Pooly's Kunst und Schreibforum

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    Die Lüge

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    Tan
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    Die Lüge

    Beitrag von Tan am Do 24 Okt 2013, 18:03

    Bitte erst lesen:
    Ihr Lieben,

    dies ist ein Gedankensplitter (nein!!?? ^^).
    Gedanken werden nicht perfekt formuliert, sie sind einfach da.
    Ich erwarte von niemandem, zu lesen, geschweige denn einen Kommentar dazulassen.

    Die Lüge

    Dieser Tage hasse ich es, in den Spiegel zu blicken.

    Ich erinnere mich zurück, wie es noch war vor ein paar Wochen, als es mir nichts ausmachte. Ich fühlte mich schön, weil du es mir sagtest. Du sagtest, ich sei es. Ich wäre begehrenswert. Und so fühlte ich mich. Ich war sicher, in meiner Haut, in dieser Hülle. Nun bin ich es nicht mehr.
    Kein Ort der Welt ist mehr sicher für mich; da gibt es kein Irgendwo mehr, wo ich mich geborgen fühle. Du hast dieses Irgendwo ausgemacht – und es mitgenommen, als du mich verließt.
    Und da gibt es Tage, an denen hasse ich mich, ja, ich verachte mich selbst – denn nun weiß ich, du hast dich abgestoßen gefühlt von mir. Von meinem Ich. Deine Worte waren unbedeutend, leer. Wenn ich in den Spiegel blicke, kann ich das alles nachvollziehen. Wer bin ich schon, dass ich deiner wert gewesen wäre? Wie konnte ich mich jemals als schön empfinden?
    Da gibt es auch Tage, da hasse ich dich. Weil du mir sagtest, ich wäre es. Weil du mich angelogen hast, wie in so vielen Dingen. Wieso erkennt man die Lüge nicht, wenn sie einem direkt ins Gesicht gesagt wird? Warum kann man sie nicht an den Augen ablesen? Weshalb konnte ich nicht in dein Herz blicken und sehen, dass es danach schrie, mir endlich die Wahrheit zu sagen?
    Nein, du hast mir nie die Wahrheit gesagt. Auch heute lügst du mich noch an. Zu meinem Schutz? Aus Feigheit? Aus Angst?
    Ich brauche niemanden, der mich schützt, erst recht nicht aus Mitleid.
    Ja, ich will nach vorne schauen, ich versuche es, ich möchte ein Leben sehen, in dem jemand deinen Platz einnimmt, in meinem Herzen. Doch dieses Leben gibt es nicht, denn ich weiß, dass Glück nur von begrenzter Dauer ist, und wo das Glück ist, lauern an der nächsten Ecke das Elend, der Schmerz, die Selbstverachtung.

    Ja, dieser Tage hasse ich es, in den Spiegel zu blicken.
    Denn ich sehe, wie du mich sahst.
    Ich sehe … die Lüge.
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    Re: Die Lüge

    Beitrag von Jagar am Do 24 Okt 2013, 19:01

    Hey Tan,

    man merkt, dass dies ein sehr persönlicher Gedankensplitter ist, geboren aus deinem Innersten. Es fällt schwer, diese Gedanken mit einem passenden Kommentar zu würdigen, aber ich würde es gerne versuchen.

    Auf den Stil will ich nicht eingehen, der tut hier nichts zur Sache. Vielmehr will ich den Inhalt behandeln.
    Menschen lügen aus den unterschiedlichsten Gründen. Aus Boshaftigkeit. Aus Liebe. Aus Angst. Angst, etwas zu verlieren was ihnen wichtig ist. Angst, jemanden zu verletzten. Vielleicht waren dies seine Beweggründe.
    Vielleicht war es aber auch gar keine Lüge. Vielleicht war es die volle Wahrheit, die wie eine Lüge scheint, weil du sie nun, nachdem er weg ist, nicht mehr als solche anerkennen willst. Vielleicht ist es die Wahrheit, vielleicht aber auch eine Lüge. So oder so, man muss mit dem, was hinter einem liegt abschließen und die Augen voller Hoffnung nach vorne richten.

