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Die Seiltänzerin

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Die Seiltänzerin

Beitrag von Amira am Do 04 März 2010, 19:29

Die Seiltänzerin

Trommelwirbel erfüllte das Zelt. Scheinwerfer richteten sich auf die junge Frau und ließen die Zuscherreihen in Dunkelheit zurück.
Die Frau fuhr sich über den weißen Seidenrock und atmete einmal tief ein und aus. Schwach glitzerte ihre geschminkte Wange.
Ein Lächeln zauberte sich auf ihr Gesicht, als sie ihren Blick hob. Staub wirbelte im Licht.
Die Menge schien den Atem angehalten zu haben.
Ohne Hast setzten sie ihren Fuß auf das gespannte Seil. Leicht begann das Seil zu schaukeln, doch sie ließ sich nicht beirren. Setzte einen Fuß vor den anderen, die Hände ausgestreckt.
Das Orchester stimmte eine sanfte Melodie an und Beifall erklang.
Schritt für Schritt folgte die junge Frau dem Seil. Nach einigen Schritten vollführte sie eine Drehung und landete geschickt auf beiden Beinen wieder auf dem Seil.
Begeistert klatschten die Zuschauer, Jubelrufe erklangen.
Sie verbeugte sich leicht und sprang im gleichen Moment hoch. Mit offenen Mündern bewunderten die Zuschauer das atemberaubende Schauspiel.
Mit geübtem Griff hielt sie sich im Fallen an dem Seil fest und tauchte mit den Beinen an. Ihr Rock wölbte sich, als sie mit einem weiteren Sprung auf einer Schaukel landete.
Tosender Beifall erklang.
Mit erhitzen Wangen schwebte sie über den Publikum. Während die Schaukel langsam zu Boden glitt, blickte sie sich lächelnd und winkend um.
„Meine Damen und Herren, darf ich ihnen vorstellen. Unsere schwebende Seiltänzerin, Aylin“, unterbrach ein Mann, in Zylinder und schwarzen Frack, den Applaus.
Mit einem strahlenden Lächeln hielt ihr der Mann die Hand hin und half ihr von der Schaukel.
Aylin verbeugte sich und rannte aus der Manege, um den Joungleuren und Tänzerinnen Platz zu machen.
„Nun möchte ich Sie in die Welt…“

Der rote Samtvorhang schloss sich und Aylin ließ sich neben einer Kiste mit Kostümen und etlichen, aufwendig geschmückten Hüten nieder.
Seufzend entledigte sie sich ihrer Schuhe und rieb sich die schmerzende Ferse. „Verdammte Schuhe“, murmelte sie und drückte ein Taschentuch auf die offene Wunde.
„Aylin, hast du Simon gesehen?“, fragte sie ein junger Mann, dessen rechte Gesichtshälfte noch ungeschminkt war und der in der viel zu weiten, karierten Latzhose unter zu gehen schien.
„Nein“, sagte sie und stand auf um einer Gruppe Artisten Platz zu machen.
„Mist“, murmelte er und verließ fluchend und stolpernd das Zelt.
Um dem regen Treiben zu entfliehen, packte sie ihre Schuhe und bahnte sich barfuss einen Weg durch schwatzende Clowns, Zauberer, in wallenden, nachtschwarzen Umhängen und Akrobaten.
„Pass doch auf“, fuhr sie einen Mann mit Turban an.
Gerade noch rechtzeitig wich sie einer mit Wasser gefüllten Badewanne aus und stieg prompt einer Frau, mit Puder in der einen und Schminkfarben in der Hand, auf dem Fuß.
„Können Sie nicht auf die Seite gehen“, rief sie ärgerlich und schritt humpelnd aus dem Zelt.
Müde fuhr sie über das Gesicht. Heute ist nicht mein Tag.
Aus dem Zelt vernahm sie gedämpft die Jubelrufe der Zuschauer und das Orchester.
Sie ließ ihren Blick über die gelb, grün gestreifte Plane streifen. Die letzten Sonnestrahlen drangen hinter dem Zelt hervor und ließen die Schatten länger werden.
Aylin schlenderte an den Wohnwägen vorbei und betrat die Pferdeställe, die am Rand des Platzes aufgestellt waren.
„Frenja?“, rief sie leise und blickte suchend die Metallstäbe entlang.
„Hey Süße“, begrüßte sie einen weißen Schimmel, der seine Kopf an ihrem Arm rieb.
Sanft fuhr sie ihm über die Nüstern und verflocht ihre Hände in der weichen Mähne.
Eine einzelne Träne rann ihre Wange herab.



