Pooly's Kunst und Schreibforum

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    Liest man anders, wenn man selbst schreibt?

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    Liest man anders, wenn man selbst schreibt?

    Beitrag von Sumpfmaus am So 22 Feb 2015, 17:48

    Hey ihr Lieben,

    im Grunde steht die Frage ja schon in der Überschrift. Very Happy
    Ich wollte gern mal wissen, ob es noch wem so geht wie mir, oder ob es bei jemanden vielleicht auch absolut anders ist:

    Ich lese gleichzeitig auf zweierlei Weisen: Natürlich lese ich ganz normal den Inhalt, aber gleichzeitig schaue ich mir auch immer an, wie der Text gestrickt ist. Wie ist der aufgebaut, wie wurden sie Sätze konstruiert? Ist da was Tolles dabei, was ich mir merken und vielleicht "abkupfern" möchte? Kann ich schreibtechnisch hier etwas dazulernen?
    Schuld ist wahrscheinlich mein Deutschlehrer der Mittelstufe, der uns beigebracht hat, Texte auf diese Art zu analysieren und ich habe so schon viele tolle Techniken entdeckt.

    Aber oftmals erlebe ich es auch, dass die Handlung dabei in den Hintergrund tritt, oder diese toll angewandten Techniken bei mir gar nicht mehr funktionieren, weil ich sie entdeckt habe. Das Paradebeispiel sind Cliffhanger. Die wirken bei mir kaum noch, weil ich dann nicht mehr die Handlung sehe, sondern was ich sehe ist: "Oho, hier hat sie einen Cliffhanger eingebaut, damit die Spannung erhalten bleibt und man sofort umblättert!"
    Was dann auf der nächsten Seite passiert ist schon fast egal, denn ich weiß ja schon vorher, dass es irgendwie den Cliffhanger auflösen wird.

    Wie ist das denn bei euch? Lest ihr auch so zweigleisig und habt ihr solche Effekte auch schon gehabt? Oder seid ihr wirklich nur Leser, wenn ihr lest?

    Liebe Grüße,
    Katja

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    Re: Liest man anders, wenn man selbst schreibt?

    Beitrag von Baltimore am So 22 Feb 2015, 18:27

    Hey Katja,

    ein echt interessantes Thema!
    Ich habe auch festgestellt, dass ich mittlerweile anders lese als früher. Kritischer und manchmal habe ich sogar das Gefühl, dass ich den Text auf die Intention des Autors prüfe und schaue, wie ich es gemacht hätte, etc. Und bei den Autoren, deren Stil ich bewundere, analysiere ich sogar teilweise die Sätze und schaue, was ich daraus lernen kann.
    Aber wenn ein Buch richtig gut ist, kann ich das auch übersehen, bzw. mindert es nicht mein Vergnügen am Buch. Man lernt eher draus, finde ich. :}

    LG,
    Juls

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    Re: Liest man anders, wenn man selbst schreibt?

    Beitrag von Jadelyn am So 22 Feb 2015, 20:53

    Ich habe das Gefühl, dass das selbst Schreiben sich eher weniger aufs Lesen auswirkt. Wenn ich etwas rezipiere, lasse ich mich gerne ganz in die Handlung fallen und analysiere die Aufbereitung eher selten - was nicht heißt, dass mir Besonderheiten nicht auffallen, aber sie müssen eben wirklich besonders sein. ^^ Aber eigentlich bin ich da auch ganz froh drum, denn ich kenne Leute, die selbst beim Lesen in eine Art Belalesermodus fallen (ohne natürlich etwas ausrichten zu können ^^), was den Spaß hemmt.

    Wenn ich RPG-Texte lese, schaue ich schon eher, wie der andere schreibt. Auch nicht akribisch, aber da bin ich irgendwie neugieriger auf Anregungen, weil es sowieso ein interaktives Verhältnis ist.


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    Re: Liest man anders, wenn man selbst schreibt?

    Beitrag von Miyann am Do 09 Apr 2015, 14:12

    Hallo Katja,

    das ist wirklich eine spannende Frage. Ich bin ja nun kein wirklich aktiver Schreiber, aber ich merke bei mir stark, dass ich ein viel analysierender Leser geworden bin, als ich es noch früher war. Es gibt selten Bücher, in deren Handlung ich mich richtig "reinfallen" lassen kann. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich mich eben durchaus mit dem Schreiben befasse oder ob ich einfach erwachsener und kritischer geworden bin.

