Pooly's Kunst und Schreibforum

Liebe Gäste und natürlich auch liebe Mitglieder!


Ich möchte euch alle herzlich willkommen heißen in Pooly's Kunst und Schreibforum!

Zu unseren Mitgliedern sage ich: willkommen zurück.

Und unseren Gästen möchte ich empfehlen, sich vielleicht etwas hier umzusehen. Vielleicht lohnt es sich ja für euch.
Lasst euch nicht abschrecken. Eventuell könnte die Anzahl unserer Foren euch etwas erschlagen. Aber es dauert wirklich nicht lange, bis man sich hier eingefunden hat und im Notfall sind alle User und Teammitglieder bereit, euch unter die Arme zu greifen :)

Viel Spaß!



Pooly & Co.

    Die Geister, die ich rief

    Austausch

    Pooly
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    Re: Die Geister, die ich rief

    Beitrag von Pooly am Do 01 Aug 2013, 03:04

    L O G A N

    "Drei Stunden?", wiederholte Logan perplex und schüttelte unverständlich den Kopf. "Das ist wirklich eine Zumutung und selbst für unsere Verhältnisse hier noch lahm". Er verschränkte überlegend die Arme vor der Brust, dann schnalzte er vernehmlich mit der Zunge. Nein, so lange konnte er doch die Leute nicht draußen warten lassen. Andererseits könnte es eine Falle sein; wenn er sie hereinbat, würden sie sich vielleicht doch noch als Langfinger herausstellen. Außerdem hatte er wirkliche keine Befugnis, überhaupt jemanden ins Haus zu lassen, das war die Aufgabe von James und seinen kleinen Helferlein.
    Doch dann kam ihm eine zündende Idee.
    "Also Sie müssen wirklich nicht so lange draußen warten. Wenn Sie wollen, können Sie zu mir in meine Küche kommen und 'nen Kaffee trinken oder so. Ich würde noch rasch die Hausherrin fragen, ob das in Ordnung geht, aber im Grunde ist das mein eigener, kleiner Bereich und es sollte kein Problem sein." Er hob den Zeigefinger, zum Zeichen, dass sein Gegenüber kurz ausharren sollte, dann zog Logan das Handy aus seiner Jeanstasche und wählte über die Schnellwahl Tias Nummer.



    T I A

    "Ja, das ist eine gute Idee", lächelte Tia gerade mild, wenn auch noch immer leicht verunsichert, als das Klingeln ihres Handys die Stille so plötzlich durchbrach, dass sie erschrocken zusammenzuckte. Mit zitternden Fingern zupfte sie das Gerät aus ihrer Tasche und sah erstaunt, dass Logan, der Sicherheitsmann, sie offenbar anrief. Oha. Ob er schon einigen den neuen Besucher begegnet war.
    Sie ging heran, meldete sich mit einem "Ja" und ihr Gesprächspartner erklärte ihr in üblich knappem Tonfall, dass zwei Reisende ihr der Nähe wohl eine Autopanne hatten und nun auf den Abschleppdienst warten mussten. Erleichtert darüber, dass offenbar keine weiteren ungebetenen Gäste ihr Unwesen innerhalb des Hauses trieben, sondern es nur zwei normale Menschen waren, nickte sie und erklärte, dass es kein Problem sei, wenn er sie mit in seine Küche nahm.
    "Also ich ... habe hier oben auch Besuch", rang sie sich dann ab und Logan schief offenbar verwirrt. "Ich glaube, da haben wir jetzt einiges zu klären." Immerhin sollte er nicht fälschlicherweise eines der Wesen aus dem Haus jagen, die sie versehentlich beschworen hatte. (Wenn es denn so war.)
    "Okay?", fragte er nur verwirrt nach und Tia seufzte.
    "Ja, wir kommen runter. Am besten, wir treffen uns in Ihrer Küche."
    "In Ordnung", bestätigte der Mann am anderen Ende in skeptischem Tonfall, dann legten sie beide auf und Tia wandte sich wieder Amale zu.
    "Gut, wir können. Wenn das in Ordnung für dich ist."



    L O G A N

    Ein Stirnrunzeln hatte sich auf Logans Zügen gebildet, als er aufgelegt hatte; was denn bitte für Besuch? Das hätte er doch auf seinen Bildschirmen gesehen. Immerhin benachrichtigte ihn das System über jeden durch die Eingangstür kommenden Gast. War er vielleicht auf dem Klo gewesen, als all diese Leute offenbar hierher gekommen waren? Wie eigenartig. Irgendetwas ging hier vor.
    "Also die Besitzerin hat nichts dagegen. Sie stößt gleich zu uns und wir treffen uns in der Küche", erklärte er seinem Gegenüber dann. "Sie können also gern Ihre Schwester holen und hier im Haus warten." Wenn er die beiden nicht aus den Augen lassen würde, würden sie auch nicht dazu kommen, etwas zu entwenden.

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    Re: Die Geister, die ich rief

    Beitrag von Wolkenkind am Do 01 Aug 2013, 03:12

    Amale

    "Ja, natürlich, ich habe es doch vorgeschlagen!", schmunzelte Amale. Tia war wirklich sehr bemüht.
    Sie stellte ihre Beine auf den Boden ab und ging ein paar Schritte zur Tür, Tia in ihrem Rücken.
    "Ich denke, es ist wohl besser, wenn ich erst einmal so tue, als wäre ich deinesgleichen, was?", fragte Amale zwinkernd, als sie ihre ganze Konzentration zusammennahm und versuchte, die schwere Tür aufzuziehen.
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    Re: Die Geister, die ich rief

    Beitrag von Skadi am Do 01 Aug 2013, 11:08

    Tammo

    „Uhrm... okay. Ich meine... Danke. Das ist sehr freundlich von Ihnen.“ meinte Tammo und war ein bisschen verdutzt. Er hatte sich gedanklich bereits darauf eingestellt gehabt, die nächsten drei Stunden am Straßenrand zu verbringen. Vermutlich wäre er unter anderen Umständen heilfroh über ein solches Angebot gewesen, aber dass es in diesem Haus ganz eindeutig Geister und andere Wesen gab, die nicht in diese Welt gehörten, machte ihn vorsichtig. „Ich werde dann mal meine Schwester holen.“ Tammo lief dann auch gleich los: Raus aus dem Salon und den Flur entlang zur Eingangshalle. Seltsamer Weise stand die Eingangsür weit offen. Als ob eben jemand hinaus gegangen war. Kein Wunder, dachte sich Tammo, dass hier fremde Wesen ein und aus gehen, wenn hier nicht einmal die Türen nach Draußen hinter sich geschlossen werden!

