Pooly's Kunst und Schreibforum

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    Deutschlandweite Unterschriftenaktion

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    Racheengel
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    Deutschlandweite Unterschriftenaktion

    Beitrag von Racheengel am Do 31 Jan 2013, 20:11

    Liebe Forencommunity,
    ich wende mich mit einem wichtigen Anliegen an euch.

    Meine Beste hat heute eine deutschlandweite Unterschriftenaktion ins Leben gerufen, in der gefordert wird das es für Lehrer an Schulen, Berufsschulen und Universitäten eine Pflicht werden soll, an Epilepsischulungen teilzunehmen.

    Die Krankheit Epilepsie ist ebenso häufig verbreitet wie Diabetis, doch kaum einer weis wie im Ernstfall zu reagieren ist.

    Warum tut sie das?

    Vor zwei Wochen wurde sie selbst bis auf weiteres von der Schule suspendiert und hat nun zusätzlich Zutrittsverbot zum Schulgelände, mit der Begründung es wäre zu gefährlich für sie und eine Zumutung für die Lehrer eine Epileptikerin in der Klasse zu haben.

    Mit diesem Aufruf wendet sie sich nun an die Öffentlichkeit.

    Zitat:
    Also, für alle, die es nicht wissen: Ich bin Epileptiker und nun habe ich zeitweilig Hausverbot bei meiner Schule, da die Lehrer alle keine Ahnung von Epilepsie haben und ich darf erst wiederkommen, wenn ich für schulfähig erklärt werde.
    Da das mir gewaltig gegen den Strich ging, das Kultus aber eher unbeeindruckt ist, habe ich nun eine Unterschriftenaktion ins Leben gerufen, die sowas in Zukunft verhindert und ich wäre euch echt dankbar, wenn ihr das auch an Bekannte, Freunde, etc. weitergebt.
    Ziel sind 50000 Stimmen in 6 Monaten - das dürften dann genug sein, um das Bildungsministerium zum Handeln zu bewegen.
    Hier der Link: https://www.openpetition.de/petition/online/epilepsieschulungspflicht-fuer-lehrer-deutschlandweit

    Das ist kein Fake, ich kenne die betreffende Person persönlich, und das was sie da gerade durchmachen muss ist echt unter aller Sau...

    LG Rosé
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    Re: Deutschlandweite Unterschriftenaktion

    Beitrag von Atti am Mo 11 Feb 2013, 19:13

    Heii :)

    Ich komme aus Österreich, deshalb kann ich da leider wenig machen. :/
    Aber ich finde das echt schrecklich, dass die Schule so kalt und unrücksichtsvoll mit ihr umgeht! Natürlich ist es ein gewisser Schutz für sie, wenn sie jetzt zuhause ist, und im falle eines Anfalls betreut werden kann. Aber ich glaube es muss ein wahnsinnig verletztendes Gefühl sein, wenn man aufgrund einer Krankheit von der Schule ausgeschlossen wird! Irgendwie ist das Diskriminierung und echt nicht oke! Geht das dann so weiter, dass Diabetiker oder Asthmatiker suspendiert werden?!
    Ich habe eine Diabetikerin in der Klasse, mit der ich ein Referat ausarbeiten musste. Während des Vortrages ist ihr plötzlich extremst schwindlig geworden, ich glaube ihr Blutzuckerspiegel ging nach unten... oder nach oben... leider kenn ich mich da nicht aus. Auf jedenfall haben wir dann die Präsentation unterbrechen müssen, weil es ihr zu schlecht ging. Nach ein paar Traubenzucker ging es ihr zum Glück wieder besser, aber wenn ich denke, dass auch etwas schlimmeres passieren hätte können, mache ich mir Sorgen. Immerhin haben wir (Lehrer und Schüler) absolut keine Ahnung, was man in so einer Situation machen sollte.
    Warum ich das jetzt erzähle? Weil ich finde, dass in Schulen oder Arbeitsstellen Vorträge oder Schulungen gemacht werden sollten, indenen man erfährt, was im Notfall getan werden soll - und zwar in Bereichen wie Epilepsie, Diabetes oder auch wenn einfach so jemand bewusstlos wird. Bei den Pfadfindern haben wir Stabileseitenlage etc gelernt, aber was machen die, die nicht wissen was sie tun sollen? Die Person liegen lassen? Weitergehen? Die Person irgendwie hinlegen und wohlmöglich dann Schuld daran sein, wenn die Person z.b an der Zunge erstickt?

    Entschuldige, dass ich da jetzt so viel geschrieben habe Wink , aber irgendwie regt mich der Vorfall mit deiner Freundin total auf.

    Liebe Grüße & Viel Glück deiner Freundin! :)
    Atti
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    Re: Deutschlandweite Unterschriftenaktion

    Beitrag von June am Mi 22 Mai 2013, 21:57

    Hayho ...