    Ich gucke auf jeden Fall sehr genau auf Schreibstil, Charakter- und Handlungsaufbau. Das geht soweit, dass ich mir manchmal denke "Den Satz musst du anstreichen, der ist nicht rund.". Ich würde gerne unbefangener lesen, aber andererseits bringt ja auch analytisches Lesen Spaß. :)
    Ich weiß allerdings nicht, ob es am Schreiber-/Beta-Dasein liegt oder einfach in meinem Wesen. Vermutlich bin ich einfach so ein furchtbar pingeliger Mensch, der seine Pingeligkeit auch nicht ausstellen kann. Very Happy

    Viele Grüße
    Marit

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    Re: Liest man anders, wenn man selbst schreibt?

    Beitrag von Deadwing am Mi 22 Apr 2015, 00:09

    Ich gehöre hier ja auch nicht gerade zu den hochproduktiven Schreibern der Forumsrunde. Mr. Green

    So oder so - ich denke, einen so großen Einfluss hat mein eigenes Schreiben nicht auf mein Leseempfinden genommen. Klar, hin und wieder stechen mir Dinge ins Auge, die ich besonders gelungen oder besonders schlecht finde, speziell unter dem Gesichtspunkt, dass es cool wäre, das auch mal auszuprobieren oder lieber zu vermeiden.

    Die meisten Dinge, die ich beim Lesen "analysiere", entstammen aber eher meiner Geschichten-in-Foren-kommentier-Vergangenheit und häufiger Beschäftigung mit verschiedenenen Textarten generell, weniger den eigenen Schreiberfahrungen. Mr. Green
    Dieses "pingelige", was Marit schon angesprochen hat, taucht bei mir dann auch oft auf, wenn es um mehr als einige wenige Fehlerchen in einem Buch geht, um wirklich unlogische Charakterentwiclungen usw. - aber um sich daran zu stören, muss man meiner Meinung nach weder selbst schreiben noch besonders viel Textanalyseerfahrung haben oder so. ^^

    Von daher: Möglich, dass ich durch das Schreiben etwas anders lese, aber meistens lese ich tatsächlich, um in guten Geschichten zu versinken, nicht, um mein eigenes Repertoir mit dem jeweiligen Buch zu vergleichen. :)

    Liebe Grüße
    Merle

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    Re: Liest man anders, wenn man selbst schreibt?

    Beitrag von ftranschel am Mi 22 Apr 2015, 15:05

    @Sumpfmaus schrieb:
    Wie ist das denn bei euch? Lest ihr auch so zweigleisig und habt ihr solche Effekte auch schon gehabt? Oder seid ihr wirklich nur Leser, wenn ihr lest?

    Es ist bei mir ganz furchtbar, denn, ja, Schreiben hat das Lesen verändert. Genauso, wie ich beim Korrigieren hart zu mir und meinen Ideen bin, bin ich es auch zu anderen - was dazu führt, dass ich Fiktion kaum noch genießen kann!

    Nebenbei gesagt, weiß ich natürlich, dass weder alles 'schlecht' wäre, was man so im Regal findet, genauso wie das meiste von mir nicht eben 'besser' wäre, aber das macht für meine Rezeption keinen Unterschied.

    Letztlich, glaube ich, ist das am Ende aber auch, was mich antreibt, doch weiter zu lesen und weiter zu schreiben. Die Suche nach dem Satz, dem Passus, der mein Inneres erreicht und erzittern lässt, der so wunderbar poetisch ist, dass ich vor Ehrfurcht zu Staub zerfallen will - allein, viel zu selten werde ich fündig.

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    Re: Liest man anders, wenn man selbst schreibt?