    LG
    Sascha
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    Re: Die Lüge

    Beitrag von Tan am Do 24 Okt 2013, 19:31

    Hallo Sascha,

    danke dass du geantwortet hast, und auch wenn dein Kommi sehr kurz ist, ist es doch mehr als ich erwartet hätte.
    Denn ich selbst weiß auf so persönliche Sachen immer nur recht wenig zu sagen ^^
    Ich danke dir deshalb wirklich sehr für deine Worte. Ja, ich habe mich lange damit beschäftigt wieso er gelogen hat, in so vielen Dingen. Ich komme leider zu keinem anderen Schluss. Ich mache das nicht um mich als ach-so-bemitleidenswert hinzustellen oder so. Es ist einfach meine Meinung, meine Ansicht. Ich habe von jeher die Fehler bei mir gesucht - vielleicht ist dies falsch, aber ich bin der Meinung dass es einfach stimmt. Das fühle ich einfach. Denn so wunderbar wie er mich immer in meiner Gegenwart beschrieben hat - wie sollte es dann keine Lüge gewesen sein? Hätte er mich dann nicht festgehalten?

    Jedenfalls ist es ein wirklich sehr persönlicher Gedankensplitter, das stimmt. Und ich bin froh ihn niedergeschrieben zu haben. Mir geht es dadurch nicht unbedingt besser, aber ich kann diese Gefühle nicht mehr in mir verschließen, muss sie herauslassen. Und wie könnte ich es besser als durch das Schreiben, und wo würde ich besser verstanden werden als hier?

    Danke dass du nicht auf meinen Stil eingehst - wie gesagt, ich habe mir gar keine direkte Mühe gegeben. Die Gedanken flossen einfach aus mir heraus, ohne grammatikalische oder stilistische Regeln.

    So oder so, man muss mit dem, was hinter einem liegt abschließen und die Augen voller Hoffnung nach vorne richten.
    Vielleicht bin ich irgendwann soweit, es wieder voll und ganz versuchen zu können.

    Ich danke dir :')

    LG Tan
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    Re: Die Lüge

    Beitrag von Alania am Fr 08 Nov 2013, 22:44

    Hey, Tan!  

    Zuerst einmal möchte ich deinen Text als rein schriftstellerisches Stück bewerten:

    Ich finde, du hast eine fantastische, eindrückliche Form, deine Gedanken nieder zu schreiben. Es liest sich wirklich herausragend gut und man kann richtig nachempfinden, was dich bewegt hat. Außerdem stilistisch wirklich gelungen.

    Was die emotionale Ebene angeht, so tut es mir fürchterlich leid, dass du durch so einen Mist durchgehen musstest. Ein Mensch, der erst zuerst das eine behauptet, dann das andere, zuerst für einen da zu sein scheint und sich dann in der dümmsten und verletztendsten Weise abwendet, ist nicht achtenswert. Und ich hoffe, dass du diese Person bald aus deinem Kopf streichen kannst. Welches Recht hat sie dir zu sagen, was du bist und nicht bist? Welches Recht hat sie, dir in irgendeiner Weise dein Leben zu erschweren.
    Weißt du welches? Das Recht, das DU ihr gegeben hast. Also nimm es zurück! Lass seine Worte, seine Präsenz von dir abprallen, den du bist die einzige, die anderen Leuten die Macht geben kann, mit deinen Inneren so umzuspringen. Nimm dir zurück, was du selig anvertraut hast. Seine Worte dürfen dich nicht verletzen, denn er hat sich als ein Mensch erwiesen, der deiner Aufmerksamkeit unwürdig war. Warum weiter von seinem Nachhall quälen lassen?

    Sieh in den Spiegel, Tanja, sieh in den Spiegel und entdecke eine selbstbewusste Frau! Eine Frau, die sich von dieser Verletzung nicht in die Knie zwingen lassen wird!

    LG
    Angie


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    Re: Die Lüge

    Beitrag von Teleri am Mo 11 Nov 2013, 23:50

    Hallo Tan, meine Liebe

    Dein Text ist sehr berührend und ich finde, dass gerade die persönliche Note wirklich hervorsticht. Ich kenne diese Momente, wo man in den Spiegel blickt und alles für eine Lüge hält, aber lass dir eines gesagt sein, Hübsche.
    Niemand, der deine Schönheit erkennt, hat dich verdient. Weißt du, du bist so ein gutherziger Mensch, du bist so ein kleiner Sonnenschein für mich. Ich hab dich in mein Herz geschlossen und du hast mir so oft gut getan :)

