Der blaue Schmetterling
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Der blaue Schmetterling
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und für Kritik bin ich immer offen.
Der blaue Schmetterling
Der blaue Schmetterling
Sie kniff die Augen zu, doch die Sonne blendete immer noch. Also schloss sie die Lider ganz und genoss die Wärme, die sich auf ihrem Gesicht ausbreitete.
Das Mädchen schob sich das T-Shirt hoch. Sie lächelte.
Während sie auf dem Rücken im Gras lag, ließ sie ihre Gedanken fliegen und fuhr mit den Fingern durch das Gras. Sie zupfte einige Halme aus und ließ sie auf ihren Bauch rieseln. Unbewusst seufzte sie. So eine Ruhe.
Entspannt genoss sie die letzten Sonnenstrahlen des Herbstes, dachte einmal nicht daran, was noch alles zu erledigen war. Verdrängte, dass sie morgen noch eine zweistündige Matheschularbeit vor sich haben würde, eine Wiederholung in Englisch und dass der Artikel für die Schülerzeitung noch unfertig auf ihrem Schreibtisch lag.
Schwach nahm sie den Geruch von Laub und Harz wahr und …waren das Kastanien?
Als es bereits begann dunkel zu werden, öffnete sie benommen die Augen.
Müde vom langen Liegen setzte sie sich schwerfällig auf, streifte die Grashalme von den Fußsohlen und schlüpfte in die blauen Sportschuhe.
Sie stand auf, zupfte ihre Kleidung zurecht und machte sich auf den Heimweg.
Bis auf ein paar Jogger, die den warmen Abend im Park noch nutzen wollten, traf sie niemanden mehr an. Allein wanderte sie die Allee entlang. Dicht an dicht reihten sich die Kastanienbäume, deren Wipfel ein Blätterdach über ihr bildeten.
Schwach knirschte der Kies unter ihren Sohlen und das Laub raschelte so herrlich, wenn sie es mit schleifenden Schritten durchwanderte. Sie war glücklich.
Das Mädchen sprang in einen besonders großen Haufen Laub, riss die Arme in die Höhe und hüpfte darin herum. Sie bückte sich und warf mit vollen Händen die Blätter in die Luft. Danach stand sie still, während das Laub auf sie herniederfiel. Sie genoss das hier. Allein. Ungestört.
Nach ihrem Umhergehüpfe ließ sie sich außer Atem auf die nächste Bank sinken. Sie streckte ihre Beine aus und legte einen Arm auf die Lehne. Doch fast sofort zog sie ihn wieder zurück. Erschrocken drehte sie sich zur Seite und sah, was da auf der schwarzen, geschwungenen Banklehne aus Metall lag: ein Schmetterling.
Sofort schlug ihre Stimmung um. Ihr Mund verzog sich zu einem schmalen Strich und in ihre Augen trat ein sonderbarer Glanz. Sie atmete einmal tief ein und aus, versuchte nicht auf die Bilder in ihrem Kopf zu achten und lehnte sich weiter vor.
Es war ein besonders schönes Exemplar. Die wasserblauen, zarten Flügel lagen ausgebreitet und schlaff da. Sie konnte die feinen Adern, die die Flügel durchzogen, erkennen.
So zerbrechlich. An den Rändern verlief das Blau und bildete einen schwarzen Streifen.
Sie wagte kaum zu atmen, als sie den Schmetterling mit ihren vergleichsweise stumpfen Fingern aufhob. Sie wusste, man darf einen Schmetterling unter keinen Umständen an den Flügeln berühren, doch sie hatte bereits bemerkt, dass dieser Schmetterling nie wieder fliegen würde.
Vorsichtig legte sie ihn in ihre hohle Hand, bewunderte die Farben, die Eleganz, das Feenhafte. Tränen stiegen in ihre Augen, rannen ihre Wangen hinab und tropften auf das tote Insekt.
Sie wollte nicht weinen, wollte nicht daran denken. Nicht hier, nicht jetzt. Doch sie konnte sich nicht wehren. Die alten Bilder kamen zurück, wie ein Film, den man lange nicht mehr gesehen hat. Wieder und wieder spielten ihre Gedanken diese eine Szene ab. Wie eine kaputte DVD. Wieder und wieder…
***
„Mammi, Mammi, bitteee. …Nur noch kurz. Bitte, Mamilein.“
Das kleine Mädchen schaute mit flehendem Blick in das Gesicht ihrer Mutter.
„Aber Schatz, das Thema hatte wir doch schon letzte Woche. Wir haben ausgemacht, dass du unter der Woche früher im Bett bist.“
Das Mädchen in dem roten Kleid und den abgenutzten, grünen Sandalen stampfte mit dem Fuß auf.
„Das ist so was von ungerecht, weißt du das!“, schrie sie und stürmte die Holztreppen hinauf.
„Kleines Fräulein, so geht das aber nicht. Ich glaub, da ist eine Entschuldigung angebracht.“
Die Worte kamen von einem Mann, dem Vater des Mädchens.
„Hallo, Schatz“, begrüßte er seine Frau und drückte ihr einen Kuss auf den Mund. „Na, ist unser Prinzesschen mal wieder beleidigt?“
„Sie wollte noch in den Garten, aber ich meine, unter der Schulzeit haben wir andere Schlafenszeiten als am Wochenende“, erklärte die Frau.
„Nur in den Garten? Na wenn sie sich beeilt, dann sehe ich kein Problem.“
„Danke, Papi. Du bist der Beste.“
Die Stimme seiner Tochter unterbrach ihn. Mit polternden Schritten rannte sie die Treppen hinunter, strahlte ihren Vater an und verschwand durch die Balkontür in den Garten.
„Ja, du bist der Beste“, sagte die Frau und seufzte.
„Du lässt einfach alles bei ihr durchgehen und ich bin dann immer die Böse, die …“
Doch das kleine Mädchen bekam nichts mehr mit vom Streit ihrer Eltern.
Laut singend rannte sie zum Blumenbeet.
„Hm, was nehmen wir?“
Prüfend schaut sie die Blumen an und entschied sich schließlich für drei rote Tulpen, einen Strauß Klatschmohn, ein paar Löwenzahn, Vergissmeinnicht und eine Rose.
Sie hob das Vorderteil ihres Kleides hoch und legt vorsichtig die Blumen auf den Stoff. Dann klaubte sie noch einige Steine vom Boden auf und neben der Gartenbank riss sie ein paar Grashalme und Gänseblümchen aus.
Das Mädchen drückte die Balkontür wieder auf und schlich die Holztreppe zu ihrem Zimmer hinauf. Aus der Küche hörte sie dumpf die Stimmen ihrer Eltern. Ohne eine Blume zu verlieren, drückte sie die Klinke der Zimmertür hinunter und betrat mit den Schätzen ihr Reich.
Sie bahnte sich, vorsichtig mit den Füßen tastend, einen Weg zwischen umgekippten Kisten, einer halb fertigen Legostadt, ihrem ausgeleerten Experimentierkasten, ihrem Schiff, das sie aus einem kaputten Tisch und viel Phantasie gebaut hatte und unzähligen Zetteln, die überall verteilt lagen. Schließlich war sie bei ihrem Schreibtisch angekommnen, fegte mit der freien Hand die Sachen hinunter und leerte die Blumen darauf.
Dann drehte sie sich um, balancierte über einige dutzend herumkullernde Murmeln, die schwach in der Abendsonne glitzerten und stand schließlich vor einem großen Käfig.
Der Käfig hatte ganz feine, eng aneinander gereihte Gitterstäbe und an manchen Stellen konnte man noch die frühere Vergoldung erkennen.
„Na, wo bist du denn?“, fragte das Mädchen und blickte suchend in den Käfig.
Zuerst sah sie nur Äste, einen Blätterhaufen und ein paar vertrocknete Blumen, als sie plötzlich etwas Blaues bemerkte.
Das Mädchen lächelte, öffnete die Klappe und fuhr mit der Hand hinein.
„Komm her, Kleiner“, sagt sie und hielt ihre Hand ausgestreckt in den Blätterhaufen. Einige Sekunden vergingen, dann krabbelt ein blauer Schmetterling auf ihren Ringfinger.