    Beitrag von Toschka am Do 23 Apr 2015, 11:59

    Oh interessant! Ich habe mich schon oft gefragt, ob es anderen auch so geht.
    Ich bemerke bei mir einfach immer wieder, dass ich sehr sehr viel kritischer an ein Buch herangehe. Mir fallen Dinge, die mir nicht so gut gefallen echt auf. Dafür auch Passagen, die unglaublich positiv herausstechen. Meine kritische Lesensart legt sich aber so gut wie immer, wenn ich erst einmal drin bin. Dann heißt es am Ende immer: Ups, war doch gut. Very Happy
    Also klar, vielleicht verändert sich die Art und Weise, wie man an ein Buch herangeht, aber im Endeffekt vergesse ich meine kritische Skepsis im Laufe des Lesens. :)

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    Re: Liest man anders, wenn man selbst schreibt?

    Beitrag von moriazwo am Do 23 Apr 2015, 13:35

    Ganz sicher ist es so, dass man als Autor einen Text anders wahrnimmt als ein "reiner" Leser. Bei mir wirkt sich das in zwei unterschiedliche Richtungen aus. Einerseits fallen mir unglückliche Formulierungen und Fehler, wie auch ausgesprochen gut gelöste Passagen deutlicher auf als früher, wo ich noch nicht selbst geschrieben habe. Andererseits bin ich aber auch durchaus toleranter gegenüber solchen Fehlern geworden, weil ich selbst weiß, wie schwierig es ist, Fehler aus seinen Texten zu eliminieren.

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    Re: Liest man anders, wenn man selbst schreibt?

    Beitrag von Evanesca Feuerblut am Sa 25 Apr 2015, 12:58

    Ich könnte nicht bewusst sagen, ob und wie ich anders lese, seit ich mich stärker auch mit den Techniken hinter einer Geschichte beschäftige.
    Aber bei einer Leserunde auf Lovelybooks ist den Leserundenerstellern aufgefallen, dass ich anders kommentiere und man hat mich daraufhin gefragt, ob ich selber schreibe. Man merkt es also auf jeden Fall auch als wissender Außenstehender, ob "nur" ein Leser da kommentiert oder ein Autor.
    Auf alle Fälle bin ich was Bücher angeht, anspruchsvoller geworden - wobei ich auch vor meiner expliziten Beschäftigung mit dem Schreiben nicht völlig anspruchslos war, aber beispielsweise sehr einfache Sprache bei Jugendbüchern oder komische Absätze bei Klassikern, ständige Perspektivewechsel mitten im Absatz etc. wären mir vorher vermutlich nicht in dem Maße aufgefallen.

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    Re: Liest man anders, wenn man selbst schreibt?

    Beitrag von Jojo am So 03 Mai 2015, 21:14

    Hej,

    Eine sehr spannende Frage und ich freue mich gerade zu lesen, dass es nicht nur mir so geht. Auch ich habe nämlich immer wieder das Gefühl, dass ich ganz anders lese als früher noch, als ich eben nicht so wirklich geschrieben habe und vor allem auch nicht hier im Forum war und andere Texte kommentiert habe.

    Zwischendurch lese ich Bücher, da denke ich mir bei allen möglichen Stellen: Ne, das klingt seltsam. Das hätte ich so und so ausgedrückt. Und den Satz hätte ich komplett gestrichen, den braucht kein Mensch. etc. pp.
    Diese Gedankenliste könnte ich jetzt noch ewig so weiterführen. Bei mir sind es komischerweise oft nur Anmerkungen zu Formulierungen, nicht so stark an Charakteren oder der Handlung. Woran das liegt, kann ich nicht sagen. Ich hätte aber gesagt, dass ich auch hier im Forum oder wenn ich mal Beta-Leser war, immer mehr auf diese Dinge geachtet habe.

    Von Handlungen und Charakteren kann ich mich wahrscheinlich immer noch sehr manipulieren lassen. Ich habe das auch zwischendurch immer noch, dass ich mich vollkommen darin verlieren kann und mir dann solche Formulierungen, die ich ändern würde, nicht mehr auffallen. Da müssen mir die Sachen aber auch sehr zusagen und die Handlung gerade richtig spannend sein.

    Ansonsten habe ich schon eher was analytisches, was das Lesen anbelangt. Jetzt sollte ich vielleicht nur noch dran arbeiten, dass mir nicht immer nur das Negative so sehr auffällt, sondern auch gute Formulierungen, die ich mir dann irgendwie abgucken kann ^^"

    Liebe Grüße

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    Re: Liest man anders, wenn man selbst schreibt?

