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Der Alltag mit einer winzigen Nervensäge

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Der Alltag mit einer winzigen Nervensäge

Beitrag von Jojo am Mo 06 Jul 2009, 14:03

Hey!

Okay hier kommt dann mal meien Goose-Aufgabe von Grit.
Ich sollte eine KG schreiben über eine frischgebackene Mutter, die mit ihrem Kind und ihrem Alltag total überfordert ist.
Außerdem schreit ihr kind eigentlich nur den ganzen Tag und lässt sich kein stück beruhigen.

LG Jojo



Der Alltag mit einer winzigen Nervensäge


Endlich war er einmal still. Ich atmete auf und ließ mich auf das Sofa in unserem Wohnzimmer fallen. Schon den ganzen Tag schrie mein kleiner Sohn wie am Spieß und ließ sich kein bisschen beruhigen. Zu allem Überfluss war ich auch noch alleine zu Hause, da mein Mann mal wieder meinte, Überstunden zu machen.
Mein Sohn ist ganze drei Monate alt und kann gar nichts.
Aber jetzt mal zu meinem schrecklichen, richtig anstrengenden Alltag.
Jeden Morgen muss ich mich schon um vier Uhr um den Kleinen kümmern. Er schreit dann immer die ganze Nachbarschaft zusammen und hin und wieder bekomme ich sogar Anrufe, ob irgendetwas vorgefallen wäre. Zum Glück schläft die kleine Nervensäge dann immer so gegen halb sechs noch einmal für eine oder zwei Stunden ein und ich kann mich ein wenig ausruhen. Der werte Herr Vater sieht sich ja nicht dazu berufen auch nur einen Finger zu rühren, da er ja Ruhe braucht, denn er hat ja einen anstrengenden Job.
Dann so gegen sieben ist kein Halten mehr. Mein Mann möchte aufstehen und gerne sein Frühstück fertig auf dem Tisch sehen. Mit meinem Sohn auf dem Arm versuche ich irgendwie den Tisch zu decken, nur leider muss ich immer wieder aufpassen, dass er mir nicht meine ganzen Haare herausreißt. Außerdem hat er manchmal auch noch die Lust dazu, die ganze Zeit zu schreien und nicht einmal sein blöder Schnuller kann ihn dann beruhigen.
Ich kann gar nicht in Ruhe essen, wenn ich ihn nämlich auch nur in die Nähe des Laufstalls befördere, fängt er an laut zu brüllen und krallt sich in meinen Haaren fest. Deshalb steht auch schon sein Kinderwagen hier in der Wohnung, den er aus irgendeinem Grund vergöttert. Das Problem ist nur, dass diese Liebe auch nur von kurzer Dauer ist.
Nachdem mein toller und hilfsbereiter Mann weg ist, muss ich dann auch noch irgendwie den Tisch abräumen, wobei mir auch schon die eine oder andere Tasse kaputt gefallen ist.
Nachdem ich dann irgendwie halbwegs die Wohnung sauber gemacht habe, muss ich erstmal einen Spaziergang mit meinem Sohn machen, bei dem er dann zum Glück einschläft. Doch sobald sich sein geliebter Kinderwagen nicht mehr bewegt ist die Hölle los.
Jedes Mal versuche ich verzweifelt ihn irgendwie zu beruhigen, doch an einen Mittagsschlaf ist nicht zu denken. Aus dem Grund mache ich immer ausgiebige Spaziergänge mit ihm. Das Problem ist nur, dass ich danach halb tot bin und am liebsten nur noch schlafen würde. Doch mein Sohn ist leider nicht müde zu kriegen.
Und dann macht er sich auch noch in die Hose. Und das meist bis oben hin, sodass die Windel überläuft. Eine wirklich widerliche Angelegenheit.
Beim Wickeln bekomme ich immer einen halben Nervenzusammenbruch. Eigentlich müsste ich noch so viel machen, doch das kann ich nicht, weil ich bestimmt eine Stunde brauche, um dem kleinen Hosenscheißer die Windel umzutun und ihn dann auch noch halbwegs vernünftig wieder anzuziehen. Die ganze Zeit über schreit er und rollt sich auf der Wickelunterlage hin und her.
Abends geht das Theater dann gleich wieder los. Er möchte einfach nicht in Bett und macht sich beim Anziehen des Schlafsacks so steif, dass ich ihm immer fast die Beine brechen muss, bis ich ihn endlich in dem Teil verstaut habe.
Und dann dauert es noch Stunden, bis er erstmal eingeschlafen ist. Jeden Abend wiege ich ihn auf meinen Armen und summe eine Melodie raus und runter. Meine Arme spüre ich danach gar nicht mehr und manchmal muss ich richtig aufpassen, dass ich nicht selber bei dem Gesumme wegdöse.
Wenn er dann endlich schläft, leg ich mich auch sofort ins Bett, weil ich so müde bin.
Doch lange kann ich nicht schlafen, denn momentan hat mein Sohn den Tick alle zwei Stunden aufzuwachen und zu schreien. Dann dauert es auch wieder eine halbe Stunde, bis ich ihn beruhig habe und er wieder friedlich im Traumland angekommen ist.
Ich sag euch, schafft euch keine Kinder an. Die machen bloß Stress!