    Tammo hatte kaum das Grundstück verlassen, da wurden seine Schritte immer schneller, bis er schließlich fast schon rannte. Als er beim Auto ankam, lief er doch glatt an seiner Schwester vorbei und zum Kofferraum des Wagens. Er öffnete ihn und kramte in einer der Taschen herum.
    „Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht.“ verkündete er Lara, ohne den Blick von der Tasche zu ihr zu wenden. „Die schlechte: Es wird drei Stunden dauern, ehe der Abschleppdienst da sein wird. Die gute... wir können die Zeit bei den Leuten im Haus totschlagen.“ Endlich hatte Tammo gefunden, was er suchte: Seinen Waffenhalfter samt Handfeuerwaffe. Er raffte seinen Pullover nach oben und legte den Halfter um. „Allerdings hat die gute Nachricht einen faulen Kern. In dem Haus spukt es. Gewaltig! Und wenn ich das sage, dann meine ich es so. An jeder Ecke stinkt es nach irgendwelchen übernatürlichen Gesindel. Irgendwas sehr Seltsames ist dort passiert und wir sollten sehr vorsichtig sein, solange wir da sind.“ Dann steckte Tammo die Waffe in den Halfter und rollte seinen Pullover darüber, damit man sie nicht auf Anhieb sehen würde. „Solange wir nicht wissen, was dort vor sich geht, sollten wir uns zurück halten.“
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    Re: Die Geister, die ich rief

    Beitrag von Cecilia Akari am Fr 02 Aug 2013, 17:04

    ~ Catie ~

    -



    ENZO

    "Gör?!", rief der Vampir empört aus. Welch eine Beleidigung! Konnte dieses Geschöpf so wenig Selbstwert besitzen, dass es sich selbst derart bezeichnete? Wie grässlich! Er wollte ihr mehr Achtung entgegen bringen, möglicherweise würde ihr das zeigen, dass sie ein bezauberdes Wesen sie war und würde sich dann ebenfalls mehr wertschätzen. "Ich bin mir sicher, dass dies nicht zutrifft", sagte er freundlich und lächelte sie - ohne Zähne - sanft an.
    "Und das Haarspray ist von Syoss, um diese eine deine Fragen zu beantworten."
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    Re: Die Geister, die ich rief

    Beitrag von Wolkenkind am Fr 02 Aug 2013, 23:42

    Lilith

    "Na, so ein sanftes Lächeln - ohne Beißerchen! So könntest du glatt als Mensch durchgehen. Nur noch ein kleines, modisches Update ..." Lilith sah Enzo zweifelnd an, überging ganz einfach seinen letzten Kommentar bezüglich ihrer Namenswahl und nickte dann zufrieden. "Ja, und dann sollte die Frisur noch etwas zeitgemäßer ausfallen. Momentan ist es ganz schick, sie ..." Lilith flatterte wieder auf den Vampir zu und fuhr dann ganz hemmungslos durch seine gegelten Haare, sodass diese etwas unordentlicher auf seinem Kopf saßen, "... ein wenig lockerer zu tragen. Ja, so ist es perfekt." Sie ignorierte die Reaktion ihres Gegenübers und schaute Richtung Ausgang des Kellers.
    "Möchtest du mich vielleicht begleiten und dem Blag einen gehörigen Schrecken einjagen?" Sie kicherte. "Das wäre vielleicht unterhaltsam!"
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    Re: Die Geister, die ich rief

    Beitrag von Pooly am So 04 Aug 2013, 02:59

    T I A

    "Ist vielleicht ganz gut, wenn du dem Rest des Personals keinen Schrecken einjagen willst", lächelte Tia mild und zog die schwere Holztür auf, um Amale dann den Vortritt zu lassen und hinter ihr die Wendeltreppe hinunter in die Bibliothek zu gehen. "I-ch bin nur nicht sicher, ob das bei vielen so einfach wird wie bei dir. Ich meine ..." Sie machte eine kleine Pause, um zu überlegen, was sie eigentlich sagen wollte. "Ich meine, wenn man sich diesen Herren dort vorhin angesehen hat ... ich denke, der hatte es relativ schwer, zu verbergen, was er ist. Was, wenn noch andere wie er hier sind? James und die anderen müssen mich doch für verrückt halten, wenn ich ihnen erzähle, dass ich ... dass ich ... Geister beschworen habe."
    Sie schlug die Hände im Gehen vor das Gesicht, ein wenig verzweifelt über ihre Lage.
    "Und wenn es den anderen deiner Art ebenso erging wie dir, dann sind sie sicher auch verwirrt, wie sie hierher gekommen sind. Was für ein Chaos."



    L O G A N

    Logan nickt und sah dem Typen hinterher, wie er aus dem Salon in Richtung Ausgang eilte, und folgte ihm in gemächlichem Schritt. Einerseits hatte er ein gutes Gefühl dabei, diesen Fremden zu helfen, andererseits war hier auch etwas eigenartig. Sehr eigenartig. Wenn sich die Aufregung wieder etwas gelegt haben würde und er mit Tia gesprochen hätte, würde er sich erst mal auf die Suche nach James begeben und ihm was von Pflichten und Aufgaben erzählen. Wenn Logan in Zukunft als Empfangsdame würde arbeiten müssen, wollte er gefälligst auch eine Lohnerhöhung!
    Er lehnte sich den Rahmen der Außentür und verschränkte die Arme vor der Brust, während er auf die Geschwister wartete. Die defekte Kamera über ihm hatte er schon so gut wie vergessen.



    L A R A

    Lara war so überrumpelt von Tammos hektischem Auftritt, dass sie nicht einmal dazu kam, sich darüber zu beschweren, dass er so lange gebraucht hatte. Irritiert lauschte sie also seinen Worten, steckte ihr Handy in die Jackentasche und runzelte die Stirn. "Warte, warte, warte ... Was?" Sie musste erst einmal ihre Gedanken ordnen, denn abermals hatte sie bereits angesetzt, um sich über den lahmen Pannendienst aufzuregen, als ihr Bruder bereits die nächste Bombe platzen ließ. "Das heißt, wir gehen jetzt freiwillig in ein Haus, das von oben bis unten voller übernatürlicher Wesen ist, um da zu warten? Was, wenn das eine Falle ist? Wenn die schon auf uns gewartet haben."
    Etwas unsicher, ob sie sich noch eine weitere Waffe mitnehmen sollte, als die, die sie bereits in ihrer Handtasche mit sich trug, sah sie ihren Bruder an. Sie hatte sein Gespür für Übersinnliches nie nachempfinden können, auch wenn sie sonst so gut wie alles über ihn wusste, sich sonst tiefer in ihn hineindenken konnte als jeder andere. Diese Geister-Sache war das Einzige, in dem sie sich grundlegend zu unterscheiden schienen (gut, bis auf die Sache mit der Tollpatschigkeit), und dass er hier etwas gewittert zu haben schien, beunruhigte sie, weil sie keine Ahnung hatte, was nun auf sie zukommen würde. Würden sie dort drin tatsächlich nur die Zeit absitzen und so tun, als wäre nichts? Oder erwatete sie beide ein Kampf?



