Pooly's Kunst und Schreibforum

Liebe Gäste und natürlich auch liebe Mitglieder!


Ich möchte euch alle herzlich willkommen heißen in Pooly's Kunst und Schreibforum!

Zu unseren Mitgliedern sage ich: willkommen zurück.

Und unseren Gästen möchte ich empfehlen, sich vielleicht etwas hier umzusehen. Vielleicht lohnt es sich ja für euch.
Lasst euch nicht abschrecken. Eventuell könnte die Anzahl unserer Foren euch etwas erschlagen. Aber es dauert wirklich nicht lange, bis man sich hier eingefunden hat und im Notfall sind alle User und Teammitglieder bereit, euch unter die Arme zu greifen :)

Viel Spaß!



Pooly & Co.

    Buchtitel - Was geht, was geht nicht? (Buchkauf)

    Austausch
    avatar
    Starla
    Darf Tinte auswechseln
    Darf Tinte auswechseln

    Beiträge : 335
    Texte : Starla
    Kunst : Starla
    Infos : Starla

    Buchtitel - Was geht, was geht nicht? (Buchkauf)

    Beitrag von Starla am Mo 27 Jul 2015, 20:34

    Da ich aktuell etwas hadere mit meinem Buchtitel (der jetzt hier allerdings keine Rolle spielen soll), wollte ich einmal nachfragen, was euch in Sachen Buchtitel anspricht oder im Gegenteil eher nervt Very Happy Habt ihr da bestimmte Typen von Titeln, die euch besonders ansprechen (sofern das bewusst einzugrenzen ist)? Bei welcher Art von Titeln habt ihr schon fast keine Lust mehr, den Klappentext zu lesen (übertrieben ausgedrückt Razz )?

    Und: Habt ihr Lieblingstitel?

    Als Beispiel von meiner Warte aus:

    Evil or Very Mad Englische Titel für deutsche Bücher
    Habe ich irgendwie noch nie für Verständnis gehabt. Sofern es aus dem Inhalt nicht irgendwie abzuleiten ist (z.B. von einem Eigennamen),  strahlt das für mich eine Art "Pseudo-Internationalität" aus.

    I love you Rätselhaftigkeit in mehr als einem Wort
    Da kann ich gleich einen meiner Lieblingstitel nennen: "Kafka am Strand" von Haruki Murakami Very Happy Kurz, prägnant und nicht selbsterklärend, wenn man das Buch nicht gelesen hat. Man wird neugierig, weil man die Verbindung "Kafka", wie der Autor und "Strand" ad hoc nicht herstellen kann – oder sich wenigstens fragt Was macht der da?
    Solch eine "prägnante Rätselhaftigkeit", die nicht "Aus zwei mach eines" ist (s.u.), finde ich schwer zu erreichen und immer wieder spannend!

    scratch Aus zwei mach eines
    Eigentlich nichts neues, aber irgendwie stoße ich in letzter Zeit sehr, sehr häufig darauf: Verschmelzung zweier sonst nicht sinnverwandter, teilweise sogar gegenteiliger Wörter zu einem. Ich habe nichts dagegen, es gibt wunderschöne Beispiele dafür. Aber irgendwie wird das gerade Trend und ich mag keine Trends  Razz


    Zuletzt von Skadi am Mo 27 Jul 2015, 20:50 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Threads zusammen geführt :))
    avatar
    SaKi
    Wohl bekannt am Hofe
    Wohl bekannt am Hofe

    Beiträge : 8831
    Laune : ~nyan!
    Ich schreibe : mein Leben.

    Texte : SaKi Kunst: SaKi Infos: SaKi
    Sonstiges :

    Buchtitel - Was geht, was geht nicht? (Buchkauf)

    Beitrag von SaKi am Mo 27 Jul 2015, 20:58

    Hallo anouk,

    interessantes Thema. An Titel stoßen mich Standard-Sachen immer schnell ab, so klischeehafte Titel in bestimmten Genres. Also irgendwas aus dem Thriller-Bereich, das schon von weitem irgendwelchen kranken Mord und Totschlag verheißt Very Happy
    Kitschige Titel stoßen mich auch ab. Die begegnen mir oft im Romantic Fantasy Genre, um das ich aber naturgemäß einen großen Bogen mache.

