Pooly's Kunst und Schreibforum

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    Wahnsinn wird normal - ein Bericht aus dem Spiegel

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    Wahnsinn wird normal - ein Bericht aus dem Spiegel

    Beitrag von Abbyangelina am Di 29 Jan 2013, 17:06

    Hallo Leute, ich habe gerade einen Bericht gelesen, der in der Zeitschrift der Spiegel veröffentlicht wurde und war darüber sehr schockiert,weil aus dem Bericht hervorgeht , dass die Anzahl von psychischen Erkrankungen durch neue Einschränkungen und Entdeckungen stark zugenommen haben genauso wie die Zahl der erkrankten. Dies wird noch durch die Pharmakonzerne gefördert, da viele der Doktoren, die an dem Buch über psychische Erkrankungen mitschreiben auch mit den Konzernen zusammenarbeiten. Was denk ihr darüber?

    https://magazin.spiegel.de/reader/index_SP.html#j=2013&h=4&a=90638343

    hier der Link zu dem Bericht. Es tut mir leid, dass ich den erst jetzt hinzufüge mit meinem Handy geht das leider nicht.


    Zuletzt von Abbyangelina am Di 29 Jan 2013, 21:11 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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    Re: Wahnsinn wird normal - ein Bericht aus dem Spiegel

    Beitrag von Pooly am Di 29 Jan 2013, 20:15

    Hey Abby,
    interessant. Könntest du vielleicht zu dem Artikel verlinken, damit man ihn sich bei Interesse auch durchlesen kann? Das wäre lieb.


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    Re: Wahnsinn wird normal - ein Bericht aus dem Spiegel

    Beitrag von Teleri am Mi 10 Apr 2013, 14:55

    Also ich muss ganz ehrlich sagen, dass dieser ganze Kram mit psychologischen Erkankungen einfach viel zu sehr aufgebauscht wird. Alles was passiert, wird sofort mit einem Schrecken wahrgenommen, mit einem Klopfen auf die Schulter beruhigt und dann der Faustschlag: "Sie sind psychisch krank"
    Als ob es das normalste von der Welt wäre und es wird dann auch einfach viel zu schnell zu Psychopharmaka gegriffen.

    Das ist total bescheuert - die Ärzte machen es sich damit verdammt einfach. Die stehen so unter Zeitdruck und Erfolgsdruck, dass eine psychische Erkrankung zu suchen wesentlich einfacher ist, als die wahre Ursache der körperlichen Leiden zu finden, denn oftmals gehen Demotivation, Schlafstörungen, Müdigkeit, Unwohlsein, Stimmungsschwankungen - die auch ganz einfach auf eine Depression gemünzt werden - mit anderen Krankheiten einher.
    Ich glaube nicht, dass alle Menschen, die heutzutage als psychisch krank gelten, tatsächlich auch psychisch krank sind.
    Natürlich ist durch das Computerzeitalter der Mensch mehr zum Einzelgänger mutiert. Die Kommunikation flacht ab - sicher, das kann einen auch krank machen, aber ich glaube uns wird viel zu oft eingeredet, dass wir einen seelischen Defekt haben.

    Ich habe jetzt schon zwei Mal erlebt, dass mir eine psychische Ursache unterstellt wurde und dann ein paar Monate später, gravierende Fehlfunktionen des Körpers diagnostiziert wurden.
    Ich bin der Meinung, dass jeder, der so was gesagt bekommt, sich erst immer noch eine Zweit - vielleicht sogar Drittmeinung einholen sollte und auf Alternativen bestehen sollten !!

    in dem Sinne bin ich jetzt mal mit meiner Ansicht zu dem Thema durch. (Ich hasse dieses Thema, es regt mich dauernd auf und macht mich wütend.)
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    Re: Wahnsinn wird normal - ein Bericht aus dem Spiegel

    Beitrag von June am Mo 08 Jul 2013, 22:29

    Hayhay :)

    Hm, ich hab den Artikel jetzt nicht gelesen, bin irgendwie mit dem Link nicht klar gekommen ... (Gibt's das nicht als normale Webseite? >.<)

    Im Grunde ist die Zunahme der psychischen Erkrankungen kein Wunder in einer Welt, die immer schneller wird. Auf manche Entwicklungen sind wir gar nicht eingestellt - und wenn wir doch eine Weile damit klar kommen, droht am Ende der Burn-out.
    Das sieht man gerade in Stresssituationen. Wie oft kommen Familienangehörige gestresst von der Arbeit? Gerade wenn die Arbeitsmarktlage schwierig ist, wird das nur schlimmer. Wie leicht können die Leute ersetzt werden, wenn sie ihre Leistung nicht mehr bringen.
    Ich wage zu behaupten, dass das in den schlechter bezahlten Jobs noch schlimmer ist.