Eine Hand schützend über ihn gelegt, zog das Mädchen ihn aus dem Käfig.
„Lass mal sehen“, sagte sie und betrachtete den Schmetterling eingehend. „Hm, es scheint fast, als könntest du bald wieder fliegen.“
Wie, als hätte der Schmetterling die Worte des Mädchens verstanden, klappte er seine kleinen Flügelchen auf, und schafft es einige Sekunden in der Luft zu schweben.
„Na siehst du, bald wirst du wieder selber dorthin fliegen können, wohin du willst. All die schönen Blumen und Wiesen“, sagte das Mädchen mit einem zärtlichen Blick auf den Falter. „Aber ich werde dich vermissen. Versprich mir, dass du manchmal vorbeischaust!“
Als Bestätigung flatterte der Schmetterling ein paar Mal mit den Flügeln auf und ab.
Das kleine Mädchen setzte ihn zufrieden auf ihre Schulter und begann den Käfig auszuräumen und mit den neuen Schätzen zu füllen. Währenddessen redete sie ununterbrochen mit dem Tier, erzählte ihm, was sie den Tag erlebt hatte und was sie morgen alles noch vor hatte. Und es schien fast so als würde sie der Schmetterling verstehen.
Doch das war keineswegs ungewöhnlich. Das Mädchen redete mit allem, was krabbelte, kroch, flog und schwamm. Damit hatte sie sich auch schon einige Schwierigkeiten eingefangen.
Erst letzten Monat hatte sie eine verletzte Katze bei sich aufgenommen. Dann beherbergte sie eine Ameisenkolonie in ihrem Zimmer. In ihrem Schaukelstuhl hatte einmal für ein paar Tage ein Hase übernachtet und im Garten war ihr die Schlange aus dem Komposthaufen ein guter Freund.
Sie wusste nicht, was es war, aber aus irgendeinem Grund fühlten sich die Tiere bei ihr wohl. Vielleicht lag es daran, dass sie sie einfach akzeptierte, egal wie sie ausschauten, oder dass sie so natürlich mit ihnen umging. Das kleine Mädchen redet mit ihnen, stellte Fragen, erzählte von ihren Freunden, der Schule und ihren Erlebnissen.
Doch die Beziehung zwischen dem Schmetterling und ihr war etwas ganz Besonderes. So komisch es auch klingen mochte, der Schmetterling und das Mädchen waren beste Freunde.
Nachdem sie ihn wieder in sein Reich gesetzt hatte, krabbelte sie die Treppe zu ihrem Stockbett hoch, schlüpfte in ihr Nachthemd und schmiss sich auf ihre Monsterbettwäsche.
Wenige Sekunden später war sie auch schon eingeschlafen.
***
Die Parkbank kam ihr beim Gedanken an ihr weiches Bett unbequem und hart vor. „Nein, nein. Hör auf!“, dachte sie verzweifelt und presste ihre Hände gegen die Schläfen. Doch umsonst. Ohne es verhindern zu können, drängten sich Bilder in ihren Kopf. Lange vergessene Bilder…
***
„Miiiiila, aufstehen! In genau zwanzig Minuten fährt der Schulbus.“
Sie zog sich die Decke über den Kopf und stöhnte. Nur noch kurz. Ein ganz klein bisschen…
„Mila, jetzt aber raus mit dir“, sagte eine Stimme direkt neben ihr und die Decke wurde ihr weggezogen.
Sie rieb sich die Augen, schaute ihre Mutter böse an und kletterte die Leiter hinunter.
„Wie ich das hasse. Nie, auch nur ein bisschen ausschlafen. Man, blöde, blöde Schule“, schimpfte Mila vor sich hin, während sie eine blaue Latzhose und ein rotes Trägershirt anzog.
„Na, mein Kleiner, hast du gut geschlafen?“, begrüßte das Mädchen den Schmetterling. „Ja, heute ist dein großer Tag. Auf alle Fälle wirst du mir echt gewaltig fehlen.“
Sie war näher an den Käfig getreten und fuhr mit den Fingern die kunstvoll verzierten Gitterstäbe entlang. Dort, auf einer Rose, saß ihr Schmetterling, ihr Freund.
„Gleich, wenn ich von der Schule nach Hause komme. Dann wirst du alles erkunden können. Du kannst den Teich bei den Nachbarn besuchen, die Weide, den Wald und wenn ich in der Schule sitze, kannst du mir Gesellschaft leisten. Klingt das nicht gut?“
„MILA, komm jetzt sofort runter!“
„Ui, da ist ja wer sauer. Na gut, bis dann“, sagte das Mädchen, schenkte dem Schmetterling noch ein strahlendes Lächeln und rannte polternd die Treppen hinunter.
„Hier, deine Jause. Und heute holt dich dein Opa ab. Ich bin nämlich noch verabredet und Papa hat eine Sitzung“, sagte Milas Mutter und drückte ihrer Tochter ein Jausendose in die Hand.
„Jupiiie, Opa kommt. Dann kann ich ihm auch meinen Schmetterling zeigen“, jubelte Mila.
„Und jetzt ab mit dir. Der Schulbus wartet nicht“, sagte ihre Mutter und drückte ihr einen Kuss auf die Stirn.
„Ja, tschüss!“, rief Mila und lief nach draußen.
Um ein Uhr klingelte die Schulglocke. Heute hatte Mila es besonders eilig. Schließlich würde sie ihren Schmetterling bald freilassen und so sehr sie es auch freute, ihm die Freiheit zu schenken, würde der Abschied schmerzhaft werden. Die Zwei hatten sich schon richtig aneinander gewöhnt, aber Mila wusste, ein Leben im Käfig war kein Leben für einen Schmetterling.
Draußen begrüßte sie ihren Großvater, der ihr versprach, dass zu Hause eine Überraschung auf sie warten würde. Jetzt hatte es Mila natürlich doppelt so eilig. Sie liebte Überraschungen.
Während ihr Großvater sie in seinem roten Käfer nach Hause fuhr, erzählte sie ihm von ihrem Schultag. Frieda und sie hatten heute lustig zusammen Seeräuber gespielt und mit Maike hatte sie eine riesengroße Sandburg in der großen Pause gebaut. Die Frau Lehrerin hat ihnen eine Geschichte über zwei Hexen, die einen Drachen verzauberten, vorgelesen und auf die Hausaufgabe hatte sie einen Stempel bekommen.
Nach einer Viertelstunde Fahrt bog der Käfer in die Auffahrt ein und als er eingeparkt war, konnte es Mila gar nicht mehr erwarten, endlich die Überraschung zu sehen.
„Was ist es denn? Bitteee, nur einen Hinweise, einen kleinen“, quengelte sie und zog ihren Großvater ins Haus.
„Ich verrate nichts. Soll ja eine Überraschung werden“, meinte ihr Opa.
Die beiden betraten den Flur und Mila blickte sich suchend um.
„Nein, hier ist es nicht. Ich kann mich erinnern, es oben auf deinen Schreibtisch gelegt zu haben“, sagte er schmunzelnd, aber das bekam Mila schon nicht mehr mit.
So schnell sie konnte, stürmte sie die Treppen hoch, den Flur entlang und betrat außer Atem ihr Zimmer.
Der Großvater folgte ihr, schnaufend und keuchend.
Doch noch immer konnte Mila nichts entdecken. Sie durchquerte den Raum, nach allen Seiten blickend.
„Es liegt auf deinem Schreibtisch“, sagte ihr Großvater.
Mila sprang geschickt über einen Haufen Stofftiere und blickte voller Neugierde auf die Tischplatte.
Doch alles was sie sah, war eine schlichte, schwarze Schatulle, ohne jegliche Verzierungen.
Sie runzelte die Stirn. Was hatte sich ihr Großvater da wieder ausgedacht?
„Du musst es einfach hinausschieben. Das ist nur die Schutzhülle“, kam es erklärend von der Tür.
***
Ihr Rücken schmerzte jetzt von der harten Lehne der Parkbank. „Lass es aufhören. Es ist vorbei, vorbei“, dachte sie verbissen.
Doch ihre Gedanken blieben unerhört.