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    Re: Die Geister, die ich rief

    Beitrag von Skadi am So 04 Aug 2013, 11:35

    Tammo

    „Es könnte eine Falle sein, ja“ stimmte Tammo seiner Schwester zu und entleerte den Inhalt seines Rucksacks in den Kofferraum. „Aber das glaube ich nicht. Falls doch sind wir ja bewaffnet.“ Im selben Augenblick wie er das sagte, holte Tammo aus ein paar anderen Taschen weitere Ausrüstung heraus, die sie gegen die Geister und Monster brauchen könnten und verstaute sie in seinem Rucksack. Damit es aber nicht gleich auffallen würde, wenn jemand den Rucksack öffnete, legte er noch seine Flasche Wasser, die Koalabärchen und einigen anderen alltäglichen Krimskrams wie sein Handy oben drauf. So wie er die Situation einschätzte, hatte zumindest dieser Sicherheitstyp keinen Dunst was in seinem Haus vor sich ging – Und Tammo schätzte ihn nicht unbedingt als jemand ein, der gut schauspielern konnte. Sie mussten rausfinden was hier passiert war und woher die vielen Geister auf einem Fleck herkamen. Das war ihr Job, auch wenn Lara vermutlich gerade weit weniger Ambitionen dazu hatte, als Tammo.
    Er schloss den Kofferraum. „Der Plan sieht folgendermaßen aus: Wir gehen in dieses Haus und versuchen uns ein bisschen umzusehen, wenn sich die Möglichkeit bietet. Keine Hauruckaktionen und binden wir niemanden auf die Nase, was wir sind. Sobald wir wissen was los ist, entscheiden wir, wie es weiter geht. Bis dahin halten wir die Füße still.“ Dann sah er seine Schwester an. „Bereit?“
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    Re: Die Geister, die ich rief

    Beitrag von Wolkenkind am So 04 Aug 2013, 11:41

    Amale

    "Ach was", sagte Amale beruhigend und drehte ihren Kopf kurz nach hinten, um Tia einen sicheren Blick zuzuwerfen. "Das wird schon halb so schlimm sein. Mach dir keine Sorgen. Ich zumindest könnte nichts anrichten, schließlich kann ich kaum Gegenstände bewegen."
    Sie wandte sich wieder um und durchschritt die Bibliothek mit sorgfältigen Schritten. Das menschliche Gleichgewicht war ihr noch immer fremd. Sie war es so sehr gewohnt, mit Wurzeln fest im Boden verankert zu sein.


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    Re: Die Geister, die ich rief

    Beitrag von Alania am So 04 Aug 2013, 21:24

    °Talya von den Rotaugen°

    Irgendwann fing es an, ihr auf dem Boden langweilig zu werden und sie schnappte sich ihre Brote und die Melone und stakste erneut durch die Flure der Villa. Vielleicht fand Talya ja jemanden, denn sie beleidigen oder zur Rechenschaft ziehen konnte - vorzugsweise die beiden Kerle von eben. Bestimmt hatten die nur so getan, als wüssten sie nicht, wer sie war und lachten sich gerade bei der Vorstellung, wie sie in ihre dumme Barriere rannte, ins Fäustchen.
    "Blöde stinkige Fleischsäcke!", knurrte sie und hätte am liebsten mit der Melone das nächste Fenster zerdeppert, doch sie hielt zurück - es musste schon etwas weitaus Schlimmeres als das passieren, um Talya dazu zu bewegen, Essen wegzuschmeißen.
    Sowas Dummes aber auch! Wer zum Geier beschwor einen Werwolf und bannte ihn dann an das Haus?
    "Müssen lebensmüde Trottel sein", murrte sie. Mal ehrlich, sie war doch kein Schoßhund, sondern eine gefährliche Kreatur!
    Als sie nach ewigem Herumgeirre das Wohnzimmer wieder fand, hatten sich die Typen schon vom Acker gemacht. Typisch. 
    Ärgerlich mit der Zunge schnalzend marschierte sie auf den Tisch zu und legte dort erst einmal ihr Proviant ab. Am besten sie wartete einfach hier. Die beiden würden schon zurück kommen. Und wenn nicht, dann hatte sie einen riesigen Fernseher, mit dem sie sich die Zeit vertreiben konnte, wie sie gerade feststellte.
    Mit einem gekonnten Sprung pflanzte sie sich auf das Ledersofa, streckte ihre Beine aus und griff nach der Fernbedienung.

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    "Ah ... eine alte Familie. Ebenso wie die meine. Auch wenn eure keinen Drachen besaß." Er zwinkerte, während sie sich wieder in Bewegung setzten.
    "Wollen wir die Treppe nach unten nehmen?", wollte der junge Zauberer wissen, als vor ihnen die Stufen auftauchten. "Womöglich finden wir jemanden, der uns erklären kann, weswegen wir hier sind. Es würde mich nicht wundern, wenn sie herausstellte, dass man uns zu einem Treffen der bestaussehendsten Magier und Magerinnen gerufen hat." Er lachte leise, richtete sich sein Halstuch und schaute dann wieder zur kleinen Hexe hinab.


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    Re: Die Geister, die ich rief

    Beitrag von Cecilia Akari am So 04 Aug 2013, 21:52

    ~ Catie ~

    Noch immer den Spiegel fixierend nickte Catie kurz heftig. Ihr Gesichtsausdruck war ein klein wenig verkrampft, aber herauszufinden, warum sie hier waren, konnte diesen Umstand wahrscheinlich wieder lindern. Es gab wiklich nichts schöneres, als Dinge herauszufinden oder auszuprobieren! die kleine Hexe schob ihr Händchen wieder in dei des Zauberes und folgte ihm den Gang entlang, an dessen Ende sich die besagte Treppe befand.
    Sie dachte ein wenig über seine Wort nach, aber äußerte sich nicht dazu. Sie hatte ihr zartes Stimmchen bereits überbeantsprucht; das war sie gar nicht gewohnt. Was das wohl für ein Treffen sein konnte?



