    Ich liebte diese Tage! Tage, an denen das ganze Hotel vor Geschäftigkeit summte. Tage, an denen das meiste glatt lief, andere Dinge jedoch vollkommen außer Kontrolle gerieten. So wie das Restaurant in genau diesem Augenblick.
    Als ich vor zehn Minuten losgelaufen war, hatte ich den Bus kommen sehen. Einen nichtangemeldeten Bus. Voller älterer Herrschaften, die offensichtlich Mittagessen wollten. Kurz hatte ich überlegt, wieder umzukehren, doch sowohl der Service als auch die Küche waren ausreichend besetzt, um mit dieser Herausforderung umgehen zu können. Davon mal abgesehen hatten mich sowohl Frau Dürer, als auch Herr Müller mit freundlichen Worten hinaus geworfen.
    So genoss ich einfach den schönen, nicht zu kalten Herbsttag, und drehte meine übliche Joggingrunde. Zu weit wollte ich mich nicht entfernen, blieb daher immer in Sichtweite.



    Bernhard Müller
    *klick* Rezeption

    Als der Bus auf den Parkplatz fuhr, verfluchte ich mich innerlich dafür, Frau Grünstein fort geschicht zu haben. Gerade jetzt, wo das Telefon ohne Unterlass klingelte und ich dem Service nicht zur Seite stehen konnte!
    Freundlich lächelnd erklärte ich dem Herrn von einer IT-Firma, dass wir keine Tagungsräume hatten und er deswegen ein anderes Hotel für seine Mitarbeiter finden musste. Dass ich ihn gern durch den Hörer gezogen hätte, als er es selbst nach der fünften, vollkommen eindeutigen Formulierung immer noch nicht verstanden hatte, musste ich wirklich zurück drängen. Noch dazu hatte ich bereits zwei andere Telefonate in der Leitung, die ich auch noch beantworten musste. Und ach ja, das E-Mail-Postfach schien auch überzuquellen.
    Eli und ihr Team mussten wohl mit dem Bus allein fertig werden.


    Eliane Düren
    *klick* Restaurantleitung

    "Eliane, da ist gerade ein Bus auf den Parkplatz gefahren! Aber wir erwarten doch keinen, oder?", informierte mich unser neuer Azubi und wirkte dabei etwas gestresst und verwirrt. Am Morgen noch hatte ich ihn in das Reservierungsbuch blicken lassen, damit er sich einen Überblick verschaffte.
    Ich zuckte mit den Achseln. "Das kommt hin und wieder einmal vor. Sieh bitte zu, dass du die frei gewordenen Tische so schnell wie möglich abräumst und neue Tischdecken drauf wirfst. Und warn bitte Maria vor, wenn du sie siehst."
    Maria war eine fleißige Kellnerin, die heute leider schon ziemlich oft Aufgaben erfüllt hatte, die ich eigentlich dem Azubi geben wollte. Darüber würde ich nach Feierabend kurz mit ihr sprechen. Ich mochte, dass sie so schnell war, aber irgendwas musste doch der Nachwuchs auch noch zu tun haben!
    Ich selbst zapfte eben die beiden Biere für den neuen Zweier-Tisch an. Wenn sie Glück hatten und sich mit dem Aussuchen beeilten, würden sie ihr Essen noch vor dem Bus bekommen. Obwohl ... ich würde dafür sorgen, dass sie zuerst dran kamen.


    Christoph von Auweiler
    *klick* Küchenchef

    Aufmerksam beobachtete ich, wie Felix, der neue Azubi, sich mit dem Gemüse quälte. Eigentlich sollte er Julienne schneiden, das was da heraus kam ... das konnte man einfach nicht benennen.
    Ich wollte ihm gerade die Leviten lesen, als Eliane einen Blick zu uns herein warf.
    "Bereitet euch schon mal vor, es steht ein Bus vor dem Haus!", rief sie in die Küche und verschwand mit ihrem Tablett irgendwohin.
    Ich knurrte genervt.
    "Alles klar, Felix, an die Spülstraße. Das vergewaltigte Gemüse kannst du erstmal in den Kühlschrank stellen. Alle anderen auf ihre Posten und die Ärmel hochgekrempelt. Jetzt wird es lustig!" Ich gab die Anweisungen laut genug, um von allen gehört zu werden, obwohl die Dunstabzugshaube immer noch viel zu laut war.
    Wie die Bienen fingen alle an, ihre Aufgaben schnell zu beenden und dann an ihre jeweiligen Stationen zurückzukehren. Nur Felix, der Azubi, brauchte natürlich viel zu lange. Ein Glück, dass wir noch nicht so viel zu spülen hatten. Heute würde der Kleine definitiv lernen, wie man schnell arbeitete!


    Clarisse Schweitzer
    *klick* Hausdame

    Ich wischte mir den Schweiß von der Stirn, nachdem ich endlich die Wäsche so weit in die Maschinen sortiert hatte, dass ich sie einschalten konnte. Wenigstens war ich heute etwas schneller mit meinen Zimmern durchgekommen, dachte ich, während ich das Waschpulver abmaß. In den letzten Monaten war ich immer eine der letzten gewesen und obwohl mir niemand einen Vorwurf machte, hatte ich es jeden Tag wieder gehasst.
    Nun würde jeden Moment Daniela kommen und die Spätschicht übernehmen, was hauptsächlich das Beseitigen der Wäscheberge beinhaltete, aber gelegentlich mussten auch Zimmer aufgebettet werden.
    Nur noch eine Stunde. Ich schaltete auch die beiden Trockner ein. Nur noch eine Stunde, dann konnte ich nach Hause. Aber vorher musste noch etwas erledigt werden. Ich schnappte mir die große Gießkanne.
    Die Pflanzen auf der Seeterrasse mussten gegossen werden. So lange es noch nicht zu kalt war, blieben die Kübel stehen, hatte man mir versichert. Ein paar Wochen also noch, bis zum ersten Frost.
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    Re: Das Hotel am grünen See

    Beitrag von SaKi am Mo 08 Aug 2016, 15:41

    Koichi Kuroasa
    *klick* Gast, spricht ausschließlich Englisch

    Koichi hatte sich für den bequemen Weg entschieden und war mit dem Taxi vom Flughafen zum Grünen See gefahren. Schon von Weitem hatte er große Augen gemacht und staunend die Landschaft bewundert. Das Hotel, das bald darauf in seinem Blickfeld auftauchte, machte einen gemütlichen und gepflegten Eindruck. Allerdings befand sich auch ein großer Reisebuch davor, aus dem die ersten Rentner krochen und der Busfahrer sich an der Gepäckklappe zu schaffen machte. Koichi beeilte sich, dem Taxifahrer ein kleines Vermögen zu bezahlen, ließ sich dann seinen Koffer von ihm aus dem Kofferraum geben und schlug schon bei seiner Verabschiedung den Weg in Richtung des Hoteleingangs ein, um vor den älteren Herrschaften einchecken zu können. Zum Glück standen erst einige von ihnen im Pulk etwas ratlos vor dem Bus herum oder besahen sich die Schönheit der Natur, anstatt in Richtung Hotelinneres zu pilgern.
    Als Koichi durch die Tür trat, schob er seine Sonnenbrille hoch, sodass er seine Umgebung nach dem Sonnenlicht draußen überhaupt erkennen konnte. Dann sah er sich um und entdeckte einen dicklichen Herrn, der irgendwie genau seinem Klischee eines typischen Deutschen entsprach und der geschäftig hinter dem Tresen der Rezeption telefonierte und gleichzeitig irgendwas notierte. Mit einem Blick zurück über die Schulter vergewisserte Koichi sich, dass die Reisegruppe noch nicht gänzlich aus dem Bus oder überhaupt zur Ordnung gefunden hatte, also trat er ruhig auf die Rezeption zu und blickte den Hotelangestellten abwartend an.
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    Re: Das Hotel am grünen See