    Andererseits ziehen mich Titel mit dem Wort "Buch" (oder Variationen davon) magisch an Very Happy Ein Beispiel, das mir auf die Schnelle einfällt: "Die Stadt der Träumenden Bücher".
    Und auch Titel wie "Der Schatten des Windes", "Das Geheimnis der Eulerschen Formel", "Das Museum der Stille", "Nachrichten aus einem unbekannten Universum", "Die Nacht der gefangenen Träume" oder "Die Worte der weißen Königin".

    Und ich mag auch diese unsäglichen Wortneuschöpfungen nicht unbedingt, ich glaube, da ticken wir ähnlich (also "aus zwei mach eines"). Manchmal (selten!) klappt das aber ziemlich gut und macht den Titel doch wieder interessant.

    Trends mag ich übrigens auch nicht Very Happy Überhaupt nicht Very Happy

    LG
    SaKi




    PS: Ich finde, das Thema von anouk könnte ruhig eigenständig stehenbleiben, da es dabei eher um Titel von Büchern in der Buchhandlung geht und nicht um Titel der eigenen Geschichten ^_^
    avatar
    Skadi
    Von allen bewunderter Meister der Künste
    Von allen bewunderter Meister der Künste

    Beiträge : 10908
    Laune : Ich bin hier, du bist hier, Schnabeltier
    Kunst : Skadi

    Re: Buchtitel - Was geht, was geht nicht? (Buchkauf)

    Beitrag von Skadi am Di 28 Jul 2015, 06:55

    @SaKi schrieb:PS: Ich finde, das Thema von anouk könnte ruhig eigenständig stehenbleiben, da es dabei eher um Titel von Büchern in der Buchhandlung geht und nicht um Titel der eigenen Geschichten ^_^
    Der Thread ist ursprünglich bei den Recherchen eröffnet worden und als Motivation ihrer Fragestellung gibt anouk ihr eigenes Werk an. Ich nahm also an, dass generell um Titel geht, sowohl aus Schreiber als auch aus Leser Sicht :)

    @anouk: Kannst du mir kurz Rückmeldung geben, ob dein Thread sich nur auf Geschmäcker beim Buchkauf bezieht (dann würd ich ihn in den Literaturteil verschieben) oder allgemein um Titel von Texten, auch bei eigenen (dann wäre er hier richtig) ? :)
    avatar
    Starla
    Darf Tinte auswechseln
    Darf Tinte auswechseln

    Beiträge : 335
    Texte : Starla
    Kunst : Starla
    Infos : Starla

    Re: Buchtitel - Was geht, was geht nicht? (Buchkauf)

    Beitrag von Starla am Di 28 Jul 2015, 14:28

    @Skadi schrieb:
    @SaKi schrieb:PS: Ich finde, das Thema von anouk könnte ruhig eigenständig stehenbleiben, da es dabei eher um Titel von Büchern in der Buchhandlung geht und nicht um Titel der eigenen Geschichten ^_^
    Der Thread ist ursprünglich bei den Recherchen eröffnet worden und als Motivation ihrer Fragestellung gibt anouk ihr eigenes Werk an. Ich nahm also an, dass generell um Titel geht, sowohl aus Schreiber als auch aus Leser Sicht :)

    @anouk: Kannst du mir kurz Rückmeldung geben, ob dein Thread sich nur auf Geschmäcker beim Buchkauf bezieht (dann würd ich ihn in den Literaturteil verschieben) oder allgemein um Titel von Texten, auch bei eigenen (dann wäre er hier richtig) ? :)

    Also um eigene Titel ging es nicht, deswegen habe ich meinen ja auch ausdrücklich nicht reingeschrieben Razz  Dann Literaturteil Smile


    @SaKi schrieb:An Titel stoßen mich Standard-Sachen immer schnell ab, so klischeehafte Titel in bestimmten Genres. Also irgendwas aus dem Thriller-Bereich, das schon von weitem irgendwelchen kranken Mord und Totschlag verheißt  Very Happy
    Kitschige Titel stoßen mich auch ab. Die begegnen mir oft im Romantic Fantasy Genre, um das ich aber naturgemäß einen großen Bogen mache.
    Wenn ich das Genre schon am Titel erkennen kann, mag ich das auch üüüberhaupt nicht! Da möchte ich als Leser schon etwas mehr gefordert werden  Rolling Eyes Es ist sicherlich nicht blöd, Ähnlichkeit als Kaufanreiz zu nutzen, aber in Buchläden nimmt das manchmal bizarre Ausmaße an, wenn Buchtrends + Trittbrettfahrer nebeneinander aufgestellt werden (z.B. "50 Shades of Grey" umgeben von Titel á la "Shadows of Passion", "Deep Passion", "Passion Colours" etc. pp – wobei ich dazu betonen muss, dass ich dieses Buch niemalsnie gelesen habe  Suspect )...