    ENZO

    "W-w-was machst du?!", fragte er völlig entsetzt! Sie hatte ihm doch tatsächlich die Haare zerwuselt!
    Langsam frgte er sich, ob sie wohl wirklich ein Gör war, aber er verwrf den Gedanken so rasch, wie er gekommen war und schämte ich gleich dafür. Wie konnte er nur!
    "Nun gut", meinte er, als er sich die Haare wieder zurück strich. "Isch werde selbstverständlich folgen und isch werde dem Tunischtgut, der einer Lady etwas ungehöriges zugefügt hat, selbstverständlisch die Leviten lesen! Was sagtest du, hat dieser üble Zeitgenosse getan?", fragte er noch mal, da er es schon wieder vergessen hatte durch die ganze Aufregung. Falls sie denn dazu etwas gesagt hatte.
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    Re: Die Geister, die ich rief

    Beitrag von Wolkenkind am So 04 Aug 2013, 22:49

    Lilith

    Entzückt ging Lilith voran. "Das freut mich, geehrter Herr Enzo. Das kleine Ding hat sich von mir gewünscht, dass ich ihm ein Radio herbeizaubere! Du weißt schon, dieses neumodische Zeugs. Ich glaub einfach nicht, dass ich es wirklich versucht habe. Er wolle es für wichtige, politische Zwecke nutzen, sagte er ... tze!", rief sie aus. "So ein kleines Biest. Nur wegen ihm musste ich in diesem dunklen Keller landen. Ich weiß doch schon so gut genug, wie erbärmlich meine magischen Fähigkeiten sind." Sie seufzte herzergreifend.
    Zusammen gingen sie aus dem Weinkeller und blieben dann stocksteif stehen.
    "Die Fackeln!", rief Lilith aus. "Ich muss auch diese Fackeln verwandelt haben! Sie sehen so grässlich grell und rund und kalt aus! Oh, was habe ich getan!" Entsetzt schlug sie die Hände vor's Gesicht. "Meine Zauberkräfte geraten wirklich immer mehr ausser Kontrolle."
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    Re: Die Geister, die ich rief

    Beitrag von Pooly am So 04 Aug 2013, 23:19

    T I A

    "Ja. Ich hoffe, dass alle so friedlich sein werden wie du", lächelte Tia unsicher und betrachtete die wunderschöne Gestalt des Mädchens währenddessen. Sie bewegte sich sehr anmutig, sehr geschmeidig, aber nicht mit der Selbstbewusstheit einer Person, die das Gehen gewöhnt war. Amales grüne Haare und ihre dunkle Haut ließen sie tatsächlich wie einen Baum wirken; wie ein uraltes Geschöpf voller Weisheit und Ruhe.
    Tia fragte sich, warum sie diesen Umstand so einfach hinnehmen konnte. Vielleicht würde der Schock sie später noch ereilen. Oder vielleicht war das hier - dieses ... Abenteuer - so sehr das, was sie sich immer gewünscht hatte, dass sie es nun ohne Zweifel annehmen konnte.
    Tia zog die Tür zum Gang hin auf und wartete darauf, dass Amale hindurchtrat, dann lauschte sie auf, als sie Stimmen vernahm. Sogleich schlug ihr Herz etwas höher. Waren das vielleicht schon die ersten Besucher, denen sie begegnen würden?



    L A R A

    Noch immer etwas überrumpelt, versuchte Lara, sich zu sammeln und lauschte dem Plan ihres Bruders dann konzentriert.
    "Gut, gut, das ... hört sich doch nach einem Plan an", bestätigte sie und ging im Kopf bereis durch, welche Waffen sie noch in ihrer Handtasche verborgen hatte. Der Griff um den Henkel ebenjener verfestigte sich, dann nickte sie bestätigend und die beiden setzten sich in Bewegung, nachdem Tammo den Kofferraum geschlossen hatte.

    Das Haus, das vor ihnen in Sicht kam, war wirklich riesig. Ein Anwesen, wie es nur einer Familie gehören konnte, deren Reichtum kaum zu vergleichen sein konnte. Der Ost- und der Westflügel erstreckten sich in beide Richtungen so weit, dass ihre Enden hinter den vielen Bäumen verborgen lagen und daher nicht zu erkennen waren. Das alter dieses Gebäudes war nicht zu schätzen, aber so wie Lara es einschätze, war es alles andere als ungewöhnlich, dass es hier spuken sollte. "Ein richtiges Geisterschloss", murmelte sie, als der Eingang in Sicht kam, in dessen Tür bereits ein Mann wartete.  




    L O G A N

    War das da ein Kerzenständer auf dem Weg? Logan runzelte die Stirn, um die wenigen Stufen hinabzugehen und den Gegenstand vom Weg aufzuheben und schüttelte über diese Seltsamkeit den Kopf. Wer hatte den denn hier liegen gelassen? Was war das heute nur für ein chaotischer Tag?
    Er wusste ehrlich gesagt nicht, ob es ihm gefiel, dass endlich einmal etwas los war, im Haus, denn das Geschehen hier verlief  auf so eine surreale Art und Weise, dass er sich keinen Reim darauf machen konnte. Erst, als er sich bereits umdrehen und zurückgehen wollte, erkannte er, dass die Geschwister schon wieder auf dem Weg zum Haus hin waren und wartete mit in die Hüften gestemmten Armen auf sie.
    Erst, als die beiden näher gekommen waren, stellte er überrascht fest, dass sie Zwillinge sein mussten, denn tatsächlich glich die Schwester dem Fremden von den Zügen her perfekt. Einer von beiden musste wohl seine Haare färben und einige Zentimeter Größenunterschied gab es auch, trotzdem war die Ähnlichkeit verblüffend.
    "Hi, ich bin Logan", stellte er sich vor und reichte der Blonden die Hand, die sich als Lara vorstellte.
    "Danke noch mal, dass wir so lange drin bleiben dürfen", lächelte sie und er nickte ein wenig geschmeichelt. Hier gab es wirklich zu selten reizenden Damenbesuch, wenn er es sich recht überlegte. "Ich hatte mich schon damit abgefunden, in der brütenden Hitze bleiben zu müssen."
    "Klar, kein Problem", versicherte er und wandte sich um, um mit den beiden im Schlepptau wieder nach drinnen zu gehen. "Bedank dich lieber bei der Herrin des Hauses. Ich hab hier eigentlich nicht so viel zu melden, ich war ... nur zur falschen Zeit am falschen Ort."



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    Re: Die Geister, die ich rief

    Beitrag von Alania am So 04 Aug 2013, 23:43

    °Talya von den Rotaugen°
    Irgendwie interessierte sie es nicht wirklich, warum Mathilda ihr Foto nicht bekommen hatte oder wieso Diego unbedingt  auf seinem Mallorca Urlaub seine Frau betrügen musste und wer zum Geier sah sich bitte diese Gerichtsshows an?! Angenervt zappte sie so lange weiter, bis sie schließlich einen Trickfilm fand, der wenigstens halbwegs unterhaltend erschien. Während der Fernseher vor sich hin plärrte und die bunten Figuren irgendwelche Abenteuer erlebten, beäugte Talya die Melone immer wieder aus den Augenwinkeln. Eigentlich war sie schon von den ganzen Sandwiches ziemlich voll... aber so ein Stück kühle Wassermelone erschien ihr überaus verlockend ...
    Sie richtete sich auf und überlegte, ob sie die Frucht einfach auf den Boden schmeißen sollte, um an das leckere Innere zu gelangen, als ihr die zwei gekreuzten Schwerter an der Wand auffielen.
    "Ihr kommt echt wie gerufen", grinste die Werwolfdame, stellte sich auf einen Stuhl und klaubte sich eine der beiden Waffen aus ihrem metallenen Halter.
    Grinsend schwang sie die Klinge ein paar mal durch die Luft, rief etwas aus, das sich wie "Nehmt euch in Acht vor der Schwertmeisterin höchstpersönlich" anhörte, bevor sie sich wieder dem Tisch und ihrer Nachspeise zuwandte.
    Mit einem vorfreudigen Lächeln holte Talya Schwung und ließ das Schwert auf die Melone hinabsausen, die einen Herzschlag später in zwei Hälften geteilt vor ihr lag. Dass sie auch eine schöne große Spalte in den Wohnzimmertisch gehackt hatte, interessierte sie dabei nur wenig.