    Beitrag von June am Mo 08 Aug 2016, 16:20

    Antonia Grünstein
    *klick* Geschäftsführung

    *joggt am Ostufer*



    Bernhard Müller
    *klick* Rezeption

    Ich lächelte dem neuen Gast kurz zu, während ich mir weiter die Vorhaltungen eines gewissen Herrn Meier anhörte, der hier angeblich vor zwei Wochen an einem Meeting teilgenommen hatte. Er lamentierte darüber, wie unzureichend doch die Tagungstechnik gewesen war und die Mitarbeiter so unhöflich.
    "Entschuldigen Sie bitte", unterbrach ich ihn schließlich. "Wir besitzen keine Tagungsräume, darum kann Ihr Meeting nicht bei uns stattgefunden haben. Schauen Sie bitte noch einmal nach, in welchem Hotel Sie-"
    "Natürlich bei Ihnen! Das Seehotel Grünberg, das sind Sie doch!" Der Anrufer hatte sich bereits in Rage geredet, aber wenigstens wusste ich jetzt, an welche Konkurrenz die Kritik eigentlich gehen sollte.
    "Nein", antwortete ich ruhig. "Wir sind das Hotel am grünen See. Sie haben uns tatsächlich verwechselt."
    Ziemlich kurz angebunden verabschiedete sich der Gast, ich hörte noch, wie er irgendetwas von Unfähigkeit murmelte, aber das konnte er sich gern selbst auf die Kappe schreiben.
    Ich legte den Hörer auf, woraufhin das Telefon sofort noch einmal zu klingeln begann, aber das musste jetzt warten. Tief durchatmend stellte ich es auf lautlos und wandte mich dann meinem neuen Gast zu.
    "Entschuldigen Sie bitte, dass Sie warten mussten. Womit kann ich Ihnen helfen?", fragte ich ihn, natürlich erst einmal auf Deutsch, obwohl er sehr asiatisch aussah. Aber ich konnte nicht wissen, ob er mich auch so verstand.


    Eliane Düren
    *klick* Restaurantleitung

    Lächelnd nahm ich die Bestellung des Zweier-Tisches auf, während ich aus den Augenwinkeln zusah, wie Maria die neuen Gäste im Restaurant verteilte. Wie es so oft der Fall war, zeigten die sich natürlich nicht einsichtig und so waren innerhalb kürzester Zeit beinahe alle Tische belegt. Zum Teil nur mit zwei Personen, die sich dann über die Lücke zwischen zwei Vierertischen hinweg mit ihren zwei Nachbarn unterhielten. Der Lärmpegel stieg innerhalb von Sekunden an.
    Immer noch lächelnd wich ich den Gästen aus, die mir im Weg standen, und kehrte an die Theke zurück.
    "Kleiner, du gibst auf der linken Seite die Karten raus und nimmst die Getränkebestellungen an. Marie, du nimmst die Rechte. Ich buche das hier eben, dann mache ich euch die Tabletts fertig."
    Auf der linken Seite saßen ein paar Gäste weniger, das sollte für den Azubi also zu schaffen sein. Er trug zwar sein Namensschild, aber das ignorierte ich. Vielleicht bewies er an diesem Tag, dass ich mir seinen Namen ruhig merken konnte.


    Christoph von Auweiler
    *klick* Küchenchef

    Eliane brachte einen ersten Bon in die Küche, nichts Kompliziertes.
    "Zwei Mal Schnitzel, einmal mit Pommes statt Kroketten!", las ich vor und das geschäftige Treiben begann.
    Ich nickte der Restaurantleitung zu, die noch einen Moment gewartet hatte.
    "Für den Bus geben wir jetzt die Karten heraus."
    Wieder nickte ich, obwohl sie gar nicht mehr darauf achtete, sondern schon wieder nach draußen gepest war.


    Clarisse Schweitzer
    *klick* Hausdame

    *gießt die Blumenkübel auf der Seeterrasse*
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    Re: Das Hotel am grünen See

    Beitrag von SaKi am Mo 08 Aug 2016, 18:55

    Koichi Kuroasa
    *klick* Gast, spricht ausschließlich Englisch

    Koichi hatte das Lächeln mit einem kurzen Nicken erwidert und wartete geduldig, bis der Herr sein Telefonat beendet hatte. Die Zeit nutzte er, um sich im Eingangsbereich umzuschauen. Das Hotel wirkte auch innen hell und freundlich, die Dekoration war passend gewählt und sparsam eingesetzt. Als der Rezeptionist auflegte, trat Koichi näher, doch schon klingelte das Telefon erneut. Irritiert sah er zu dem Gerät, doch der Mann schaltete es einfach ab und wandte sich ihm zu.

    "Oh, sorry, English please!", erwiderte er schnell auf die Frage und schob seine Sonnenbrille höher, die ein wenig in Richtung Stirn gerutscht war. "I have a reservation", fügte er mit japanischem Akzent an, nannte seinen Namen und kramte die ausgedruckte E-Mail aus der Außentasche seines Koffers, um sie dem Mann hinzuhalten. Währenddessen war die Rentnergruppe an ihnen vorbeigezogen und ins angrenzende Restaurant eingefallen. Koichi hörte sie selbst durch die geschlossene Tür lärmen und hoffte inständig, dass er ein paar ruhige Tage verbringen konnte.
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    Re: Das Hotel am grünen See