    @SaKi schrieb:Und auch Titel wie "Der Schatten des Windes", "Das Geheimnis der Eulerschen Formel", "Das Museum der Stille", "Nachrichten aus einem unbekannten Universum", "Die Nacht der gefangenen Träume" oder "Die Worte der weißen Königin".
    Oh, das sind wirklich zauberhafte Titel  Herzchen Da fallen mir auch gleich Titel von Kai Meyer ein, z.B. "Die Seiten der Welt", "Die fließende Königin", "Das steinerne Licht" und "Das gläserne Wort" (die letzten 3 sind eine Reihe). Hach, zusammen mit einem schönen Cover ununkaufbar  Shocked


    @SaKi schrieb:Trends mag ich übrigens auch nicht Very Happy Überhaupt nicht  Very Happy
    In Verbindung mit diesen Smileys kommt das jetzt echt gut rüber, hahaha  Razz  Razz  Razz
    avatar
    SaKi
    Wohl bekannt am Hofe
    Wohl bekannt am Hofe

    Beiträge : 8831
    Laune : ~nyan!
    Ich schreibe : mein Leben.

    Texte : SaKi Kunst: SaKi Infos: SaKi
    Sonstiges :

    Re: Buchtitel - Was geht, was geht nicht? (Buchkauf)

    Beitrag von SaKi am Di 28 Jul 2015, 22:58

    Hahaha, ich liebe Dr. Cox! x'DDD

    Aber oh Gott, da sagst du was. Ich war letztens in der Thalia, weil ich ein Buch für den Sommerurlaub suchte, dabei streifte mein Blick die Bestseller-Regale. Daneben ist ein schmales Regal extra für "Bücher so ähnlich wie Shades of Grey" gewesen, echt wahr (es wurde nur anders betitelt Very Happy ) ... Da hat es mich so gegruselt, dass ich direkt weitergeeilt bin, aber da kamen erst mal nur die Krimi- und Thriller-Abteilung (90% Klischee-Titel inbegriffen) und die Fantasy-Abteilung. Urgh.


    Übrigens war es auch der Titel "Die Seiten der Welt", der mich auf Kai Meyers Reihe aufmerksam gemacht hat, aber letztendlich hat mich der Klappentext zusammen mit der zufällig herausgepickten Stelle, die ich im Buch gelesen habe, nicht überzeugt. Aber es war halt wieder so ein "Buch-Titel" *gg* Also ein Buch, das offensichtlich von Büchern handelt. Wie gesagt, ich steh auf so was Very Happy
    Die Titel, die du aufgezählt hast, klingen aber alle sehr ansprechend *-*

    Ich gucke mir jetzt noch ein paar Minuten lang Dr. Cox an und freue mich einfach x'DD
    avatar
    Miyann
    Von allen bewunderter Meister der Künste
    Von allen bewunderter Meister der Künste

    Beiträge : 11974
    Texte : Miyann
    Kunst : Miyann
    Sonstiges : Ich bin ein Brot.

    Re: Buchtitel - Was geht, was geht nicht? (Buchkauf)

    Beitrag von Miyann am Mi 29 Jul 2015, 06:09

    Das ist ein interessantes Thema, über das ich mir bisher nie so richtige Gedanken gemacht habe, glaube ich. Viele Titel entfalten ihre "abschreckende" Wirkung für mich auch erst im Zusammenspiel mit dem Cover. Das beste Beispiel dafür sind die klassischen Liebesromane, allerdings bin ich da auch einfach nicht die Zielgruppe.

    Auf jeden Fall muss ich Steffi zustimmen: Englische Titel sind eher ... abschreckend. Da bin ich kein großer Fan von. Bei Titeln, die ins deutsche übersetzt wurden, bei denen eine Titelanpassung nicht sinnig wäre (z.B. The Circle) finde ich das in Ordnung, aber alles andere? Verstehe ich nicht.