    Beitrag von groberUnfug am So 03 Mai 2015, 23:48

    Hallo,

    ich habe festgestellt, dass ich definitiv anders und sehr viel kritischer lese, seit ich selbst schreibe.
    Dieses Kritische bezieht sich in meinem Fall allerdings eher auf Plot/Handlung und Charaktere als auf Formulierungen. Natürlich denke ich auch schonmal "Hng, das hätte ich aber ganz anders formuliert" oder "das und das liest sich aber seltsam" und im besten Fall "Aww, das ist ja mal ein zum Niederknieen schöner Satz", aber ein Buch kann noch so schön geschrieben sein, wenn mir die Handlung nicht zusagt oder die Figuren zu eindimensional und nicht "schillernd" genug sind, bin ich raus.
    Leider, um ehrlich zu sein, denn dadurch, habe ich festgestellt, finde ich seit einiger Zeit nur noch selten Bücher, die mich so sehr zu fesseln vermögen, dass ich noch richtig darin versinken kann.
    Ich sollte mir das dringend wieder abtrainieren...

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    Re: Liest man anders, wenn man selbst schreibt?

    Beitrag von fynna am Sa 03 Okt 2015, 21:27

    Hi :)

    Auch wenn der Thread schon was älter ist, ich find das Thema echt spannend. Bei mir ist es immer so, dass ich mir vornehme, mal zu schauen, wie die Autoren denn Kapitel und so etwas aufbauen, wie lang sie sind, wie sie die Dialoge und Beschreibungen gestalten usw.

    In letzter Zeit habe ich leider gar nicht so viel gelesen aber mir ist aufgefallen, dass ich, wenn ich dann in der Geschichte drin bin, immer vergesse, auf all diese Sachen zu achten Very Happy
    Irgendwie ist es es bei Büchern, die ich richtig gut finde so, dass ich dann wirklich gar nicht mehr darauf achte, während ich bei Büchern, die mir von der Geschichte und dem Stil her überhaupt nicht gefallen, dann total pingelig bin und an allem was auszusetzen habe. Dass die Figuren so klischeehaft sind und sich doof benehmen und die Handlung vorhersehbar ist. Dann kann ich gar nicht mehr richtig in die Geschichte reinfinden und bin furchtbar kritisch.
    Mir geht es dann ganz genau wie @groberUnfug (schöner Name ^^), ich hab nur noch ganz ganz wenige Bücher, die mich so richtig fesseln.

    LG Fynna Like a Star @ heaven

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    Re: Liest man anders, wenn man selbst schreibt?

    Beitrag von Imaginary am So 11 Okt 2015, 10:45

    Also ich habe nicht das Gefühl, dass ich anders lesen würde weil ich schreibe. Wobei ich halt auch quasi sowieso schon schreibe, seit ich selbst lese und das deshalb auch schwierig zu bewerten finde. Bei mir ist es sowieso grundsätzlich auch so, dass mich am meisten eben die Handlung interessiert und der Stil für mich völlig zweitrangig ist (das einzige, was mich echt nervt, sind seitenlange und völlig überflüssige Beschreibungen, denn nein, ich brauche keine vier Seiten lange ausführliche Beschreibung des Central Parks. Ich war noch nicht dort, aber ich weiß trotzdem, wie Parks aussehen. Ja, Moon Palace von Paul Auster, ich denke an dich).

    Das war aber eigentlich schon immer so. Ich bin lediglich, was die Handlung angeht, ein bisschen kritischer geworden, aber ich denke nicht, dass das was mit dem Schreiben zu tun hat, sondern einfach damit, dass ich älter geworden bin und mich jetzt halt nicht mehr zwingend etwas vom Plot überzeugt, was ich eben mit 16 vielleicht noch cool fand :)


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    Re: Liest man anders, wenn man selbst schreibt?

    Beitrag von Alaska am So 29 Nov 2015, 16:27

    Hallo,
    bei mir ist das auch so.
    Wenn ich ein Buch das erste Mal lese ist es meist so, dass mir nur gravierende Fehler auffallen.
    Kleinere Dinge sehe ich erst dann wenn ich ein Buch das zweite oder dritte Mal lese.
    Ich bin ganz froh darüber, dann kann ich besser einschätzen was in meine eigenen Werke passt und was nicht.

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    Re: Liest man anders, wenn man selbst schreibt?

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