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    -Julianus Jokusus Jaspers-
    "Ich glaube ... ich habe etwas vernommen", meinte Julianus und hielt inne. Ja, das konnten nur die zarten Stimmen weiblicher Personen sein. Welch eine freudige Überraschung! Ob dies die Gastgeberinnen waren? Oder lediglich Eingeladene, wie er selbst und das kleine Hexenmädchen? Ganz gleich! Er konnte es gar nicht abwarten, in ihr Antlitz zu sehen und dabei die Verwunderung und das Erstaunen zu entdecken, wenn sie seiner gewahr wurden. Vielleicht verliebte sich ja eine sofort in ihn. Das wäre bei Weitem nichts Ungewöhnliches. Ob er sich noch einmal die Haare richten sollte, bevor er weiterlief? Aber nein, mit Sicherheit sah er so perfekt aus wie immer.  


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    Re: Die Geister, die ich rief

    Beitrag von Skadi am So 04 Aug 2013, 23:48

    Tammo

    Schweigend folgte Tammo seiner Schwester und diesem Logan durch das Haus. Ja, er war förmlich verstummt, nachdem sie das Auto verlassen hatten. Das hatte im Großen und Ganzen zwei Gründe: Erstens war Tammo im Allgemeinen Fremden gegenüber keine wirklich redselige Persönlichkeit. Zweitens versuchte er sich darauf zu konzentrieren, was er in diesem Haus spürte und ob er es zuordnen konnte. Dass so viele Geister auf einem Haufen waren, war ungewöhnlich und Tammo hatte das noch nie erlebt. Dass aus irgendwelchen Gründen zwei oder drei gleichartige Wesen gemeinsam auftauchten konnte passieren. Doch davon konnte man in diesem Haus wohl kaum sprechen!
    Natürlich versuchte sich Tammo in diesem Zusammenhang auch mögliche Erklärungen zu schlussfolgern. Dabei drifteten seine Gedanken immer wieder zu der mehrfach genannten Herrin dieses Hauses, die durch Logan bereits die ein oder andere Erwähnung fand. Tammo hatte sich sein eigenes Bild von ihr zusammengereimt. Ein großes Anwesen wie dieses, Personal das sogar einen Sicherheitsdienst beinhaltete und natürlich die Tatsache, dass es abseits der nächsten Stadt lag – das alles sprach Tammos Ansicht nach für eine verwitwete Dame im gehobenen Alter, die nun mit dem Geld ihres verstorbenen Gatten ihren Lebensabend unterhielt. Aber wo da die Verbindung zu den Geistern war...? An dieser Stelle hing Tammos Theorie ein bisschen. Trotzdem war er sich ziemlich sicher, dass der Rest so stimmen würde. Grüblerisch senkte er den Kopf und lief den anderen beiden nach.
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    Re: Die Geister, die ich rief

    Beitrag von Wolkenkind am Mo 05 Aug 2013, 00:11

    Amale

    "Oh. Ich denke, bald haben wir Gesellschaft, liebe Tia."
    Amale ging langsam den Gang entlang, immer den Stimmen und dem ziehenden Gefühl nach, das ihr die Anwesenheit von Geistern verriet. Sie war sehr gespannt, wen sie antreffen würden. Amale fing an, das Ganze wirklich äußerst interessant zu finden.
    Als Tia und Amale vor einem kleinen Treppenhaus stehenblieben, war es zunächst still. Doch Amale ging weiter, direkt hinein, die Treppe hinunter und - blieb stehen, Tia direkt in ihrem Rücken. Denn da waren sie, sie konnte sie deutlich sehen.
    Die beiden Geister.

    Ein Mann und ein kleines Mädchen, die gerade ebenfalls eine Treppe nach unten nehmen wollten. Der Mann besaß türkisfarbene Augen, die in dem Dämmerlicht des Treppenhauses seltsam leuchteten und goldenes, gewelltes Haar. Das kleine Mädchen an seiner Seite hatte lange, schwarze Locken und einen neugierigen Ausdruck in ihren Augen. Ihrem Menschenverstand nach zu urteilen, waren Beide von außergewöhnlicher Schönheit.
    Doch bevor sie irgendein Wort an sie verlor, wandte sie sich schnell an Tia und fasste sorgenvoll ihren Unterarm an.
    "Es ist alles gut. Ich spüre nichts Böses in ihrer Aura. Sei beruhigt, das sind freundlich gesinnte Geister. Hey! Kannst du noch stehen, oder soll ich dir lieber beim Schweben helfen?"
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    Re: Die Geister, die ich rief

    Beitrag von Pooly am Mo 05 Aug 2013, 02:10

    T I A

    Amales Worte - und auch diese Situation - waren wohl unmissverständlich: zwei weitere Geister. Und wie hübsch die beiden waren, sowohl das Mädchen als auch der junge Mann! Beide von so ebenmäßiger Schönheit, mit so anmutigen Zügen, dass es wirklich kaum Menschen sein konnten. War es normal, dass Tia sich plötzlich, neben all diesen hübschen Wesen, wie eine Bauerstochter fühlte? Selbst ihre Kleidung kam ihr auf einmal unangemessen und etwas schäbig vor.
    Trotzdem lächelte sie Amale und dann die beiden Fremden an, versuchte angestrengt trotz ihres rasenden Herzens, fest auf ihren Beinen zu stehen.
    "Hallo", grüßte sie die beiden mit leicht zitternder Stimme und hoffte, dass ihre Charaktere ebenso sanft waren wie ihr Äußeres. "Ich glaube, wir kennen uns noch nicht. Mein Name ist Tia Kenmeyr und mir gehört dieses Anwesen." Ihre Worte klangen steif und einstudiert, aber zu etwas anderem war sie eben nicht in der Lage.