    Grundsätzlich mag ich auch längere, etwas verspielte Titel. Allerdings habe ich nun gerade kein Bücherregal neben mir, um mir Inspiration zu suchen. Oder, doch: "Und in mir der unbesiegbare Sommer" klingt zum Beispiel schön.
    Die Titel, die Saki aufgeführt hat, gefallen mir auch alle sehr gut. :)

    Den Trend zu zusammengesetzten Titel habe ich noch nicht so stark bemerkt. Gab es die nicht schon immer?
    Zumindest erinnere ich mich an einige Bücher aus meiner Jugendzeit, die bereits so aufgebaut waren.

    Oh, ein immerwährender Lieblingstitel von mir ist "Kein Keks für Kobolde" von Cornelia Funke. Ich finde den so süß. Herzchen (Ist nun aber nicht besonders literarisch oder so.)

    Wenn ich das nächste Mal in einer Buchhandlung bin, werde ich auf jeden Fall die Augen offen halten nach Titeln, die für mich persönlich nicht gelungen sind. Mal sehen, was ich da so finde. :)
    avatar
    Imaginary
    Moderatorin
    Moderatorin

    Beiträge : 16216
    Laune : für immer.
    Texte : Imaginary
    Kunst : Imaginary
    Infos : Imaginary
    Sonstiges : Nordlicht.

    Re: Buchtitel - Was geht, was geht nicht? (Buchkauf)

    Beitrag von Imaginary am Mi 29 Jul 2015, 18:11

    Ich stelle mal wieder so fest, dass mein Geschmack irgendwie weit mit dem des Großteils des Forums auseinander geht, haha. Ich bin vielleicht einfach zu Mainstream oder so. Wirklich lange Titel schrecken mich ehrlich gesagt ziemlich extrem ab. Um das Beispiel von Marit aufzugreifen, wäre "Und in mir der unbesiegbare Sommer" ein Buch, das ich vermutlich nicht in die Hand nehmen würde, weil der Titel - für mich persönlich - ziemlich trocken und langweilig klingt.
    Sowas wie "Der Schatten des Windes" geht für mich gerade noch, ist aber schon hart an der Grenze, muss ich gestehen. Also längere Titel locken mich ehrlich gesagt dann nicht wirklich. (Man muss aber halt dazu sagen, dass ich ja generell nicht mehr ganz so viel lese wie früher, weil meistens die Zeit fehlt).

    Ich persönlich bevorzuge da ehrlich gesagt dann doch eher zusammengesetzte Titel, die klingen für mich oft (wenn auch sicher nicht immer) einfach schlichter und nicht so ... hm, pompös ist das falsche Wort, aber mir fällt ad hoc kein Besseres ein.
    Allerdings sind mir Trends auch ehrlich gesagt ziemlich egal, wenn ich finde, dass was schön klingt, klingt es für mich schön und dann ist mir ehrlich gesagt auch egal, ob's da grad 'nen Trend gibt oder nicht ^^


    ______________________Poolys Kunst- und Schreibforum______________________

    who possesses your time also possesses your mind.

    I walk ahead alone, you tell me never ever leave me
    but I am already gone, I am further than the wall
    you have built around your future
    yes, I am higher than the tower
    you climb in a suicidal mood.
    avatar
    Lexi
    Wohl bekannt am Hofe
    Wohl bekannt am Hofe

    Beiträge : 9775
    Laune : Life before death. Strength before weakness. Journey before destination.
    Texte : Lexi
    Kunst : Lexi
    Infos : Lexi

    Re: Buchtitel - Was geht, was geht nicht? (Buchkauf)

    Beitrag von Lexi am Mi 29 Jul 2015, 18:59

    Oh ja, ich habe Lieblingstitel. Und No Gos.

    Letztere sind für mich Titel wie "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand", da gibt es ja seit dem Erfolg des Buches haufenweise "Nachahmer". Blabla, hallo, ich bin die 23-jährige, die auf der Suche nach dem perfekten Buchtitel über einen Eimer Wasser stolperte und in der Pfütze ihr Spiegelbild fand. Suspect
    Das liegt aber nicht an der Länge des Titels - ich mag "Ein-Wort-Titel" meist nicht und viele meiner Lieblingstitel sind sehr lang.