    Beitrag von June am Di 09 Aug 2016, 16:14

    Antonia Grünstein
    *klick* Geschäftsführung

    *joggt am Ostufer*



    Bernhard Müller
    *klick* Rezeption

    Freundlich entschuldigte ich mich auf Englisch und begrüßte Herrn Kuroasa noch einmal. Ich ließ mir nicht anmerken, wie dankbar ich dafür war, dass er seine Bestätigung ausgedruckt hatte. So konnte es definitiv keine Verwechselung mit einem anderen Gast geben. Das kam ja durchaus auch in den besten Häusern vor.
    Immer noch lächelnd reichte ich ihm die Meldebescheinigung und bat ihn um eine Unterschrift auf derselben, schließlich musste dem Gesetz gefolgt werden. Erst im Anschluss schob ich seine Zimmerkarte auf den Tresen.
    "Dies ist Ihre Zimmerkarte", begann ich die Erklärungen, die ich sonst auf Deutsch abhielt, heute einmal auf Englisch. "Damit können Sie Ihr Zimmer betreten. Sobald Sie drin sind, wenden Sie bitte einmal den Blick nach links an die Wand, dort befindet sich eine Halterung. Wenn Sie die Karte reinstecken, haben Sie Strom auf Ihrem Zimmer. Es gibt am Schreibtisch eine einzige Steckdose mit der Aufschrift 'Dauerstrom' dort könnten Sie zum Beispiel Ihr Handy aufladen, wenn Sie das Zimmer verlassen haben. Frühstück gibt es im Restaurant bis halb zwölf. Ansonsten haben wir bis 22 Uhr durchgehend warme Küche."
    Ich ließ ihm zwischen den Sätzen etwas Zeit, damit er mir auch folgen konnte.
    "Wenn Sie noch zu Mittag essen möchten, kann ich Ihnen einen Tisch im Restaurant reservieren, ich fürchte allerdings, Sie müssten dann mit einer Wartezeit von einer halben Stunde rechnen." Das war nur eine grobe Schätzung, aber die Erfahrung hatte gezeigt, dass es in etwa hinkommen würde.
    "Ansonsten wünsche ich Ihnen dann einen schönen Aufenthalt! Sollte es Fragen oder Probleme geben, erreichen Sie die Rezeption rund um die Uhr unter der Durchwahl 100."


    Eliane Düren
    *klick* Restaurantleitung

    *kümmert sich um die Getränke für die Busgruppe*


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    Re: Das Hotel am grünen See

    Beitrag von SaKi am Di 09 Aug 2016, 18:03

    (ich frage mich gerade, wie viele Blumenkübel da stehen x'D)

    Koichi Kuroasa
    *klick* Gast, spricht ausschließlich Englisch

    Koichi versuchte, sich alles einzuprägen, was aufgrund des Redeschwalls des Rezeptionisten und Koichis gut gepflegten Jet-Lags allerdings an Unmöglichkeit grenzte. Das Wichtigste hatte er jedoch verstanden und der Rest würde sich schon ergeben. Immerhin schien es hier ordentliche Frühstückszeiten zu geben – nicht etwa von halb sieben bis neun, wie in manchen anderen Hotels –, denn ein Frühaufsteher war Koichi wirklich nicht. Er bedankte sich freundlich für die Informationen, nahm seine Zimmerkarte entgegen und verstaute den Ausdruck für seine Buchung wieder in der Koffertasche.
    "Eine Frage habe ich noch", begann er noch einmal auf Englisch, bevor er sich zum Gehen wandte. "Ich habe online gesehen, dass es eine Terrasse gibt, schöne Aussicht auf den See. Ist das beim Restaurant? Ich würde gerne kurz ausruhen und dann etwas essen, am liebsten auf der schönen Terrasse!"
    Man merkte vermutlich, dass Koichis Englisch nicht das Beste war, aber er gab sich Mühe. Immerhin hatte er einige Zeit in Kanada gelebt und ganz passabel überlebt. Daher sollte er sich zumindest halbwegs verständlich ausdrücken können.
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    Re: Das Hotel am grünen See

    Beitrag von June am Di 09 Aug 2016, 18:29

    (Viele, wenn die Gießkannenfüllung nur für zwei Kübel reicht ^_^ Sind schon große Dinger ^.^ Clarisse wird vermutlich noch nicht ganz fertig sein, wenn Koichi dazu kommt, immerhin dauert so ein Gespräch an der Rezeption vielleicht fünf Minuten ^^ Ist ja nicht lang ^^)

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    Bernhard Müller
    *klick* Rezeption

    Die Seeterrasse? Ich überlegte scharf, ob Eliane am Morgen dafür gesorgt hatte, dass sie aufgebaut wurde, aber ich wusste es nicht mehr genau. Im Zweifelsfall lagen eben keine Kissen auf den Bänken und die Tischdekoration befand sich dann vermutlich auch noch im Schrank.
    "Wenn Sie zur Terrasse möchten, gehen Sie einfach an der Rezeption vorbei, durch die beiden Glastüren dort." Ich trat an den Rand meines Bereichs und zeigte auf die beiden weißen Türen mit den großen Glasscheiben, die ich meinte. "Direkt dort draußen befindet sich die Terrasse."
    Von hier aus konnte man bereits den See erkennen, der wie immer um diese Jahreszeit von einem sehr dunklen Grün war.
    Ich lächelte den Gast wieder an. "Bringen Sie doch Ihren Koffer nach oben und in der Zwischenzeit richen wir Ihnen dort einen Tisch her, sodass Sie die Ruhe genießen können." Den kleinen Seitenhieb auf die lärmenden Gäste im Restaurant konnte ich mir nicht verkneifen, aber ab und an hielt ich es für gerechtfertigt, auch einmal in die Perspektive des Gastes zu kriechen. Nicht zu oft, aber ab und an schon.


    Eliane Düren
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    *macht dem Azubi Beine und nimmt selbst Essensbestellungen auf*


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    Re: Das Hotel am grünen See

    Beitrag von SaKi am Di 09 Aug 2016, 18:48

    (Verstehe! Na, dann bis gleich Very Happy)

    Koichi Kuroasa
    *klick* Gast, spricht ausschließlich Englisch

    Den Wink hatte er verstanden und konnte er durchaus nachvollziehen. Immerhin drangen immer noch die lauten Stimmen der Gesellschaft aus dem Restaurant herüber.
    "Ja, sehr gerne, wenn es keine Umstände macht. Dann gehe ich mich kurz frischmachen und komme in einer Viertelstunde auf die Terrasse." Das, was er durch die Glastür sehen konnte, sah schon sehr vielversprechend aus.
    Koichi verabschiedete sich höflich und mit erneutem Dank von dem netten Rezeptionisten und steuerte auf den Fahrstuhl zu. Die Zimmernummern waren jeweils neben den Stockwerken vermerkt, sodass sich auch ein müder Japaner nicht verlaufen konnte. In seinem Zimmer (217?) angekommen, staunte er nicht schlecht über die Größe und den Komfort. Klasse! Koichi nahm das nötigste aus seinem Koffer, verstaute den dann, wie er war, aufrecht im Schrank und verschwand erst einmal im Bad. Dort band er sich die Haare hoch, duschte kurz, schlüpfte in frische Klamotten und machte aus dem Nest auf seinem Kopf wieder eine Frisur.
    Fast auf die Minute pünktlich, stand er eine Vierteilstunde später wieder vor der Rezeption und bedeutete dem netten Herrn, dass er jetzt nach draußen gehen würde.
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    Re: Das Hotel am grünen See