***
Mit zitternden Fingern zog Mila die Schutzhülle ab. Zuerst konnte sie nur Holz und Glas erkennen. „Was ist das?“
„Du musst es ganz aufmachen. Es wird dich umhauen.“
Mila zog die Hülle weiter hinunter, konnte den Blick nicht wenden. Die Anspannung wuchs pro Zentimeter. Sie konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, mit was sie ihr Opa da überraschen wollte. Schließlich zog sie die Hülle mit einem Ruck komplett ab.
Stocksteif stand sie da. Ohne zu atmen blickte sie auf das, was sie in den Händen hielt.
„Ich denke, das wird dir gefallen. Als ich so alt war wie du, war dass auch eine meiner Lieblingsbeschäftigungen …“
Doch nur noch in weiter Ferne vernahm sie die Stimme ihres Großvaters. „… und den Anfang einer Sammlung hast du ja schon. Das erste Exemplar ist immer das wertvollste, zu …“
Diese Worte brannten sich in ihr Gedächtnis: den Anfang einer Sammlung.
Immer und immer wieder hörte sie diese Wörter, sie fraßen sich in ihr Gehirn, nisteten sich dort ein.
Mit einem Klirren fiel die Überraschung zu Boden und zerbrach.
„Aber Mila, du ungeschick …“
Mila schrie. Sie schrie. Laut. So laut sie konnte. Sie presste die Augen zusammen, die Hände auf die Ohren, wünschte sich nicht da zu sein. Zitternd setzte sie sich auf den Boden.
Jemand berührt sie an der Schulter und sie hörte undeutlich die Stimme ihres Großvaters.
Voller Wut biss sie sich auf die Lippen. Ein einziger Blutstropfen fiel zu Boden und hinterließ einen hässlichen, dunkelroten Fleck auf dem Teppich.
Sie schüttelte seine Hand von ihrer Schulter und sprang auf. Tränen rannen ihre Wangen hinab, nahmen ihr die Sicht. Alles was sie sah, war dieses Gesicht. Mit lautem Geschrei packte sie den nächstbesten Gegenstand und schleuderte ihn der verhassten Person entgegen.
Schützend hielt ihr Großvater sich die Hand vor die Augen.
Rot. Mila sah nur noch Rot.
Plötzlich packte sie wer an den Schultern und hielt sie fest.
„Mila, verdammt hör auf! Was tust du?“, schrie ihr Opa sie an.
Doch Mila schlug weiter um sich. Und dann spürte sie nur noch einen brennenden Schmerz auf der Wange. Eine Ohrfeige. Ihr Opa hatte sie geschlagen.
„Oh mein Gott. Das wollte ich nicht … Ich mein, was hätte ich tun sollen … ich...“, flüsterte ihr Opa und versuchte seine Enkelin an sich zu drücken.
„Lass mich in Ruhe!“, schrie Mila. „Verschwinde. Raus hier!“
Verstört verließ ihr Opa das Zimmer. Leise wurde die Tür geschlossen. Mila setzte sich wieder auf den Boden und weinte. Die Tränen flossen ohne Unterbrechung ihre Wangen hinab. Schließlich hob sie den Blick, schaute sich mit verschwollenen Augen um und fand das Gesuchte. Zerbrochen lag die Kassette da.
Mit spitzen Fingern nahm sie sie in die Hand und starrte mit ausdrucksloser Miene darauf.
Ihr Schmetterling. Ihr Schmetterling lag da. Aufgespießt. Mitten durch seinen Körper. Die blauen Flügel weit gespreizt.
Und darunter ein Schild: 1.Exemplar 12. September
Mila riss das Schild ab und zerknüllte die Fetzen, zertrümmert das restliche Glas und ohne auf ihre blutenden Finger zu achten, zog sie vorsichtig die Nadel aus dem Schmetterling. Behutsam hob sie ihn hoch. So leicht. So zart.
Wankend stand sie auf, barg ihn schützend in ihrer Hand und legte ihn auf das Fensterbrett.
So schön. Schwach glitzerten die Flügel im Licht der Sonne.
Der blaue Schmetterling
Der blaue Schmetterling
Sie kniff die Augen zu, doch die Sonne blendete immer noch. Also schloss sie die Lider ganz und genoss die Wärme, die sich auf ihrem Gesicht ausbreitete.
Das Mädchen schob sich das T-Shirt hoch. Sie lächelte.
Während sie auf dem Rücken im Gras lag, ließ sie ihre Gedanken fliegen und fuhr mit den Fingern durch das Gras. Sie zupfte einige Halme aus und ließ sie auf ihren Bauch rieseln. Unbewusst seufzte sie. So eine Ruhe.
Entspannt genoss sie die letzten Sonnenstrahlen des Herbstes, dachte einmal nicht daran, was noch alles zu erledigen war. Verdrängte, dass sie morgen noch eine zweistündige Matheschularbeit vor sich haben würde, eine Wiederholung in Englisch und dass der Artikel für die Schülerzeitung noch unfertig auf ihrem Schreibtisch lag.
Schwach nahm sie den Geruch von Laub und Harz wahr und …waren das Kastanien?
Als es bereits begann dunkel zu werden, öffnete sie benommen die Augen.
Müde vom langen Liegen setzte sie sich schwerfällig auf, streifte die Grashalme von den Fußsohlen und schlüpfte in die blauen Sportschuhe.
Sie stand auf, zupfte ihre Kleidung zurecht und machte sich auf den Heimweg.
Bis auf ein paar Jogger, die den warmen Abend im Park noch nutzen wollten, traf sie niemanden mehr an. Allein wanderte sie die Allee entlang. Dicht an dicht reihten sich die Kastanienbäume, deren Wipfel ein Blätterdach über ihr bildeten.
Schwach knirschte der Kies unter ihren Sohlen und das Laub raschelte so herrlich, wenn sie es mit schleifenden Schritten durchwanderte. Sie war glücklich.
Das Mädchen sprang in einen besonders großen Haufen Laub, riss die Arme in die Höhe und hüpfte darin herum. Sie bückte sich und warf mit vollen Händen die Blätter in die Luft. Danach stand sie still, während das Laub auf sie herniederfiel. Sie genoss das hier. Allein. Ungestört.
Nach ihrem Umhergehüpfe ließ sie sich außer Atem auf die nächste Bank sinken. Sie streckte ihre Beine aus und legte einen Arm auf die Lehne. Doch fast sofort zog sie ihn wieder zurück. Erschrocken drehte sie sich zur Seite und sah, was da auf der schwarzen, geschwungenen Banklehne aus Metall lag: ein Schmetterling.
Sofort schlug ihre Stimmung um. Ihr Mund verzog sich zu einem schmalen Strich und in ihre Augen trat ein sonderbarer Glanz. Sie atmete einmal tief ein und aus, versuchte nicht auf die Bilder in ihrem Kopf zu achten und lehnte sich weiter vor.
Es war ein besonders schönes Exemplar. Die wasserblauen, zarten Flügel lagen ausgebreitet und schlaff da. Sie konnte die feinen Adern, die die Flügel durchzogen, erkennen.
So zerbrechlich. An den Rändern verlief das Blau und bildete einen schwarzen Streifen.
Sie wagte kaum zu atmen, als sie den Schmetterling mit ihren vergleichsweise stumpfen Fingern aufhob. Sie wusste, man darf einen Schmetterling unter keinen Umständen an den Flügeln berühren, doch sie hatte bereits bemerkt, dass dieser Schmetterling nie wieder fliegen würde.
Vorsichtig legte sie ihn in ihre hohle Hand, bewunderte die Farben, die Eleganz, das Feenhafte. Tränen stiegen in ihre Augen, rannen ihre Wangen hinab und tropften auf das tote Insekt.
Sie wollte nicht weinen, wollte nicht daran denken. Nicht hier, nicht jetzt. Doch sie konnte sich nicht wehren. Die alten Bilder kamen zurück, wie ein Film, den man lange nicht mehr gesehen hat. Wieder und wieder spielten ihre Gedanken diese eine Szene ab. Wie eine kaputte DVD. Wieder und wieder…
***
„Mammi, Mammi, bitteee. …Nur noch kurz. Bitte, Mamilein.“
Das kleine Mädchen schaute mit flehendem Blick in das Gesicht ihrer Mutter.