Zuletzt von Jojo am Mo 06 Jul 2009, 16:42 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet

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Re: Der Alltag mit einer winzigen Nervensäge

Beitrag von Alania am Mo 06 Jul 2009, 14:38

Hey Jojo!

Oh man, die arme Mutter tut mir richtig leid. xD
Du beschreibst ihre Frustration und Verzweiflung echt super. Das klingt so richtig aus deinem Schreibstil heraus! Toll gemacht! Very Happy

So, ein paar Anmerkungen habe ich allerdings trotzdem noch.


Mein Sohn ist ganze 3 Monate alt und kann gar nichts.

"drei" wird ausgeschrieben Wink

den kleinen

den Kleinen

noch mal

umgssp. -> noch einmal

sechs noch mal für eine oder zwei Stunden ein und ich kann mich noch mal ausruhen.

Diese Wiederholung ist jetzt nicht soo toll, vllt. könntest du es noch ein bisschen umformulieren. Wink

Der werte Herr Vater sieht sich ja nicht dazu berufen auch nur einen
Finger zu rühren, da er ja Ruhe braucht, da er ja einen anstrengenden
Job hat.

Um die Wiederholung zu vermeiden könntest du ja beim zweiten "denn" benutzen.
[...] denn er hat...

nicht mal sein blöder Schnuller kann ihn dann beruhigen.
Nicht mal in Ruhe essen ka

1.) nicht einmal Wink
2.) keine schöne Wiederholung... Wink

Wohnung sauber gemacht habe, muss ich erstmal einen Spaziergang mit meinem Sohn machen,

Wieder eine kleine Wiederholung, die man vermeiden könnte, wenn du das Wort "säubern" benutzt. Wink

beim anziehen

Anziehen

summe eine Melodie raus und runter.

*lach* Du meintest bestimmt rauf und runter, oder? Wink

Und dann dauert es noch Stunden, bis er erstmal eingeschlafen ist.
Jeden Abend wiege ich ihn auf meinen Armen und summe eine Melodie raus
und runter. Meine Arme spüre ich danach gar nicht mehr und manchmal
muss ich richtig aufpassen, dass ich nicht selber bei dem Gesumme
einschlafe.
Wenn er dann endlich schläft, leg ich mich auch sofort ins Bett, weil ich so müde bin.
Doch
lange kann ich nicht schlafen, denn momentan hat mein Sohn den Tick
alle zwei Stunden aufzuwachen und zu schreien. Dann dauert es auch
wieder eine halbe Stunde, bis ich ihn beruhig habe und er wieder
friedlich schläft.


Ein bisschen zu viel "schlafen". Wink
Du könntest ja anstatt "schlafen" , "ins Traumland" versinken oder soetwas benutzen. Wink

Ansonsten: Sehr schön! Eine gelungene Goose- Aufgabe! (:

LG
Angie

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Re: Der Alltag mit einer winzigen Nervensäge

Beitrag von Bloodangel am Mo 06 Jul 2009, 16:38

Hi Jojo,

Wow das ging aber schnell. Ich bekomme richtig Mitleid mit der Mutter.
Da kann ich nur sagen zum Glück war mein Kleiner nie so schlimm Very Happy
Sie sollte ihrem Mann ganz dringend in den allerwertesten treten.
Der kann sich ja wohl mal alleine Frühstück machen und hinterher alles wegräumen ^^
Toll gelöst.