    Dann hat man auf der anderen Seite die ganzen Kinder, die ein ADHS diagnostiziert bekommen, und eigentlich nur zu lange vorm Fernseher oder PC sitzen oder in der Schule, wo sie in immer kürzerer Zeit mit immer mehr Wissen vollgestopft werden. Kinder müssen sich aber auch bewegen. Bei den meisten würde vermutlich ein bisschen täglicher Sport (und wenn es nur zwei Stunden auf dem Spielplatz sind) gut helfen.
    Nein, stattdessen wird zu Medikamenten gegriffen, die gar nicht benötigt werden. Und die Kinder, die ein echtes ADHS haben, gehen in der Flut der anderen unter und werden genauso abgestempelt, obwohl sie wirklich krank sind. Das kann man in etwa mit den Legasthenikern und den "Schreibfaulen" vergleichen, die sich einfach keine Mühe geben wollen.

    Ich verstehe, dass du dich darüber aufregst, Dany, aber ich glaube, dass die meisten Krankheiten echt sind. Es gibt auch Fehlentscheidungen, klar, aber man sollte nicht gleich alle Ärzte verteufeln :)

    Ganz liebe Grüße,
    Juny
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    Gast
    Gast

    Re: Wahnsinn wird normal - ein Bericht aus dem Spiegel

    Beitrag von Gast am So 14 Jul 2013, 14:14

    Hey.

    Wie June schon sagte, ist es in der heutigen Welt wirklich kein Wunder, wenn die psychischen Erkrankungen immer mehr zunehmen. Das liegt meiner Meinung nach nicht unbedingt an den Medien, mit denen die Kinder zu früh und zu lange konfrontiert werden, sondern schlicht an den heutigen Lebensbedingungen an sich.
    Psychische Erkrankungen haben sehr viele Ursachen. Gene sind das eine, aber auch Erziehung, die Lebensumstände und das Umfeld prägen Menschen viel mehr als Gene.
    Ich habe in der Nachbarschaft ein Kind, das viel zu wenig Zeit mit seinen Eltern verbringen darf, da diese den ganzen Tag arbeiten. Der Vater kommt abends ausgelaugt und aggressiv nach Hause, es gibt Streit, und der kleine Junge bekommt alles mit. Schon jetzt erkennt man, dass er sich anders entwickelt als Kinder, dessen Eltern gut für sie sorgen und immer für sie da sind.
    Der Junge ist vier, wird jetzt fünf. Er ist verdammt schlau, denkt logischer als mancher Erwachsener, mit ihm kann man diskutieren wie mit einem Erwachsenen, aber er ist jetzt noch nicht sauber. Nachts braucht er noch immer eine Windel, weil er meint, er kann nicht anders. Das ist festgefahren bei ihm. In seiner Psyche.
    Der Kleine benimmt sich, doch sobald seine Eltern anwesend sind, dreht er durch und wird hyperaktiv. Wenn sich nichts ändert, wird es so bleiben, und eventuell wird irgendein Arzt irgendwann irgendeine Erkrankung bei ihm feststellen, weswegen er Tabletten nehmen muss, um 'normal' zu sein.
    Der Kurze ist nicht hyperaktiv, er legt einfach ein Verhalten an den Tag, dass er so gelernt hat, um seine Ziele zu erreichen.
    Und das nur, weil die Eltern hart arbeiten. Aber heutzutage muss man hart arbeiten, um ein halbwegs akzeptables Leben führen zu können.
    In einer so schnellen Welt wie dieser sind solche Sachen beinahe Alltag. Die einen kommen besser damit klar, die anderen weniger gut, und es ist klar, dass die Pharmakonzerne nur Profit aus der ganzen Sache schlagen.
    Die psychischen Erkrankungen scheinen zuzunehmen, weil sich immer weitere Zweige bilden. Weil sich Menschen anders entwickeln und aus dem Rahmen fallen. Weil sie es nicht anders gelernt haben. Sie sind nicht unbedingt krank, aber warum sollte man eine Ursache bekämpfen, die man nicht mehr bekämpfen kann, weil sie unaufhaltsam ist, wenn man genauso gut 'psychische Erkrankungen' feststellen und mit Tabletten behandeln kann, und dann sogar noch Geld kassiert?