„Aber Schatz, das Thema hatte wir doch schon letzte Woche. Wir haben ausgemacht, dass du unter der Woche früher im Bett bist.“
Das Mädchen in dem roten Kleid und den abgenutzten, grünen Sandalen stampfte mit dem Fuß auf.
„Das ist so was von ungerecht, weißt du das!“, schrie sie und stürmte die Holztreppen hinauf.
„Kleines Fräulein, so geht das aber nicht. Ich glaub, da ist eine Entschuldigung angebracht.“
Die Worte kamen von einem Mann, dem Vater des Mädchens.
„Hallo, Schatz“, begrüßte er seine Frau und drückte ihr einen Kuss auf den Mund. „Na, ist unser Prinzesschen mal wieder beleidigt?“
„Sie wollte noch in den Garten, aber ich meine, unter der Schulzeit haben wir andere Schlafenszeiten als am Wochenende“, erklärte die Frau.
„Nur in den Garten? Na wenn sie sich beeilt, dann sehe ich kein Problem.“
„Danke, Papi. Du bist der Beste.“
Die Stimme seiner Tochter unterbrach ihn. Mit polternden Schritten rannte sie die Treppen hinunter, strahlte ihren Vater an und verschwand durch die Balkontür in den Garten.
„Ja, du bist der Beste“, sagte die Frau und seufzte.
„Du lässt einfach alles bei ihr durchgehen und ich bin dann immer die Böse, die …“
Doch das kleine Mädchen bekam nichts mehr mit vom Streit ihrer Eltern.
Laut singend rannte sie zum Blumenbeet.
„Hm, was nehmen wir?“
Prüfend schaut sie die Blumen an und entschied sich schließlich für drei rote Tulpen, einen Strauß Klatschmohn, ein paar Löwenzahn, Vergissmeinnicht und eine Rose.
Sie hob das Vorderteil ihres Kleides hoch und legt vorsichtig die Blumen auf den Stoff. Dann klaubte sie noch einige Steine vom Boden auf und neben der Gartenbank riss sie ein paar Grashalme und Gänseblümchen aus.
Das Mädchen drückte die Balkontür wieder auf und schlich die Holztreppe zu ihrem Zimmer hinauf. Aus der Küche hörte sie dumpf die Stimmen ihrer Eltern. Ohne eine Blume zu verlieren, drückte sie die Klinke der Zimmertür hinunter und betrat mit den Schätzen ihr Reich.
Sie bahnte sich, vorsichtig mit den Füßen tastend, einen Weg zwischen umgekippten Kisten, einer halb fertigen Legostadt, ihrem ausgeleerten Experimentierkasten, ihrem Schiff, das sie aus einem kaputten Tisch und viel Phantasie gebaut hatte und unzähligen Zetteln, die überall verteilt lagen. Schließlich war sie bei ihrem Schreibtisch angekommnen, fegte mit der freien Hand die Sachen hinunter und leerte die Blumen darauf.
Dann drehte sie sich um, balancierte über einige dutzend herumkullernde Murmeln, die schwach in der Abendsonne glitzerten und stand schließlich vor einem großen Käfig.
Der Käfig hatte ganz feine, eng aneinander gereihte Gitterstäbe und an manchen Stellen konnte man noch die frühere Vergoldung erkennen.
„Na, wo bist du denn?“, fragte das Mädchen und blickte suchend in den Käfig.
Zuerst sah sie nur Äste, einen Blätterhaufen und ein paar vertrocknete Blumen, als sie plötzlich etwas Blaues bemerkte.
Das Mädchen lächelte, öffnete die Klappe und fuhr mit der Hand hinein.
„Komm her, Kleiner“, sagt sie und hielt ihre Hand ausgestreckt in den Blätterhaufen. Einige Sekunden vergingen, dann krabbelt ein blauer Schmetterling auf ihren Ringfinger.
Eine Hand schützend über ihn gelegt, zog das Mädchen ihn aus dem Käfig.
„Lass mal sehen“, sagte sie und betrachtete den Schmetterling eingehend. „Hm, es scheint fast, als könntest du bald wieder fliegen.“
Wie, als hätte der Schmetterling die Worte des Mädchens verstanden, klappte er seine kleinen Flügelchen auf, und schafft es einige Sekunden in der Luft zu schweben.
„Na siehst du, bald wirst du wieder selber dorthin fliegen können, wohin du willst. All die schönen Blumen und Wiesen“, sagte das Mädchen mit einem zärtlichen Blick auf den Falter. „Aber ich werde dich vermissen. Versprich mir, dass du manchmal vorbeischaust!“
Als Bestätigung flatterte der Schmetterling ein paar Mal mit den Flügeln auf und ab.
Das kleine Mädchen setzte ihn zufrieden auf ihre Schulter und begann den Käfig auszuräumen und mit den neuen Schätzen zu füllen. Währenddessen redete sie ununterbrochen mit dem Tier, erzählte ihm, was sie den Tag erlebt hatte und was sie morgen alles noch vor hatte. Und es schien fast so als würde sie der Schmetterling verstehen.
Doch das war keineswegs ungewöhnlich. Das Mädchen redete mit allem, was krabbelte, kroch, flog und schwamm. Damit hatte sie sich auch schon einige Schwierigkeiten eingefangen.
Erst letzten Monat hatte sie eine verletzte Katze bei sich aufgenommen. Dann beherbergte sie eine Ameisenkolonie in ihrem Zimmer. In ihrem Schaukelstuhl hatte einmal für ein paar Tage ein Hase übernachtet und im Garten war ihr die Schlange aus dem Komposthaufen ein guter Freund.
Sie wusste nicht, was es war, aber aus irgendeinem Grund fühlten sich die Tiere bei ihr wohl. Vielleicht lag es daran, dass sie sie einfach akzeptierte, egal wie sie ausschauten, oder dass sie so natürlich mit ihnen umging. Das kleine Mädchen redet mit ihnen, stellte Fragen, erzählte von ihren Freunden, der Schule und ihren Erlebnissen.
Doch die Beziehung zwischen dem Schmetterling und ihr war etwas ganz Besonderes. So komisch es auch klingen mochte, der Schmetterling und das Mädchen waren beste Freunde.
Nachdem sie ihn wieder in sein Reich gesetzt hatte, krabbelte sie die Treppe zu ihrem Stockbett hoch, schlüpfte in ihr Nachthemd und schmiss sich auf ihre Monsterbettwäsche.
Wenige Sekunden später war sie auch schon eingeschlafen.
***
Die Parkbank kam ihr beim Gedanken an ihr weiches Bett unbequem und hart vor. „Nein, nein. Hör auf!“, dachte sie verzweifelt und presste ihre Hände gegen die Schläfen. Doch umsonst. Ohne es verhindern zu können, drängten sich Bilder in ihren Kopf. Lange vergessene Bilder…
***
„Miiiiila, aufstehen! In genau zwanzig Minuten fährt der Schulbus.“
Sie zog sich die Decke über den Kopf und stöhnte. Nur noch kurz. Ein ganz klein bisschen…
„Mila, jetzt aber raus mit dir“, sagte eine Stimme direkt neben ihr und die Decke wurde ihr weggezogen.
Sie rieb sich die Augen, schaute ihre Mutter böse an und kletterte die Leiter hinunter.
„Wie ich das hasse. Nie, auch nur ein bisschen ausschlafen. Man, blöde, blöde Schule“, schimpfte Mila vor sich hin, während sie eine blaue Latzhose und ein rotes Trägershirt anzog.
„Na, mein Kleiner, hast du gut geschlafen?“, begrüßte das Mädchen den Schmetterling. „Ja, heute ist dein großer Tag. Auf alle Fälle wirst du mir echt gewaltig fehlen.“
Sie war näher an den Käfig getreten und fuhr mit den Fingern die kunstvoll verzierten Gitterstäbe entlang. Dort, auf einer Rose, saß ihr Schmetterling, ihr Freund.