****



Prustendes Lachen erklang, als der Clown blind durch die Manege stolperte und immer wieder hinfiel.
„Ich sehe nichts! Ich sehe nichts!“, rief er dramatisch und riss seine Arme in die Höhe. „So helft mir doch, ich sehe nichts.“
„Der Kuchen!“, schrien die Kinder lachend und zeigten auf seinen Kopf. „Der Kuchen!“
„Einen Kuchen soll ich essen?“, rief der Clown verwundert.
„Nein, im Gesicht!“, lachten die Zuschauer.
„Aber nicht doch, wieso soll ich mir einen Kuchen in das Gesicht schmieren?“, rief der Clown fragend und drehte sich schwankend einmal um seine eigene Achse. „So helft mir doch!“

„Wir helfen dir!“, riefen die drei Clowns, Henry, Barry und Larry im Chor und näherten sich dem wankenden Clown.
„Ja, wir helfen.“
„Wir helfen gerne.“
„Wir helfen immer.“
„Wir können nicht anders.“
„Jawohl.“
Sie nahmen den Clown an der Hand und stellten ihn unter eine Leiter. „Bleib hier stehen!“, riefen sie und hielten sich prustend die Hände vor dem Mund.
Gleichzeitig versuchten alle drei auf die Leiter zu steigen.
Kurz darauf begleitete Lachen und Rufe ihren gescheiterten Versuch. Die drei Clowns wälzten sich in der Manege, kugelten übereinander und stießen sich bei ihren Versuchen aufzustehen, immer wieder selber um.
„Wartet, ich weiß, was wir machen müssen!“, rief Barry und bleib schnaufend auf dem Rücken liegen. „Wir stehen einfach nicht alle gleichzeitig auf.“
Verwundert blickten ihn die anderen zwei Clowns an und blieben ineinander gekeilt liegen.
Die Zuschauer brachen in Lachen aus und beobachteten kopfschüttelnd die drei tollpatschigen Clowns.
„Ich stehe als erster auf“, sagte Barry.
„Ich stehe als siebter auf“, rief Henry.
„Und ich als zehnter.“
„Das geht nicht“, rief Barry belehrend. „Ich bin eins. Du zwei. Und du drei.“
Er drehte sich zum Publikum um und rief, „So zählt doch bitte für uns, ja?“
„Also los!“, sagten die drei Clowns und warteten auf das Kommando des Publikums.
„Eins!“, hallte durch das Zelt, Barry sprang auf und lüftete seinen Hut.
„Zwei!“ Der zweite Clown, Henry stand auf und drehte sich lächelnd und winkend einmal um seine Achse.
„Drei!“ Barry stand auf und stellte sie hinter die zwei anderen.
Im Gänsemarsch zogen sie eine Runde durch die Manege, bis sie schließlich wieder vor dem blinden Clown standen.
„Wir sind wieder da.“
„Wir kommen, um dir zu helfen.“
„Helfen“, rief Barry prustend.
„Danke, ihr seid voll nett“, rief der Clown schniefend, woraufhin ein langgezogenes ‚Oooooh’ durch das Zelt hallte.
„Jetzt müssen wir nur noch wissen, wie wir auf die Leiter kommen“, sagte Henry und blickte Stirn runzelnd ins Publikum.
„Mhm“, murmelten die zwei anderen Clowns und setzten eine nachdenkliche Mine auf. „Das könnte schwierig werden.“
Das Publikum begann prustend zu lachen.
„Was lachen die so?“, fragte Barry.
„Ich weiß nicht“, flüsterte Larry und blickte misstrauisch zu den Zuschauerrängen.
„Ich hab’s“, rief plötzlich Henry. „Wir kommen auf die Leiter, wenn wir uns übereinander stellen. Der oberster kann dann auf die letzte Sprosse steigen.“
„Ihr könntet auch die Sprossen benutzen“, warf der Clown unter der Leiter vorsichtig dazwischen.
„Nein, nein“, unterbrach ihn Henry.
„ Blöde Idee“, sagte Barry und wackelte zustimmend mit dem Kopf.
„Jawohl“, stimmt Larry zu.
Lautes Lachen begleitete die Versuche der Clowns auf die Schulter des jeweils anderen zu steigen.
Als sie schließlich schwankend übereinander standen, rief der unterste mit knallrotem Gesicht, „Spring!“
Mit ängstlichem Gesicht blickte der oberste, Larry zur Leiter und wieder zurück und bemerkte mit Schrecken den großen Abstand dazwischen.
„Ich kann nicht“, jammerte er und raufte sich die Haare.
„Spring!“, forderten ihn die zwei anderen noch einmal auf und vollführte wankend eine Drehung.
„Ich kann nicht“, reif er noch einmal und hielt sich die Augen zu.
„Jetzt!“, riefen die Clowns.
Und Larry sprang mit geschlossenen Augen und landete donnernd auf der obersten Sprosse.
Beifall und Jubelrufe erklangen.
Stolz verbeugte er sich und hob einen roten Kübel hoch.
„Helft ihr mir jetzt?“, kam es fragend von dem Clown unter der Leiter.
„Ja!“, kam es im Chor und die drei konnten sich ein Lachen nur schwer verkneifen.
Larry kippte den Kübel und massenhaft Staubzucker schneite den armen Clown ein.
Applaus erfüllte das Zelt und die Zuschauer stampften mit den Füßen.
„Das waren unsere vier Clowns!“, beendete der Zirkusdirektor die Vorstellung. „Jetzt geht es mystisch weiter. Heißen sie unseren Schlangenbeschwörer Miron willkommen!“
Beifall begrüßte den Beschwörer, während die Clowns hopsend die Manege verließen, eine Zuckerspur hinter sich herziehend.