    Beitrag von June am Di 09 Aug 2016, 19:10

    Antonia Grünstein
    *klick* Geschäftsführung

    *joggt am Ostufer*



    Bernhard Müller
    *klick* Rezeption

    Kaum hörte ich die Fahrstuhltüren, verließ ich meinen Arbeitsplatz und eilte auf die Terrasse, um sie für den neuen Gast vorzubereiten. Zu meinem Glück entdeckte ich dort Clarisse, die gerade die Blumenkübel goss. Sehr gut!
    "Clarisse! Kannst du bitte die Terrasse aufbauen?" Ich warf ihr den Schlüssel zu unserem Materialschrank zu. "Einfach ein paar Kissen und Deko verteilen, da kann man nichts falsch machen. Ich habe leider noch so viele Telefonate in der Leitung ..."
    Natürlich hatte sie den Schlüssel nicht direkt gefangen, aber sie hob ihn vom Boden auf und nickte mir zu.
    "Alles klar, kann ich machen."
    Zielstrebig steuerte sie den Schrank an und ich ließ sie allein. Sie mochte ab und an etwas tollpatschig sein (und wie es aussah, hatte sie sich beim Gießen auch ein wenig nass gemacht), aber wenigstens machte sie das durch Fleiß wieder wett!
    Wehe, sie wurde jetzt krank. Es war immer noch frisch und ihr Kittel ziemlich feucht ...
    Zurück in der Lobby gab ich Eliane den Hinweis, dass sie bald noch einen weiteren Gast draußen haben würde, aber sie klang recht entspannt.


    Eliane Düren
    *klick* Restaurantleitung

    "Es gehen gerade die ersten Essen für die Busgruppe heraus", erklärte ich Bernhard. "Wenn der Gast da ist, gehe ich hin. Den Rest schafft Maria sicher auch alleine."
    "Aber sicher!", ließ sie sich in ihrer unnachahmlichen Motivation vernehmen und flitzte mit den nächsten zwei Gerichten los, während der Azubi versuchte, mit ihr Schritt zu halten.
    Ich seufzte. Der war für diesen Job nicht geeignet.
    "Ach ja", fügte Bernhard hinzu, "unser neuer Gast spricht kein Deutsch, dafür Englisch."
    Mit einem Nicken bedankte ich mich für die Information und beobachtete, wie mein Kollege sich wieder zu seinem Telefon begab.


    Christoph von Auweiler
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    Ohne genau zu wissen, wie die Terrasse aussehen musste, verteilte ich Kissen auf den Rattanbänken und Läufer und Tischdeckchen auf den dazu gehörigen Tischen, die von den Blumenkübeln getrennt wurden. Sicherheitshalber machte ich gleich alle Plätze fertig, auch wenn die Kollegen vom Service dann auch alles wieder abbauen mussten.
    Als Dekoration zu den dunklen Gartenmöbeln und sanftgrünen Decken gehörten rote Windlichter und einige Tafeln mit den Angeboten des Restaurants darauf. Ich gab mir Mühe, sie gleichmäßig zu verteilen und ließ dennoch ein paar der kleineren Tische aus. Nicht jeder brauchte eine Angebotstafel, schließlich wurden hier einfach Speisekarten herausgegeben.
    Ich schloss gerade den Schrank wieder, als sie sich die Tür zur Lobby öffnete.
    Puh, Glück gehabt!
    Hoffentlich störte es den Gast nicht, wenn ich noch schnell die letzten drei großen Kübel goss ...
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    Re: Das Hotel am grünen See

    Beitrag von SaKi am Di 09 Aug 2016, 19:42

    Koichi Kuroasa
    *klick* Gast, spricht ausschließlich Englisch

    Die Aussicht, die sich Koichi von der Terrasse aus bot, war bombastisch. So grünes Wasser hatte er in seinem Leben noch nicht gesehen. Die Landschaft war wunderschön und auch wenn er kein Sonnenanbeter war, genoss Koichi die warmen Sonnenstrahlen auf seiner Haut. Zum Glück hatte er beim Verlassen seines Zimmers an seine Sonnenbrille gedacht, die er nun mit einer geübten Bewegung aufsetzte und sich gleichzeitig nach einem gemütlichen Platz umschaute.
    Alle Plätze sahen einladend aus und waren schön hergerichtet und dekoriert. Koichi entschied sich für einen Zweier-Platz nah an der Balustrade, der von großen Blumenkübeln umrahmt wurde, die vor Pflanzen in voller Blüte fast überquollen. Als er auf den Platz zusteuerte, fiel ihm eine junge Frau auf, die gerade an einem Schrank stand, offenbar eine Angestellte des Hauses. Koichi neigte freundlich den Kopf zum Gruß und deutete auf den Platz, machte ein fragendes Gesicht. "Ok?" Er deutete noch einmal auf den Platz.
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    Re: Das Hotel am grünen See

    Beitrag von June am Di 09 Aug 2016, 20:06

    Antonia Grünstein
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    *joggt am Ostufer*



    Bernhard Müller
    *klick* Rezeption

    *erledigt verschiedene Telefonate und Online-Reservierungen*


    Eliane Düren
    *klick* Restaurantleitung

    Ich warf einen kurzen Blick auf die Uhr, stellte fest, dass es wohl Zeit für meinen neuen Gast war, und machte mich mit einer Speisekarte in der Hand auf den Weg. Keinen Gedanken verschwendete ich daran, ob die Terrasse bereits fertig war oder nicht. Das würde ich a) sowieso gleich sehen und b) hatte Bernhard noch nie etwas dem Zufall überlassen.
    Ich entdeckte meinen neuen Gast an einem der Tische, offensichtlich gerade in ein Gespräch mit der neuen aus dem Housekeeping vertieft. Nun, das machte nichts.


    Christoph von Auweiler
    *klick* Küchenchef

    *schimpft in der Küche herum und scheucht die Mitarbeit, die eh schon schnell arbeiten*


    Clarisse Schweitzer
    *klick* Hausdame

    Ich brauchte einen Moment, bis mir aufging, dass ich gemeint war. Leider hatte ich die Erfahrung gemacht, dass man in der Uniform des Housekeepings häufig eher ignoriert wurde. Dennoch verstand ich sofort, was der nett aussehende Herr von mir wollte.
    Lächelnd nickte ich. "Aber ja, natürlich", gab ich zur Antwort. "Ich hoffe nur, es stört Sie nicht, dass ich den Kübel hier noch gießen muss."
    Ohne genau zu wissen, warum, deutete ich mit der Gießkanne in der Hand auf den Blumenkübel links von dem Tisch, den er sich ausgesucht hatte.
    In diesem Moment trat Eliane dazu, eine Speisekarte in der Hand. Sie begrüßte den Gast auf Englisch und ich spürte, wie mir die Hitze in die Wangen stieg. Verdammt! Blamiert. Mal wieder.
    Schwungvoll reichte Eliane ihm die Speisekarte und fragte nach einem Getränkewunsch.
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    Re: Das Hotel am grünen See