    Dazu gehören z.B.
    "Alles Licht, das wir nicht sehen"
    "Solange die Nachtigall singt" (für mich einer DER tollsten Titel überhaupt)
    "Letztendlich sind wir dem Universum egal"
    "A Thousand Splendid Suns"
    "Das Licht zwischen den Meeren" (wobei hier der Titel mehr verspricht, als das Buch halten kann)
    "Dancing on Broken Glass" (Guter Titel an schlechtes Buch verschwendet)

    Die Krönung dessen ist von Dave Eggers "Your Fathers, Where are They? And the Prophets, do They Live Forever?"
    Ich will das Buch haben, fast ausschließlich wegen des Titels XD

    Mit englischen Titeln auf deutschen Büchern habe ich nicht grundsätzlich ein Problem - das kommt drauf an. Generell finde ich es besser, wenn ein Buch den englischen Titel "behalten darf", als dass er schlecht übersetzt/komplett geändert wird.
    avatar
    Kalesh
    Leibeigener
    Leibeigener

    Beiträge : 12
    Texte : Kalesh
    Kunst : Kalesh

    Re: Buchtitel - Was geht, was geht nicht? (Buchkauf)

    Beitrag von Kalesh am Do 30 Jul 2015, 10:07

    Worum ich riesen Bogen mache sind so verstandardisierte Titel, die mir zu sehr nach "Hey, da könnten wir Gewinn draus schlagen" riechen. Bspw. "Die Zwerge", "Die Orks", "Die Elfen", "Die Pumpernickel", "Die Olchis" ... Wobei die Olchis eigentlich wieder ganz cool sind.
    avatar
    moriazwo
    Schafft Werke für des Königs Privatbestand
    Schafft Werke für des Königs Privatbestand

    Beiträge : 3510
    Ich schreibe : ... am liebsten SciFi (mit seltenen Ausflügen in die Fantasy)

    Texte : moriazwo
    Kunst : moriazwo
    Infos : moriazwo

    Re: Buchtitel - Was geht, was geht nicht? (Buchkauf)

    Beitrag von moriazwo am Do 30 Jul 2015, 15:28

    Buchtitel sind sicher eine reine Geschmacksache, und jeder wird eine andere Einstellung dazu haben. Ich persönlich reagiere auf lange Buchtitel ganz anders als mancher andere Kommentator hier im Thread. Ich frage mich dann immer, wieso der Autor sein Vorwort nicht zwischen die Buchdeckel packt. Ich weiß, das ist sicher übertrieben, aber ein Wenig in diese Richtung empfinde ich doch.
    Markante Ein-Wort-Titel oder zusammengesetzte Titel sind mir im Grunde egal. Allerdings mag ich es durchaus, wenn der Titel nur neugierig macht und nicht gleich das Resumee des Buches darstellt. Bei Titeln von Westernliteratur, wie "Hängt ihn höher" muss man sich fragen, ob die Essenz des Buches nicht bereits durch den Titel gebildet wird.
    Bei fremdsprachigen Titeln - insbesondere englischen - muss man differenzieren. Handelt es sich um ein originär englisch-sprachiges Buch, das in seiner Heimat bereits zum Bestseller geworden ist und nun in deutscher Übersetzung auf unseren Markt drängt, sollte der Originaltitel wegen des Wiedererkennungswertes durchaus beibehalten werden.
    Anders verhält es sich bei deutschen Texten von deutschen Autoren. In einem solchen Fall sehe ich nicht den geringsten Grund, einen englischen Titel zu wählen. Es hat Etwas von Verleugnung der eigenen Sprache, wenn man einen Roman in seiner deutschen Muttersprache verfasst, bei der Titelwahl dann aber auf eine Fremdsprache ausweicht. Anglizismen, Englische Begriffe und sogar "Denglisch" drängen sowieso unentwegt auf uns ein, sei es nun in der Werbung, im TV oder sonstwo, dass man sich schon fragen muss, ob man sich überhaupt noch darum schert, dass es eine ältere Generation gibt, die das in der Schule noch nicht gelernt hat, und oft die Botschaften überhaupt nicht versteht, die uns in den Medien um die Ohren gehauen werden. Es wäre noch zu diskutieren, wer nun besser dran ist: Derjenige, der sie versteht, oder derjenige, der sie eben nicht versteht? Aber das steht auf einem anderen Blatt.
    Bei der Wahl eines Titels für ein deutsches Buch sollte man diesem Trend jedenfalls nicht nachgeben und auch einen deutschen Titel wählen. Ich mag Englisch, spreche es auch, aber ich liebe auch die deutsche Sprache. Als deutsche Autoren sollten wir sie kultivieren - auch im Buchtitel.
    avatar
    Deadwing
    Schafft Werke für des Königs Privatbestand
    Schafft Werke für des Königs Privatbestand