    L O G A N

    Er schloss die Tür hinter ihnen allen, stellte den Kerzenständer auf einen niedrigen Tisch und beäugte ihn kurz. Er war ziemlich lädiert und es würde Ärger von James geben, wenn der sehen würde, was hier passiert war. Aber der alte Kauz schien sich ja noch immer irgendwo hermzutreiben, also sollte es Logan nicht weiter scheren.
    "Ihr könnt mir gern in meine Küche folgen", verkündete er, auch wenn die beiden recht abgelenkt schienen. "Da ich hier Sicherheitschef bin und im Gebäude wohne, habe ich einen eignen kleinen Bereich. Miss Kenmeyr wird dort auch gleich zu uns stoßen." Er drehte sich im Gehen zu den beiden herum. Durch die großen Fenster fielen Sonnenstrahlen, die sich im Licht einer Bäume brachen und so den hellen Korridor erfüllten. "Meine Auswahl an Getränken und so weiter ist aber leider begrenzt. Ich ... habe nicht mit Besuch gerechnet." Und eigentlich ist es auch nicht meine Aufgabe ihn zu beherbergen, fügte er in Gedanken an. Aber was sollte es. Wenigstens waren die beiden keine Nervensägen oder dergleichen. Es hätte ihn deutlich schlimmer treffen können.  



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    Re: Die Geister, die ich rief

    Beitrag von Cecilia Akari am Mo 05 Aug 2013, 10:10

    ~ Catie ~

    Etwas venunsichert - zwar neugierig, aber auch durchaus schüchtern - versteckte sie sich halb hinter Julis Beinen und umfasste mit der freien Hand seinen Mantel.
    Zwei Frauen standen auf der Treppe. Eine von ihnen war wohl ein Mensch, aber Catie wusste nicht, ob es diejenige mit den grünen oder mit den schwarzen Haaren war.
    Zu sagen, die kleine Hexe, wüsste nicht, was sie tun sollte, wäre leicht untertrieben. Sie konnte sich nicht daran erinnern, wann sie das letzte Mal auf einen Menschen gestoßen war.
    Sie guckte mit riesigen Augen an Julis Arm vorbei, als gerade Abraxas, der sich wohl erst geweigert hatte zu folgen, den Gang entlang gestürmt kam, nicht mehr bremsen konnte und auf seinem kleinen Katzenhinterteil die Treppe nach unten rutschte.
    "Meeeeooooow!"



    ENZO

    Er folgte ihr aus dem dunklen Kellerraum in einen - für seine Verhältnisse - hellen Gang. Schützend hielet er sich die Hand über die Augen, um sich erst einmal vorsichtig an das Licht zu gewöhnen. Hoffentlich war es ein eher bewölkter Tag hier, wo auch immer er gelandet war.
    "Oh, äh, ja mit diesen ganzen neumodischen Dingen kenn isch misch gar nicht aus. Nein", log er mit seinem charmantem Akzent. Er lächelte etwas und wies in eine Richtung des Ganges, welcher sich in beide Seiten erstreckte. "Isch denke, es geht 'ier entlang." Es ließ der Dame den Vortritt.
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    Re: Die Geister, die ich rief

    Beitrag von Alania am Mo 05 Aug 2013, 13:56

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    -Julianus Jokusus Jaspers-
    Julianus beachtete die kleine Katze, die die Stufen hinunter rutschte nicht weiter, sondern widmete sich den beiden Damen, die soeben erschienen waren. Diejenige, die sich als die Hausherrin vorgestellt hatte, war eindeutig menschlich, nicht besonders groß, trug im Vergleich zu ihm und der kleinen Hexe recht einfache Kleidung und besaß ein recht hübsches Gesicht, das von schwarzen schulterlangen Haaren umrahmt wurde. Das Geschöpf neben ihr musste eine Art ... Pflanzen oder Baumgeist sein, so viel konnte Julianus aus seiner Aura herauslesen. Sie sah recht exotisch aus mit ihrem dunklen Teint und den grünen langen Haaren. Feingliedrig und schlank, so würde er sie beschreiben, mit faszinierenden kleinen weißen Sprenkeln auf ihrer Haut.
    Wie es sich gebot, verbeugte er sich, die eine Hand hinter dem Rücken und mit der anderen die sanften Finger der Lady des Hauses ergreifend und einen zarten Kuss darauf hauchend.
    "Es ist mir eine Ehre, euch kennen zu lernen Lady Kenmeyr. Ich bin Julianus Jokusus aus dem alten Geschlecht der Jaspers, einer alten Zaubererfamilie, wie Euch sicherlich bewusst ist." Er richtete sich in einer anmutigen Bewegung wieder auf, sah mit blitzenden türkisfarbenen Augen auf die junge Frau hinab. "Was das bezauberende Mädchen angeht, das sich hinter mir versteckt, so handelt es sich um Catie Glashagel, eine noch sehr junge Hexe, wie unschwer zu erkennen ist. Ich bitte ihre Schüchternheit zu entschuldigen."
    Ein Lächeln legte sich auf seine Lippen.
    "Darf ich annehmen, dass Ihr uns zu Euch gerufen habt?" 


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    Re: Die Geister, die ich rief

    Beitrag von Wolkenkind am Mo 05 Aug 2013, 14:29

    Amale

    Amale konnte nur mit Mühe ein Schmunzeln unterdrücken. Was für ein amüsantes Duo. Gespannt wartete sie auf Tias Antwort. In solchen Situationen war es ihr immer lieb, zu schweigen und nur hin und wieder etwas zu sagen. Jetzt gerade war ihr danach, den fremden Stimmen zu lauschen und das kleine Mädchen anzusehen, das sich halb hinter dem Mann versteckte. Es war wirklich niedlich.
    Die Katze war nun auch still. So wie Amale hockte sie nur aufmerksam da und sah dem Treiben zu.



    Lilith

    Lilith kicherte ungehalten. Langsam wurde sie wohl hysterisch. Ein Vampir und so viel verschüttete Zauberei zusammen - das konnte ihr einfach nicht guttun. Die kleine Fee in ihr kitzelte das alberne Kichern einfach aus ihr heraus.
    "Du kennst dich also hier aus, mein Lieber? Welch entzückender Zufall. Oh, sieh, eine Treppe!" Lil spähte hinauf und meinte, den Rest von ein paar leisen Stimmfäden wahrzunehmen. Vielleicht hatte sie sich diese aber auch nur eingebildet.
    Sie wandte sich Enzo zu. "Wollen wir hoch?"


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    Re: Die Geister, die ich rief

    Beitrag von Skadi am Mo 05 Aug 2013, 15:35

    Tammo

    „Dafür sind wir ja auch nicht hier.“ meinte Tammo auf Logans Entschuldigung über die geringe Auswahl an Getränken und versuchte einen möglichst unverfänglichen Tonfall einzuschlagen.Von Innen wirkte das Haus noch größer, als er von Außen durch die Frontfassade erwartet hätte. Meine Güte, dachte sich Tammo, hier würde eine ganze Großfamilie Platz finden und könnte selbst dann noch Gäste beherbergen. Tammo musste zugeben, dass dieses Gebäude einen gewissen Flair hatte. Wäre da nicht dieses allgegenwärtige Gefühl von Geistern, hätte sich Tammo sogar dazu hinreißen lassen, die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.
    „Diese... Miss Kenmeyr...“ sprach Tammo Logan an. „Lebt sie schon lange hier?“ Nicht, dass es Tammo tatsächlich interessierte. Aber vielleicht ließ sich ja etwas auf diesem Wege in Erfahrung bringen, was ihnen später nützlich sein könnte. „Ich meine, dieses Haus ist ziemlich weit weg von irgendwelchen Nachbarn oder der Stadt. Ist das nicht ziemlich… einsam?“
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    Re: Die Geister, die ich rief

    Beitrag von Wolkenkind am Di 06 Aug 2013, 00:54

    Amale

    Sie spürte etwas. Etwas Bekanntes. Etwas ... aus ihrer alten Zeit.
    Amale setzte sich wie hypnotisiert in Bewegung und schwebte die nächste Treppe hinunter, die Wesen um sie herum ignorierend.
    Wie konnte das sein? Wie konnte noch etwas aus genau ihrem Leben in der Zukunft landen?