****




Aylin fuhr sich über die Wange.
„Es ist einfach…“, murmelte sie. „Ach, ich weiß auch nicht. Ich hatte es einfach nicht erwartet. Nicht von ihm.“
Sie versuchte zu lächelnd und lehnte ihre Stirn gegen die des Pferdes.
„Ich weiß nicht, was ich ohne dich machen würde“, schniefte sie und drückte Frenja einen Kuss auf die Mähne.
Ein leises Wiehern erklang.
„Es geht schon“, sagte sie. „Ich wird jetzt aber erst Mal gehen. Mich umziehen.“
Sie wandte sich ab und verließ den Stall.
Mittlerweile war es dunkel geworden und schwach waren die ersten Sterne zu sehen.
Fröstelnd reib sie ihre Hände aneinander und ging mit gesenktem Kopf zu ihrem Wohnwagen.



****




„Überstanden“, seufzte einer der Clowns, nachdem sich der Vorhang hinter ihnen geschlossen hat.
„Nächstes Mal darfst du springen, Florin“, rief der Clown lachend und boxte dem Mann neben ihm spaßhaft in die Schulter.
„Nein, nein. Das bleibt schön deine Aufgabe“, sagte Florin grinsend und zog einen dicken Polster aus seiner Latzhose. Schlaff hing nun die viel zu weite Hose an ihm hinunter.
„Markus, wir wollen noch was trinken gehen. Bist du dabei?“, fragte Florin.
„Geht ruhig schon Mal, Jungs. Ich schau noch nach Aylin, die war heute so komisch drauf“, sagte Markus und wandte sich zum Gehen.
„Ich kann mir schon denken wieso. Würde mir nicht anders gehen“, sagte Florin und hielt ihm an der Schulter zurück.
Markus schaute ihn fragend an.
„Komm schon. Wir haben uns einen freien Abend verdient“, versuchte ihn Florin zu überreden.
„Was ist passiert? Ich hab keine Ahnung. Könnte mir das bitter jemand erzählen“, sagte Markus tonlos und ignorierte Florins Überredungsversuche.
„Also sie hatte ja diesen…“