„Gleich, wenn ich von der Schule nach Hause komme. Dann wirst du alles erkunden können. Du kannst den Teich bei den Nachbarn besuchen, die Weide, den Wald und wenn ich in der Schule sitze, kannst du mir Gesellschaft leisten. Klingt das nicht gut?“
„MILA, komm jetzt sofort runter!“
„Ui, da ist ja wer sauer. Na gut, bis dann“, sagte das Mädchen, schenkte dem Schmetterling noch ein strahlendes Lächeln und rannte polternd die Treppen hinunter.
„Hier, deine Jause. Und heute holt dich dein Opa ab. Ich bin nämlich noch verabredet und Papa hat eine Sitzung“, sagte Milas Mutter und drückte ihrer Tochter ein Jausendose in die Hand.
„Jupiiie, Opa kommt. Dann kann ich ihm auch meinen Schmetterling zeigen“, jubelte Mila.
„Und jetzt ab mit dir. Der Schulbus wartet nicht“, sagte ihre Mutter und drückte ihr einen Kuss auf die Stirn.
„Ja, tschüss!“, rief Mila und lief nach draußen.
Um ein Uhr klingelte die Schulglocke. Heute hatte Mila es besonders eilig. Schließlich würde sie ihren Schmetterling bald freilassen und so sehr sie es auch freute, ihm die Freiheit zu schenken, würde der Abschied schmerzhaft werden. Die Zwei hatten sich schon richtig aneinander gewöhnt, aber Mila wusste, ein Leben im Käfig war kein Leben für einen Schmetterling.
Draußen begrüßte sie ihren Großvater, der ihr versprach, dass zu Hause eine Überraschung auf sie warten würde. Jetzt hatte es Mila natürlich doppelt so eilig. Sie liebte Überraschungen.
Während ihr Großvater sie in seinem roten Käfer nach Hause fuhr, erzählte sie ihm von ihrem Schultag. Frieda und sie hatten heute lustig zusammen Seeräuber gespielt und mit Maike hatte sie eine riesengroße Sandburg in der großen Pause gebaut. Die Frau Lehrerin hat ihnen eine Geschichte über zwei Hexen, die einen Drachen verzauberten, vorgelesen und auf die Hausaufgabe hatte sie einen Stempel bekommen.
Nach einer Viertelstunde Fahrt bog der Käfer in die Auffahrt ein und als er eingeparkt war, konnte es Mila gar nicht mehr erwarten, endlich die Überraschung zu sehen.
„Was ist es denn? Bitteee, nur einen Hinweise, einen kleinen“, quengelte sie und zog ihren Großvater ins Haus.
„Ich verrate nichts. Soll ja eine Überraschung werden“, meinte ihr Opa.
Die beiden betraten den Flur und Mila blickte sich suchend um.
„Nein, hier ist es nicht. Ich kann mich erinnern, es oben auf deinen Schreibtisch gelegt zu haben“, sagte er schmunzelnd, aber das bekam Mila schon nicht mehr mit.
So schnell sie konnte, stürmte sie die Treppen hoch, den Flur entlang und betrat außer Atem ihr Zimmer.
Der Großvater folgte ihr, schnaufend und keuchend.
Doch noch immer konnte Mila nichts entdecken. Sie durchquerte den Raum, nach allen Seiten blickend.
„Es liegt auf deinem Schreibtisch“, sagte ihr Großvater.
Mila sprang geschickt über einen Haufen Stofftiere und blickte voller Neugierde auf die Tischplatte.
Doch alles was sie sah, war eine schlichte, schwarze Schatulle, ohne jegliche Verzierungen.
Sie runzelte die Stirn. Was hatte sich ihr Großvater da wieder ausgedacht?
„Du musst es einfach hinausschieben. Das ist nur die Schutzhülle“, kam es erklärend von der Tür.
***
Ihr Rücken schmerzte jetzt von der harten Lehne der Parkbank. „Lass es aufhören. Es ist vorbei, vorbei“, dachte sie verbissen.
Doch ihre Gedanken blieben unerhört.
***
Mit zitternden Fingern zog Mila die Schutzhülle ab. Zuerst konnte sie nur Holz und Glas erkennen. „Was ist das?“
„Du musst es ganz aufmachen. Es wird dich umhauen.“
Mila zog die Hülle weiter hinunter, konnte den Blick nicht wenden. Die Anspannung wuchs pro Zentimeter. Sie konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, mit was sie ihr Opa da überraschen wollte. Schließlich zog sie die Hülle mit einem Ruck komplett ab.
Stocksteif stand sie da. Ohne zu atmen blickte sie auf das, was sie in den Händen hielt.
„Ich denke, das wird dir gefallen. Als ich so alt war wie du, war dass auch eine meiner Lieblingsbeschäftigungen …“
Doch nur noch in weiter Ferne vernahm sie die Stimme ihres Großvaters. „… und den Anfang einer Sammlung hast du ja schon. Das erste Exemplar ist immer das wertvollste, zu …“
Diese Worte brannten sich in ihr Gedächtnis: den Anfang einer Sammlung.
Immer und immer wieder hörte sie diese Wörter, sie fraßen sich in ihr Gehirn, nisteten sich dort ein.
Mit einem Klirren fiel die Überraschung zu Boden und zerbrach.
„Aber Mila, du ungeschick …“
Mila schrie. Sie schrie. Laut. So laut sie konnte. Sie presste die Augen zusammen, die Hände auf die Ohren, wünschte sich nicht da zu sein. Zitternd setzte sie sich auf den Boden.
Jemand berührt sie an der Schulter und sie hörte undeutlich die Stimme ihres Großvaters.
Voller Wut biss sie sich auf die Lippen. Ein einziger Blutstropfen fiel zu Boden und hinterließ einen hässlichen, dunkelroten Fleck auf dem Teppich.
Sie schüttelte seine Hand von ihrer Schulter und sprang auf. Tränen rannen ihre Wangen hinab, nahmen ihr die Sicht. Alles was sie sah, war dieses Gesicht. Mit lautem Geschrei packte sie den nächstbesten Gegenstand und schleuderte ihn der verhassten Person entgegen.
Schützend hielt ihr Großvater sich die Hand vor die Augen.
Rot. Mila sah nur noch Rot.
Plötzlich packte sie wer an den Schultern und hielt sie fest.
„Mila, verdammt hör auf! Was tust du?“, schrie ihr Opa sie an.
Doch Mila schlug weiter um sich. Und dann spürte sie nur noch einen brennenden Schmerz auf der Wange. Eine Ohrfeige. Ihr Opa hatte sie geschlagen.
„Oh mein Gott. Das wollte ich nicht … Ich mein, was hätte ich tun sollen … ich...“, flüsterte ihr Opa und versuchte seine Enkelin an sich zu drücken.
„Lass mich in Ruhe!“, schrie Mila. „Verschwinde. Raus hier!“
Verstört verließ ihr Opa das Zimmer. Leise wurde die Tür geschlossen. Mila setzte sich wieder auf den Boden und weinte. Die Tränen flossen ohne Unterbrechung ihre Wangen hinab. Schließlich hob sie den Blick, schaute sich mit verschwollenen Augen um und fand das Gesuchte. Zerbrochen lag die Kassette da.
Mit spitzen Fingern nahm sie sie in die Hand und starrte mit ausdrucksloser Miene darauf.
Ihr Schmetterling. Ihr Schmetterling lag da. Aufgespießt. Mitten durch seinen Körper. Die blauen Flügel weit gespreizt.
Und darunter ein Schild: 1.Exemplar 12. September
Mila riss das Schild ab und zerknüllte die Fetzen, zertrümmert das restliche Glas und ohne auf ihre blutenden Finger zu achten, zog sie vorsichtig die Nadel aus dem Schmetterling. Behutsam hob sie ihn hoch. So leicht. So zart.
Wankend stand sie auf, barg ihn schützend in ihrer Hand und legte ihn auf das Fensterbrett.
So schön. Schwach glitzerten die Flügel im Licht der Sonne.
Zuletzt von Amira am Sa 03 Apr 2010, 00:10 bearbeitet, insgesamt 5 mal bearbeitet
Re: Der blaue Schmetterling
Hey Amira,
Ich bin gerade auf deine Geschichte gestoßen und ich muss sagen sie ist einfach toll.