    Lilith

    Kaum hatte sich Lilith wieder abgewandt, um hochzugehen, ohne Enzos Antwort abzuwarten, da sah sie sie. Amale. Die langweilige Baumseele.
    Lil stöhnte genervt auf. "Du schon wieder. Dabei achte ich doch sonst so darauf, dass ich dir nicht begegne."
    "Das liegt daran, dass wir Beide uns nun im Jahr 2013 befinden", sagte Amale mit großen, unheilvollen Augen und Lilith konnte nicht anders, als zu lachen.
    "Du bist mir eine. Über die Jahre sind wohl bei dir die Tassen da oben nach und nach zersprungen, was? Viel Verstand scheinst du nicht mehr zu besitzen."
    "Ich scherze nicht, liebes Feenwesen." Amale kam näher, Lilith wich zurück. Sie mochte keine Nähe.
    "Bleib, wo du bist, und tu, was Bäume so tun. Stehen bleiben nämlich!", fauchte Lil und versuchte, sich noch weiter nach hinten zu drängen, als Amale nichts dergleichen tat und noch einen Schritt auf sie zuging.
    "Ich muss mich überzeugen" hörte sie sie murmeln und stellte dann entsetzt fest, dass Amale ihre Hand nach ihrem Unterarm ausstreckte. Es war zu spät, sie konnte die Berührung nicht mehr verhindern - die Finger der Baumseele erfassten ihre schimmernde Haut, als Lilith gerade zurückzucken wollte.
    Mit einem Reißen wurde sie völlig unvorbereitet und gewaltsam in die Dunkelheit gerissen. Ihr Bewusstsein schwand. Das Letzte, was sie wahrnahm, waren verschwommene Gestalten, die am Fuß der oberen Treppe standen.
    Dann zog sie etwas weit, weit weg von hier.
    Und sie ließ sich treiben.
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    Re: Die Geister, die ich rief

    Beitrag von Pooly am Di 06 Aug 2013, 02:21

    T I A

    Tia beobachtete das kleine Mädchen, das sich hinter den Beinen des überaus hübschen Mannes verbarg, fast ein wenig mit Sorge, denn sie wollte ihren Gästen alles andere als Angst einflößen - viel eher war es anders herum. Doch als der ... Zauberer seine Vorstellung sprach und sogar ihre Hand küsste, wurde Tia so verlegen, dass sie schon an kaum mehr etwas anderes denken konnte. Sie spürte deutlich, wie ihr die Röte in die Wangen schoss, auch wenn sie nicht wusste, ob aus Verlegenheit oder Aufregung.
    Gerade wollte sie zu einer Antwort ansetzen, als sie aus dem Augenwinkel wahrnahm, dass Amale sich von ihr fortbewegte und die Treppen hinabglitt, wie in einer Trance versunken. Was war mit ihr geschehen? Ob sie ihr hinterher sollte? Immerhin wäre es doch klüger, erst einmal alle Neuankömmlinge zu bündeln, oder?
    Doch da die beiden anderen keine Anstalten machten, Amale zu folgen, wandte sie sich wieder dem Zauberer zu, der sich als Julianus vorgestellt hatte.
    "J-ja", setzte sie stotternd an und trat unsicher einen Schritt von ihm fort. Sie hatte es wirklich nicht oft mit Männern zu tun und noch nie hatte sie einer auf die Hand geküsst, oder sie auf diese Art und Weise angelächelt. Umso schwerer fiel es ihr, die Wahrheit zu erklären. "Aber ich befürchte, dass das eher versehentlich geschehen ist."



    L O G A N

    Logan hielt die schwere Holztür, die seinen Bereich vom Rest des Hauses abtrennte, für seine beiden Besucher auf und die Frau namens Lara schlüpfte rasch hindurch, gefolgt von ihrem Bruder.
    "Ja, sie lebt schon ihr ganzes Leben lang hier", erklärt er, während sie durch einen recht schmalen Gang in die helle Küche mit den großen Fenstern traten. Er beeilte sich, mit dem Fuß einige herumliegende Dosen in den Mülleimer zu kicken und war froh drüber, dass gestern erst ein Hausmädchen hier gewesen war, um sauber zu machen (auch wenn er sich gestern noch darüber beschwert hatte, gestört zu werden). "Ihre Eltern kamen bei einem Unfall ums Leben und seitdem lebt sie hier mit ihrem Personal praktisch allein." Er zog der Frau einen Stuhl am hölzernen Küchentisch zurecht, die sich darüber leise bedankte, dann zuckte er mit den Schultern. "Aber sie scheint die Einsamkeit nicht sonderlich schlimm zu finden. Vergräbt sich oft in ihren Büchern, in Archiv und der privaten Bibliothek. Ich denke, sie ist auch gar nicht weiter interessiert an ... sozialen Kontakten und so."
    Mit einigen geübten Handgriffen stellte er die Kaffeemaschine ein, die bereits im nächsten Moment leise zu gluckern begann.
    "Darf ich euch ein paar kalte Getränke anbieten?", fragte er nach und schaute erst dann in den Kühlschrank, in dem sich zumindest noch ein wenig fand. "Cola, Bier, Mineralwasser oder dergleichen?"