    Ich finde es einfach wirklich wunderbar, dass es dich gibt. Du darfst mit Stolz in den Spiegel schauen und zu recht sagen, dass du ein schöner Mensch bist. Einer, der von innen heraus nach außen strahlt und auch optisch bist du ein hübsches Mädel.
    Du musst echt nicht traurig sein, denn da draußen wartet auch noch dein Prinz auf dich ^^
    Das Leben ist echt zu kurz, um sich von den Leuten niederkämpfen zu lassen, die einen nicht haben wollen. Die sind es in meinen Augen nicht einmal wert, dich kennen zu dürfen. Denn jemand, der Augen im Kopf hat, sieht dich als Ganzes und lässt sich von deiner Persönlichkeit erst Recht nicht abschrecken.
    Kopf hoch - ich könnt mich grad ohrfeigen, dass ich nicht früher und durchgängig hier war Sad- ich bin aber immer zum Reden da und du weißt ja, du darfst mich zu jeder Zeit und Stunde in Anspruch nehmen. Für dich immer und immer wieder gerne.

    Lass dich bitte einfach von mir knuddeln und ich sag dir jetz aus tiefster inbrünstigster Überzeugung: Du bist ein Diamant, Tan :) und talentiert und überhaupt. Schau in den Spiegel und sag dir jetzt erst Recht, dass du schön bist, dass das keinesfalls eine Lüge ist.
    Ich kann zwar den Idioten (tschuldigung -*hust*) nicht in der Form ersetzen,nicht von der emotionalen Ebene, aber vielleicht freust du dich trotzdem drüber.

    *knuffel*
    Nele
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    Re: Die Lüge

    Beitrag von Tan am Sa 23 Nov 2013, 11:01

    Hallo ihr beiden,

    entschuldigt bitte dass ich erst jetzt auf eure Kommis eingehe. Lieb, dass ihr hierzu etwas gesagt habt.

    ²Angie:
    Ich finde, du hast eine fantastische, eindrückliche Form, deine Gedanken nieder zu schreiben. Es liest sich wirklich herausragend gut und man kann richtig nachempfinden, was dich bewegt hat. Außerdem stilistisch wirklich gelungen.
    Oh wow, dankesehr! Ich habe einfach aus meinem Inneren herausgeschrieben, und ich glaube als ich noch einmal drübergelesen hab hab ich auch nur das Gröbste noch verbessert. Ich war in diesem Tag einfach nur so tottraurig, ich musste meine Gedanken irgendwie loswerden ^^'

    ²Nele:
    Dein Text ist sehr berührend und ich finde, dass gerade die persönliche Note wirklich hervorsticht.
    Was genau meinst du mit persönlicher Note? Meinen Stil? Meine Gedanken? :)

    ²Beide: Ich danke euch für eure ganz ganz lieben Worte. Heute kann ich nur noch darüber lachen. Seit Mittwoch bin ich mit einem sehr lieben jungen Mann zusammen, den ich schon seit Jahren kenne. Er ist wahnsinnig glücklich dass ich ihn gefragt habe ob wir es miteinander versuchen wollen. Er hat schon seit ein paar Jahren ein Auge auf mich geworfen, meint er.

    Ich hätte nie gedacht dass ich so schnell über diesen anderen Mann hinwegkommen würde ... und ich hatte auch nicht vor, dies durch einen anderen Mann zu tun denn davor hatte ich Angst - dass derjenige dann nur ein Ersatz ist, weil ich jenen anderen nicht bekommen konnte.
    Aber mein Freund tut mir schon jetzt wahnsinnig gut. Er ist charmant und lieb und er ärgert mich auch gern mal, aber ich weiß dass er die Worte nicht verletztend meint und weiß dass ich über mich selbst lachen kann.

    Bei ihm kann ich ganz ich selbst sein. Das dachte ich bei jener anderen Person auch, doch mittlerweile weiß ich wie sehr ich mich geirrt habe.

    Den Schmerz, den ich emfpunden habe als ich diese Zeilen schrieb kann ich dennoch noch sehr gut nachvollziehen. Ich bin verletzlicher geworden, aber ich weiß, dass man loslassen kann, und dass es so wundervolle Menschen auf der Erde gibt - Menschen die einen lieben und einem aufhelfen. Ob das nun ihr seid, oder mein Freund.

    Danke Herzchen

    Liebste Grüße
    Tan

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    Re: Die Lüge

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