    Beitrag von SaKi am Fr 12 Aug 2016, 12:08

    Koichi Kuroasa
    *klick* Gast, spricht ausschließlich Englisch

    Die junge Dame wirkte sehr freundlich und soweit er sie verstand, konnte Koichi sich wohl einfach setzen. Als sie nach einer Blumenkanne griff und auf die Kübel an seinem Tisch deutete, hob Koichi schnell den Daumen und versicherte der jungen Frau mit einem erneuten "OK!", dass er nichts dagegen hatte. Und er nahm sich vor, dringend an seinem Wortschatz – sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch – zu arbeiten, damit er sich nicht mehr wie ein sprachunfähiger Idiot vorkam. Bevor er allerdings noch mehr sagen konnte, erschien eine zweite Angestellte, die ihn auf Englisch begrüßte und ihm die Speisekarte reichte, die auf Deutsch und Englisch verfasst war. Koichi bedankte sich und erhaschte noch einen Blick auf die junge Frau mit der Gießkanne, die sich mit roten Wangen gerade abwandte. Ein lausbubenhaftes Grinsen schlich sich für eine Sekunde in sein Gesicht, dann steckte er die Nase schnell in die Speisekarte, um der korrekt aussehenden zweiten Dame neben ihm seinen Getränkewunsch mitteilen zu können. Für die Speisenauswahl erbat er sich noch einen Moment Zeit. Doch anstatt in die Karte zu schauen, beobachtete er lieber die junge Frau mit der Gießkanne, nachdem die andere hinter den Glastüren des Hotels verschwunden war.
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    Re: Das Hotel am grünen See

    Beitrag von June am Fr 12 Aug 2016, 17:30

    Antonia Grünstein
    *klick* Geschäftsführung

    *joggt am Ostufer*



    Bernhard Müller
    *klick* Rezeption

    *erledigt verschiedene Telefonate und Online-Reservierungen*


    Eliane Düren
    *klick* Restaurantleitung

    Wo schaute er denn hin? Unauffällig folgte ich dem Blick des Gastes und musste ein Grinsen unterdrücken. Soso, die Neue also. Nun ja, mit den blonden Locken bot sie vermutlich einen ungewöhnlichen Anblick. Ein Püppchen eben ...
    "In Ordnung, kommt sofort", versicherte ich dem Gast und verschwand wieder nach drinnen, ohne mir seinen Wunsch zu notieren. Das war leicht zu merken, dann brauchte ich es auch nicht aufzuschreiben. Vielleicht wusste er, was er essen wollte, wenn ich zurückkehrte.
    Ich gab die Bestellung am Computer ein und legte sie ans untere Ende der Bonreihe. Fragend sah ich Maria an. Wieso hatte sich hier schon wieder so viel gesammelt?


    Christoph von Auweiler
    *klick* Küchenchef

    *beruhigt sich langsam und hilft dem Azubi beim Spülen*


    Clarisse Schweitzer
    *klick* Hausdame

    Und natürlich war die Gießkanne schon wieder leer, kaum dass Eliane gegangen war. Seufzend folgte ich ihr ein Stück, bog dann aber zum Wasserhahn ab, der sich hinter einem weiteren Kübel versteckt neben dem Eingang befand. Das war nicht nur zum Gießen sehr praktisch, sondern auch wenn zum Beispiel Gäste mit Hunden kamen. Vermutete ich zumindest, ich war noch nicht so lange hier, als dass ich es schon erlebt hätte. Bei dem durchwachsenen Wetter in den letzten Tagen war kaum jemand mit seinem Hund vorbei gekommen, dabei hatte ich gehört, dass das hier öfter vorkam.
    Ich drehte das Wasser ab, drehte mich wieder herum und ließ vor Schreck die Gießkanne fallen, deren Inhalt sich über beinahe die gesamte Terrasse ergoss. Aber ich bemerkte es kaum. Wenn ich mich nicht sehr täuschte, hatte mich der Gast dort drüben tatsächlich beobachtet. Aber ich konnte es natürlich nicht beweisen. Vielleicht bildete ich mir das auch ein.
    Tatsache war, das Wasser breitete sich langsam aus, flutete die Pflastersteine der Terrasse, hielt jedoch - Gott sei Dank! - etwa zwei Meter vor dem belegten Tisch an.
    "Wenigstens ist die Terrasse rutschfest", murmelte ich in mich hinein, hob die Gießkanne auf und füllte sie erneut. Das Wasser würde schon von selber verdunsten.
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    Re: Das Hotel am grünen See

    Beitrag von Jadelyn am Mi 17 Aug 2016, 22:52

    Novalee Nonnast
    *klick*, Gast

    Novalee stieß erleichtert die Luft aus, als sie ihr Ziel endlich erreichte.
    Eigentlich hätte die Anreise angenehm werden sollen, die Natur um sie herum war wunderschön, die Luft klar und der Zug, in dem sie einen Großteil der Strecke zurück gelegt hatte, nicht überfüllt und sogar mit einem leckeren Imbisswagen ausgestattet gewesen. Doch ihr Körper hatte ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht, sie gezwungen, Schmerzmittel, die sie immer bei sich trug, einzunehmen, und trotzdem noch zu beuteln, so dass sie sich nun mehr vorwärts schleppte, als dass sie ging, obwohl sie sich eigentlich auf die Zeit in diesem Hotel freute.
    Eine Auszeit versprach sie sich hiervon. Zeit, darüber nachzudenken, was in den letzten Monaten geschehen war. Und Muße, um zu einer Entscheidung zu kommen, ob sie Maximilian tatsächlich in die Staaten folgen sollte. Verrückt war diese Idee und das hatte ihr auch jeder deutlich mitgeteilt. Es war ja nicht so, dass sie mehr als eine Freundschaft verbunden hätte, sie hatten sich über die Arbeit kennengelernt und eben angefreundet, aber das rechtfertigte ja noch lange keinen Umzug in dieser Größenordnung. Aber er war plötzlich verschwunden und das Restaurant verkauft worden und bevor er verschwunden war, hatte sie wenigstens noch aus einer seiner Schwestern herausquetschen können, wohin er so unbedingt wollte.
    Sie schob die Gedanken zur Seite, wollte endlich ihren Rucksack loswerden und sich irgendwo ausstrecken, vorzugsweise auf einem hoffentlich bequemen Bett. Also ging sie weiter, beäugte den Reisebus und die daraus aussteigenden Personen skeptisch und versuchte ihren Schritt zu beschleunigen, um vor ihnen an der Rezeption zu sein. Jetzt noch ewig lang in einer Schlange zu warten, würde ihrem Rücken alles andere als gut tun. Warum hatte der sich auch ausgerechnet den Reisetag zum Herummucken ausgesucht? Die ganzen letzten Wochen hatte sie Ruhe gehabt!