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    Re: Die Geister, die ich rief

    Beitrag von Skadi am Di 06 Aug 2013, 10:17

    Tammo

    „Wasser, bitte.“ antwortete Tammo, versank danach aber gleich wieder in seinen Gedanken. Logans Aussage über die Situation der Hausherrin ließ Tammo seine Einschätzung über deren Alter auf ungefähr vierzig korrigieren. Keine alte Witwe, dafür eine Erbin die nach dem Tot ihrer Eltern deren Anwesen weiter bewohnte. Aber inwiefern sagte das etwas über die Geister aus?
    Tammo sah aus dem Fenster und entdeckte ein paar Ställe und andere kleine Nebengebäude, die in früheren Zeiten vermutlich einmal zur Unterbringung des Personals und des Viehs dienten. Bisher hatte sich Tammos Gefühl nur auf das Haus ansich beschränkt; er wollte sich gar nicht vorstellen, was in den anderen Gebäuden auf sie warten könnte.
    Für einen kurzen Moment zuckten Tammos Augenbrauen zusammen. Was hatte Logan nochmal gesagt? Diese Miss Kenmeyr mied soziale Kontakte außerhalb ihres Personals? Mh... Es wäre durchaus möglich dass sie sich ganz einfach andere Freunde zum Plaudern geholt hatte. Beispielsweise dieses seltsame Mädchen vorhin im Flur. Denkbar wäre auch ein anderes Szenario: Sie wollte die verstorbenen Eltern wieder zu sich holen. Das würde zumindest erklären wieso hier so viele Geister zu sein schienen. Jemand hatte sie hier her geholt. Nun, diese beiden Theorien waren womöglich an den Haaren herbei gezogen, aber bisher war Tammo keine plausiblere Erklärung in den Sinn gekommen. Er brauchte mehr Informationen. „Sie scheint ja eine richtige Leseratte zu sein, was?“
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    Re: Die Geister, die ich rief

    Beitrag von Alania am Di 06 Aug 2013, 12:03

    °Talya von den Rotaugen°
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    -Julianus Jokusus Jaspers-
    Ah und schon war es passiert! Was für eine herrliche Farbe ihre Wangen annahmen und wie schwer es ihr plötzlich fiel, zu sprechen ohne ins Stocken zu geraten. Solche Momente, in denen klar wurde, wie stark seine grenzenlose Attraktivität das weiblichen und ja manchmal auch das männliche Geschlecht beeinflussen konnte, erfüllten ihn immer wieder mit unglaublicher Freude und Genugtuung, selbst wenn er daran gewöhnt war. Wobei es ihn natürlich ein wenig ärgerte, dass der hübsch anzusehende Baumgeist in keiner Weise reagierte und schließlich sogar davon schwebte, ohne ihm überhaupt wirklich Beachtung geschenkt zu haben. Aber solche Geschöpfe wurden manchmal von größeren Naturwesenheiten gerufen und dem tranceartigen Blick zu urteilen, mit dem die die Grünhaarige entschwunden war, schien das oder Ähnliches passiert zu sein. Umso wichtiger, sich nicht weiter darüber Gedanken zu machen, sondern sich der Hausherrin zu widmen.
    Ihre Hand immer noch haltend trat Julianus einen weiteren Schritt auf sie zu, ließ seinen funkelnden Blick auf ihr ruhend.
    "Versehentlich?", wiederholte der Zauberer leicht überrascht. "Wie enttäuschend", scherzte er dann jedoch weiter. "Da hatte ich doch tatsächlich gehofft, Ihr hättet mich gerufen, um Euch Gesellschaft zu leisten." Er strich ihr eine entkommene schwarze Strähne hinter das Ohr.
    "Aber davon abgesehen, Lady Kenmeyr, ich bitte meine Unverfrorenheit zu entschuldigen, aber Ihr seht aus, wie ein gewöhnlicher Mensch, ich spüre auch keine magische Aura. Wie seid Ihr in der Lage gewesen, uns zu beschwören?"


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    Re: Die Geister, die ich rief

    Beitrag von Cecilia Akari am Di 06 Aug 2013, 13:03

    ~ Catie ~

    Während Abraxas es sich auf einer Treppenstufe gemütlich gemacht hatte, hing Catie noch an Julis Mantelsaum. Sie hatte aufmerksam zugehört und verstanden, dass das grünhaarige Wesen nicht menschlich, sondern vielmehr pflanzlich war.
    Das Mädchen, dass Tia hieß, hatte sie etwas erschrocken, weil Catie von ihr so gemustert wurde. Tia hatte dabei einen so seltsamen Ausdruck in den Augen.
    Also verschanzte sich Catie noch etwas mehr hinter Juli, aber dieser ging dann auf die Frau noch weiter zu. Wollte er etwa lieber mit ihr spielen, als mit Catie? Die kleine Hexe drückte ihr Püppchen ganz fest an sich und zupfte am königsblauen Stoff.



    ENZO

    Was ein unglückseliger Tag! Erst verlor er nicht nur seine ganze Gamerausrüstung, sein Heim und die Handynummer der hübschen Brünette, non, dann wurde er noch aus seinem unbequemen Ersatzbett gezogen und jetzt stand er ganz allein in einem viel zu hellen Kellergang! Hatte denn niemand mehr etwas übrig, für alte, schummrige Kellergewölbe? Wo das Wasser von der Decke tropfte und Fützen auf dem gepflasterten, unebenen Boden bildete?
    Offensichtlich nicht!
    Da er nun schon mal wach war, wollte er sich zumindest das Gebäude anschauen und den kleinen Buben bestrafen, der sich so ungehörig gegenüber einer Lady benahm. Vielleicht fand er gleich auch noch den Ort wo plötzlich das hübsche Wesen, das von Lilith als Baumseele bezeichnet wurde, herkam und wohin sie gegangen sind. Enzo war fürchterlich verwirrt über das seltsame Verschwinden, aber er laubte, dass ihn heut wohl nichts mehr schocken konnte...
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    Re: Die Geister, die ich rief

    Beitrag von Alania am Di 06 Aug 2013, 14:47

    °Talya von den Rotaugen°
    Talya war gerade dabei gewesen, sich den süßen Saft von den Fingern zu lecken, als ihre Sinne ihr mit einem Mal höchste Alarmbereitschaft signalisierten und ein tiefes Grollen sich in ihrer Kehle zu sammeln begann. Ganz schwach lag ein nur allzu bekannter Geruch in der Luft, nur ein Hauch, irgendwie süßlich und doch auch nach Gruft und Alter miefend ... Wie ein Gift drang er bis in ihr Innerstes und erfüllte sie mit unbestimmter Wut und dem Drang zu töten.
    "Vampir", zischte sie und verengte ihre rot schimmernden Augen zu Schlitzen. Wäre es Nacht gewesen und Talya in ihrer Wolfsgestalt, hätte sich ihr Fell gesträubt, ihre Krallen wären ausgefahren und ihre Instinkte hätten vollkommen Überhand genommen. So jedoch musste sie sich mit dem zufrieden geben, was ihr menschlicher Körper an Stärke hergab.
    "Soso ... ihr habt also einen Wolf geholt, um die Fledermaus auszumerzen, ja?", meinte sie bedrohlich, richtete sich auf, wischte sich mit düsterer Miene die klebrigen Hände an der Hose ab und bückte sich dann, um das Schwert aufzuheben. Kurz schaute sie auf es hinab und hackte dann in einer abrupten Bewegung den nächst stehenden Stuhl entzwei, brach mit einem aggressivem Knurren eines der Beine ab und bearbeitete es solange, bis es spitz und tödlich geworden war. Zufrieden betrachtete Taly ihr Werk und trat dann, die beiden Waffen gezückt in den Flur, schnupperte ein wenig und ließ sich schließlich von dem Gestank den Weg weisen.

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