****




In Gedanken versunken näherte Aylin sich ihrem kleinen Wohnwagen. Sie trat auf die erste Stufe, als sie plötzlich bemerkte, dass sie auf etwas gestiegen war.
Verwundert blickte sie zu ihren Füßen und sah einen Strauß Rosen, eingepackt in ein weißes, mit Sternen verziertes Papier.
Das kann nicht sein. Das kann er mir nicht antun.
Sie kniete nieder und hob den Strauß hoch. Mit zitternden Fingern zog sie eine kleine Karte heraus.
Das ist nicht möglich. Das ist nicht wahr.
Drei kleine Wörter waren darauf geschrieben. Drei Wörter.
Drei verdammte Wörter.
Sie kauerte sich auf der Leiter zusammen, den Kopf in ihren Armen vergraben.
Wieso? Wieso tust du mir das an?
Lautlos rannen Tränen ihre Wange hinab.
Du hast es nicht verdient. Du hast nicht verdient, dass ich wegen dir weine.
Doch sie war nicht stark genug. Unaufhaltsam rannen die Tränen.
Sie fuhr sich durch die Haare.
Schließlich hob sie den Kopf und zog den Strauß Rosen aus dem Papier.
Einer nach dem anderen packte sie die Rosen und riss ihnen die Blütenblätter aus.
Ohne auf die Dornen zu achten, zerstörte sie die Blumen.
Rosenblätter bedeckten den Boden neben ihr.



****




„Das wusste ich nicht“, sagte Markus bitter.
„Aber jetzt“, erwiderte Florin. „Und jetzt komm! Etwas Spaß würde dir sicher gut tun.“
Doch Markus hatte sich breites umgedreht, zog fluchend den Polster aus seiner Hose und lief mit Clownskostüm und einem Torten verschmiertem Gesicht aus dem Zelt.



***




Noch einmal blickte sie auf die Karte.
Trauer. Unglaubliche Trauer machte sich in ihr breit.
Das habe ich nicht verdient. Wie kannst du mir das antun? Wie?
Sie riss die Karte auseinander.
Achtete nicht auf ihre wunden Finger.
Leicht, wie Federn segelten die Papierstücke zu Boden.
Etwas zerbrach in ihr und ließ ein Loch zurück.
Ein Loch in ihren Herzen.



***




Hastig und immer wieder stolpernd, rannte Markus zu Aylins Wohnwagen.
Außer Atem kam er schließlich dort an und sah sie auf den Boden gekauert sitzen.
Rosenblätter und Papierstücke bedeckten den Boden um ihr.
Er näherte sich ihr und legte ihr den Arm um die Schulter.
„Alles okay?“, flüsterte er und blickte in ihre leeren Augen.
„Nein“, flüsterte sie.
Eine kleine Pause entstand, bevor sie fort fuhr.
„Er hat alles zerstört. Wir waren so glücklich. … Und dann kamen diese Lügen. Lügen. Er hat mich die ganze Zeit angelogen.“
Fassungslos, als könnte sie es selbst noch nicht fassen, blickte sie Markus an. „Er hat mich die ganze Zeit angelogen.“
„Sch sch“, murmelte Markus und nahm sie in den Arm. „Beruhig dich.“
Schluchzend lehnte sie sich an ihn. Tränen tropften auf das bunte Clownskostüm.
„Er ist es nicht wert“, sagte er und nahm ihr Gesicht in seine Arme.
„Du hast recht“, schniefte sie und ein kleines Lächeln stahl sich in ihre Mundwinkel.
„Er ist es nicht wert“, flüsterte Markus noch einmal und blickte ihr in die Augen.
„Mhm“, murmelte Aylin und drückte sanft ihre Lippen auf seine.
„Du schmeckst mir“, lächelte sie unter Tränen.