Der Aufbau ist einfach super gut gewählt und die Rückblenden sind passend eingeschoben. Die Thematik ist einfach umwerfend und die Umsetzung ist perfekt.
Da hab ich wirklich nichts zu meckern.
Du schreibst flüssig und beschreibst einfach toll.
Ich bin wirklich begeistert!! Ein paar kleien Rechtschreibfehler haben sich eingeschlichen, doch die fallen dir auf, wenn du die Geschichte noch einmal ließt.
Es ist eine Schande, dass die Geschichte noch unkommtiert ist, denn sie ist eine der Besten, die ich bis jetzt im Forum gelesen habe.
Du hast echt Talent
LG Serina
Ich bin gerade auf deine Geschichte gestoßen und ich muss sagen sie ist einfach toll.
Der Aufbau ist einfach super gut gewählt und die Rückblenden sind passend eingeschoben. Die Thematik ist einfach umwerfend und die Umsetzung ist perfekt.
Da hab ich wirklich nichts zu meckern.
Du schreibst flüssig und beschreibst einfach toll.
Ich bin wirklich begeistert!! Ein paar kleien Rechtschreibfehler haben sich eingeschlichen, doch die fallen dir auf, wenn du die Geschichte noch einmal ließt.
Es ist eine Schande, dass die Geschichte noch unkommtiert ist, denn sie ist eine der Besten, die ich bis jetzt im Forum gelesen habe.
Du hast echt Talent
LG Serina



Angoraschka- Bastelqueen

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Laune: genervt
Ich schreibe: RPG
Literatur: Angoraschka
Kunst: Angoraschka
Sonstiges: Ich bin ein Darkie ....^^
... than you, my love, would be darker than sin.
Manche Leute haben von nichts eine Ahnung außer vom Rumheulen ...
Re: Der blaue Schmetterling
*ganz rot werd*
Vielen, vielen Dank für das Lob, ich freue mich riesig das sie dir gefallen hat.
Ja, die lieben Rechtschreibfehler. Danke für den Hinweis, es schleichen sich doch immer wieder welche ein
Grüße Amira
Vielen, vielen Dank für das Lob, ich freue mich riesig das sie dir gefallen hat.
Ja, die lieben Rechtschreibfehler. Danke für den Hinweis, es schleichen sich doch immer wieder welche ein
Grüße Amira
Re: Der blaue Schmetterling
Hey Amira,
also abgesehn von den ein oder anderen Rechtschreibfehlern, auf die dich aber schon freundlicherweise Serina hingewiesen hat, hab ich nichts auszusetzen.
Die Geschichte ist wunderschön. Du kannst wirklich gut schreiben, spannend, und emotional ergreifend zugleich. In mir hat es Lebensfreude ausgelöst wie du die Laune des Mädchens beschrieben hast, wie sehr sie sich gefreut hat ihrem "Besten Freund" ein guter Partner zu sein. Und zugleich hatte ich glasige Augen als die Geschichte plötzlich seine Wende nahm.
Ganz großes Lob an dich,
gruß Daniel
also abgesehn von den ein oder anderen Rechtschreibfehlern, auf die dich aber schon freundlicherweise Serina hingewiesen hat, hab ich nichts auszusetzen.
Die Geschichte ist wunderschön. Du kannst wirklich gut schreiben, spannend, und emotional ergreifend zugleich. In mir hat es Lebensfreude ausgelöst wie du die Laune des Mädchens beschrieben hast, wie sehr sie sich gefreut hat ihrem "Besten Freund" ein guter Partner zu sein. Und zugleich hatte ich glasige Augen als die Geschichte plötzlich seine Wende nahm.
Ganz großes Lob an dich,
gruß Daniel

GrafGarfield- Darf Tinte auswechseln

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Laune: Happy =)
Literatur: GrafGarfield
Kunst: GrafGarfield
Re: Der blaue Schmetterling
Es freut mich, dass dir die Geschichte gefallen hat.
Es hat mir einerseits eine große Freude gemacht Mila als Hauptperson zu haben. Sehr genossen habe ich den Anfang mir ihr, diese Ruhe.
Umso schwerer viel es mir dann ihr dieses Ende zu bereiten, ihr sozusagend das Ganze nochmals erleben zu lassen.
Ja, die Rechtschreibfehler werden bald ausgebessert. Zur Zeit sehe ich durchs zigste Mal überarbeiten schon gar nichts mehr, das heißt ein bisschen Abstand und ich werde mir Mühe mit der Suche machen =)
Liebe Grüße Amira
Es hat mir einerseits eine große Freude gemacht Mila als Hauptperson zu haben. Sehr genossen habe ich den Anfang mir ihr, diese Ruhe.
Umso schwerer viel es mir dann ihr dieses Ende zu bereiten, ihr sozusagend das Ganze nochmals erleben zu lassen.
Ja, die Rechtschreibfehler werden bald ausgebessert. Zur Zeit sehe ich durchs zigste Mal überarbeiten schon gar nichts mehr, das heißt ein bisschen Abstand und ich werde mir Mühe mit der Suche machen =)
Liebe Grüße Amira
Re: Der blaue Schmetterling
Huhu Amira,
ich habe deine Geschichte auch gelesen und ich finde sie wunderschön.
Am Anfang möchte man am liebsten mit Mila tauschen, wie sie dort im Gras liegt und die Ruhe geniest. Herrlich, vorallem weil du das alles so toll beschreibst.
Dann, ab der Mitte der Handlung wird es spannend und man fragt sich was Amira wohl mit dem blauen Schmetterling verbindet.
Die Geschichte dahinter ist wirklich traurig. Da kümmerte sie sich tagelang liebevoll um den Kleinen und ihr Opa tötet das Tier einfach um ihr einen gefallen zu tun. -.- Die Reaktion des Mädchens kann ich gut nachvollziehen.
Mir hat deine Geschichte sehr gefallen.
liebste Grüße,
Jenny
ich habe deine Geschichte auch gelesen und ich finde sie wunderschön.
Am Anfang möchte man am liebsten mit Mila tauschen, wie sie dort im Gras liegt und die Ruhe geniest. Herrlich, vorallem weil du das alles so toll beschreibst.
Dann, ab der Mitte der Handlung wird es spannend und man fragt sich was Amira wohl mit dem blauen Schmetterling verbindet.
Die Geschichte dahinter ist wirklich traurig. Da kümmerte sie sich tagelang liebevoll um den Kleinen und ihr Opa tötet das Tier einfach um ihr einen gefallen zu tun. -.- Die Reaktion des Mädchens kann ich gut nachvollziehen.
Mir hat deine Geschichte sehr gefallen.
liebste Grüße,
Jenny



Racheengel- User

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Laune: melancholisch
Ich schreibe: zur Zeit an den Geschichten
die Zeit danach
~~~~~
schwarze Rose
~~~~~
zweite Chance
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Sonstiges: I want you to know that I miss you.
I want you to know that I need you.
I want you to tell me why everything had to end like this?
I want you to talk to me one little sentence.
I want to look into your beautifull eyes one last time... -

Re: Der blaue Schmetterling
Hey,
auch an dich ein ganz großes Dankeschön für dein Kommentar =)
Dann geht es dir genau so wie mir. Ich könnte oft stundenlag einfach nur daliegen, irgendwo in der Wiese, im Sonnenschein *schwärm*
Einfach an nichts denken =)
LG Amira
auch an dich ein ganz großes Dankeschön für dein Kommentar =)
Am Anfang möchte man am liebsten mit Mila tauschen, wie sie dort im Gras liegt und die Ruhe geniest.
Dann geht es dir genau so wie mir. Ich könnte oft stundenlag einfach nur daliegen, irgendwo in der Wiese, im Sonnenschein *schwärm*
Einfach an nichts denken =)
LG Amira
Re: Der blaue Schmetterling
Sooo … Geschichte Nummer 2 ^.^
Ich lieeebe den herbstlichen Anfang.
Der Herbst ist meine Lieblingsjahreszeit und demnach hast du beim Anfang voll bei mir gepunktet. ^.^
Ahhhhh …. So traurig. T_______________T
Das hat mich echt berührt …
Am Anfang dachte ich der Opa hätte ihr eine Katze oder einen Vogel gekauft, der den Schmetterling gefressen hätte oder so.