    Also ehrlich gesagt, finde ich dieses Vorgehen ziemlich ... heftig und übertrieben. Epilepsie ist eine schwere und gefährliche Krankheit, keine Frage, und was da passiert ist, ist wirklich unter aller Sau. Aber deswegen gleich ALLE Lehrer verpflichten, diesen Lehrgang zu machen?
    Das kostet tierisch Geld, wer soll das bezahlen? Wo soll die Zeit dafür herkommen? Und alles nur für den Fall, dass eins von diesen 60 (aus 100.000) Kindern zufällig bei einem Lehrer einen Anfall erleidet?
    Ich kenne ein paar Leute, die das ebenfalls haben. Es gibt Notfallmedikamente dafür. Im Ernstfall kann man einem Epileptiker nicht helfen, nicht als Laie und auch nicht nach einer Schulung. Man muss nur wissen, dass alle harten und gefährlichen Gegenstände aus dem Weg geräumt werden müssen, wenn der Anfall kommt. Dann dem armen Menschen möglichst was zwischen die Kiefer schieben, dass er sich nicht auf die Zunge beißt, Notarzt rufen, abwarten.
    Im Grunde sollte es reichen, den Lehrern das (und eben persönliche Besonderheiten) mitzuteilen, damit er Bescheid weiß. Wenn das der Schule nicht reicht, ist es ziemlich unfair, das Problem an deine Freundin weiterzugeben. Sie kann ja nichts dafür, dass sie diese Krankheit hat.
    Weiter im Text, die in der Aktion erwähnten 60 von 100.000 Kindern machen weniger als 1% aus. Mich würde interessieren, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein Kleinstadtgrundschullehrer auf eins von diesen 60 Kindern trifft. Lohnt es sich wirklich, ihn diese Schulung machen zu lassen? Nicht vergessen, die müsste auch regelmäßig erneuert werden ...

    Also es tut mir wirklich leid für deine Freundin und verstehe ihren Tatendrang durchaus, aber ich werde diese Forderung aus den genannten Gründen nicht unterzeichnen.
    Wenn du (oder sie) jetzt denkt, ich wollte euch angreifen, das ist nicht der Fall. Ich denke nur, dass es unsinnig wäre, den ganzen Text zu lesen, sich Gedanken drüber zu machen und dann ohne ein Wort abzuhauen. Ihr wollt doch wissen, warum jemand nicht unterschreibt, obwohl er es gelesen und sich damit beschäftigt hat, oder?

    Ganz liebe Grüße,
    Juny

    P.S.: Und jetzt in eigener Sache ... es heißt nicht "DiabetIs", sondern Diabetes mit EEEEE wie Emil. Sorry, aber jedes Mal wenn ich das so bei dir lesen muss, wird mir ganz anders ^^"
    (Und ich habe das Gefühl, das schon seit Jahren bei dir falsch zu lesen ^^")

    P.P.S.: Ach ja, der Link auf der Seite zur Beispielschulung funktioniert nicht Wink
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    Re: Deutschlandweite Unterschriftenaktion

    Beitrag von Skadi am Mi 22 Mai 2013, 23:24

    Ich weiß gar nicht, ob diese Unterschriftenaktion noch läuft. Aber als das Thema hier eröffnet wurde, war ich auch recht... kritsch. Klar, es ist nicht schön was diesem Mädchen da passiert ist und zeigt, dass es einige Lücken im System gibt, die es npch irgendwie zu füllen gillt.

    Dennoch.

    Lehrer sind Lehrer. Sie werden dafür ausgebildet, den Schülern Wissen zu vermitteln. Nüchtern betrachtet ist das alles. Sie sind keine Ärzte, keine Krankenschwestern und kein Pflegepersonal. Ich will nicht abstreiten, dass ein gewisses Grundmaß an Erste Hilfe Kentnisse ein absolutes Muss sind, aber wie man sich in einem Epilepsie-Anfall zu verhalten hat, geht meiner Meinung nach doch über Erste Hilfe hinaus. Ich spinne Junes Erläuterungen einfach mal weiter: Nehmen wir an, diese Unterschriftenaktion hätte Erfolg und Lehrer müssten tatsächlich einen solchen Kurs belegen. Alsbald würde ein Astmatiker kommen und ebenfalls verlangen, dass die Lehrer auf den Notfall vorbereitet sein müssen. Oder ein starker Allergiker. Oder ein Kind dass einen chronischen Herzfehler hat. Wo soll da der Schluss-Strich gezogen werden? Die Hauptaufgabe der Lehrer besteht darin, Schülern Stoff beizubringen und nicht Notarzt zu sein.

    Ich fand diese ganze Aktion einfach nicht durchdacht, sondern mehr oder weniger blind und nur in eine Richtung erstellt. Irgendeine Lösung muss gefunden werden. Aber Lehrern neben ihrer Verantwortung als Erziehungsautorität auch noch die Verantwortung über die Gesundheit eines Schülers mit einer ernsten Krankheit aufdrücken zu wollen, geht meiner Meinung nach einen ganzen Schritt zu weit.
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    Re: Deutschlandweite Unterschriftenaktion

    Beitrag von Teleri am Do 23 Mai 2013, 08:13

    Hallo, also ich habe sogenannte Epilepsieähnliche Anfälle und ich kenne mittlerweile einige Formen der Epilespie.
    Es ist wie bereits schon gesagt, eine absolute Schweinerei, dass die Lehrer so argumentieren, es wäre zu prüfen, ob das Rechtens sein kann. Ich denke nämlich, dass das nicht ohne weiteres so gemacht werden darf. Ich glaube nämlich, dass das erheblich in bestimmte Grundrechte eingreifen würde.
    Die Petition wäre an und für sich eine gute Idee, aber auch ich denke, dass es total krass ist, zu verlangen, dass die Lehrer wissen, wie das funktioniert.

    Es wäre wesentlich sinnvoller, eine "Schulärztin/Schularzt" für sowas an der Schule einzurichten. Damit wenigstens einer geschult ist. Aber hier wurde auch schon gesagt, dass es solche Medikamente gibt, die sofort helfen.
    Eben Notfallmedizin. Das sollte an der Stelle berücksichtigt werden.

    Ich muss sagen, dass ich den Unmut verstehen kann, eben weil ich ihr nachempfinden kann, wie das ist. Aber das ist einfach zu krass.
    Wie gesagt die Einführung einer Schulärztin wäre meines Erachtens nach sinnvoller -immerhin gibts ja auch schon Psychologen an der Schule.

    glg Nele

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    Re: Deutschlandweite Unterschriftenaktion

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