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    Re: Das Hotel am grünen See

    Beitrag von SaKi am Do 18 Aug 2016, 18:39

    Koichi Kuroasa
    *klick* Gast, spricht ausschließlich Englisch

    Die junge Frau mit den blonden Locken war schon ein heißer Feger, stellte Koichi in sich hineingrinsend fest. Auch wenn der Jetlag nicht wegzudiskutieren war, war sein Hirn wach genug für solche Gedanken. Kein Wunder, ein kleiner Schürzenjäger steckte immer noch in ihm – und ob diese Schürzen nun weiblich oder männlich waren, war ihm egal. Interessiert verfolgte er die junge Frau mit Blicken und beobachtete sie dabei, wie sie die Kübel goss und danach die Kanne wieder auffüllen ging. Als sie sich umwandte, begegneten sich für eine Sekunde ihre Blicke und Koichi war mindestens genauso erschrocken darüber, dass die junge Frau im selben Moment die Kanne fallen ließ, wie sie selbst. Hin und her gerissen zwischen Aufspringen und zur Hilfe eilen und sitzenbleiben als wäre nichts passiert, wusste Koichi im ersten Moment nicht, wie er reagieren sollte. Dann siegte der Japaner in ihm allerdings und er wandte schnell den Blick ab und tat, als hätte er nichts gesehen. Entweder war die hübsche Blonde extrem schreckhaft oder er hatte tatsächlich noch immer die gleiche Wirkung auf junge Frauen wie auf der Bühne – oder nach einem Auftritt, mit einem Groupie im Arm.
    Koichi schüttelte die Gedanken ab, immerhin konnte es nicht mehr lange dauern, bis er sein original deutsches Bier bekam. Er warf einen schnellen Blick in die Karte und entschied sich für ein lecker klingendes Gericht mit Hähnchenfleischfilet und Kartoffeln. Das klang typisch Deutsch, auch ohne das Schweinefleisch, das er sonst mit Deutschland in Verbindung brachte. Auch wenn er kein Vegetarier war, aß er doch relativ wenig Fleisch, ab und an Hühnchenspieße oder Gyudon zum Beispiel.
    Sobald er sich entschieden hatte, hob er wieder den Blick, um die junge Frau weiter zu beobachten, subtiler diesmal allerdings, über den Rand seiner Karte.
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    Re: Das Hotel am grünen See

    Beitrag von June am Do 18 Aug 2016, 18:55

    Antonia Grünstein
    *klick* Geschäftsführung

    *joggt am Ostufer, bereits auf dem Weg zurück*



    Bernhard Müller
    *klick* Rezeption

    *nimmt gerade eine telefonische Beschwerde über zu kaltes Wasser im Zimmer entgegen*


    Eliane Düren
    *klick* Restaurantleitung

    Maria zuckte nur mit den Achseln, ehe sie antwortete: "Der Azubi kommt nicht hinterher."
    Ich seufzte. Na gut.
    Entschlossen zapfte ich die verschiedenen Biere auf den Bons an, während Maria sich um die anderen Getränke kümmerte und anschließend die Tabletts zu den Tischen brachte. Wo sich der Azubi herumtrieb, konnte ich nicht sagen, so konzentriert waren wir bei der Arbeit.
    Wenig später war dann auch das Bier für unseren japanischen Gast fertig, sodass ich es nach draußen bringen konnte. In der Zwischenzeit räumte Maria bereits die ersten Tische der Busgruppe ab und dann und wann hörte ich den Wunsch nach der Rechnung. Gott sei Dank! Gleich würden wir hier aufräumen können.
    Beim Hinausgehen wich ich einer offensichtlich herrenlosen Damenhandtasche aus, die mitten im Weg lag. Ob die Besitzerin noch in der Nähe war, würde sich vermutlich zeigen, wenn die Gruppe endlich weg war. Ich nickte der Neuen aus dem Housekeeping zu, die gerade an mir vorbei kam, aber sie schien es nicht zu bemerken.
    "Bitte schön", sagte ich freundlich zu unserem Gast, für den Moment vergessend, dass er nur Englisch sprach. Andererseits war es sicher auch ganz nett, die gängigen Floskeln auch in der Landessprache zu hören. Immerhin musste er ja wissen, was gemeint war. Die Frage nach seinem Essenswunsch richtete ich wieder auf Englisch an ihn.


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    *erzählt dem Kochazubi lustige Anekdoten aus seiner Lehrzeit*


    Clarisse Schweitzer
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    Immer noch etwas verlegen kümmerte ich mich darum, dass die restlichen Pflanzen etwas zu trinken bekamen und verließ danach die Terrasse. Inzwischen musste der Trockner unten in der Waschküche fertig sein, sodass ich anfangen konnte, die Handtücher und Laken zu legen. Falls die anderen nicht schon fertig waren.
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    Re: Das Hotel am grünen See

    Beitrag von Jadelyn am Do 18 Aug 2016, 21:40

    Novalee Nonnast
    *klick*, Gast

    Die junge Frau schaffte es unter Aufgebot allem ihr Mögliche, an den Reisegruppe gerade noch so vorbei zu huschen. Dem einen oder anderen mochte sie dadurch unhöflich erscheinen, aber das war ihr gerade herzlich egal. Endlich stand sie vor der Rezeption und konnte sich dagegen lehnen, die Wirbelsäule ein bisschen entlasten.
    Der Angestellte war noch am telefonieren und trotz aller Ungeduld war Novalee höflich genug, sich nicht energisch bemerkbar zu machen. Er stand quasi direkt vor ihr, also würde er sie schon bemerken. Spätestens, wenn das Getuschel der Gruppe hinter ihr laut wurde, würde auch sie bedient werden. So lange war sie einfach erleichtert, gerade nicht mehr laufen zu müssen.
    Während sie wartete, ließ sie ihren Blick durch die Gegend schweifen. Das gesamte Gebäude sah einladend aus und sie war sich sicher, dass sie sich hier für einige Tage sehr wohl fühlen würde, wenn sie sich in weniger desolatem Zustand befand. Zum Glück hatte sie keinerlei Zeitdruck, so dass es nicht darauf ankam, sich nun Gedanken darüber zu machen, ob sie einen Tag unfreiwillig verschwendet hatte.


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    Re: Das Hotel am grünen See

    Beitrag von SaKi am Do 18 Aug 2016, 21:53

    Koichi Kuroasa
    *klick* Gast, spricht ausschließlich Englisch

    Enttäuscht folgte Koichi mit seinem Blick der hübschen Blonden, als sie ihre Arbeit beendet und ohne ein weiteres Wort oder einen Gruß verschwunden war. Da sie offenbar eine Hausangestellte war, würde es allerdings noch die eine oder andere Gelegenheit geben, sie zu sehen und mit ihr ins Gespräch zu kommen, dessen war Koichi sich sicher.
    Kaum war die junge Frau verschwunden, brachte ihm die Bedienung sein Bier, bei dem sich sein Gesicht sichtlich aufhellen musste, schließlich spürte er deutlich das freudige Grinsen, das sich in seine Gesichtszüge geschlichen hatte.
    "Danke", erwiderte Koichi auf Deutsch, neben "Guten Tag", "Guten Abend" und "Wie geht's?" in etwa das Einzige, das er auf Deutsch konnte. Er war dankbar, dass ihn die nette Dame dann aber wieder auf Englisch nach seinem Essenswunsch fragte, und er deutete auf die Position des Gerichts auf der Karte. "Chicken!", lächelte er und fügte noch ein "Bitte" auf Deutsch an.
    Sobald er wieder allein war, nahm er einen kräftigen Schluck von seinem Bier, das noch viel besser schmeckte als die deutschen Importbiere in Japan, und ließ seinen Blick wieder über die Landschaft schweifen. Der See hatte seinen Namen nicht von ungefähr, denn er leuchtete in einem satten Grün in der Mittagssonne. Koichi war froh, dass sein Platz dank der Bäume an der Terrassenseite ein wenig im Schatten lag und er so während seines Mittagessens nicht geröstet wurde. Am Ufer des Sees saßen ein paar Leute und genossen augenscheinlich das gute Wetter, auf dem befestigten Weg daneben kam eine Joggerin auf das Hotel zu …
    Ziemlich idyllisch, das musste Koichi zugeben. Und eine gute Wahl, um eine kurze Auszeit von seinem turbulenten Leben in Tokyo zu nehmen.
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    Re: Das Hotel am grünen See