______________

Ich hoffe es hat gefallen Smile

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Re: Die Seiltänzerin

Beitrag von Gorbe-jun am Do 04 März 2010, 20:14

Hallo!
Deine Kurzgeschichte ist schon eine von den etwas längeren^^
Interessant einen Zirkus als Kulisse zu nehmen, das wirkt so bunt und nie langweilig.
Besonders am Anfang hast du jedes Detail wirklich schön beschrieben und die Show von der Seiltänzerin und den Clown haben mir auch sehr gut gefallen. clown

Allerdings haben sich ein paar Fehlerchen reingeschlichen, lies dir es am Besten noch einmal durch.
Außerdem finde ich, dass du noch viel mehr aus er Geschichte machen könntest.
Da ist dieser Freund von Aylin, der war der Böse und Markus ist der gute.
Irgendwie hätte ich nicht mit sowas gerechnet... Eher damit, dass irgend ein Unfall passiet oder das sie so deprimiert ist, dass sie sich aufgibt oder so... Du hast zumindest geschafft mit Hilfe der vielen Abschnitte eine gewisse Spannung aufzubauen und das ist klasse!

Außerdem ist das nur meine Meinung^^


lg g-j

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Re: Die Seiltänzerin

Beitrag von Amira am Do 04 März 2010, 20:46

Hey Smile

Ja, meine (Kurz)geschichte werden meist etwas länger^^

Freut mich wenn dir die Idee mit dem Zirkus gefällt. Ich war zwar schon ewig nicht mehr in einem und so hab ich meine eigene Vorstellung zusammengebastelt^^ Ich hoffe die Clowns waren wenigstens ein bisschen wizig.

Mhm, ja diese Fehler.
Und ich habe mir das davor noch so oft durchgelsen -.-
Wer nachher dann gleich noch mal drüberschauen.

Außerdem finde ich, dass du noch viel mehr aus er Geschichte machen könntest.
Da ist dieser Freund von Aylin, der war der Böse und Markus ist der gute.
Irgendwie hätte ich nicht mit sowas gerechnet... Eher damit, dass irgend ein Unfall passiet oder das sie so deprimiert ist, dass sie sich aufgibt oder so...

Hm, findest du?
Ja, ich hätte wohl noch mehr zu Aylins frühere Freund schreiben können, aber dann wäre sie wohl noch länger geworde...
Aber du hast recht, man hätte es noch mehr ausbauen können.

Hoffe es hat dir trotzdem gefallen.

Danke fürs Lesen und dein Kommentar =)

Liebe Grüße,
Amira

PS.: Dei Avatar ist klasse!
Tolle Idee.
Was ausgefallenens, gefällt mir Smile

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Re: Die Seiltänzerin

Beitrag von Gorbe-jun am Fr 05 März 2010, 20:57

Ja, es hat mir trotzdem gefallen^^

Danke wegen dem Avatar! Mir war langweilig und hab irgendwas bei google eingegeben, dann kam das irgendwann XD

lg g-j

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Re: Die Seiltänzerin

Beitrag von Alania am Sa 06 März 2010, 23:11

Hallo, Amira!

Wie versprochen widme ich mich nun deinen Geschichten zu.

Eine wirklich tolle Idee, die jedoch vertiefen hättest sollen.
Gib dem Leser mehr Informationen. Lass ihn mehr mit Aylin leiden.
Ich persönlich hatte zwar Mitleid mit ihr … konnte aber nicht so wirklich meine Wut auf diesen „er“ projizieren. Dazu hatte ich zu viele Vermutungen.
Hat er sie betrogen? Sie bestohlen? Ihr etwas vorgemacht? Sie ausgenutzt.
Gib mir eine Zielscheibe für die Emotionen! War es der Direktor der nur einen Zeitvertreib suchte, der eingebildete Tigerdresseur, der von sich überzeugt war, alle Frauen haben zu können.

Vom Schreibstil ist die Geschichte wirklich sehr gut. Ein paar Fehlerchen sind drin und ein paar unglückliche Formulierungen, aber das Gesamtpaket ist echt TOP.

Hier noch meine Anmerkungen

Trommelwirbel erfüllte das Zelt. Scheinwerfer richteten sich auf die junge Frau und ließen die Zuscherreihen in Dunkelheit zurück.
Die Frau fuhr sich über den weißen Seidenrock und atmete einmal tief ein und aus. Schwach glitzerte ihre geschminkte Wange.