Oh man … Echt mitreißend geschrieben …
Eine Sache, ich würde die Reaktion des erwachsenen Mädchens ein ganz klein wenig abschwächen …
Aber ansonsten echt TOP!
Ein paar Sachen noch:
Wenn du das zweite Mal „Augen“ weglässt, dann hast du keine Wiederholung.
zurecht
Dieser Satz ist komisch formuliert und hat ein eingeschlichenes „Ich“
Besser: „in“
stürmtE
Das ist komisch formuliert. Das solltest du ändern.
redetE und erzähltE
Was ist Jause? X)
LG
Angie
Ich lieeebe den herbstlichen Anfang.
Der Herbst ist meine Lieblingsjahreszeit und demnach hast du beim Anfang voll bei mir gepunktet. ^.^
Ahhhhh …. So traurig. T_______________T
Das hat mich echt berührt …
Am Anfang dachte ich der Opa hätte ihr eine Katze oder einen Vogel gekauft, der den Schmetterling gefressen hätte oder so.
Oh man … Echt mitreißend geschrieben …
Eine Sache, ich würde die Reaktion des erwachsenen Mädchens ein ganz klein wenig abschwächen …
Aber ansonsten echt TOP!
Ein paar Sachen noch:
Sie kniff die Augen zusammen und blinzelte in das helle Sonnenlicht.
Geblendet schloss sie kurz darauf wieder die Augen,
Wenn du das zweite Mal „Augen“ weglässt, dann hast du keine Wiederholung.
Steif stand sie auf, zupfte ihre Kleidung zu Recht
zurecht
Sie wusste, man darf einen Schmetterling nie an den Flügel berühren, doch ich hatte bereits bemerkt, dieser Schmetterling würde nie wieder etwas fühlen.
Dieser Satz ist komisch formuliert und hat ein eingeschlichenes „Ich“
Das kleine Mädchen schaute mit flehendem Blick auf das Gesicht ihrer Mutter.
Besser: „in“
„Das ist so was von ungerecht, weißt du das!“, schrie sie und stürmt beleidigt die Holztreppen hinauf.
stürmtE
„Danke[KOMMA] Papi. Du bist der Beste.“
, fegte mit der freien Hand die Sachen hinunter und leerte die Blumen darauf.
Das ist komisch formuliert. Das solltest du ändern.
Währenddessen redet sie ununterbrochen mit dem Tier, erzählt ihm,
redetE und erzähltE
Jause
Was ist Jause? X)
LG
Angie
Re: Der blaue Schmetterling
Und auch hier ein Dankeschön fürs Lesen 
Freut mich wenn dir der Anfang gefällt.
Ich muss zugeben, das mir der Herbst eigentlich nicht zusagt, aber mir gefällt besonders das in der Wiese liegen, Sonne im Gesicht und einfach nichts tun
Ja, ich hab richtig mitgelitten mit ihr
Aber es freut mich wenn es mitreißend geschrieben wurde.
Also du meinst wie sie den Schmetterling auf der Bank sieht?
Findest du?
Hm, dann werd ich mir das noch mals anschauen.
Danke, das du die Fehler raus gesucht hast.
Werd ich demnächst verbessern. (heute aber wahrscheinlich nicht merh)
Was Jause ist?
Das kennst du echt nicht...
Na ja, das ist das was man zum Beispiel in die Schule mit nimmt. Also damit man am Vormittag etwas zum Essen und Trinken hat.
Jause halt^^
Liebe Grüße,
Amira
Freut mich wenn dir der Anfang gefällt.
Ich muss zugeben, das mir der Herbst eigentlich nicht zusagt, aber mir gefällt besonders das in der Wiese liegen, Sonne im Gesicht und einfach nichts tun
Ja, ich hab richtig mitgelitten mit ihr
Aber es freut mich wenn es mitreißend geschrieben wurde.
Eine Sache, ich würde die Reaktion des erwachsenen Mädchens ein ganz klein wenig abschwächen …
Also du meinst wie sie den Schmetterling auf der Bank sieht?
Findest du?
Hm, dann werd ich mir das noch mals anschauen.
Danke, das du die Fehler raus gesucht hast.
Werd ich demnächst verbessern. (heute aber wahrscheinlich nicht merh)
Was Jause ist?
Das kennst du echt nicht...
Na ja, das ist das was man zum Beispiel in die Schule mit nimmt. Also damit man am Vormittag etwas zum Essen und Trinken hat.
Jause halt^^
Liebe Grüße,
Amira
Re: Der blaue Schmetterling
Also du meinst wie sie den Schmetterling auf der Bank sieht?
Findest du?
Hm, dann werd ich mir das noch mals anschauen.
Nur ein gaaaanz klein wenig. Nicht viel. ^^
Aber du kannst es auch so lassen. ^.~
Empfindet ja jeder anders.
____
Ach! Du meinst einen Pausenbrotbehälter! X)


Re: Der blaue Schmetterling
Hey^^,
Du meinst sicher sich und nicht sie, oder?
Du meinst hier sicher sie. Du schreibst immerhin nicht in der Ich-Form bis dahin. Seltsam da auf einmal in selbige zu wechseln^^. War sicher nur ein Versehen, oder?
Das hört sich irgendwie seltsam an. Müsste es nicht mit eigener Kraft heißen?
Ich denke einmal schon kanst du streichen.
Das zu den Kleinigkeiten, die mir aufgefallen sind, was aber wohl eher nur Flüchtigkeitsfehler waren, nehm ich mal an^^. Ich muss dir wirklich ein großes Lob für deine Geschichte aussprechen. Du machst den Altag zu einem Abenteuer und beschreibst es so spannend, dass ich gar nicht aufhören konnte zu lesen. Dein Schreibstil ist bildhaft und flüssig. Ich hab richtig mitgefiebert worauf die Geschichte denn überhaupt hinausläuft. Weil es auf einmal so überdramatisch am Anfang wegen des toten Schmetterlings wurde. Ich hätte mir zwar am Ende gewünscht es wäre nicht ganz so offensichtlich gewesen, was in der Schachtel des Grovaters ist, aber dann wäre die Reaktion von ihr sicher nicht so schön rüber gekommen. Als sie nämlich ins Kinderzimmer gestürmt ist, war mir schon klar das irgendwas mit dem Schmetterling passieren wird. Ich dachte zwar erst sie rennt vielleicht in ihrer Eile den Käfig um, aber als dann eine Schachtel auf dem Schreibtisch lag, wars auch klra was dem armen Blauen zugestoßen ist.
Auf jeden Fall eine wirklich schöne Geschichte.
mfg. Enrico
Dicht an dicht reihten sie die Kastanienbäume,
Du meinst sicher sich und nicht sie, oder?
Sie wusste, man darf einen Schmetterling nie an den Flügel berühren, doch ich hatte bereits bemerkt, dieser Schmetterling würde nie wieder etwas fühlen.
Du meinst hier sicher sie. Du schreibst immerhin nicht in der Ich-Form bis dahin. Seltsam da auf einmal in selbige zu wechseln^^. War sicher nur ein Versehen, oder?
dass er wieder auf eigene Kraft fliegen konnte,
Das hört sich irgendwie seltsam an. Müsste es nicht mit eigener Kraft heißen?
war sie schon sehr traurig.
Die Zwei hatten sich schon richtig aneinander gewöhnt,
Ich denke einmal schon kanst du streichen.
Das zu den Kleinigkeiten, die mir aufgefallen sind, was aber wohl eher nur Flüchtigkeitsfehler waren, nehm ich mal an^^. Ich muss dir wirklich ein großes Lob für deine Geschichte aussprechen. Du machst den Altag zu einem Abenteuer und beschreibst es so spannend, dass ich gar nicht aufhören konnte zu lesen. Dein Schreibstil ist bildhaft und flüssig. Ich hab richtig mitgefiebert worauf die Geschichte denn überhaupt hinausläuft. Weil es auf einmal so überdramatisch am Anfang wegen des toten Schmetterlings wurde. Ich hätte mir zwar am Ende gewünscht es wäre nicht ganz so offensichtlich gewesen, was in der Schachtel des Grovaters ist, aber dann wäre die Reaktion von ihr sicher nicht so schön rüber gekommen. Als sie nämlich ins Kinderzimmer gestürmt ist, war mir schon klar das irgendwas mit dem Schmetterling passieren wird. Ich dachte zwar erst sie rennt vielleicht in ihrer Eile den Käfig um, aber als dann eine Schachtel auf dem Schreibtisch lag, wars auch klra was dem armen Blauen zugestoßen ist.