    Beiträge : 3488
    Laune : Not unlike the waves...
    Ich schreibe : Romane und Kurzgeschichten, momentan vor allem an "Rastlos".
    Texte : Deadwing
    Kunst : Deadwing
    Infos : Deadwing

    Re: Buchtitel - Was geht, was geht nicht? (Buchkauf)

    Beitrag von Deadwing am Sa 02 Jan 2016, 20:26

    Cooles Thema und auch spannend, die bisherigen Meinungen dazu zu lesen! Very Happy

    Was ich nicht mag:
    --> Englische Titel für deutsche Bücher, da bin ich ganz bei euch. Da fällt mir gerade spontan auch keine Ausnahme ein. Bei Übersetzungen eines Titels aus dem Englischen kann ich es aber noch tolerieren und nachvollziehen. ^^
    --> In letzter Zeit haben mich nichtssagende Komposita- und/oder Ein-Wort-Titel nicht mehr wirklich angesprochen, auch, wenn es da sicherlich auch sehr schöne Varianten gibt ("Kernstaub" von Marie gefällt mir z.B. nach wie vor sehr gut). Titel wie "Fremd" oder "Die Therapie" mögen ja gut zum Inhalt des Buches passen, ich finde sie trotzdem ziemlich unauffällig und langweilig. Und Titel wie "Spinnenfeuer" hab ich einfach zu oft gelesen in letzter Zeit, das Schema scheint einfach immer das gleiche zu sein.

    Was ich mag:
    --> Zuletzt waren das eher etwas längere (aber nicht zuu lange) Titel, die ungewöhnlich klingen und neugierig machen. Ich mag zum Beispiel "Als ich in meinem Alter war" oder "An und für dich" (habe allerdings keines der beiden Bücher gelesen ^^).

    Liebe Grüße
    Merle
    avatar
    Dawn
    Oberhaupt der Gilde der schönen Künste
    Oberhaupt der Gilde der schönen Künste

    Beiträge : 28524
    Ich schreibe : nein ich versuche mit Worten zu zaubern
    Texte : Dawn
    Kunst : Dawn
    Infos : Dawn

    Re: Buchtitel - Was geht, was geht nicht? (Buchkauf)

    Beitrag von Dawn am Mo 01 Feb 2016, 23:56

    Meine Meinung zu Titeln hat sich glaube ich in den letzten Jahren ziemlich geändert.
    Früher mochte ich es, wenn ein Titel recht kurz war, aber dennoch irgendwie kreativ.
    Ich konnte es jedoch noch nie leiden, wenn der Titel lediglich aus einem Nomen bestand.
    z.B. Die Zwerge, Die Hütte, Am Strand
    Deshalb schrecken mich oftmals Thriller auch total ab, denn wenn ich in der Buchhandlung davor stehe, sehe ich selten mehr als ein Wort + Artikel (wenn überhaupt). Da kann das Buch noch so gut sein, aber das einzige Buch nach dem ich trotz des kurzen Titels greife, sind dann die Bücher von Sebastian Fitzek, einfach weil ich weiß, dass sie gut sind. Very Happy

    Mittlerweile liebe ich längere, oder auch mittellange Titel mit 2+ Wörtern, die auch nicht immer gleich verraten worum es geht und doch eine nicht unbedingt gleich offenbare Verbindung zum Buch haben. Schön ist es auch, wenn der Titel einfach "anders" ist und neue Wörter gebildet werden, oder generell Worte verwendet werden, die einfach sehr selten in Titeln vorkommen.