Du benutzt viele Hauptsätze. Das klingt manchmal etwas abgehakt. Versuch doch ein wenig die Sätze zu verbinden.

Ohne Hast setzten sie ihren Fuß auf das gespannte Seil. Leicht begann das Seil zu schaukeln, doch sie ließ sich nicht beirren. Setzte einen Fuß vor den anderen, die Hände ausgestreckt.
Das Orchester stimmte eine sanfte Melodie an und Beifall erklang.
Schritt für Schritt folgte die junge Frau dem Seil.


Versuch diese Stellen ein wenig umzuformulieren. Du wiederholst hier oft bestimmte Worte.

um den Joungleuren

Jongleur

Sie ließ ihren Blick über die gelb, grün gestreifte Plane streifen.

gelb-grün

„Der Kuchen!“, schrien die Kinder lachend und zeigten auf seinen Kopf.

Also ich glaube, es heißt „schrieen“

„Ich kann nicht“, reif er noch einmal und hielt sich die Augen zu.

rief Wink

„Es geht schon“, sagte sie. „Ich wird jetzt aber erst Mal gehen. Mich umziehen.“

einmal oder „mal“

Drei kleine Wörter waren darauf geschrieben. Drei Wörter.
Drei verdammte Wörter.

„Worte“ würde ich hier verwenden. Das würde ich in meinen Ohren schöner klingen,

Etwas zerbrach in ihr und ließ ein Loch zurück.
Ein Loch in ihren Herzen.

1. heißt es „ihrem“ Herzen
2. finde ich die Formulierung komisch … Wenn etwas zerbricht, dann stelle ich mir eher Scherben und kein Loch vor Wink

Rosenblätter und Papierstücke bedeckten den Boden um ihr.

Besser: um sie herum

„Er ist es nicht wert“, sagte er und nahm ihr Gesicht in seine Arme.
„Du hast recht“, schniefte sie und ein kleines Lächeln stahl sich in ihre Mundwinkel.
„Er ist es nicht wert“, flüsterte Markus noch einmal und blickte ihr in die Augen.
„Mhm“, murmelte Aylin und drückte sanft ihre Lippen auf seine.
„Du schmeckst mir“, lächelte sie unter Tränen.


Das geht mir ein bisschen zu abrupt.
Man denkt Markus wäre nur ein Freund und will ihr über die Trauer hinweghelfen und dann kommt der Kuss.
Das geht meiner Meinung nach zu schnell.

Eine süße Idee. Aber vielleicht sollte man sie ganz zart andeuten.

Ansonsten: Wie gesagt, schöne Idee, angenehmer Schreibstil!

LG
Angie

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Re: Die Seiltänzerin

Beitrag von Amira am Sa 06 März 2010, 23:23

Vielen Dank erst mals fürs Lesen Smile

Eine wirklich tolle Idee, die jedoch vertiefen hättest sollen.
Gib dem Leser mehr Informationen. Lass ihn mehr mit Aylin leiden.
Ich persönlich hatte zwar Mitleid mit ihr … konnte aber nicht so wirklich meine Wut auf diesen „er“ projizieren. Dazu hatte ich zu viele Vermutungen.
Hat er sie betrogen? Sie bestohlen? Ihr etwas vorgemacht? Sie ausgenutzt.
Gib mir eine Zielscheibe für die Emotionen! War es der Direktor der nur einen Zeitvertreib suchte, der eingebildete Tigerdresseur, der von sich überzeugt war, alle Frauen haben zu können.


Ich muss dir im Nachhinein völlig zustimmen.
Während dem Schreiben hatte ich selbst nicht so das Gefühl, aber jetzt, wo du es ansprichst...
Ich werde versuchen die geschichte noch einmal zu überarbeiten, und das berücksichtigen.

Vielen Dank für die Fehlersuche, werde ich ausbessern.
Und ich denke immer ich hab alle... Wink

Das geht mir ein bisschen zu abrupt.
Man denkt Markus wäre nur ein Freund und will ihr über die Trauer hinweghelfen und dann kommt der Kuss.
Das geht meiner Meinung nach zu schnell.
Eine süße Idee. Aber vielleicht sollte man sie ganz zart andeuten.