Auf jeden Fall eine wirklich schöne Geschichte.
mfg. Enrico
Re: Der blaue Schmetterling
Hey,
danke erstmals fürs das Finden der Fehler. Werde ich korrigieren.
Und der Fehler, das ich in die Ich-Perspektive gewechselt habe, war natürlich nicht Absicht. Kam aber wahrscheinlich davon, das ursprünglich ein paar Teil aus der Ich-Perspektive geschrieben waren...
Es freut mich ungemein das dir die Geschichte gefallen hat
Ja, du hast Recht. Man kann es sich schon denken...
Aber eben - ihre reaktion wollte ich gar nicht abschwächen und deswegen bleibt es vorerst wohl so.
Danke fürs Lesen und Kommentieren.
Liebe Grüße,
Amira
danke erstmals fürs das Finden der Fehler. Werde ich korrigieren.
Und der Fehler, das ich in die Ich-Perspektive gewechselt habe, war natürlich nicht Absicht. Kam aber wahrscheinlich davon, das ursprünglich ein paar Teil aus der Ich-Perspektive geschrieben waren...
Es freut mich ungemein das dir die Geschichte gefallen hat
Ich hätte mir zwar am Ende gewünscht es wäre nicht ganz so offensichtlich gewesen, was in der Schachtel des Grovaters ist, aber dann wäre die Reaktion von ihr sicher nicht so schön rüber gekommen. Als sie nämlich ins Kinderzimmer gestürmt ist, war mir schon klar das irgendwas mit dem Schmetterling passieren wird.
Ja, du hast Recht. Man kann es sich schon denken...
Aber eben - ihre reaktion wollte ich gar nicht abschwächen und deswegen bleibt es vorerst wohl so.
Danke fürs Lesen und Kommentieren.
Liebe Grüße,
Amira
Re: Der blaue Schmetterling
Hey Amira,
ohje das ist ja irgendwie eine herzzereißende Geschichte *schluchz*
Man fühlt irgendwie richtig mit diesem kleinen Mädchen mit.
Die Rückblicke sind dir wirklich wunderbar gelungen.
Ich habe auch erst gedacht, der Opa hätte etwas gekauft, was den Schmetterling frisst, aber dann kam es ja fast noch schlimmer. Oh man das kleine Mädchen ist wirklich zu verstehen. Wie sie sich danach fühlt. Der Opa hätte doch wirklich fragen können.
Aber du hast einen wunderschönen Schreibstil der sehr gut zu der Story passt.
Lg, Alex
ohje das ist ja irgendwie eine herzzereißende Geschichte *schluchz*
Man fühlt irgendwie richtig mit diesem kleinen Mädchen mit.
Die Rückblicke sind dir wirklich wunderbar gelungen.
Ich habe auch erst gedacht, der Opa hätte etwas gekauft, was den Schmetterling frisst, aber dann kam es ja fast noch schlimmer. Oh man das kleine Mädchen ist wirklich zu verstehen. Wie sie sich danach fühlt. Der Opa hätte doch wirklich fragen können.
Aber du hast einen wunderschönen Schreibstil der sehr gut zu der Story passt.
Lg, Alex
Re: Der blaue Schmetterling
Oh, vielen Dank auch hier für dein Kommentar 
Es freut mich riesig wenn sie dir gefallen hat^^
Ja, ihr Opa war in dieser Situation ihr gegenüber rücksichtslos und unüberlegt, aber im Endeffekt hat er es nur gut gemeint ... *seufz*
Freut mich auch wenn mein Schreibstil gut dazu passt.
Liebe Grüße,
Amira
PS.: hier mit auch gleich - eine (zumindest vorläufig) fehlerlose Version kommt am Wochenende. Jetzt brummt mir gerade der Schädel von Latein...
Es freut mich riesig wenn sie dir gefallen hat^^
Ja, ihr Opa war in dieser Situation ihr gegenüber rücksichtslos und unüberlegt, aber im Endeffekt hat er es nur gut gemeint ... *seufz*
Freut mich auch wenn mein Schreibstil gut dazu passt.
Liebe Grüße,
Amira
PS.: hier mit auch gleich - eine (zumindest vorläufig) fehlerlose Version kommt am Wochenende. Jetzt brummt mir gerade der Schädel von Latein...
Re: Der blaue Schmetterling
Ja ich hatte einerseits auch irgendwie Mitleid mit dem Opa...aber das habe ich immer mit älteren Leuten 
Lg, Alex
Lg, Alex
Re: Der blaue Schmetterling
Wow *o*
Die Geschichte ist soo toll Nao.. ähm ich meine Amira ;D
Mir gefällt vor allem das Hin und Her sprigen zwischen den Zeiten.
Du schaffst es einfach soo toll einem von Anfang an zu fesseln so das man weiter lesen muss/will.
Das Ende ist auch sehr gut gelungen man konnte sich wirklich gut in das kleine Mädchen hinein versetzten.
glg LittlePunkCat
Die Geschichte ist soo toll Nao.. ähm ich meine Amira ;D
Mir gefällt vor allem das Hin und Her sprigen zwischen den Zeiten.
Du schaffst es einfach soo toll einem von Anfang an zu fesseln so das man weiter lesen muss/will.
Das Ende ist auch sehr gut gelungen man konnte sich wirklich gut in das kleine Mädchen hinein versetzten.
glg LittlePunkCat

LittlePunkCat- Bettelt um Pergament

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Kunst: LittlePunkCat
Re: Der blaue Schmetterling
Hey Sophie,
dankeschöööön!
Es freut mich sehr das sie dir gefallen hat
_________
Wollte jetzt auch mal mitteilen das die Geschichte nun überarbeitet hier drinnen steht.
An dieser Stelle ein großes DANKE an yoho, der mir sehr geholfen hat =)
Liebe Grüße,
Amira
dankeschöööön!
Es freut mich sehr das sie dir gefallen hat
_________
Wollte jetzt auch mal mitteilen das die Geschichte nun überarbeitet hier drinnen steht.
An dieser Stelle ein großes DANKE an yoho, der mir sehr geholfen hat =)
Liebe Grüße,
Amira
Re: Der blaue Schmetterling
Hi Amira,
Zunächst habe gedacht, oh die Geschichte wird aber lang, kommt sie auch mal zum Punkt. Doch dann entwickelte sich die Geschichte weiter und ich muss sagen, dass sie mir wirklich gut gefallen hat.
Du hast ihre Reaktionen passend beschrieben. Die Geschichte ist echt traurig.
Wie konnte der Opa das bloß machen. Einfach nur fürchterlich.
LG Toni
Zunächst habe gedacht, oh die Geschichte wird aber lang, kommt sie auch mal zum Punkt. Doch dann entwickelte sich die Geschichte weiter und ich muss sagen, dass sie mir wirklich gut gefallen hat.
Du hast ihre Reaktionen passend beschrieben. Die Geschichte ist echt traurig.
Wie konnte der Opa das bloß machen. Einfach nur fürchterlich.
LG Toni
Drachenauge- User

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Kunst: Drachenauge
Re: Der blaue Schmetterling
Hey,
Danke fürs Lesen und Kommentieren^^
Freut mich das du ihre Handlungen nachvollziehen konntest und ja, es stimmt das ich machmal hier und da etwas ausschweife und es dann zu langatmig werden kann...
Wer ich das nächste Mal berücksichtigen
Liebe Grüße,
Amira
Danke fürs Lesen und Kommentieren^^
Freut mich das du ihre Handlungen nachvollziehen konntest und ja, es stimmt das ich machmal hier und da etwas ausschweife und es dann zu langatmig werden kann...
Wer ich das nächste Mal berücksichtigen
Liebe Grüße,
Amira
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