    Beitrag von June am Fr 19 Aug 2016, 19:40

    Antonia Grünstein
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    Ich lächelte der Dame, die sich gerade vor mir an den Tresen lehnte, entschuldigend zu, während ich versuchte, zu ergründen, was der Herr am Telefon genau meinte. Offensichtlich war irgendetwas mit dem Wasser im Bad, das war wohl unglaublich kalt. Das konnte natürlich nicht sein, sonst hätten sich bereits weitere Gäste beschwert, schließlich besaß keins der Zimmer einen eigenen Boiler. Ergeben fragte ich noch einmal nach der Zimmernummer und versprach, den Haustechniker in spätestens fünfzehn Minuten nach oben zu schicken. Einigermaßen besänftigt legte der Gast dann schließlich auf.
    "Herzlich Willkommen", begrüßte ich die Dame vor mir mit einem breiten Lächeln. Sie sah ein wenig mürrisch aus, ob ihre Anreise problematisch gewesen war? "Wie kann ich Ihnen helfen?"
    Vermutlich wollte sie einchecken, aber ich kannte sie noch nicht und wollte daher nicht einfach mit der Tür ins Haus fallen.


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    *klick* Restaurantleitung

    Er versuchte sich an Deutsch! Ich lächelte offen, weil die meisten Gäste dadurch automatisch freundlicher wahr genommen wurden. Zudem machten sie den Umgang auch etwas leichter, gerade, wenn es genug Mitarbeiter gab, deren Englisch nicht so gut war, wie es hätte sein sollen.
    Ich nahm die Bestellung an, notierte sie mir allerdings wieder nicht, da es keine Sonderwünsche oder ähnliches gab und ich bei einem Gast nun wirklich nicht durcheinander kommen konnte. Geschwind eilte ich ins Restaurant zurück, buchte die neue Bestellung und machte einen Teller mit dem benötigten Besteck fertig. Da er draußen saß, deckte ich den Platz nicht vollständig ein, die Tische waren zwar abgewischt, dennoch konnte man nie wissen, was der Wind wohl darüber getrieben hatte.
    Mit dem weißen Teller, auf dem die mintgrüne Serviette und das Besteck lagen, kehrte ich nach draußen zurück.
    "Bitte sehr", sagte ich, wieder auf Deutsch, und stellte beides innerhalb seiner Reichweite, aber nicht direkt vor seiner Nase auf den Tisch.


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    Re: Das Hotel am grünen See

    Beitrag von Jadelyn am Fr 19 Aug 2016, 20:54

    Novalee Nonnast
    *klick*, Gast

    Das Telefonat der Empfangsperson war endlich beendet und zu Novalees Erleichterung hatte er nun Zeit für sie. Sie erwiderte sein Lächeln, unter ihrer Lage sollte er natürlich nicht leiden.
    "Hallo", begrüßte sie ihn. "Ich habe gestern Abend angerufen für eine Zimmerreservierung. Auf den Namen Nonnast."
    Zuerst hatte sie ganz spontan anreisen wollen, aber dann war ihr eingefallen, dass das vielleicht keine so gute Idee war, weil so ein schick aussehendes Hotel schnell ausgebucht sein könnte. Nun war sie froh um ihren Anfall von Weitsicht, denn eine weitere Reise würde sie wohl wirklich an den Rand des irgendwie Erträglichen bringen.
    "Ich habe ein Einzelzimmer gebucht", fügte sie noch hinzu, falls der Mann dadurch leichter ihre Reservierung fand.


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    Re: Das Hotel am grünen See

    Beitrag von SaKi am Di 23 Aug 2016, 22:02

    Koichi Kuroasa
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    Koichi hatte in der Zwischenzeit die Menschen am See und die Joggerin weiter beobachtet und sein Bier genossen. Jetzt, da er Ruhe hatte und der ganze Reisestress vorbei war, kroch auch die Müdigkeit von der langen Reise in seine Knochen und er gähnte verhalten. Einen Jetlag hatte er schon lange nicht mehr gehabt – warum auch, er verreiste ja nie. Nicht mal innerhalb Japans. Gerade als er dachte "Hoffentlich kommt das Essen bald", damit er neue Energie gewann, erschien die Bedienung erneut und brachte das Besteck. Das "Bitte sehr" verstand Koich, also nickte er ihr mit einem Lächeln zu. Das war einfach. Aber vielleicht sollte er wirklich mehr Deutsch lernen, wer weiß, was sich dadurch ergeben könnte. Mit seinem Englisch war es zwar auch nicht allzu weit her, aber seine Zeit in Kanada hatte massiv dazu beigetragen, seine Fähigkeiten in dieser Sprache zu verbessern. So sehr, dass er sich traute, alleine ins Ausland zu reisen, in dem er mit Japanisch keinen Schritt weit kommen würde.
    "Arigatou", sagte er dennoch und aus seinem Lächeln wurde ein spitzbübisches Grinsen. Wenn er schon die gängigen Floskeln auf Deutsch konnte, konnte er sie auch den Mitarbeitern hier auf Japanisch beibringen. Ein Stückchen Zuhause im fernen Deutschland.
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    Re: Das Hotel am grünen See