    Einige meiner Lieblingstitel sind
    - Der Schatten des Windes
    - Der Weg der gefallenen Sterne
    - Das Land der verlorenen Träume
    - Das Licht der letzten Tage
    - Zeitsplitter

    Liebe Grüße,
    Alex
    avatar
    June
    Verwaltet seinen eigenen Stadtteil der Künstler
    Verwaltet seinen eigenen Stadtteil der Künstler

    Beiträge : 55631
    Laune : Nope
    Texte : June
    Kunst : June
    Infos : June
    Sonstiges : Set by Alania (:

    Re: Buchtitel - Was geht, was geht nicht? (Buchkauf)

    Beitrag von June am Di 16 Aug 2016, 16:22

    Hallöchen Very Happy

    Noch so ein interessantes Thema, zu dem ich noch nichts geschrieben habe. Schnell mal nachholen Very Happy

    Mich hat bisher noch nie ein Titel an sich wirklich abgeschreckt und ich bin beim Stöbern im Laden auch noch nie an einem Titel hängen geblieben, den ich wirklich furchtbar gefunden hätte. Meist überlese ich die Titel einfach, wenn ich zum Beispiel auf dem Weg zur Fantasy-Abteilung an einem Tisch mit Krimis vorbei gehe. Ich gucke zwar drüber, aber die Titel merke ich mir nicht - und nehme sie auch nicht bewusst wahr.

    Mir geht es da ähnlich wie Marit. Wenn ich in der Buchhandlung bin, sehe ich den Titel eines Werks immer nur auf dem Cover stehen, also kann ich beides nicht unabhängig voneinander werten. Denn auch die Anordnung des Titels und des Motivs zusammen spielen in meine innere Bewertung mit hinein.
    "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" ist zum Beispiel so eins. Der Titel ist unglaublich lang bereits, aber er ist so gut in das Cover integriert, dass mir die Länge nur auffällt, wenn ich den Titel ohne das Cover sehe. Und nein, ich habe das Buch nicht gelesen, das hat aber andere Gründe als den Titel.

    Ich habe keine eindeutig definierbaren Präferenzen, wenn mich der Titel auf dem Cover anspricht, dann ist das Grund genug, das Buch in die Hand zu nehmen, selbst dann, wenn es mal nicht meinem bevorzugten Genre angehört ^^
    Ab und an nehme ich auch Bücher in die Hand, von denen ich irgendwo gelesen habe, ganz unabhängig vom Titel, aber das gehört hier wohl nur bedingt dazu. Zwar lese ich dann meist den Titel, ohne das Cover zu kennen, aber da ich dann auch die Meinungen anderer Leser habe, ist es wieder nicht ganz an den Titel gekoppelt.

    Lange Rede, kurzer Sinn:
    Für mich gehört das Cover und die Anordnung des Titels immer dazu. Wenn beides für mich stimmig ist und etwas in mir anspricht, dann nehme ich das Buch einmal in die Hand (und sobald ich es angefasst habe, gehört es schon zu 75% mir XD). Richtige Lieblingstitel habe ich nicht.

    Was aber für mich absolut nicht geht, wenn die Titel einer Reihe irgendwann nicht mehr zusammenpassen, weil die Reihe vielleicht keinen direkten "Übertitel" hat. Die Titel muss schon etwas verbinden, sodass man sofort sieht, dass sie zusammen gehören. Aber das bezieht sich auch wieder nicht auf einzelne Bücher, von daher ... wayne Very Happy

    Liebe Grüße,
    Juny
    avatar
    Jadelyn
    Global Moderatorin

    Beiträge : 11238
    Laune : Ehren-Schleswigholsteinerin \o/
    Ich schreibe : zurzeit hauptsächlich Kurzgeschichten und an meinem Spaßprojekt
    Texte : Jadelyn
    Kunst : Jadelyn
    Infos : Jadelyn
    Sonstiges : "Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst; denn das Denken der Gedanken ist gedankenloses Denken." Very Happy

    Re: Buchtitel - Was geht, was geht nicht? (Buchkauf)

    Beitrag von Jadelyn am Mi 17 Aug 2016, 11:00

    Ich habe da auch keine klare Vor- oder Abneigung, wie Titel sein sollen, um mich anzusprechen. Für mich muss auch der Gesamteindruck (sprich Cover, Genre, Inhaltsangabe) stimmen, um dann zu entscheiden, ob ich mir ein Buch hole oder nicht.


    ______________________Poolys Kunst- und Schreibforum______________________

    ~ Amor, Lux, Veritas - sic itur ad a[s]tra ~

    Gesponserte Inhalte

    Re: Buchtitel - Was geht, was geht nicht? (Buchkauf)

    Beitrag von Gesponserte Inhalte


      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Do 30 März 2017, 02:44