LG

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Re: Der Alltag mit einer winzigen Nervensäge

Beitrag von Jojo am Mo 06 Jul 2009, 16:43

Hey ihr Zwei!

Schön, dass sie euch so gut gefallen hat.
Ja, ich glaube, ich hab auch das extrem Beispiel überhaupt genommen Razz

@Angie: Ich hab die Fehler und Wiederholungen alle mal verbessert Wink

LG Jojo

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Re: Der Alltag mit einer winzigen Nervensäge

Beitrag von Dawn am Do 16 Jul 2009, 16:20

Hey,

eine witzige Story, aber man tut mir die Mutter leid. Bei einem solchen Kind würde ich ja am liebsten reiß aus nehmen. xDD Der Mann kann ja gefälligst auch mal was machen. Es ist schließlich genau so sein Kind wie das der Mutter. Warum müssen immer alles die Mütter machen? xD

Lg, Alex

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Re: Der Alltag mit einer winzigen Nervensäge

Beitrag von Jojo am So 31 Jan 2010, 00:01

hey alex

danke, dass du die story gelesen hast :]
Tja, das frag ich mich auch ^^

LG Jojo

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Re: Der Alltag mit einer winzigen Nervensäge

Beitrag von Racheengel am So 31 Jan 2010, 00:14

OMG die arme Mutter. o.O
Die arme Frau kann einem ja schon richtig Leid tun mit ihrem Baby, obwohl es natürlich Falsch ausgedrückt ist, da Kinder ob sie nun schreien oder nicht, etwas wundervolles sind.

Aber ich kann die Frustration und die Verzweiflung nachempfinden, ich habe zwar keine eigenen Kinder, aber in zwei Jahren Kindergartenarbeit macht man so einiges mit. ^^°

Die Gefühle der Mutter hast du gut rüber gebracht, und mir gefallen die sarkastuischen Komentare über ihren Ehemann.

Mir hat es gefallen. ^^

liebste Grüße,
Jenny

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Re: Der Alltag mit einer winzigen Nervensäge

Beitrag von Jojo am So 31 Jan 2010, 00:19

Hey Jenny

erstmal vielen Dank, dass du die Geschichte noch liest. Dabei ist sie nun wirklich schon ziemlich alt ^^

Und freut mich sehr, dass es dir gefallen hat.
Ja, du hast recht, kinder sind was schönes, aber manchmal auch etwas nervig ^^ das liegt nun mal so in ihrer natur und man selber war hin und wieder auch nicht besser, denke ich :]

LG Jojo

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Re: Der Alltag mit einer winzigen Nervensäge

Beitrag von Drachenauge am So 07 Feb 2010, 17:22

Hi Jojo,
gut dass diese Zeiten vorbei sind. Ich kenne dass mit dem schreienden Baby sehr gut, dies aber teils aus anderen Gründen, wenn meine Tochter mal ihren Willen nicht bekommen hat. Aber auch das mit dem versteifen der Beine beim anziehen des Schlafsackes, kommt mir sehr bekannt vor ... lol. Ich kann also gut verstehen wie sich diese Frau in deiner Geschichte gefühlt haben muss. Aber zum Glück bleiben sie ja nicht immer so klein, dafür kommen dann andere Sorgen dazu.

Finde dass du die Geschichte gut rübergebracht hast. Man kann mit der Frau gut mitfühlen.

LG Toni

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Re: Der Alltag mit einer winzigen Nervensäge

Beitrag von Jojo am So 07 Feb 2010, 17:32

Hey Toni

Vielen Dank für deinen Kommentar
und freut mich sehr, dass es dir gefallen hat und es nachvollziehbar ist :]
Ich kenn das halt auch von meinem kleineren Bruder und von meiner Cousine und meinen Cousins, die alle viel jünger sind als ich ^^

LG Jojo

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