    Beitrag von Nachtfalter am Mi 24 Aug 2016, 12:14

    Sanchez Mondega
    *klick*, Gast

    Das Taxi hielt vor dem Hotel, in das der Mexikaner ab heute einchecken sollte, um auf Herrn Pomp zu warten. Er konnte nur beten, dass sein Aufenthalt nur von kurzer Dauer sein möge. Denn jeder Tag der verstrich, vergrößerte die Chance in einem nigelnagelneuen Sarg nach Hause geflogen zu werden. Etwas worauf Sanchez keinen großen Wert drauf legte. Der Mann stieg aus und kaum hatte er seine Füße auf den Boden gesetzt, hörte man die Reifen des Autos quietschen und den Motor aufheulen. Das Taxi preschte davon, als wäre der Leibhaftige hinter es her. Scheint so, als ob Sanchez dem Taxifahrer ziemliche Angst eingejagt hatte, nachdem er ihn fast ohne zu blinzeln auf der Rückbank durch den Rückspiegel, die ganze Fahrt über, nicht aus den Augen ließ.
    Mit seinem Gepäck, das nur aus zwei Koffern bestand lief Sanchez über den Parkplatz zur Lobby. Es ließ sich nicht verleugnen das er dafür länger bräuchte als sonst. Der Mexikaner war noch nie in Deutschland gewesen und kannte diese Landschaft, und das Leben hier nur aus Filmen und Erzählungen. Camila hatte ihm vieles davon vorgeschwärmt, doch jetzt, wo er es mit eigenen Augen sah, hielt selbst er, als abgebrühter Drogenkurier, für einen Moment inne. In der Lobby angekommen blieb er augenblicklich stehen. Vor ihm befand sich eine schöne blonde junge Frau, die sich bei der Rezeption befand. Dies jedoch brachte ihn nicht aus der Fassung, sondern die laute Reisegruppe, die sich wie eine unheilvolle Welle zusammenbraute und auf ihn zu fegte.  
    Du musst in Deutschland stets höflich und respektvoll sein. Egal in welcher Situation du dich befindest, du darfst nie zeigen, wie sehr dich etwas aufregt.
    Kamen ihn die Worte seiner Adoptivtochter wieder in den Sinn. Er hasste große Menschengruppen, sie machten ihn nervös. In Mexiko bedeutete so etwas meistens ein versteckter Angriff von einem verfeindeten Drogenkartell. Und ohne eine Waffe in der Hand, fühlte er sich sowieso irgendwie nackt und ein wenig hilflos. Dennoch stellte er sich rasch neben das Mädchen und studierte ihr Verhalten. Er verstand deutsch einigermaßen gut, da er mit Camila oft genug zu ihren Großeltern aufs Land gefahren war, die alle das sogenannte Plautdietsch sprachen. Dennoch musste er feststellen, dass sich vieles anders anhörte. Er versuchte so ausdruckslos wie nur möglich auszusehen, damit keiner seine Nervosität mitbekam, die von Minute zu Minute stieg.  Hoffentlich besaßen die Deutschen eine gute Bar.
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    Re: Das Hotel am grünen See

    Beitrag von June am Mi 24 Aug 2016, 16:44

    Antonia Grünstein
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    *lässt die gesamte vom Mittagessen kommende Reisegruppe an sich vorbei aus der Lobby spazieren, obwohl sie sich sehr auf ihre Dusche freut*



    Bernhard Müller
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    "Ah, Frau Nonnast! Wo haben wir Sie denn ...", während ich sprach, suchte ich im Register der zu unterschreibenden Meldescheine nach dem Buchstaben N. "Da sind Sie ja." Lächelnd reichte ihr den Schein. "Überprüfen Sie bitte einmal die Angaben und unterschreiben Sie dann unten."
    Ihre Zimmerkarte und den Zimmerpass behielt ich erst einmal in der Hand, um sie nicht mit zu vielen Aktionen auf einmal zu überfordern. Zu meiner Erleichterung verzog sich die Reisegruppe gerade aus dem Restaurant nach draußen zum wartenden Bus. Wir mussten dringend mit den Bus- und Reiseunternehmen sprechen. Sie konnten nicht davon ausgehen, dass wir jeden Tag auf so einen Ansturm vorbereitet waren!
    Und es schien noch ein weiterer Gast auf seinen Check-In zu warten, allerdings rückte er Frau Nonnast doch ein wenig sehr nah. Freundlich, aber bestimmt forderte ich ihn auf, doch ein oder zwei Schritte zurück zu treten, er sei in wenigen Minuten selbst an der Reihe. Außerdem lud ich ihn ein, sich auf einem der Sessel etwas abseits niederzulassen, falls er zu erschöpft von der Reise war. Dort würde er auch der Reisegruppe nicht allzu sehr im Weg sein, die Verrückten machten schon ein wenig den Eindruck, als würden sie jeden niederwalzen, der sich ihnen entgegen stellte.


    Eliane Düren
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    Ich erwiderte das Grinsen. Ohne seine Sprache zu kennen, vermutete ich, dass er sich bedankt hatte. Alles andere wäre arg unhöflich gewesen. Ich beschloss einfach für mich, dass es eine Danksagung war, und kehrte ins Restaurant zurück.
    Inzwischen war unser Azubi wieder da, sah jedoch reichlich grün im Gesicht aus. Forsch stellte ich ihn zur Rede und er bekannte sich dazu, eine Magenverstimmung zu haben. Mit einem leisen Seufzen schickte ich ihn nach Hause, nur um quasi im selben Moment das Essen für den Gast auf der Terrasse in Empfang nehmen zu können.
    Maria, das Arbeitstier, räumte inzwischen mehrere Tische gleichzeitig ab, um möglichst bald Platz für neue Gäste bieten zu können. Ich warf ihr einen vielsagenden Blick zu und sie zuckte mit den Achseln. In den letzten Jahren hatten wir nicht viel Glück mit unseren Azubis gehabt. Und dieser war wohl auch so ein Fehlschlag ...
    Die negativen Gedanken abschüttelnd, betrat ich die Terrasse und stellte meinem ausländischen Gast das Essen hin. Die große Wasserpfütze war inzwischen auch so gut wie verdunstet. Erstaunlich, wie warm es noch einmal geworden war!


    Christoph von Auweiler
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    *fordert die Köche auf, endlich aufzuräumen*


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    Re: Das Hotel am grünen See

    Beitrag von Jadelyn am Do 25 Aug 2016, 10:00

    Novalee Nonnast
    *klick*, Gast

    Novalee lächelte den Mann an, während er ihre Buchung raussuchte. Den näherkommenden Gast bemerkte sie erst gar nicht, war so vertieft darin, sich auf die Interaktion zu konzentrieren und den Angestellten nicht aus Versehen durch den Kopf zu stoßen.
    Im ersten Moment hatte sie schon die Befürchtung, dass irgendetwas schief gegangen war, aber zum Glück fand er sie dann doch.
    Die junge Frau warf einen prüfenden Blick auf das Papier, überflog die Angaben und überlegte kurz, ob sie etwas zu der Anschrift sagen sollte. Aber sie hatte mit gutem Grund ihr Elternhaus angegeben, falls doch noch einmal eine schriftliche Meldung vom Hotel kommen würde und somit war es unnötig zu erwähnen, dass sie momentan theoretisch wohnungslos war.
    "Passt alles", bestätigte sie also und setzte ihre Unterschrift und schob das Blatt zurück.
    Erst jetzt registrierte sie auf die nicht an sie gerichteten Worte ihres Gegenübers hin, dass sich noch jemand bei ihnen befand. Trotz der Zurechtweisung, die er erhalten hatte, lächelte sie ihm kurz zu. Bestimmt hatte er das nicht mit Absicht gemacht, sondern war einfach in Gedanken zu nahe an sie herangetreten. Nichts, was einem nicht passieren könnte.


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    Re: Das Hotel am grünen See

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      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Do 23 März 2017, 23:00