    Schlussendlich glaube ich, dass jeder Mensch eine gewisse 'Störung' in seiner Psyche hat. Schlicht, weil wir Menschen sind, weil wir uns entwickeln und weiterentwickeln und Lösungen für unsere Probleme suchen.
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    Darf Pergament glätten
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    Re: Wahnsinn wird normal - ein Bericht aus dem Spiegel

    Beitrag von Melli am Mo 08 Jan 2018, 19:56

    Es gibt ein sehr gutes Buch zu diesem Thema: "Irre, wir behandeln die Falschen".

    Ich selbst bin seit vielen Jahren psychisch krank. Ich will hier nicht meine ganzen Leiden aufzählen, zumal ich mir den meisten inzwischen gut zurecht komme. An dieser Stelle möchte ich nur erwähnen, dass ich an Depressionen leide. Dieser Begriff wird heutzutage viel zu oft und zu leichtfertig benutzt. Ein Beispiel:
    Ich war vor meinem Wechsel hierher lange auf einer anderen Seite aktiv. Da gab es viele Userinnen, alle Schülerinnen oder Studentinnen, die von sich behauptet haben, sie wären depressiv. Ich hab da bei einigen mal nachgehakt, weil das ein Thema ist, mit dem ich mich auskenne. Ich habe nicht den Eindruck gewonnen, als hätte ich es wirklich mit an Depression erkrankten Menschen zu tun. Jeder hat mal schlechte Phasen, es läuft nicht so in der Schule, die Eltern sind ja sooooo gemein, kein Mensch liebt mich, niemand versteht mich - das ist normal in der Pubertät, das gehört dazu. Das sind depressive Phasen, aber keine Depression. Natürlich kann sich aus solchen Phasen wirklich eine "echte" Depression entwickeln, keine Frage, aber meistens gehen diese Phasen von selbst wieder weg. Himmelhochjauchzendzutodebetrübt...
    Eine Depression geht aber in den meisten Fällen nicht von alleine weg. Eine Depression ist eine Art Symptom, für tiefer sitzende Probleme. Und Depressionen sind nicht nur psychische, sondern auch physische Erkrankungen. Der Gehirnstoffwechsel funktioniert nicht mehr richtig, Hormone fehlen oder es sind zu viele da. Das bekommt man nicht alleine reguliert, da helfen nur Medikamente. Und natürlich eine Therapie, um die tieferliegende Probleme zu erkennen und zu verarbeiten.
    Also, nicht jeder, der mal ein paar Tage lang traurig ist, hat eine Depression. Aber gerade diese Menschen jammern (entschuldigt diesen Ausdruck), ach ich bin ja soooo schlimm depressiv. Aber die, die seit Jahren an dieser Krankheit leiden, schweigen oder werden manches Mal auch nicht ernst genommen. Da kommen dann so schöne hilfreiche Sätze wie: Jetzt stell dich doch nicht so an, reiß dich mal zusammen, du musst  einfach nur mal wieder aus gehen. Das hilft nicht. Man stellt sich nicht an. Man will ja ausgehen - aber man kann es einfach nicht, man hat keine Kraft, keine Energie. Man will es wirklich, aber es geht nicht. Und wenn dann solche Sätze kommen, fühlt man sich noch schlechter: weil man sich nicht ernst genommen fühlt, weil man es als Manko empfindet, dass man die Kraft nicht hat. Man fühlt sich nur noch mehr als Versager und rutscht immer tiefer ab. Bis hin zum Suizid, damit die Welt sich nicht länger mit einem herumplagen muss. Im schlimmsten Fall. 
    Man muss wirklich sehr genau hinsehen, ob jemand "nur" ein paar Tage lang durchhängt, oder ob er wirklich an dieser ernsten Erkrankung leidet. Letztendlich kann das nur ein Psychologe beurteilen.

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    Re: Wahnsinn wird normal - ein Bericht aus dem Spiegel

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