Stimmt.
*stirnrunzel* ... AH! Ich hab eine bessere Idee Smile
Werd ich so bald wie möglich ausbessern.

Freut mich, wenn dir die Idee trotzdem gefallen hat.

Noch mals Danke fürs Lesen.

Liebe Grüße,
Amira

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Re: Die Seiltänzerin

Beitrag von Alania am Sa 06 März 2010, 23:28

Freut mich, dass du meine Kritik gut aufgenommen hast. Smile

Sind ja im Prinzip nur Kleinigkeiten!

Ich hoffe, du stellst die verbesserte Version auch ein! ^.^
Wäre gespannt zu lesen, was du verändert hast! Smile

LG
Angie

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Re: Die Seiltänzerin

Beitrag von Amira am Sa 06 März 2010, 23:39

Jup, werde ich machen.

Wird wahrscheinlich nur seine Zeit brauchen^^

Aber es würde mich freuen, wenn du dann was zu den geänderten Stellen sagst.

Liebe Grüße,
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Re: Die Seiltänzerin

Beitrag von Drachenauge am Do 11 März 2010, 12:46

Hi Amira,
ich finde den Anfang so toll. Den beschreibst du so nah, so nah dass ich mich im Zirkuszelt sitzen gesehen habe. Leider gefallen mit die Passgen mit den Clowns nicht, was aber nicht an deinem Schreibstil liegt, sondern wohl eher deswegen, weil ich keine Clowns mag. Hätte mir sehr gerne gewünscht wenn du die Szene auf dem Seil noch etwas ausgebaut hättest. Sie gefiel mir wirklich noch am besten. Die entstandenen Fehler wurden ja bereits aufgelistet.

LG Toni

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Re: Die Seiltänzerin

Beitrag von Amira am Do 11 März 2010, 23:46

Danke fürs Lesen und für das liebe Kommentar Smile

Es freut mich wenn die der Anfang gefallen hat, ich muss zugeben, das ich selbst auch während dem Schreiben richtig im Zirkus über das Seil balanciert bin^^
Ich weiß nicht wieso, aber schon allein das Wort Seiltänzerin hat etwas magisches an sich... Smile

Ich bin auch kein großer Fan von Clowns, aber irgendwie gehören sie doch zum Zirkus.
Ob meine Clowns dann auch lustig rüberkamen ist eine andere Frage Wink

Ich bin zur Zeit noch mals am Überarbeiten.
Das Ende wird etwas geändert, natürlich die Fehler verbessert und mal schauen, vielleicht wird der Anfang dann auch etwas länger Wink (obwohl bei dieser Länge dann wahrscheinlich eh niemand mehr lesen mag^^)

Nochmals Danke Smile

Liebe Grüße,
Amira

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Re: Die Seiltänzerin

Beitrag von Dawn am Mo 22 März 2010, 16:55

Hey Amira,

also ich finde deine Story auch wirklich wunderbar und richtig top.
Der Schreibstil ist sehr schön und diese Atmosphäre beschreibst du so gut, dass man wirklich das Gefühl hat, in dieser Manege zu sitzen.
Die Fehler wurden ja auch schon von Angie rausgeschrieben, soweit ich weiß und ansonsten bist du ja eh noch am Überarbeiten. Ich finde es am Ende auch etwas merkwürdig, aber würde es dann gerne nochmal überarbeitet lesen Smile Ich persönlich hätte auch gerne nochmal mehr über das böse "er" erfahren Smile

Lg, Alex

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Re: Die Seiltänzerin

Beitrag von Amira am Mo 22 März 2010, 19:09

Hey,

vielen Dank fürs Lesen und dein Kommentar.

Ja, beide Kritikpunkte versuche in der neuen Version gerade zu bereinigen Wink

Das Ende wird nicht mehr ganz so kitschtig (*hust* ja, manchmal hab ich so Phasen...^^) und man wird auch mehr über "ihn" erfahren.

Ich versuche die überarbeitete Version dieses Wochenende reinzustellen.

Freut mich aber wenn sie dir sonst gefallen hat Smile

Liebe Grüße,
Amira

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